Der Speer des Russ

  • Soo Leute,

    mal kurze, kleine Frage?

    Ich hab mit ner Geschichte zu den Space Wolves angefangen. Führt son bißchen die Geschichte der Romane weiter. (Russ Speer)
    Wenn Interesse einfach kurz JAP sagen und heute Abend steht dann der erste Teil.

    Hoffnungsvoll hoffend

  • JAP [Anm.d.Red.: JAP ist eine Anonymisierungssoftware, welche die braven Internet benutzer vor dem Mitloggen der Ip schützen soll]

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    Eine Signatur braucht kein Mensch;

    Aber der Mensch braucht eine Signatur.

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  • Ein neuer Schreiberling, interessant.

    Seih auch du willkommen, endlich gibts es neben Neogenetic, JamaikaBob,Shadowmoon und mir noch einen schreiberling.

    Ich warte schon mit Spannung auf dein erstes Werk. Viel Glück dabei.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • ------------------------------------------- Der Speer des Russ---------------------------------------------

    Der Warp.

    Ziellos und mit der Kraft eines Space Wolves geworfen, irrt der heilige Speer des Russ durch die blutroten Strudel des Warp. Dämonen und gefangene Seelen umgeben ihn und versuchen sich die Macht des Speeres zu verschaffen, aber jeder Dämon der auch nur in die Nähe der heiligen Reliquie der Space Wolves kommt, vergeht in einem gleißenden Licht. Und so irrt der Speer weiter, auf das er auf unbestimmte Zeit den Warpraum mit seinem goldenen Licht erhellt.

    Fenris. Reiszahn.

    Ranek schreckte aus seiner Meditation auf. Eine unglaubliche psionische Erschütterung hatte ihn aus seinen Gedanken gerissen. Mit aufgerissenen Augen betrachtete er seine Meditationszelle. War es wirklich? Kann es war sein? Er beruhigte seinen Puls und lies durch pure Konzentration seinen Schweißfluss auf der Stirn versiegen. Wieder schloss er die Augen und versuchte mehr über die Erschütterung herauszufinden. Vor seinen Augen lag ein schwarzer Schleier, der sich langsam verzog und den Blick auf einen Planeten freigab.
    Eine rotglühende Atmosphäre umgab den Planeten und blutrote Nebel umwabberten ihn, sie wirkten wie flüssiges Feuer, das eine heiße Kohle umtanzt. Plötzlich verformte sich der Nebel zu einer langen trichterartigen Form und schoss auf eine Stelle in der eisigen Kälte des Weltraums. Langsam begann sich der Nebel zu drehen und formte einen Wirbel. Innerlich zuckte Ranek zusammen. Der Wirbel wurde immer größer und das Rot wurde kräftiger, bis sich schließlich ein weißer Punkt in der Mitte des Strudels auftat. Mit einem gleißenden Blitz schoss ein winziger Gegenstand aus dem Zentrum und nahm direkten Kurs auf den Planeten. Aber nicht nur der Gegenstand trat aus dem Wirbel heraus. Lange Arme und Tentakel schoben sich aus dem Wirbel und versuchten eben diesen zu verlassen. Aber viel weiter kamen sie nicht. Wieder schoss ein gleißender Blitz durch den Raum und der Strudel verschwand. Auch der Nebel floss zu seinem Planeten zurück.
    Ranek öffnete die Augen. Unglaublich. Schnell sprang der Wolfpriester auf und verließ seine Meditationszelle. Auf direktem Wege suchte er die Gemächer des großen Wolfes auf. Die Wachen machten ihm sofort Platz und Ranek schritt auf den Thron von Logan Grimnar zu.
    Der große Wolf beäugte ihn ungläubig und deutet an er solle sprechen.
    Ranek erhob sich und öffnete den Mund. Seine Fangzähne schimmerten im Licht und seine Haare hatten einen silbernen Glanz. "Großer Wolf, es ist…". Mit einem lauten Ruck öffnete sich wieder die Tür und es stürmten die andern Wolfspriester herein. Auch auf ihrem Gesicht lag eine erregte und zugleich besorgte Miene. Ranek wusste was sie dem großen Wolf mitteilen wollten. Mit einem Blick zu seinen Brüdern machte er ihnen klar des er das geschehene berichten werde. Die Witterung seiner Wolfsbrüder war voller Zustimmung und Erregung. Auch sie konnten nicht abwarten.
    "Großer Wolf", begann Ranek wieder. "Es ist etwas Unglaubliches passiert. Russ Speer ist wieder aufgetaucht"! Ein ungläubiger Blick traf Ranek. Er hatte den großen Grimnar noch nie so gesehen. "Ein Chaoswirbel hat sich geöffnet und unsere heilige Reliquie aus dem Warp geschleudert". "Wo", fragte Grimnar mit seiner tiefen Stimme. Raneks Blick wurde düsterer und auch die Witterung seiner Brüder veränderte sich. "Rudra", knurrte der Wolfpriester.

    *

    Fortsetzung folgt... (morgen oder übermorgen :D)

  • für einen ersten Post nicht schlecht, aber da ja der speer bekannt ist, solltest du mal kurz erklären was dieser speer genau ist und dessen funktion.
    Ansonsten gefällts mir, auch wenn es recht kurz war. Mach weiter so, das hört sich zumindest wie der anfang einer prima geschichte an.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Rudra. Ein Planet am Rande des Auge des Schreckens im Segmentum Obscurus. Dieser Planet war den Wölfen mehr als bekannt. Auf diesem Planeten hat man die Servorüstung des großen Primarchens der Space Wolves, Leman Russ, gefunden. Man entdeckte sie in einem Tempel des Horus. Seither hatte man nichts mehr von Leman Russ gesehen oder gehört. Nur die Vision und Vorhersage das Russ zurückkehren würde und die Space Wolves gegen das Böse führen würde war unzerstörbar. Nun würden die Space Wolves zu diesem Planenten aufbrechen um ihr heiliges Artefakt zurückzubringen.

    *


    Ragnar saß in seinen Gemächern im Hause Belisarius und reinigte seine Ausrüstung. Erst vor kurzem war er von einem Einsatz mit seinen Wolfsbrüdern Torin und Heagr zurückgekehrt.
    Ein geheimer Kult in den tiefen der Plastbetonschichten von Terra hatte dem Haus Schwierigkeiten bereitet und so waren die Wolfsklingen ausgesandt worden dieses Netz der Kultisten auszuradieren. Es war ein Gemetzel gewesen. Die schwächlichen Anhänger des Kultes waren keine Herausforderung für die Wolfskrieger gewesen. Die genetisch veränderten Köper der Space Marines waren weitaus kräftiger, schneller, und tödlicher. In Kombination mit Boltern und Kettenschwertern waren sie die Elitekrieger des Imperators. Ragnar wischte den letzten Tropfen Blut eines Kultisten von seiner Servorüstung und machte sich daran seine Boltpistole auseinander zu nehmen und zu reinigen. Plötzlich stieg im die vertraute Witterung seines Wolfsbruders Torin in die Nase. Der Wolfskrieger hatte sich lautlos genähert und nur durch seinen Geruch hatte Ragnar ihn wahrgenommen. Die Sinne eines Space Wolves waren weitaus besser ausgeprägt als bei einem normalen Menschen, ja sogar noch besser als die Sinne eines Wolfes. Eine Auswirkung der genetischen Veränderung der jeder Space Wolf während seiner Ausbildung zum Space Marine unterzogen wurde.
    Ragnar legte seine Pistole zur Seite und drehte sich in Richtung Tür, wo Torin lässig lehnte.
    "Ich hab gute Nachrichten für dich, Bruder Ragnar." "Nun dann lass hören!"
    "Es gibt Neuigkeiten von Fenris für dich. Valkoth hat eine Nachricht vom Großen Wolf, Logan Grimnar, erhalten. Du sollst zu ihm kommen." Ragnars Gedanken überschlugen sich.
    Was wollte der Große Wolf ihm mitteilen? Gab es Ärger auf Fenris? Aber wieso sollte er dann ausgerechnet ihn ansprechen? Ihn, der Russ Speer verloren hatte, um eine Invasion von den Tausend Söhnen abzuwehren. Er erinnerte sich an die Schlacht auf Galt und dem Kampf im Schrein. Ein Chaoskult hatte den Schrein angegriffen, wo der heilige Speer des Russ aufbewahrt wurde. Dann tauchten plötzlich die abtrünnigen Chaos Space Marines der Tausend Söhne auf und ein Hexer hatte ein Warpportal geöffnet. Es hatte erbitterte Kämpfe gegeben und in letzter Sekunde war es ihm gelungen den Speer von Russ in das Warpportal zu werfen und so die Rückkehr von Magnus dem Roten, dem Primarchen von den Tausend Söhnen, zu verhindern. Die Wolfslords hatten sich schlussendlich beraten was mit ihm geschehen sollte, da her den heiligen Speer verloren hatte. Er wurde schließlich als neue Wolfsklinge nach Terra geschickt um dem Haus Belisarius zu dienen. Dies war schon zehn Standartjahre her.
    "Ok, lass uns gehen. Ich bin gespannt was auf mich wartet." "Dann los", erwiderte Torin und zusammen verließen sie Ragnars Gemächer.
    Auf dem Weg zum Büro von Valkoth sinnte Ragnar weiter darüber nach was ihn wohl erwarten würde? Sie schritten durch die riesigen Gänge und Hallen des Hauses Belisarius.
    An den Wänden hingen riesige Gemälde und alles war reich verziert.
    Schließlich standen sie vor der Tür von Valkoths Büro. Ragnar klopft an und ein Räuspern bedeutete ihnen, dass sie eintreten konnten. Der alte Space Marine saß wie immer hinter seinem riesigen Schreibtisch und schaute wie immer etwas grimmig drein. Der ganze Schreibtisch war voll mit Papierkram und Ragnar entdeckte auch die Berichte zur ihrer letzten Mission.
    "Ragnar, ich habe eine Nachricht vom Großen Wolf erhalten", knurrte Valkoth ohne auch nur einmal auf zu blicken. Ragnars Muskeln spannten sich aber er versuchte sich normal zu verhalten. Ein kurzer Blick zu Torin zeigte, dass er es vergeblich versucht hatte. Das Grinsen in Torins Gesicht bestätigte dies.
    "Hier." Valkoth reichte Ragnar eine alte Pergamentrolle. Sie war mit dem Siegel von Logan Grimnar verschlossen. Ragnar entfernte vorsichtig das Siegel, entrollte das Pergament und begann zu lesen. Es war in der Sprache der Wölfe verfasst, in Fenrisisch.
    Seine Augen weiteten sich unmerklich, als er immer weiter lass. "Und? Was steht drin?"
    Ragnar hob den Kopf und schaute erst Valkoth und dann Torin an.
    "Russ Speer. Er ist wieder aufgetaucht", berichtete Ragnar mit gespannter Stimme. Torins und Valkoths Blick sprachen Erstaunen aus. "Er ist auf Rudra wieder aufgetaucht. Ein Warpwirbel hat ihn dort ausgespieen und er ist auf den Planeten gestürzt." Die Blicke der beiden anderen Wolfsklingen verdüsterte sich. Beide wussten um die Geschichten von Rudra.
    "Und, was steht noch drin" fragte Torin. Auch er war gespannt was jetzt noch kommen würde. Ragnar kräuselte die Lippen zu einem Grinsen. Seine Eckzähne blitzten im Licht des Büros. "Ich werde zurück nach Fenris gerufen." "Hm, ich kann mir schon denken warum" grummelte Valkoth. "Pack deine Sachen, Ragnar. Es geht morgen los. Du wirst mit Gabriella Belisarius zurück nach Fenris fliegen." Die beiden Wolfsklingen wussten, dass sie mit diesen Worten entlassen waren. Endlich es ging zurück nach Fenris.

    *

  • Ja, es gewinnt eine gewisse spannung, aber allerdings fehlt mir persönlich immer noch nen bösewicht, den solltest du auch langsam einbauen oder schreibst du nur aus der sicht eines Charakters?

    Bin gespannt, was es sich mit dieser vielzahl von charaktären und diesen Speer auf sich hat.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Na na, Deva nicht so ungeduldig. :D
    Kommt alles noch. Werde versuchen ne richtig geile lange Story zu erzählen.

    Evtl. kommt heute abend schon Fortsetzung Teil 2.

  • Ragnar erinnerte sich an die Belisarius´ Herold, es war dasselbe Schiff mit dem er nach Terra gereist war. Auch seine Kabine war wieder jene, die er auch auf dem Hinflug zugewiesen bekommen hatte. Es schien als hätte sich an der Einrichtung in der Zeit nichts getan, aber Ragnar wusste es besser. Die Belisarier hatten eine Menge Angestellte und mit Sicherheit wurde ihnen gesagt sie sollen seine Kabine einem Sohn von Russ gebürtig einrichten. Als er sich in einen Suspensorsessel niederließ, schweiften seine Gedanken unfreiwillig wieder an den Tag zurück. Es war jener Tag an dem er das Attentat auf Gabriella verhindert hatte. Aber jetzt kam es ihm irgendwie normaler vor als noch vor zehn Jahren. Er war damals noch nicht mit der Welt von Terra vertraut und dachte noch wie ein wahrer Space Wolf. Jetzt da er Erfahrung mit den Vorkommnissen und Eigenarten Terras, wie Korruption, Mord und Intrigen hatte, lächelte er darüber wie er sich vor dieser Zeit verhalten hatte. Es wahren Erfahrung die er nie vergessen sollte und immer im Hinterkopf haben sollte.
    Er schwang sich aus dem Suspensorsessel und überprüfte nochmals seine Ausrüstung.
    Ein Blick aus dem dicken Bullauge zeigte ihm das dunkle Blauschwarz des Weltraums. Seine Kälte, die aber auf eine erschreckende Art und Weise faszinierend war. Er wandte sich ab und machte sich auf zur Kommandozentrale. Die Schiffsbesatzung beäugte ihn und in ihrer Witterung lag Bewundern und Erfurcht, ja teilweise auch Furcht. Kein Wunder, er war ein Space Marine, ein Elitekrieger des Imperiums. Mit seinen zwei Metern Köpergröße und der Servorüstung sah er aus wie Gigant. Er überragte die Besatzung gut um eine Armlänge.
    Ein grimmiges Lächeln huschte über sein Gesicht. Er genoss es wieder bewundert und gefürchtet zu werden. Auf Terra gab es nur wenige die sich noch von einem Space Marine beeindrucken ließen. Die Tür zur Kommandozentral öffnete sich und er betrat den Raum der Navigatoren und Piloten der Belisarius´ Herold. Der Singsang der Techpriester und der Geruch nach Räucherwerk schlugen ihm entgegen. In der Mitte der Zentral stand Gabriella und unterhielt sich mit dem obersten Techpriester. Als sie Ragnar erblickte beendete sie ihr Gespräch und wandte sich ihm zu. Ein Lächeln umspielte ihre feinen und hübschen Züge. Das dritte Auge der Navigatorin war durch ein goldenes Diadem verdeckt. Jeder Navigator hatte ein drittes Auge. Es half bei der Navigation im Warp und ohne einen Navigator glich eine Reise in den Warp einem Selbstmord. Und Gabriella gehörte zu den besten.
    "Sei gegrüßt, Ragnar." "Hallo Gabriella", erwiderte Ragnar. "Wann werden wir in den Warp eintauchen und nach Fenris zu fliegen?" Er war selbst über seine Ungeduld überrascht. Aber er wusste, dass es jedem Krieger so geht, der nach langer Zeit wieder zu seinem Heimatplaneten zurückkehrt. "Die Techpriester bereiten die Zeremonie vor, wir können spätestens in einer halben Stunde starten." Ein Lächeln breitete sich über ihrem Gesicht aus.
    "Ich kann sie verstehen. Mir ging es auch so als wir nach Terra zurückgekehrt sind. Auch wenn es wesentlich schlechter Umstände waren unter den wir nach Terra kamen." Das Lächeln verschwand und machte einer leicht traurigen Miene Platz, aber nur kurz, dann kehrte ihre gute Laune wieder zurück. Auch Ragnar lächelte. "Nun sollte ich mich auf die Navigation vorbereiten. Wollt ihr auf der Brücke bleiben", fragte Gabriella. "Ja, ich möchte eine Warpreise mal in der Kommandozentrale erleben. Es soll interessant sein." "Aber auch gefährlich. Die Kräfte des Warp sind sehr stark." "Ich werde es überleben", knurrte Ragnar freundlich. Der Singsang der Techpriester wurde immer lauter. Es bedeutete sie waren bereit in den Warpraum einzutreten. Gabriella schnallte sich auf ihrer Liege fest und verband sich mit den Lebenserhaltungssystemen der Liege. Der Navigator war durch eine große Kapsel geschützt und so konnten die Kräfte des Warps ihm nichts antun. Langsam fuhr die Kapsel zur großen Ausbuchtung in der Decke des Schiffes. Die restlichen Ausblickmöglichkeiten wurden verdeckt und verriegelt, so dass niemand heraus schauen und nichts eindringen konnte. Man sagt, dass die Schiffsbesatzung verrückt werden wenn sie in den Warp schauen und Dämonen von ihnen Besitz ergreifen können. Ragnar wollte so etwas nicht erleben, auch wenn er ein Space Marine mit eisernem Wille war.
    Eine laute Sirene schrillte dreimal durch das Schiff, das Zeichen für den Sprung. Es ging los, auf nach Fenris. Wieder huschte ein grimmiges Lächeln über sein Antlitz und Ragnar zeigte seine Eckzähne.

    *

  • Der schwere Kreuzer schob sich durch die Weiten des Warps. Die Verzierungen, Gargoylköpfe, Klauen und Schädel schimmerten im roten Licht. Die überschweren Schiffswaffen gewannen durch eben dieses Licht noch mehr an Bedrohlichkeit.
    Langsam folgte der Kreuzer seinem vorherbestimmten Weg. Er war nicht mehr weit, bald würden sie Rudra erreichen. Dermanes saß in seinem Kommandosessel, mitten in der Kommandozentrale des Chaoskreuzers. Seine Mission war einfach und präzise umrissen. Die Hexer der Tausend Söhne hatten eine psionische Erschütterung gespürt und später herausgefunden, dass es sich dabei um den Austritt von Russ Speer aus dem Warp gehandelt hatte. Der verfluchte Speer des Leman Russ, dachte sich der Chaos Space Marine. Dieser Speer hatte die Rückkehr seines Primarchens verhindert und nun ist er wieder aufgetaucht. Er würde diesen Speer bergen und mit seiner Hilfe Magnus den Roten wieder zurückrufen. Dann würden die Tausend Söhne wieder unter der Führung ihres Primarchens Angst, Tod und Zerstörung über das Universum bringen. Ein lautes Lachen, was mehr nach einem Brüllen klang, brach aus ihm heraus und beschallte die ganze Kommandozentrale des Kreuzers. Seine Untergebenen fielen ebenfalls in das Lachen ein und kurze Zeit später bebte das ganze Schiff unter dem Gelächter von hunderten der Tausend Söhne. Nichts und niemand würde sie diesmal aufhalten. Magnus Rückkehr war so gut wie sicher.

    *

    Ragnar schritt zum großen Bullauge des Belisarius Herold. Es war schon gut 2 Tage her das sie den Warp verlassen hatten und den Kurs auf Fenris hielten. Die Reise durch den Warp war ohne Probleme verlaufen und auch sonst waren keine Komplikationen aufgetreten. Nun stach der Glanz seiner Heimatwelt durch das Bullaugen und spiegelte sich in Ragnars Augen wieder. Gabriella stand plötzlich neben ihm. Er hatte sie schon von weitem gerochen und war aus diesem Grunde nicht überrascht, dass sie neben ihm stand. Sie wandte den Blick Fenris zu und stieß einen leichten Seufzer aus. Ragnar drehte unwillkürlich den Kopf und betrachtete sie. Ihre Witterung lies darauf schließen, dass auch sie diesen Planeten, seine Heimatwelt, vermisst hatte. Warum? Er erinnerte sich an ein längst vergangenes Gespräch zwischen Gabriella und ihm. Hatte sie nicht von der Einfachheit gesprochen, die ein Leben als Space Marine beinhaltete? Sie hatte die Zeit, die sie auf Fenris und ihn Gesellschaft der Space Wolves, verbracht hatte genossen, dessen war er sich sicher. Das Leben auf Terra war um einiges komplizierter und anstrengender, tödlicher, aber auf eine andere Art und Weise. Auf Fenris musste man nicht fürchten von einem Attentäter heimlich umgebracht zu werden. So heimtückische Aktionen waren verhasst bei den Space Marines und wurden mit Abscheu betrachtet. Jetzt beäugte Gabriella ihn. Sie trug ihr goldenes Diadem nicht und das dritte Auge war jetzt sichtbar. Er hatte sich an den Anblick des dritten Auges bei den Navigatoren gewöhnt, da er in der Zeit die er ihm Haus Belisarius verbracht hatte, genug von ihnen gesehen hatte. Trotzdem waren sie keine normalen Menschen, spukte es ihn seinen Hintergedanken. Die Kulte die er auf Terra vernichtet hatte, hatten einen gewaltigen Hass auf alle Navigatoren und auf ihre Verbündeten, wozu er auch gehörte.
    Er schob die Gedanken beiseite und grinste sie unverblümt an. Er konnte seine Vorfreude nun nicht mehr verbergen, besonders weil der schon den Gipfel des Reißzahns sehen konnte. Die Spitze stach aus de Wolken hervor und war somit der höchste Punkt von Fenris. Ragnar stellte sich wieder die alten Gänge und Gewölbe vor, die er seit langer Zeit nicht mehr besucht hatte.
    Sein altes Gemach, den Thronsaal von Logan Grimnar. Unwillkürlich stieg ihm auch die altbekannte Witterung seiner Schlachtbrüder in die Nase. Sogar die Bestie in ihm schien froh zu sein wieder zu Hause zu sein. "Los Ragnar, lass uns zu den Landungsschiffen gehen. Wir wollen so schnell wie möglich landen." Ragnar grunzte zustimmend und machte sich mit Gabriella auf den weg zu den Landungsbooten.
    Gabriella und er ließen sich auf die gepolsterten Sessel im Boot nieder und machten sich bereit für den Flug. Ragnars gesamte Ausrüstung war schon verladen worden uns so konnte der Landeanflug beginnen.
    Sie stießen durch die ersten Schichten der Atmosphäre und ein leichtes Rucken ging durch das Landungsboot. Durch die Bullaugen hatte man eine herrliche Aussicht auf Fenris. Die große Gebirgskette, die Wälder, die schneebedeckten Gipfel und die weiten kristallblauen Seen. Eine gewisse Melancholie überkam Ragnar. Er ließ sie zu. "Ein herrlicher Planet" murmelte Gabriella. "Ja in der Tat." "Weitaus schöner als Terra mit seinen Betonkonstrukten und riesigen Gebäuden", stellte die Navigatorin fest.
    Sie flogen immer schneller und bald schon kam der Landeplatz des Reißzahns in Sicht.
    Ein Heulen durchhallte das Boot. Ragnar hatte es unbewusst ausgestoßen.
    Heimat.

    :]

    Edited once, last by Duncan (August 15, 2005 at 3:04 PM).

  • Langsam senkte sich die Ausstiegsrampe dem Boden entgegen. Mit einem lauten metallischen Krachen setzte sie auf und Funken stoben zu allen Seiten davon. Surrend öffnete sich die Servotür und die Besatzung trat ins freie. Ragnar sog die Luft ein und schloss die Augen. Bilder und Erinnerungen fluteten durch seinen Kopf und vor seinem inneren Auge spielten sich längst vergangene Szenen ab. Ragnar sah sich selbst auf diesem Landeplatz stehen als sie das Schiff von Inquisitor Sternberg empfangen hatten. Er sah sich, als er das erste Mal von diesem Planeten geflogen war. Langsam öffnete er seine Augen wieder. Auch die bekannte Witterung seines Ordens lag in der Luft von Fenris. Er blickte sich um. Leicht verblüfft begann er die Rampe herunter zu steigen. Logan Grimnar, Bereck Donnerfaust, die übrigen Wolflords und auch Ranek und seine Wolfspriester waren anwesend. Auch sein alter Freund Sven war gekommen um ihn zu empfangen. Hinter Ragnar folgte Gabriella und ihre Leibgarde. Nicht das ihr hier etwas zu stoßen könne, aber man wusste nie. Logan Grimnar trat vor und reichte Ragnar seinen Arm. Beide umgriffen das Handgelenk des anderen und ließen dann wieder los. Es war der Gruß unter Wolfskriegern. "Es freut mich dich wieder bei uns begrüßen zu können, Ragnar Schwarzmähne." "Ich danke ihnen, großer Wolf", erwiderte Ragnar und ging zu Ehrerbietung in die Knie. Auch Bereck trat vor und begrüßte ihn. Ein Lächeln umspielte seine Züge und seine Witterung roch nach Freude. "Ich wusste, dass du zurückkommen wirst." Ragnar war dankbar, das sie ihn nicht wie einen Fremden und Verstoßenden aufnahmen. "Du bist immer noch so hässlich wie damals!", schallte es von ein paar Metern weiter. Ragnar grinste wölfisch und ging auf Sven zu. Sein alter Freund kam auf ihn zu ebenfalls lächelnd. "Danke, gleichfalls", gab Ragnar zurück und umgriff Svens Handgelenk. "Du hast mir kaum Zeit gelassen mich zum Wolfslord hochzuarbeiten. Du bist viel zu früh wieder gekommen", scherzte Sven. "Dazu wird es nie kommen, du bist viel zu dumm dafür." "Das werden wir noch sehen."
    Ragnar hatte diese Sticheleien mit Sven vermisst. Endlich war er zurück. In vertrauter Umgebung und mit seinen Schlachtbrüdern.
    "Lasst uns in die große Halle gehen. Wir haben wichtige Sachen zu besprechen" rief Logan Grimnar und sie machten sich auf und folgten den Worten des Großen Wolfs. Ragnar lief neben Sven und schaute sich um. Sein Blick traf auf den von Ranek. Der Wolfpriester schaute mit einer eisernen Miene zurück, aber in seinen Augen lag eine Mischung aus Freude und Besorgnis. Ragnar wandte seinen Blick ab. Was würde jetzt auf ihn warten?

    *

    Logan Grimnar saß auf seinem großen steinernen Thron und blickte in die Runde. Die Banner der Space Wolves flatterten obwohl kein Wind durch den Reißzahn und die große Halle wehte. Alle Space Marines waren anwesend, jedes einzelne Rudel. Alles saß an großen Tischen und wartete auf die Wolfspriester. Ranek und seine Brüder ließen nicht lange auf sich warten und tauchten nach kurzer Zeit auf. Ragnar wollte den Blick von Ranek finden, aber der Wolfspriester drehte den Kopf nicht in seine Richtung. Er trat neben den Wolfslord und flüsterte ihm was ins Ohr. Grimnar erhob sich und seine gewaltige Stimme hallte durch den Saal. "Brüder!", begann er. "Ihr alle wisst was in den letzten Tagen passiert ist. Die Visionen von Ranek sind wahr und von den anderen Priestern bestätigt worden. Russ Speer ist wieder aufgetaucht und auf Rudra gelandet." Ein Raunen ging durch die Reihen der Wolfskrieger. Ragnar konzentrierte sich und grub in seinem Gedächtnis nach dem Planeten Rudra. Die Wissensmaschinen seines Ordens hatten riesige Mengen an Informationen in sein Hirn gespeist und manchmal war es schwer die Information zu finden, die man suchte.
    Aber Ragnar fand sie. Rudra war der legendäre Planet wo die heilige Servorüstung des Russ gefunden wurde. In einem Tempel des Horus wurde sie entdeckt und nach Terra gebracht. War dies ein Zeichen? Ragnar wandte sich wieder den Worten von Logan Grimnar zu.
    "Ihr alle erinnert euch sicher an die Schlacht, die wir auf Galt gewonnen haben. Dort haben wir die Rückkehr von Magnus verhindert, besser gesagt einer unserer Krieger hat es verhindert." Alle Blicke richteten sich auf Ragnar. Stellenweise ging ein wütendes, missbilligendes Knurren durch die Reihen, stellenweise aber auch anerkennende Rufe. Jeder wusste, dass Ragnar Russ Speer in den Warpstrudel geworfen hatte um die Rückkehr von Magnus dem Roten zu verhindern. Sigrid Trolltöter funkelte ihn böse an und Bereck zwinkerte ihm ermutigend zu. Hier hatte sich wohl nicht verändert dachte sich Ragnar. Es gab immer noch die Machtkämpfe unter den Wolflords. Jeder wusste, dass sich Bereck und Sigrid nicht mochten.
    "Nun ist Ragnar wieder von Terra nach Fenris zurückgekehrt und er wird uns auf unserer Mission begleiten. Er hat dem Hause Belisarius als Wolfsklinge treu gedient und unseren Ruf auf Terra alle Ehre gemacht." Gabriella stand plötzlich neben Grimnar und der Wolf erteilte ihr das Wort. Sie hatte die elegante Repräsentationsrobe des Hauses Belisarius an und ein goldenes Diadem auf dem Kopf. Ihr drittes Auge war verdeckt. Unbewusst musste Ragnar wieder daran denken wie schön ihre kantigen Züge doch waren. Er verdrängte die Gedanken schnell wieder. "Ragnar hat dem Hause Belisarius in den zehn Jahren treu und ehrenhaft gedient. Seine Dienste als Wolfsklinge waren herausragend und ohne jeden Fehler. Er selbst hat mir oft das Leben gerettet und auch das vieler Unschuldiger. Er ist ein wahrer Wolfskrieger und er hat es sich verdient wieder seinem Orden zu dienen." Mit diesen Worten übergab Gabriella wieder das Wort an Logan Grimnar und machte sich wieder auf den Weg zu ihrem Platz. Ihre Worte hatten Ragnar mit Stolz erfüllt und Bereck machte einen sehr freudigen Eindruck. Einer seiner Leute hatte Großes auf Terra geleistet. Sigrids Miene hat sich nicht verändert, sie strahlte immer noch Hohn und eine gewisse Feindseeligkeit aus.
    "Wir werden nun den Speer des Russ zurückholen und ihn in den heiligen Hallen des Reißzahns bringen. Russ wird wieder kommen und ihn an sich nehmen und uns in den entscheidenden Krieg gegen das Böse führen. Für Russ!" Ein gewaltiges Heulen schallte durch den Saal und alle Wolfskrieger fielen mit ein. Ragnar heulte so laut er konnte. Er war wieder zu Hause und bald würden sie Russ Speer wiederholen. Eine Woge des Wohlseins durchflutete seinen Körper.

    Offtopic: Lesen, verstehen, kritisieren. :)

  • an sich coole story!
    da ich jedoch dei vorgeschichte nicht allzu genau kenne... weiss ich nicht so viel mit dem speer des russ aunzufangen!
    was macht der? bzw. warum konnte eine Waffe verhinden dass ein primarch zurückkehrt?

    greetz

  • *

    Ragnar saß in seinem alten Gemach. Alles war noch so wie vorher, nichts hatte sich verändert. Erstaunlicherweise lag auch kein Staub herum, man hätte vom Boden essen können, wenn man das dringende Bedürfnis gehabt hätte es zu tun. Seine Ausrüstung lag auf einem alten massiven Holztisch, bereit zu Inspektion. Ragnar nahm seine Boltpistole und zerlegte sie in seine Einzelteile. Seine Waffe in Ordnung zu halten war sehr wichtig und lebensnotwendig. Keiner wollte in der Schlacht erleben, dass die Waffe nicht mehr funktioniert und man ohne Feuerkraft dasteht. Natürlich hatte man noch sein Kettenschwert, aber über eine große Distanz, nur mit einem Kettenschwert bewaffnet, auf den Gegner zuzustürmen war Irrsinn. Natürlich waren Space Marines auch ohne Waffen tödlich, aber auch um einiges verwundbarer und leichter in Schach zu halten. Ragnar setzte seine Pistole wieder zusammen und widmete sich seinem Frostschwert. Dir Runen auf dem Schwert glimmten in seichtem Rot. Ein Geschenk des Hauses Belisarius. Wieder schweiften seine Gedanken zu der Navigatorin. Er hatte erfahren, dass Gabriella ebenfalls mit auf die Reise nach Rudra kam. Es waren auch noch andere Navigatoren vom Haus Belisarius eingetroffen. Der große Wolf hatte beschlossen mit einer sehr großen Streitmacht nach Rudra aufzubrechen um den Speer zu bergen. Es schien als würde Logan Grimnar Schwierigkeiten wittern, sonst würde er nicht einen beträchtlichen Teil der Space Wolves Streitmacht mitnehmen wollen. Und ganz bestimmt würde er auch nicht den Reißzahn nicht ohne einen guten Grund, nur leicht bewacht zurücklassen. Aber Russ Speer war genauso wichtig. Es war die heilige Waffe des großen Primarchen Leman Russ. Mit dieser Waffe hatte er schon gewaltige Schlachten geschlagen und Dämonen besiegt. Sie war heilig und von großer Macht. Wie die Provezeihung schon sagte, würde er bei seiner Rückkehr den Speer wieder an sich nehmen und mit den Wölfen in die allesentscheidende Schlacht gegen das Böse ziehen. Ragnar beendete seine Inspektion, packte seine Ausrüstung zusammen und machte sich auf den Weg zum Raumhafen der Space Wolves. Sie würden mit einem Thunderhawk zu den großen Trägerschiffen gebracht werden. Auf dem Weg ging er noch an Svens Gemach vorbei. Er schaute um die Ecke und sah, wie Sven ebenfalls seine Ausrüstung verstaute. Ohne sich um zudrehen sagte er: „Na, bereit den Speer, den du verloren hast wiederzuholen?“ „Wenn du uns nicht länger aufhalten würdest, wäre er schon längst wieder hier“, erwiderte Ragnar. Sven drehte sich um und schulterte grinsend seine Sachen. „Na dann lass uns los.“ Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Thunderhawk.
    Ragnar schweifte in Gedanken. Alles passiert jetzt so schnell. Erst war er von Terra zurück nach Fenris gerufen worden, dann wurde er wieder in die Reihen der Wolfskrieger integriert und jetzt war er Teil der großen Streitmacht, die nach Rudra fliegen würden um Russ Speer wiederzubeschaffen. Er war gerade mal zwei Tage auf Fenris gewesen und hatte kaum Zeit gehabt sich wieder an alles zu gewöhnen. Sven und er erreichten den Hafen und gesellten sich zu Berecks Kompanie. Der Wolfslord schaute sie mit einem großen Grinsen an. „Er ist wohl nicht der einzige der sich auf die Mission freut“, sagt Sven und deutete auf die restliche Kompanie. In fast jedem Gesicht lag ein wölfisches Grinsen, die Vorfreude auf die Mission.
    Grimnar baute sich vor den versammelten Space Wolves auf und hielt eine kurze Besprechung. Dann befahl er, dass alle in die Thunderhawks und Fähren steigen sollten. Es sollte losgehen.

    *

    Das Bild von Fenris kannte Ragnar schon. Auf seiner Hinreise hatte er fast denselben Anblick genossen. Es schmerzte ihn ein wenig seine Heimat wieder zu verlassen, aber so war es nun mal. Es gab Space Marines, die Millionen Kilometer von ihrer Heimat stationiert waren, so wie er auf Terra. Verflucht er hatte zehn Jahre dort verbracht. Er lies den Blick durch den Thunderhawk gleiten. Sven saß neben ihm und hatte die Augen geschlossen, er betete. Auch sein ehemaliger Erzfein von den Grimmschädeln war ihm Thunderhawk. Stroybörn hatte immer noch denselben mürrischen Blick wie vor zehn Jahren, fiel Ragnar auf. Die steinerne Maske blicke gen Boden. Bereck Donnerfaust war ebenfalls im Thunderhawk zugegen. Auch er war in ein Gebet vertieft. Ragnar beschloss es Sven und Bereck gleichzutun. Er schloss die Augen und reduzierte seinen Puls auf die Hälfte. Dann begann er alte Weisheiten und Litaneien zu rezitieren und betete zu Russ.
    Der Thundhawk näherte sich unaufhaltsam der Belisarius´ Herold.


    Offtopic: Lesen, verstehen, kritisieren und gut finden. :D

  • jo, sehr gut, wenn du jemanden brauchst der dir nen bösewicht kreiert oder einen mitschreiber, habe ich nichts dagegen mitzuschreiben ;)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Die gesamte Befehlskompanie war auf der Belisarius´ Herold untergebracht. Logan Grimnar und seine Wolfsgarde sowie auch Wolfslord Bereck Donnerfaust. Ragnar hatte sein altes Gemach bekommen, welches er auch schon auf der Hin und Rückreise von Terra zugeteilt bekommen hatte. Er war über diese Wahl doch etwas überrascht, da die anderen Wolfskrieger nicht so prunkvolle Kabinen bekommen hatten wie er. Nur Berecks und die Kabine des Großen Wolfes waren noch pompöser, ausgenommen natürlich die Herberge von Gabriella. Ihre Kabine war mit Abstand die luxuriöseste Räumlichkeit auf diesem Schiff. Ragnar stellte seine Ausrüstung beiseite und richtete sich zum dritten Mal ein. „Das wird ja hier langsam zu Gewohnheit“, knurrte er fröhlich und machte sich daran seine Waffen in dem dafür vorgesehenen Ständer zu verfrachten. Es klopfte an der Schleuse zu seiner Kabine. „Ja?“ Die Schleuse öffnete sich und Sven trat ein. „Bei Russ, was ist das denn? Bist du ein Gott oder was?“ Sven schaute sich ungläubig in Ragnars Unterkunft um. Wolfskrieger waren keinen Luxus oder Prunk gewöhnt, Ragnar hatte wohl selbst so ausgesehen als er zum ersten Mal hierher kam. „Ja, fall auf die Knie und bete zu mir“, scherzte Ragnar und machte sich wieder daran die Ausrüstung unterzubringen. „Jawohl, o großer Ragnar“, gab Sven zurück und versetzte ihm einen Schlag auf den Hinterkopf, dann nahm er auf dem großen Suspensorsessel platz. „Ohhh, das ist ja herrlich, ich glaube ich quartier mich bei dir ein.“ „Hmm“, brachte Ragnar schulterzuckend hervor. Im war es egal wie er untergebracht wurde, Hauptsache es war praktisch. Wieder klopfte es an der Schleuse. „Herein“, knurrte Ragnar. Er war jetzt ziemlich gereizt er wollte eigentlich seine Ruhe haben. Die Tür öffnete sich summend und ein Bediensteter des Schiffes kam zum Vorschein. Er machte einen ziemlich nervösen Eindruck. Sven grinste als er die Witterung des Mannes aufschnappte. Der Mann fürchtete sich einfach vor den riesigen Kriegern. Ragnar hatte es schon oft genug erlebt.
    „Was gibt es?“ Ragnar schaute den Mann freundlich an, lächelte sogar. Die Miene des Mannes wurde noch ein bisschen ängstlicher. Mit dem Lachen hatte Ragnar seine Eckzähne entblößt, und diese waren weitaus größer als bei normalen Menschen. Eine genetische Nebenwirkung bei der Umwandlung zum Space Wolve.
    „Sie sollen sich beim Wolfslord Bereck Donnerfaust melden“, brachte der Mann mit Konzentration heraus. „Ich führe sie hin“ bot er an. Ragnar nahm dankend an, obwohl er sich im Schiff gut auskannte. Er verabschiedete sich von Sven und ermahnte ihn nicht soviel Durcheinander zu erzeugen. Sven grinste nur. Irgendwie erinnerte Sven ihn an Heagr, nur war Heagr um einiges dicker. Er schüttelte die Gedanken ab und folgte dem Bediensteten.
    Schließlich standen sie vor der Tür zu Berecks Kabine. Ragnar wollte klopfen, aber von drinnen schallte ihm „Herein!“ entgegen. Er trat durch die Tür, die sich surrend öffnete.
    Jetzt war er daran den erstaunten zu spielen. Diese Kabine war mindestens 2 Mal so groß wie seine eigene. Und sie war noch um einiges prunkvoller ausgestattet, prunkvoller als er erwartet hatte. Bereck saß hinter einem großen Tisch und schaute Ragnar an. Ein amüsiertes Lächeln lag auf seinem Gesicht. Ragnar riss sich zusammen und wendete den Blick von der Einrichtung ab und fokussierte den Wolfslord. Eine Geste von Bereck sagte ihm er solle sich setzen. Ragnar nahm erwartungsvoll platz. Was würde jetzt auf ihn zukommen?
    „Du weißt warum die hier bist?“ „Nein, nicht so richtig.“ „Nun ich werde dir jetzt alles erklären. Vor einigen Wochen haben unsere Wolfspriester eine Vision und eine psionische Erschütterung gespürt. Russ Speer ist wieder aufgetaucht, er ist auf Rudra gestürzt.“ Soweit konnte Ragnar folgen. „Nun, der Große Wolf hat beschlossen, dass wir den Speer zurückholen und in die Heiligen Kammern des Reißzahns bringen. Und darum hat er dich auch zurückgerufen. Du warst schließlich derjenige der den Speer verloren hat.“ Ragnar erinnerte sich ungern an diese Tat. Aber es wurde ihm immer wieder vorgehalten. „Und jetzt soll ich mit all meiner Kraft den Speer zurückholen“, vollendete Ragnar Berecks Gedanken. „Kluger Wolf. Aber es wird nicht einfach. Der Große Wolf hat Bedenken, dass es nur ein einfacher Spaziergang wird. Daher auch die große Streitmacht.“ Was befürchtet er denn?“ Ragnar ohrfeigte sich insgeheim für diese dumme Frage. Jeder konnte es sich denken, dass verschiedene Gruppen hinter diesem mächtigen Artefakt her waren. Bereck schaute ihn etwas belustigt an. „Das solltest du eigentlich wissen, Ragnar. Aber noch ist nichts sicher. Vielleicht haben wir auch Glück und niemand ist darauf aufmerksam geworden.“ Was ziemlich unrealistisch ist, dachte sich Ragnar. „Auf jeden Fall sollen wir uns kampfbereit halten, sobald wir in die Nähe von Rudra kommen.“ „Wir werden den Speer sicher nach Fenris bringen“ sagte Ragnar. „Gesprochen wie ein Wolfskrieger. Für Russ“, antwortete Bereck und bedeutete mit einem Nicken das er entlassen war.
    Auf dem Weg zu seinem Quartier schwor sich Ragnar des er eigenhändig den Speer holen würde. Er würde die Schande den Speer des großen Russ verloren zu haben, mit dieser Tat mehr als wett machen. Ein grimmiges Selbstbewusstsein schoss durch seinen Körper.
    Und wer immer ihn daran hindern wollte, würde durch seine Hand oder durch die Hand eines Wolfskriegers sterben.
    Plötzlich drang eine blecherne Stimme durch die Lautsprecher des Schiffes. „Achtung, bereit machen für Warpeintritt!“, plärrte die Stimme und wiederholte die Warnung noch dreimal im Abstand von zehn Sekunden. Ragnar beeilte sich in sein Gemach zu kommen. Mit der dritten und letzten Warnung schnallte er sich fest. „5…4…3…2…1… Sprung!“ Ein mächtiges Schütteln ging durch das Schiff. Am Bug des Schiffes entstand ein großes Warploch und verschluckte das Schiff. Als es sich schloss war kein einziger Beweis vorhanden, dass hier je eine Streitmacht der Wölfe gewesen war. Nur der dunkle kalte Weltraum und in einiger Entfernung, Fenris.

    Offtopic: Wie immer. Kritik Lob. :D

  • Wahrheit oder Traum?

    Still schweigend sass Ragnar auf seinen Bett, in seiner Kabine, das Licht ausgeschaltet, so das nur die Dunkelheit mit ihm in seiner Kabine war.Stunden waren vergangen und es würde noch Stunden dauern bis sie den Planeten Rudra erreichten. Diese Untätigkeit und dieses ständige Warten ließen Ragnar, keine Ruhe, und Svens bissige Bemerkung:,, Und wenn wir den Speer haben, schmeiss ihn bitte nicht nochmal in den Warp, Ja?“waren dabei auch keine Hilfe.
    Was würde sie auf Rudra erwarten, dachte Ragnar nach. War es wirklich DER Speer des Russ, oder vielleicht nur eine Täuschung des Chaos um ihn und seine Brüder zu vernichten?
    All solche Fragen schossen in Sekundentakt durch Ragnars Gehirn.
    Plötzlich umfing ihn eine seltsame Müdigkeit, so als wäre Jahre ohne Schlaf gewesen, eine Müdigkeit gegen die er nicht ankämpfen konnte. Fast Bewusstlos fiel Ragnar vom Bett und blieb auf den harten Stahlboden liegen. Er träumte von seltsamen Orten, Orten die er noch nie gesehen hatte, geschweige denn es für möglich gehalten hätte, das solche existierten.
    Er sah Welt Leben und Sterben, Welten die im Feuer des Chaos verbrannten.
    Bis er plötzlich sich plötzlich wieder auf Rudra befand. Der Tempel des Horus staunte er, als er das steinerne, grotesk-gebaute Gebäude betrachtete. Am Eingang zum Tempel standen 2 große steinerne Statue, die das perfekte Ebenbild Horus darstellten.
    Dieser Ketzer wagte es, sich als den glorreichen Gott-Imperator darzustellen und sich selbst zu verherrlichen. Ragnar wusste, das er diesen Tempel eines Tages wiedersehen würde, aber nicht so schnell. War dies wirklich ein Traum, fragte er sich als er auf die großen, halboffen stehenden Metalltore zuging. Es wirkte alles so Real,er konnte alles fühlen und hören, fast so als wäre er nach Rudra zurückgekehrt, aber das konnte nicht sein, das wusste er.
    Auf einmal hörte er einen Schrei aus dem Tempel hallen. Blind und von Neugier gepackt, rannte Ragnar in den Tempel, sein reichlich verzierten Schwert in den Händen haltend.
    Doch kaum hatte er den Tempel betreten erschrak er.
    Sergius, der Hexer, den er besiegt hatte war wieder auferstanden und er kämpfte mit einer Schattengestalt.
    Dieser Schattenkrieger war eindeutig ein Space-Marine, das erkannte er, doch konnte er das Gesicht des Kriegers nicht erkennen, da er sich immer außerhalb des Lichtes, der Fackeln bewegte.
    ,,NUN STIRBST DU!“ fauchte Sergius und warf den Speer des Russ, auf den Schattenkrieger, doch dieser fing ihn mitten im Wurf ab und schleuderte ihn nach Sergius zurück.
    Aufeinmal dämmerte es Ragnar, das war seine Erinnerung, ein Kampf, wie er den damals gegen Sergius im Tempel des Horus geführt hatte. Nun kam der Schattenkrieger ins Licht, es war Ragnar selbst.
    Mit ungläubigen Augen sah Ragnar, sich selbst den Speer des Russ, in ein ca. 3 Meter großes Warploch werfen, welches sich dann auch schlagartig schloss.
    ,,So war das also.“ sagte plötzlich eine Stimme neben Ragnar. Der mächtige Space-Wolve drehte sich schlagartig zu der unbekannten Stimme um sein Schwert drohend in den Händen haltend.
    Ragnar Herz schlug wie verrückt, vor Errregung, der vergangenen Ereignisse. Der Schweiß lief ihn eiskalt den Rücken herunter und befeuchtete sogar seine langen schwarzen Haare.
    Bis seine klaren Augen plötzlich vor sich einen Thousand Sons sahen. Der Hexer, in seiner blauen Rüstung die, an vielen Stellen reichlich verziert war starrte ihn an. Seine grünen Augen starrten aus ihn, aus dem Sehschlitz des blauen Helmes an, wie Smaragde in Licht, leuchtete diese.
    In seiner Hand hielt der Ketzer ein Schwert, das in einem seltsamen violetten Licht pulsierte, obwohl die Klinge selbst vollkommen schwarz war. Das seltsame Licht worde von den goldenen Verzierungen auf der Servorüstungen des Thousand Son reflektiert und tat Ragnars geschärften Augen weh. Der plötzliche Wechsel vom Licht und Dunkel war selbst für einen Space-Marine unangenehm.
    Doch Ragnar verlor keine Zeit und hob blitzschnell sein Schwert, um den Ketzer zu erschlagen. Obwohl die gewaltige Schwert auf den Thousand Sons niederfuhr, machte dieser keine Anstalten auszuweichen oder sich zu wehren.
    Dann kapierte Ragnar auch warum, denn die Klinge durchfuhr den Ketzer ohne ihn zu verletzen oder gar zu berühren. Ragnar Klinge schepperte hart auf den Steinboden des Tempels auf und sein wuchtiger Schlag, den er an sich gegen den Hexer anwandte, riss eine kleine Mulde in den Stein!
    ,,Zwecklos Ragnar!“sprach der Hexer mit ruhiger unheimlicher Stimme, die unheimlich in der großen Halle des Tempels hallte.
    ,,Wer bist du Ketzer!“ fauchte Ragnar verachtend und zeigte den Hexer dabei seine langen spitzen Eckezähne.
    ,,Dermanes, doch werdet ihr mit meinen Namen nicht viel anfangen können, aber ich der gerade eure Stärken gesehen hat!“lachte der Hexer unheimlich.
    ,,Ich werde dich vernichten Gottloser, ich werde diene Rüstung zertrümmern und deinen Geist vernichten.“ drohte Ragnar und hielt dabei seine Faust drohend hoch.
    ,,Noch ist es nicht so weit Ragnar. Ich wollte nur sicher sein, das ihr es auch seit, der den edlen Sergius ermordet habt und die Wiederkehr von Magnus, den Roten verhindert habt. Nun weiss, ich es und ich schwöre euch, das ihr leiden werdet.“ sagte der Hexer noch und verschwand.
    Genauso schnell wie der Hexer verschwand brach auch Ragnars Traum in sich zusammen, so das er Schweissgebadet auf den kalten Metallboden, seiner Kabine aufwachte. Ragnar stand sofort auf und setzte sich auf sein Bett. Was bei allen Dämonen war dies für ein Traum, dachte er nach......

    off.topic:,, Jo hier bitte ahun, ich schreib jetzt beim speer des russ mit, also bitte hier mein bösewicht ,)


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

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