nett, sehr interresant, und warum soll jemand der lame laertes aufstossen?
Das Schicksal der Seelenlosen
-
-
alter schwede! respeckt dafür dass du so einen Text über nacht runterreisst!
weiter so!
greetz
-
OT: Laertes isn nen Charackter aus Hamlet hät ja sein können, dass schonmal wer schonmal den ollen "Shakzbier" gelesen hat...^^
Das dichte Blätterdach über Laertes versorgte ihn mit dem wohligen Schutz der Dunkelheit. Immer darauf bedacht keinerlei Geräusche zu erzeugen, pirschte er sich geduckt durchs Dickicht. Er ging ein paar Meter tiefer in den Wald wo die Bäume dichter beieinander standen. Dann sah er sich noch einmal im Halbdunkel der Vegetation um und ging dann wieder zu seinem eigentlichen Plan über. Mit der Leichtigkeit einer Wildkatze erkletterte er die Baumwipfel. Fast lautlos hatte er es trotz der knorrigen Äste geschafft. Die grauen, fast abgestorbenen Äste und die braunen Blätter boten zwar keine perfekte Tarnung bei seiner tiefschwarzen Kleidung, aber er hoffte, dass die Augen seiner Widersacher zumindest ein wenig anfällig für die Dunkelheit seien würden. Außerdem entzog ihn seine erhöhte Position dem Sichtfeld menschengroßer Feinde. Er sah wie sich die Rhinos eine Schneise durch den weniger bewachsenen Teil des Waldes bahnten und um ihnen zu folgen musste er sich von einem Baum zum nächsten vorpirschen. Möglichst leise aber nicht zu langsam um nicht den Anschluss zu verpassen. Er wusste, dass diese Situation der Callidus Assasine auf der anderen Seite leichter fallen würde, aber auch seine Ausbildung enthielt die Kunst des Schleichens. Der Wald war vollkommen ruhig, es gab keinerlei Vogelgezwitscher oder das Rascheln von Laub, dass durch kleine Tiere erzeugt worden wäre. Der Wald schien absolut Tod und trotzdem schien sich jemand die Mühe zu machen diese Ansammlung kranker Bäume zu kultivieren. Er wüsste nicht wer daraus Nutzen ziehen konnte, also konnte er auch keine Rückschläge auf den Feind dadurch ziehen. Aber das hatte sich eh erübrigt. Einen Baum weiter hockte eine kleine mit Kutten behangene Gestalt im Geäst. Ein überdimensional wirkendes Gewehr im Anschlag. Die Gestalt zielte direkt in die Gruppe der Sorrorita. Langsam kletterte Laertes von einem Ast hinüber zu einem Ast des anderen Baumes der weit hinüberreichte. Einige Zentimeter zuviel um einfach hinüber zu kommen. Er musste zu einem kleinen Sprung ansetzen. Lautlos landete Laertes federnd auf der anderen Seite, die Gestalt schien von der leichten Erschütterung nichts mitbekommen zu haben, zumal sie sich auf einem anderen Ast des Baumes befand. Aber der kranke Baum machte Anstalten die Gestalt zu warnen. Ein großes Stück Rinde löste sich unter Laertes, würde es zu Boden stürzen, würde ihn das resultierende Geräusch verraten. Er zögerte keine Sekunde und fischte das Stück Rinde aus der Luft. Innerlich atmete er auf, aber er hatte sich zu früh gefreut. Das große Stück zerbröselte zu vielen kleinen. Nun war keine Zeit zu verlieren. Mit unglaublicher Geschwindigkeit überwand er die letzten Meter bis zu seinem Feind, allerdings musste er auf das Schleichen verzichten und so bemerkte die Gestalt ihn und schwang sein Gewehr herum. Aber zu langsam. Laertes war bereits hinter ihr auf dem Ast und packte mit beiden Händen fest die Kehle seines Opfer. Dabei viel die Kapuze der Kreatur in den Nacken und offenbarte ihm siene Fratze. Dieser Planet wurde also von den Hrud bewohnt. Das Maul des Rattenmenschen rang röchelnd nach Luft. Die kleinen gelben Augäpfel traten unter dem grauen Fell aus ihren tiefen Höhlen und die Zunge hing der Kreatur zur Seite aus seinem spitz zulaufendem Maul. Die Ratte lies das Gewehr los, welches sie bis eben krampfhaft festgehalten hatte. Zu Laertes Glück fiel es durch den Schultergurt nicht zu Boden und verriet so seine Position nicht. Eher weniger zu seinem Glück stand es mit der Tatsache, dass der Hrud nun beide krallenbewährte Hände freihatte. Diese grub das Ungetüm sofort in Laertes Hände. Den Schmerz unterdrückend presste er die Kehle der Kreatur noch einmal fester zu. Langsam wurde die Gegenwehr schwächer und die Augen des Hrud verdrehten sich nach innen. Der Feind war getötet und endlich wussten sie mit wem sie es zu tun hatten. Er wollte es gerade melden, aber als er zu Malik hinübersah, landete mit einem lauten Klatschen ein Hrudkadaver zwischen den Rhinos. Innerlich wollte er es der Callidus Assasine gleichtun, aber es war wichtiger unentdeckt zu bleiben. Er hatte Glück und musste den Leichnam nicht langsam hinunterlassen. Der Rattenschwanz der Kreatur hatte sich fest um den Ast gebunden auf dem der Hrud auf der Lauer gelegen hatte. Und noch nach seinem Tod hielt der Schwanz krampfhaft fest. Er hatte also nichts weiter zu tun als der Schwerkraft ihren Dienst tun zu lassen.
Malik schritt langsam den Rhinos hinterher. Immer den Waldrand im Augenwinkel beobachtend. Entsprechend überrascht war er auch, als auf einmal etwas kurz vor ihm auf dem Boden aufschlug. Ein kleiner zuckender Haufen aus Fell und groben Stoff lag vor ihm auf dem Boden. Das Etwas hatte die ungeteilte Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe. Er rollte die Kreatur mit einem beherztem Tritt auf den Rücken. Der widerliche Gestank und die spitz zulaufende Nase ließen keinen Zweifel an der Art des Fellbündels und des Feindes. Er überlegte kurz was er alles über die Hrud wusste, allerdings musste er sich eingestehen, dass es sich um nicht viel mehr als Ammenmärchen und Hörensagen handelte. Diese Kreaturen waren fast noch gänzlich unerforscht, alles was er wusste war, dass Hartmann eineige Abhandlungen über sie verfasst hatte. Sein wütendes, aber unverständlich leises vor sich hin Gegrummel, dass er es hätte wissen müssen wurde je unterbrochen, als die Kreatur keuchend anfing zu atmen. Panisch und verängstigt blickte das Wesen umher, aber Malik beendete ihr Leiden sofort, indem er ihm einen Bolzen seiner Armbrust in den Schädel jagte. Anscheinend hatte Harmanns Assasine die Kreatur nur aus den Baumwipfeln geworfen und der Hrud hatte sich beim Aufprall alle Knochen gebrochen. Der leblose Kadaver dieser Abscheulichkeit besudelte einen seiner heiligen Bolzen. Während er ihn herauszog kam Hartmann zu ihm hinüber: "Ich hoffe mit diesem schwächlichen Xenos mute ich ihrer Wunschkanidatin nicht zuviel zu." "Das wohl kaum, das wohl kaum...", erwiderte Malik, "...aber was meinten sie eigentlich vorhin damit, dass wir schon genug Schaden angerichtet haben um ihre Aufmerksamkeit zu erregen?" Hartmann zerdrückte derweil genüsslich den Kopf des Kadavers unter dem schweren Tritt seiner Servorüstung: "Diese Kreaturen ernähren sich von einem Pilz der sich wie ein Parasit von diesen Bäumen ernährt." Das Splittern des Schädels unterbrach ihn nur kurz: "Diese Pilzsporen vergiften auch die Luft um uns herum, daher diese wunderschöne gelbliche Farbe, als würde man durch einen Nebel aus Eiter laufen. Jedenfalls bauen diese Wesen hier.." der Schädel war längst nicht mehr als eine breiige Masse, "... diese Bäume an damit ihr Pilz genügend Nährboden hat. Man sollte diese Bastarde mit Stumpf und Stil ausrotte. Aber leider haben wir dafür weder die Zeit noch die Truppen." Malik sah angewidert zu wie sich Hartmann die Masse aus Blut, Hirn und Fell an einem der Rhinos von der Sohle abwischte und erwiderte: "Sie scheinen einen etwas übersteigerten Hass auf diese unbedeutenden Kreaturen zu haben Hartmann." Hartmann blickte an Malik vorbei auf den jungen Icarael, dann wandte er sich ab: "Das ist eine lange Geschichte. Zu lang." Es blieb sowieso keine Zeit mehr. Denn plötzlich stürzte einer von Hartmanns breitschultrigen Kreuzrittern zu Boden. Viel mehr wurde er förmlich zu Boden gerissen. Ein Blick auf den Mann offenbarte ohne jede Frage, dass er Tod sein musste. Die Hälfte des Schädels war förmlich explodiert und Hartmanns zweiter Kreuzritter war überall mit Blut bedeckt. Laut brüllend machte Hartmann auf dem Absatz kehr und drehte sich in die Richtung aus der der Schuss kam. Der auf seinem Arm montierte Sturmbolter entfesselte einen regelrechten Mahlstrom aus Feuer und Metall, der ziellos Sträucher und Bäume durchbrach. An Hand von winselnden Schmerzensschreien konnte man aber erkennen, dass Hartmann auch etwas getroffen haben musste. Im Augenwinkel erkannte Malik, der noch gänzlich überrascht von der Situation war, wie Sofia die Hälfte ihres Schwesterntrupps eine Feuerlinie bilden lies und die andere Hälfte über die Flanke in den Wald schickte.
Mit hasserfülltem Blick schritt Hartmann unter Laertes Position tiefer in den Wald hinein. Er und sein verbliebender Kreuzritter feuerten noch immer unablässig mit ihren Sturmboltern in das Dickicht. Die Sorrorita rückten langsamer und kontrolierter vor, nur kurze Feuerstöße aussendend, wenn sie glaubten ewas zu erkennen. Aber Laertes wusste, dass der letzte Hrud der sich in unmittelbarer Nähe befand schon vollkommen in Stücke gerissen wurde von den Boltgeschossen. Die erleuchtete Principalis schritt unter ihm durch das Dickicht gefolgt von einigen Schwestern und einem Rhino das nun langsam auf den Waldrand zufuhr um mit dem Sturmbolter Deckungsfeuer zu geben. Dann änderte sich etwas. Er hatte sie nichteinmal bemerkt, aber tiefer im Wald waren wie aus dem Nichts drei Hrud aufgetaucht, die nun Stellung bezogen und feuerten. Drei Kondensstreifen tanzten zuckend durch den Wald. Raketen.
Malik beobachtete wie die Principalis langsam in den Wald schritt und er wollte natürlich nicht tatenlos zurückbleiben. Also wies er sein Gefolge an ihm neben den vorrückenden Truppentransporter zu folgen. Dann sah Malik wie die Principalis unvermittelt stehen blieb und etwas vor sich sorgfältig anvisierte. Eine einzelne Patronenhülse verließ ihre Boltpistole und bevor dies Hülse den Boden erreichte erhellte eine Detonation den dunklen Wald. Malik sah wie Icarael reflexartig zusammenzuckte, aber die Explosion war zu weit entfernt. Allerdings ging nun ein Surren durch die Luft. Malik sah nur noch wie zwei Kondensstreifen links und rechts an der regungslosen Principalis vorbeirauschten, bann brüllte er nur noch: "Deckung!"
Laertes war zutiefst beeindruckt. Mit einem sauberen Schuss ihrer Boltpistole hatte Sofia eine der Raketen direkt getroffen und zur Explosion gebracht. Dies junge Dame musste wahrhaft vom Imperator gesegnet worden sein. Das änderte aber nichts daran, dass die anderen beiden Geschosse an ihr vorbei auf das fahrende Rhino zurasten. Der erste Einschlag traf genau die Fahrerkabine. Das Fahrzeug kam kurz ins Schlingern und überschlug sich dann. Die zweite Rakete schlug kurz darauf ein. Mitten in den Antrieb und der Treibstoff entflammte sofort. Nun rutschte der infernalische Feuerball mit rasanter Geschwindigkeit über den Waldboden direkt auf den Trupp Schwestern und die Principalis zu. Sofia eilte zu ihren Schwestern und hockte sich dann hin, die Hände vors Gesicht gefaltet. Dann umschlossen sie die Flammen. Ein Space Marine in abgeschlossener Servorüstung hätte dies vielleicht überlebt, aber die Sorrorita waren nur Menschen und Sofia und die meisten anderen trugen nicht einmal einen Helm. Diese Mission schien kürzer zu werden, als er erwartet hatte. Immerhin wäre damit die Heimkehr zum Tempel verbunden. Dann plötzlich änderte sich etwas am Feuer.
Malik erhob sich aus dem Dreck und sah hinüber zu dem Rhinowrack dass schon vollkommen in Flammen stand. Dann färbten sich die Flammen balu. Sie erloschen in Sekunden und eine Rauchsäule stieg auf. Er konnte seinen Augen kaum trauen, aber der Rauch hatte fast die Form eines zweiköpfigen Adlers, des imperialen Adlers. Panisch blickte Malik sich nach seinem Servoschädel um und stellte erleichtert fest, dass dieser neben ihm schwebte und hoffentlich alles aufzeichnete. Auch wie nun Sofia unverletzt dem Rauch entstieg gefolgt von ihren Schwestern. Malik war überaus erfreut über dieses Zeichen, aber dann holten ihn die Schreie Icaraels zurück in die Realität. Er eilte zu dem Jungen hinüber, der zusammengekrümmt im Dreck lag und vor Schmerzen schrie. Er hockte sich neben ihn und half ihm an den Schultern hoch. Seine linke Hand umschloss die Schulter und er spürte wie sie regelrecht versank und auf etwas hartes stieß. Malik sah auf seine Finger und musste feststellen, dass sie voller Blut waren, viel zu viel Blut für eine Wunde durch Explosionssplitter. Er blickte an dem nun schluchzenden, tränenüberströmten Gesicht seines Lehrlings vorbei. Da lag er im Matsch. Icaraels rechter Arm.
-
aha O.o shakespeare lesen? wovon träöumste nachts? Ich denke mal einige hier sind froh das sie nen IQ wiene scheibe Toast ham und ihren namen wieder erkennen

Niemand gemeint

-
Hmmm morgen früh werd ich alles bisherige nochmal bissl überarbeiten und ne anständige kapitelstruktur reinbringen und ein zwei abgeänderte dinge wie augenfarbe abändern danach werd ich anfangen über diese und nächste woche alles zu posten bis es fertig is, dann werd ich in den ersten post nochmal das ganze als worddatei hochladen was es einfacher machen wird zu lesen.
hab jetzt eigentlich 90% fertiggeschrieben muss noch das letzte kapitel zu papier bringen und den epilog dann is das erstmal fertig, dauert leider noch ein klein wenig da ich alles auf gutem oldsql papier mit handschrift hab und deswegen nochmal alles in die tasten haun muss
aber immerhin wird das hier dann mal fertig 
achja titel bleibt jetzt auch auf ewig so hat den schritt über den arbeitstitel dann doch mal geschafft

-
laertes ist auch der vater von odysseus aus der griechischen mythologie
-
OT: Die nächsten Teile werden gegen Ende der Woche veröffentlicht, aber ich wollte wenigstens noch schnell das Ende dieses Kapitels loswerden
Ist zwar nich der beste Teil und schon relativ alt, aber ohne würde einfach was fehlen. thx @ lazy für die info, hehe sogar der olle engländer klaut bei den großen 
Laertes musste diese Gefahr schnell aus dem Weg räumen. Diese unreinen Wesen mit den Raketenwerfern stellten eine zu große Gefahr dar. Er spannte jede Muskelfaser an, nur um innerhalb von Sekundenbruchteilen aus der Hocke aufzuspringen und mit einem weiten Satz auf den Waldboden zuzurasen. Er federte seinen Sturz mit nur einem Bein ab, um sich direkt weiter nach vorn zu katapultieren. Mit unglaublicher Geschwindigkeit raste er durch den Wald, links und rechts Bäumen ausweichend, kam er seinem Ziel näher.
Die drei pelzigen Kreaturen luden gerade ihre überdimensionalen Raketenwerfer nach. Nur noch wenige Meter lagen zwischen ihm und seinem Ziel, als sie ihn bemerkten. Panisch versuchten sich die Ratten vor der, auf sie zurasenden, Totenkopffratze zu fliehen. Ihre Waffen stürzten in den Dreck, als sie Anstalten machten in alle Richtungen davon zu rennen.
Aber dann bemerkte er einen Schemen der sich zwischen den beiden rechtsstehenden Kreaturen hinabließ. Aus dem Augenwinkel konnte er erkennen, wie die Callidus zwischen den Rattenmenschen in der Hocke landete. Die Arme nach rechts und links ausgestreckt, brachte sie mit ihren Unterarmklingen Tod über ihre Feinde. Ohne einen Laut von sich zu geben stürzten die beiden Kreaturen mit durchtrenntem Genick in den Morast. Laertes setzte währenddessen zum Sprung an. Die letzte Kreatur würde ihm nicht entkommen. Er holte weit aus und seine Faust krachte unterstützt von der Energie der Landug in das Genick des Opfers. Das Rückgrat brach unter dem gewaltigen Schlag wie Espenlaub.
Gefahr neutralisiert.Blutüberströmt lag der Junge in seinen Armen, das Gesicht verbrannt und die Augen glasig. Immer wieder platzten die frischen Brandblasen in seinem Gesicht auf, als er vor Schmerzen schreiend den Mund weit aufriss. Malik drückte den Jungen an sich. Das Herz hämmerte in der jungen Brust und der Oberkörper spannte sich bei jedem Atemzug.
Malik winkte Serina herüber, er würde ihn in ihrer Obhut lassen. Er übergab ihr den schreienden Icarael, dann stand er auf. Er würde keine Segnung für ihn sprechen. Er forderte von seinem Schüler diesen Tag zu überleben. Es gab nur noch eins was er tun konnte.
Er rannte ohne Vorwarnung los. Das Medium und der Weise blieben zurück, nur der Servoschädel flog hinter ihm her. Er wurde bei jedem Schritt schneller. Er stürmte an den vorrückenden Sorrorita vorbei tiefer in den Wald. Er hörte Waffenfeuer. Lautes Gebrüll und hasserfüllte Psalme. hartmann war nicht mehr weit entfernt.
Er korrigierte die Richtung. Dann sah er Hartmanns kreuzritter, wie er eein riesiges Breitschwert immer tiefer in den Brustkorb eines Hrud trieb. Er sprintete an ihm vorbei, ohne den Mann zu beachten. Hartmann kam in sein Sichtfeld. Der Inquisitor packte gerade einen Hrud an der Kehle und presste ihn gegen einen Baum. Malik bemerkte, wie sich ein mit kurzen gebogenen Klingen bewaffneter Hrud an Hartmann anschlich. Er zog im Laufen sein langes Psi - Schwert und schleifte es hinter sich her ohne langsamer zu werden. Das schwere Schwert riss eine tiefe Furche durch den schlammigen boden. Der Hrud setzte zum Sprung an und stürzte sich mit erhobener Klinge auf den Inquisitor.
Doch Malik war schon bei ihm und riss die glühende Klinge, mit einer schwungvollen Bewegung, von unten nach oben und zerriss den Rattenmenschen in der Luft. Doch auch Hartmann hatte die Kreatur rechtzeitig bemerkt und feuerte mit dem Sturmbolter auf seinem freien Arm in die Fratze des Hrud. Die beiden Hälften der Ratte flogen in verschiedene Richtugen davon und hüllten die beiden Inquisitoren in einen Sprühnebel aus Blut.Die Callidus - Assasine wischte das Blut von ihren Klingen an den Kutten ihrer Opfer ab. Dann stand sie auf und blickte zu ihm hinüber. Fast tänzelnd stieg sie über die Leichnahme hinweg auf ihn zu, ihren Blick fest auf seine Augen gerichtet. Kurz vor ihm blieb sie stehen. Dann fuhr sie langsam mit ihrem Handrücken über die Totenkopffratze seines Helmes. Mit zwei Fingern strich sie, in einer fließenden Bewegung, über seinen Hals und dann über seinen Brustkorb. Sein Herz stand fast still. Dann wandte sie sich wieder von ihm ab und ging mit wippendem Gang tiefer in den Wald hinein.
Er atmete tief durch, dann rief sie ihm ohne sich umzudrehen zu: "Wir sollten besser gemeinsam auf die Jagd gehen." Laertes tat was man ihm auftrug und folgte ihr.Hartmann wischte sich das Blut aus seinem Gesicht: "Sehen sie, was sie thorianischer Bastard wieder angerichtet haben. Meine ganze Rüstung, vollkommen besudelt von diesem unwürdigen Blut." Das Lächeln auf seinen Lippen, lies Malik jedoch nicht an seiner Dankbarkeit zweifeln: "Sie sahen aus, als könnten sie etwas Hilfe gebrauchen." Langsam hatte sich malik an diese ewigen Spitzen gewöhnt. Hartmann sah wieder auf den Hrud in seiner Hand, der noch immer zappelnd und kratzend in der Luft hing. Während das Ding fiepende Geräusche von sich gab, fuhr Hartmann fort: "Sehen sie sich den hier an. Keine Würde, keine Selbstachtung. Das Tier weiß, dass es sterben muss, aber es gibt sich immer noch seiner Angst hin. Sie beherrscht das Ding förmlich. Es könnte einfach aufgeben und abwarten, aber die Angst zwingt es zur Hoffnung. Das muss man sich zu Nutze machen. Man muss die Angst dieser Kreaturen nähren, sie wie ein furchterfülltes Heer auseinander treiben. Daher mein aggressives Vorrücken, daher das laute Gebrüll, damit diese Wesen vor Angst vergehen."
Er blickte Malik wieder an, während er die Kehle des Hrud fest zudrückte: "In ihren Augen sehe ich allerdings den blanken Hass. Egal was passiert ist, lassen sie sich nicht von ihren Emotionen überwältigen." Die Kreatur fiel leblos zu Boden, als sich seine Umklammerung löste. Malik sagte trocken: "Wir sollten vielleicht besser wieder zur Principalis zurückkehren und gemeinsam vorrücken." Hartmann erwiderte: "Das wird nicht nötig sein. Mein Cherubim wird jeden Schritt ihrer angehenden Heiligkeit aufzeichnen. Sie werden nichts verpassen."Laertes fragte sich ob sie wusste, wo sie ihn hinführte oder ob sie nur planlos durch den Wald irrten. Für ihn zumindest, sah alles vollkommen gleich aus. Es war auch kein Kampflärm mehr zu hören und so hätte er sich nicht einmal daran orientieren können. Sie waren schon seit einer Viertelstunde unterwegs ohne, dass sich etwas ereignet hatte.
Aber was genau hatte sich da eigentlich vor dieser Viertelstunde ereignet? Warum hatte sie das getan? Wieso fühlte er sich so schuldig dabei? Diese Art der Nähe war ihm vollkommen unbekannt.
Schon als Kind hatte er gelernt, dass niemand auch nur ein nettes Wort für Wesen, wie ihn übrig hatte. Vielleicht ging es ihr ähnlich. Vielleicht war sie auch nur so berechnend, wie man es von einer Assasine ihres Tempels erwarten sollte. Kein Tempel verstand sich auf Manipulation und Täuschung, so meisterhaft wie ihrer. Er versuchte diese Gedanken zu veerdrängen und wieder aufmerksam in den Wald hinein zu horchen.
Aber es gab absolut nichts um sie herum. Da war rein gar nichts. Bis er dann plötzlich doch ewas hörte. Ganz leise, das pneumatische Zischen kam ihm allerdings bekannt vor.
Als die Callidus vor ihm einen Strauch zur Seite schob merkte er wie recht er damit hatte. Vor ihm lag die Lichtung auf dem das Landungsschiff aufgesetzt hatte und das Geräusch entstand bei der Bewegung der Multilasergeschütze.
Anscheinend war es nun an der Zeit auf die Rückkehr der anderen zu warten. -
Kapitel IV
Malik folgte Hartmann der sich zumindest ein wenig auszukennen schien, so zielstrebig wie er vorrückte. Sein Kreuzritter, folgte ihnen in einigen Metern Entfernung, immer wachsam die Umgebung im Blick. Malik wollte gerade dazu ansetzen die Frage nach dem Wohin zu stellen, aber Hartmann kam ihm zuvor: "Pssst... Wir sind da. Nun müssen wir vorsichtig sein." Er winkte seinen Kreuzritter heran der neben den beiden Stellung bezog. Sie hockten nun zu dritt hinter einem Gebüsch und hartmann deutete auf eine Felsformation vor ihnen. Nur bei genauerem Hinsehen konnte man den Höhleneingang erkennen. Malik sah wie Hartmann mit starrem Blick die Baumwipfel absuchte, anscheinend erwartete er eine Wache dort oben und nach wenigen Momenten wurde er fündig. Er zeigte auf einen Ast, der über den Höhleneingang ragt. Nur schwerlich konnte nun auch Malik die Ratte in den Wipfeln ausmachen. Hartmann deutete wortlos auf Maliks Armbrust und er wusste, dass es nun hieß, so wenig Lärm wie irgend möglich zu machen. Er legte die heilige Waffe an und zielte sorgfältig, dann feuerte er. Der silberne Bolzen funkelte, als er auf seinem Weg von einigen wenigen Sonnenstrahlen getroffen wurde. Dann durchschlug der Bolzen die Kehle des Hrud. Die Kreatur stürzte jedoch nicht zu Boden sondern hielt sich auch im Tod noch krampfhaft am Ast fest.
Nun war es an der Zeit die Höhle zu betreten. Hartmann wies seinen Gefolgsmann an, am Eingang auf ihre Rückkehr zu warten. Die Gänge waren übersät mit kleinen grünlich schimmernden Kristallen, die genug Licht spendeten. Malik wollte nun endlich wissen, was dies für ein Ort sei und was sie hier wollten. Hartmann antwortete flüsternd: "Dies ist eine Miene, sie bauen diese Kristalle ab, deren häretische Energie ihre Waffen und Technik versorgt. Halten sie das kurz." Er reichte dem verwundertem Malik eine kleine Tasche die zuvor an Hartmanns Gürtel befestigt war, dann fuhr dieser fort: "Ich werde eine Probe von diesem Gestein mitnehmen, um es untersuchen zu können." Hartmann brach grob mit der servounterstützten Faust, seiner Rüstung einen Kristall aus der Wand, verstaute diesen in der Tasche und schnallte sie dann wieder an seinen Gürtel: "Wir sollten noch tiefer in die Tunnel gehen, ich habe eine kleine Überraschung für diese unwürdigen Kreaturen vorbereitet." Sein Lächeln verhieß nichts Gutes, das wusste MalikSie hatte anscheinend ihre Ankunft schon vorher über Funk durchgegeben, denn weder die automatischen Verteidigungsgeschütze, noch die von der Crew bedienten, eröffneten das Feuer, als Laertes und die Callidus ohne Vorwarnung auf die Lichtung traten. Mit seinem Blick den Waldrand vergeblich absuchen folgte er ihr, bis sie an der Seite des Rumpfs anhielt. Er beobachtete, wie sie einen Mechanismus an der Außenhülle beätigte und, wie hinter einer sich öffnenden Metallverriegelung ein kleines Tastenfeld zum Vorschein kam. Geschickt verdeckte sie mit ihrem Rücken die Zahlen, die sie eingab, doch an der Bewegung ihrer Schulter konnte er erkennen, dass es sich wohl, um die Zahlen zwei, fünf und acht handelte.
Mit einem lauten Zischen fuhr unter dem Rumpf eine kleine Plattform heraus, die nur mit Müh und Not genug Platz für zwei Personen bot. Mit einem Schritt und einer grazilen Drehung betrat sie den Notfahrstuhl, der für Reperaturarbeiten an der Außenhülle gedacht war und reichte ihm einladend die Hand. Ohne diese Geste anzunehmen betrat er die Plattform. Sie mussten so nah beieinander stehen, dass er ihren Atem spüren konnte. Warm und wohlig strich er über seine Schulter und seinen Hals, doch diese Nähe war ihm furchtbar unangenehm. Er war innerlich zerrissen. Er wusste, dass er sich nichts sehnlicher wünschte, als ganz normal zu leben, menschliche Gesellschaft, Wärme und Geborgenheit zu erleben, aber zugleich fühlte er sich abstoßend, als etwas Unnatürliches und versuchte der Nähe zu entfliehen, doch seine Füße ragten schon zum Teil über den Rand der Metallplatte, auf der sie standen.
Dann ging plötzlich ein Ruck durch den boden und die Plattform setzte sich in Bewegung. Durch die abrupte Bewegung, schien die Callidus das Gleichgewicht zu verlieren und fiel in seine Richtung. Er wusste, wenn es für ihn ein Leichtes war, sich in seinem vollkommen unkonzentriertem Zustand auf der Plattform zu halten, dann musste ihr Sturz beabsichtigt gewesen sein, da Körperbeherrschung in ihrem Tempel eine viel größere Bedeutung hatte. Er fing sie an beiden Oberarmen ab, bevor sie gegen ihn prallen konnte. Er hielt inne und sie standen jetzt noch näher beieinander. Ihr Blick war auf seinen Oberkörper gerichtet und sie strich mit zwei Fingern, ganz langsam seinen Brustkorb hinab. Dann blickte sie unschuldig, lächelnd nach oben. Die Situation war ihm unangenehm und so wandte er seinen Blick ab und schob sie von sich. So konnte er nicht sehen, wie sie, sich ihrer Wirkung bewusst, verschmitzt den linken Mundwinkel nach oben zog.Immer tiefer stiegen sie in den schier endlosen Gang hinab. Auf die Frage, was Hartmann, denn nun vorhabe, legte dieser nur einen Finger über die eigenen Lippen: "Pssst. Wir sind fast da." Und tatsächlich schien das grünliche Schimmern, das über von den Kristallen in den Wänden ausging, am Ende der nächsten Biegung besonders stark zu sein.
Es kam Malik merkwürdig vor, dass sie in dieser Miene noch keinerlei Zeichen von den Hrud entdeckt hatten. Ein ungutes Gefühl legte sich wie ein Schraubstock um seinen Brustkorb, als sie um die nächste Biegung spähten. Ein kugelförmiger Raum von gigantischen Ausmaßen erstreckte sich vor ihnen, in dessen Mitte ein gewaltiger grünlich leuchtender Kristall freigelegt war. Dieses Monstrum war komplett von baufällig anmutenden Holzgerüsten umrahmt, auf denen, in jedem Stockwerk eine tonnenschwer scheinende Metallkonstruktion Platz fand. Anscheinend handelte es sich dabei um Bohrer oder Fräsen. Wie das Gerüst diese metallenen Monstrositäten trragen konnte, war zwar eine interessante Frage, aber wichtiger war, warum niemand oder besser nichts, weit und breit zu sehen war. Als er beiläufig in Hartmanns Gesicht schaute, merkte er, dass auch er verwundert war, dass er trotz intensivem Beobachtens keinen der Rattenmenschen entdecken konnte.
Dann richtete sich der servogerüstete Inquisitor neben ihm auf und lächelte ihm mit einem bösartigen Funkeln in den Augen zu: "Anscheinend ist dieses feige Pack geflohen, als der Kampf losging." Ungläubig, ob Hartmann ihn nur beruhigen wollte, nickte Malik ihm zu und sie machten sich langsam an den Abstieg. Die feste, lehmartige Erde und die vielen kleinen Steine, machten ihr Vorankommen, an dem steilen Hang sehr beschwerlich. Sie mussten aufpassen, dass sie nicht abrutschen würden, vor allem Malik der keine schützende Servorüstung trug, deren schwere Schritte sich tief in den Boden gruben. Auf halben Weg äußerte Malik endlich, was ihm schon seit dem Eingang durch den Kopf ging: "Wie viele von diesen abscheulichen Biestern leben eigentlich hier unten in den Tunneln?" "Anhand meiner Untersuchungen, würde ich die Population auf circa achtzehn schätzen.", antwortete Hartmann. "Achtzehntausend oder was?", erwiderte der schockierte Malik. "Nein achtzehn Millionen.", warf ihm der kahle Inquisitor zurück.Die kalten metallplatten unter seinen Füßen knarrten bedrohlich unter seinen Schritten. Wenn er nicht wüsste, dass die Außenhaut extra mit nachgebenden Hitzeschilden überzogen war, wäre ihm unwohl bei dem Gedanken an den bevorstehenden Start geworden, aber so sehnte er ihn förmlich herbei und jede Minute kam ihm unendlich lang vor.
Nicht weil er unbedingt vor diesem unwirtlichen Planeten und seinen feindseeligen bewohnern flüchten wollte, sondern weil ihm die Anwesenheit und vor allem die musternden Blicke seiner Begleitung unangenehm waren.
Er nahm einen tiefen Zug der rauchigen, sporenversetzten Luft in seine Lunge auf. Sein Helm filterte einen Großteil der Schadstoffe heraus, aber trotz allem stank es fürchterlich, nicht so schlimm wie auf dem Boden, aber die Luft war in dieser Höhe kaum besser. Beiläufig erwiderte er ihren Blick. Sie saß mit dem Rücken an die Rückwand des Cockpits gelehnt, das etwas über den Rest des Schiffes hinausragte, und legte ihren Kopf zur Seite. Gedankenversunken wanderte sein Blick langsam hinab, er sah mehr durch sie hindurch, als dass er sie betrachten würde, aber er schreckte aus seiner Gedankenwelt auf, als sie unerwartet aufstand.
Sie legte beide Hände auf das Dach des Cockpits hinter ihr, dass ihr bis zur Brust reichte. Mit einem Ruck ließ sie ihren Körper in die Höhe schießen, bis sie einen Handstand erreichte. Ihr roter Zopf hing hinab und sie ließ sich ganz langsam auf das Cockpit hinab. Wieder reichte sie ihm einladend die Hand und wieder ignorierte er es und ging ganz langsam bis zum Cockpit, um dann ohne unnötigen Aufwand mit einem Satz hinauf zu springen. beide schauten nun Richtung Waldrand, als die automatischen Multilasergeschütze den ersten baum fällten."Achtzehnmillionen?" malik konnte dies unvorstellbar große Zahl einfach nicht fassen: "Was machen wir dann hier unten, wenn so viele Hrud hier auf uns lauern?" Malik konnte nur noch ungläubig den Kopf schütteln, als hartmann ihm nur abwigelnd mit einer Handbewegung antwortete. Er hatte außerdem das Gefühl, man würde sie beobachten, es war einfach viel zu ruhig. Aber Hartmanns schnelle Schritte ließen ihm keine Zeit sich ausgiebig umzusehen. Vielleicht war es auch besser so, wenn sie schnellstmöglich wieder heraus kommen würden, aus diesem Bau.
Gebückt erklommen sie die Konstruktion, die offensichtlich auf die Größe dieser Kreaturen ausgelegt war. Bedenklich knarrten die Balken unter den Schritten, des glatzköpfigen Wahnsinnigen vor ihm, aber wenn sie diese gusseisernen Ungetüme von Bohrern hielten, würden sie auch die Servorüstung tragen. Als sie bei der ersten Maschine angekommen waren, begann Hartmann damit sie zu verschieben. Malik bot ihm zwar seine Hilfe an, aber der sture, alte Mann lehnte mit einem abwertendem: "Ha!", ab. Die Servomotoren der Rüstung heulten, unter den Anstrengungen, hörbar auf. Aber das krude Konstrukt bewegte sich Millimeter für Millimeter. Die Bronzeverschläge und Verzierungen, sowie die Größe allein, ließen auf ein nicht geringes handwerkliches Können, dieser lästerlichen Kreaturen schließen.
Seine Aufmerksamkeit richtete sich wieder auf Hartmann, als dieser inne hielt und nun gänzlich von der Maschine abließ. Aus einer kleinen, schwarzen Ledertasche holte der glatzköpfige Mann etwas was Malik nicht genau erkennen konnte, aber Hartmann stopfte es in das Bohrloch, in dem gigantischen Kristall. Dann holte er noch ein kleines Elektrogerät aus seiner Tasche, stellte irgendetwas ein und zeigte es ihm dann. Malik starrte auf eine kleine Digitalanzeige auf der die Ziffer fünfzehn zu sehen war: "Fünfzehn Minuten, um hier wieder rauszukommen. Wir sollten uns beeilen." Hartmann ließ keinen Zweifel daran, dass es sich um einen Zeitzünder handelte.Abgetrennte, pelzige Arme wurden durch die Luft gewirbelt, als die Fragmentgranatwerfer des Transporters ihre tödlich Fracht in die immer dichter werdenden Reihen der Angreifer entluden, unter ohrenbetäubendem Pfiepen und Jaulen verschmolzen die kleinen Pfoten der Hrud mit ihren Waffen, als dies von den Multilasergeschützen auf tausende Grad erhitzt wurden. Immer mehr Hrud drängten auf die Lichtung und versuchten das metallene Ungetüm mit ihren Gewehren zu stürzen, doch es war Vergebens. Auch die vereinzelten Raketen fielen den automatisierten Bordgeschützen zum Opfer, bevor sie auch nur in die Nähe des Schiffes kamen, stattdessen explodierten sie über den Reihen ihrer Kameraden und ließen Metall und Feuer auf sie niedergehen. Wie Bälle aus Feuer und Fell stürmten einige der brennenden Hrud durch ihre eiigenen Kameraden und steckten auch deren trockenes Fell in Brand.
Die vorher schon unangenehme Luft stank nun nur noch bestialisch und Laertes Atemschutz wurde bis aufs äußerste beansprucht. Nur selten schlug ein Schuss in ihrer Nähe ein und er war fast ein wenig betrübt, dass es wohl zu keinem kampf mehr kommen würde, als er hinter sich ein scharrendes Geräusch vernahm.Ihre Aufgabe hier war erledigt und Malik war froh, dass sie endlich zum Transporter zurückkehren konnten: "Wird der Sprengstoff auch ausreichen?", fragte er und Hartmann erwiderte, im Vorbeigehen, dass die Explosion eine Kettenreaktion auslösen würde, die den ganzen Bau zum Einsturz bringen würde. Malik wusste nicht, ob ihn das beruhigen sollte oder ob sie nicht besser schleunigst von hier verschwinden sollten, aber für langes Nachsinnen blieb keine Zeit.
Mit einem lauten Krachen stürzte das Gerüst über Hartmann ein, als Malik wieder seinen Arm senkte, den er zum Schutz vors Gesicht gehalten hatte, sah er dass nur wenige Zentimeter vor ihm ein riesiges Loch in den Boden des Gerüsts gerissen worden war. Langsam beugte er sich hinüber, um zu sehen wie es Hartmann ging. Zu seinem Entsetzen, sah er wie Hartmann rücklings am Boden lag und über ihm eine pelzige, mindestens drei Meter große Kreatur hockte, die zum Schlag ausholte.
OT: Ich sag euch alles nochmal abschreiben suckt unendlich >-< -
Als die beiden Assasinen sich zeitgleich umdrehten, starrten sie die kühlen, gelben Augen eines Hrud an, die tief unter seiner Kapuze verborgen waren. Er ertappte sich dabei, wie ein Lächeln über seine Lippen huschte, als die Kreatur ihren Mantel öffnete, um die Arme frei zu haben. Blitzschnell und mit einem klirrenden Geräusch schnellten an den Handrücken mehrere schwarze Metallklingen hervor.
Laertes und die Callidus versuchten sich gegenseitig zu übertrumpfen und sprangen gleichzeitig vom Dach des Cockpits ab, nur um schneller bei dem Rattenmenschen zu sein. Mit unglaublicher Geschwindigkeit raster der Angreifer auf die beiden, in der Luft befindlichen, Assasinen zu und ließ jeweils einen seiner klingenbewehrten Arme auf je eine der Kehlen seiner Opfer zurasen.
Behände ergriffen beide die Arme des Hrud, kurz hinter dem handgelenk, und nutzen die Energie ihrer Bewegung aus, um sich über die Ratte in ihren Rücken hinweg zu katapultieren, doch dann wehte ein Luftzug den Umhang des Hruds beiseite. Gerade noch rechtzeitig für die Callidus, um die dritte Klinge zu erkennen. Die am Schwanz der Kreatur befestigte Waffe schoss in einer Kreisbewegung auf sie zu. Nur mit Mühe konnte sie ihre Flugbahn leicht beeinflussen, indem sie sich auf die Seite drehte. Trotzdem streifte die Waffe ihre linke Wange und ließ eine unnatürlich brennende Wunde zurück. Dann schlug sie auf dem Schiffsrumpf auf und konnte erst nach einigen Überschlägen ihr Gleichgewicht wiedeerfinden.
Laertes sah die dunkle Klinge erst, als sich die Callidus wegdrehte und so war sein Versuch die Richtung zu ändern vergebens. Mit einem nassen Klatschen rammte sich die Waffe in seinen linken Oberarm. Das Blutt schoss förmlich aus der Wunde, als das Messer durch seinen Sturz herausgerissen wurde. Sein rechtes Knie schlug ungebremst auf die Hitzeschilde und der Schmerz überstrahlte noch den, der von seiner anderen Wunde ausging. Er musste sich irgendetwas gebrochen haben.
Dann endlich nach unendlich langen Sekunden begann der Drogeninjektor seinen Dienst. Es reichte aus, um sein Gleichgewicht zurückzuerlangen und in der Hocke landen zu können. Er rutschte noch kurz über den Boden bis er endlich anhielt. Als er hochsah, erkannte er wie sich der Rattenmensch, sein nächstes Ziel gesucht hatte.
Die Callidus, die noch nicht wieder auf den Beinen war. Er versteifte die Muskeln in seinem rechten Bein, um sein Knie in Position zu halten und katapultierte sich mit dem linken Bein nach vorne. Seine Faust raste direkt auf das Gesicht des Hrud zu. nur noch einige wenige Zentimeter. Er konnte ihn gar nicht verfehlen. Dann funkelte ihn die Kreatur aus dem Augenwinkel an.
"Zu spät!", dachte Laertes, als seine Knöchel schon das Fell seines Opfers spürten. Dann versank er. Ungehindert raste seine Faust weiter, ein schwarzer Nebel verschlang sein Sichtfeld. Nur Sekundenbruchteile später, war er hindurch und schlug seitwärts auf den metallboden. Keuchend entwich alle Luft aus seiner Lunge, als sein Brustkorb von der Seite eingedrückt wurde und sein Atem nach außen gepresst wurde. Bläucliche Lichter tanzten um sein Blickfeld herum, als er mit ansah, dass die Kreatur schon bei der Callidus war und seine Klingen nach unten rasen ließ.Laut krachend schlug die gewaltige Faust, dieser Verhöhnung der Natur, knapp neben Hartmanns Gesicht. Der kahle Mann hatte sich gerade noch wegdrehen können und Holzsplitter und Erde prasselten nun gegen seinen Hinterkopf, aber die Kreatur hatte schon zum nächsten Schlag ausgeholt.
Malik wusste, dass er jetzt eingreifen musste. Sein Psi - Schwert nach unten gerichtet, sprang er hinab, um der riesigen Ratte das Schwert in den Rücken zu rammen. Mit einem lauten Schrei versuchte er die Aufmerksamkeit der Bestie von Hartmann abzulenken. Dies gelang ihm viel zu gut. Das Monster riss seinen Oberkörper herum und ließ seine Faust durch die Luft schnellen. Malik wusste, dass er auf einen Treffer keine Rücksicht nehmen konnte. Er musste sich jetzt konzentrieren, um die psionische Macht in seinem Schwert zu bündeln. Selbst wenn er verwundet werden würde, könnte selbst dieser Riese, niemals einen direkten Treffer überleben. Doch er hatte die Reichweite des Monsters unterschätzt. Noch bevor sein Schwert der Haut auch nur einen Riss beibringen konnte, rammte eine Faust in seine Rippen, die alleine schon so groß war wie sein gesamter Brustkorb. Ganz langsam spürte er wie sein Fleisch sich gegen die Rippen presste, die darauf hin ganz langsam nachgaben und tiefer in den Brustkorb gedrückt wurden. Dann brachen zwei, danach entspannte sich etwas der Druck auf die erste, aber die zweite wurde komplett aus ihrer Lage gerissen und stach tief in sein Fleisch. Dann gab die Haut über seiner linken Brust nach und die Rippe fand ihren weg nach draußen.
Nur noch wenige Milimeter. Das war das einzige was Malik durch den Kopf ging. Nur noch ein klein wenig, dann würde sich das Schwert in das Ungetüm bohren. Doch dann konnte sein Körper nicht weiter nachgeben. Laut schreiend flog er durch die Luft und krachte in einen Stapel Holzbalken, die dann über ihm zusammenbrachen und ihn begruben.Ungehindert rasten die schwarzen klingen auf das Gesicht der Callidus zu. Laertes war zu weit entfernt, um jetzt noch eingreifen zu können. Dann sah er wie die auf dem Rücken liegende Callidus ihre Beine anzog, um sich über den Boden zu ziehen. Gerade noch rechtzeitig. Dann schlug die Waffe durch ihren Zopf und in den Metallboden. Sie konnte so nicht entkommen, aber es schien auch, als ob der Hrud seine Waffe ungewollt im Boden verhakt hätte. Die Kreatur versuchte loszukommen, aber die Assasine setzte schon zum Gegenangriff an. Hinter dem Hrud schwang sie sich auf beiden Händen nach oben und spreizte die Beine. Mit einer schnellen Bewegung drehte sie sich auf einem Handgelenk herum und die Beine rasten, wie die Flügel einer Windmühle, auf den Kopf des Rattenmenschen zu.
Doch Laertes musste mit ansehen, wie sie genau wie er zuvor ins Leere traf. Die Kreatur löste sich in einem schwarzen Nebel förmlich auf, doch diesmal erkannte er wo der Hrud wieder auftauchen würde. Wenige Meter über ihr bildete sich schwarzer Nebel und aus diesem, raste die Kreatur mit ausgestreckten Klingen auf die Callidus zu. Doch Laertes hatte rechtzeitig reagiert und ein schwacher, bläulicher Blitz verließ sein Animus Speculum.
Viel zu schwach. Es konnte sich nicht um eine Psikraft handeln, die dieses Wesen einsetzte, aber es reichte aus um, den Hrud zu zwingen sich noch einmal in den schwarzen Nebel zu flüchten.Dann trat Hartmann zu. Die Servomotoren seiner Rüstung, steigerten seine Körperkraft um ein Vielfaches und so ächzte die Kreatur mit heraushängender Zuge und heraustretenden Augen, bevor sie in einen Pfeiler des Gerüstes krachte. Ein großer Teil des Gerüstes stürzte über der Kreatur ein. Mit einem Satz schwang sich Hartmann nach oben und ging zu dem Stapel Holzbalken, unter denen Malik begraben war.
Grünliches Licht fiel durch die Lücken zwischen den Balken, als Malik hörte wie sie weggeräumt wurden. Der alte Mann hatte es also tatsächlich geschafft. Als er freigeräumt war, reichte ihm Hartmann die Hand zum Aufstehen: "Sie sollten mehr Vertrauen in die Macht der wahren Inquisition haben und sich nicht in solche gefährlichen Situationen begeben."
Lächelnd ergriff malik die ausgestreckte Hand und zog sich an ihr nach oben: "Können wir dann endlich los? Wir haben ja nicht ewig Zeit." Doch bevor er eine Antwort bekommen konnte, erfüllte ein lautes Gebrüll den Raum und Holzplatten und balken wurden zur Seite geschleudert, wo Hartmann die letzte Ruhestätte der Bestie erhofft hatte."Über dir!", schrie ihm die Callidus zu und er reagierte prompt. Ohne hinzusehen ergriff er das ausgestreckte Handgelenk der Ratte über ihm. Er hatte sich allmählich das Angriffsmuster der Kreatur eingeprägt, dann drehte er sich schnell um, der zweite Arm raste auf ihn zu. Er wollte ihn mit sinem linken Arm abwehren, aber dieser verweigerte ihm, ohne Vorwarnung den Dienst. Die Waffe am Schwanz musste mit einem lähmenden Gift versehn worden sein, es war schließlich nur eine Fleischwunde. Er konnte jetzt nichts mehr gegen den Angriff unternehmen und die Waffe raste auf seinen Hals zu.
Dann stoppte sie abrupt: "Ich habe gedacht du könntest hier ein klein wenig Hilfe gebrauchen.", lächelte ihm die Callidus zu. Ein klackendes Geräusch richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Angreifer. Aus den Ärmeln des Hruds schossen kleine Eisenstangen die auf ihre Köpfe gerichtet waren. Pistolen!
Ihr schien der gleiche Gedanke gekommen zu sein, denn beide rissen zeitgleich ihren Kopf zur Seite und die Schüsse gingen ins Leere. beide nickten sich zu und rissen die Arme der Kreatur nach unten und schleuderten sie so zu Boden. Pfiepend schlug die Ratte auf und prallte über den Rand des Schiffes hinweg ab. Ein Multilasergeschütz hatte das Fellknäuel anscheinend schon erfasst und feuerte. Doch der rote Laserstrahl schnitt nur noch durch schwarzen Nebel. Verdammt. Laertes spürte den Tritt gegen den Hinterkopf und verlor das Gleichgewicht. Er stürzte über den Rand des Schiffes.Malik und hartmann sahen sich kurz an, dann duckten sich beide schnell zur Seite weg. Gerade rechtzeitig, um dem heranstürmenden Giganten auszuweichen. Er hatte keine Zeit gehabt seine Klinge aufzuladen, also musste diesmal einfach die Schärfe des Schwertes genügen. Er ließ die Kreatur einfach in die Waffe laufen, die er wie ein gespanntes Stolperseil hielt, doch die Klinge machte keine Anstalten den Feind zu zerteilen, wie sie es im aufgeladenen Zustand sicherlich getan hätte, stattdessen rannte das Ungetüm weiter an ihnen vorbei und das Schwert wurde, obwohl es ins Fleisch schnitt, vom Angreifer weggedrückt und kam gefährlich schnell auf ihn zu.
Da er links vom Wesen hockte, ließ er das Schwert mit der rechten Hand los und riss diese nach oben um den Weg des Schwertes abzublocken. Laut klirrend prallte es gegen die Silberpfeile, die in einer Halterung um den Handschuh angebracht waren. Die beiden Metalle kreischten förmlich auf, als die Kreatur stoppte und sich langsam gegen das Schwert in seine Richtung presste. Malik hatte genug damit zu tun, zu verhindern, dass die Klinge ihn traf, als dass er zum Gegenschlag hätte ausholen können. Der Schädel des widerlich stinkenden Ungetüms kam immer näher auf sein Gesicht zu und die Waffe steckte viel zu tief in dem Tier, als dass er sie hätte herausziehen können. Der ekelerregende Sabber der Ratte stank noch viel schrecklicher, als das Vieh selbst und er versuchte sich abzuwenden, um nicht mehr in diese leeren Augen und dieses gewaltige Maul zu starren, in dem fingerlange Zähne warteten. Dadurch sah er, wie das Monster mit seinen beiden Pranken nach seinem Schädel griff. Es würde seinen Kopf mit Leichtigkeit zerquetschen.
Dann aber jaulte es auf und spuckte ihm einen großen Klumpen Blut ins Gesicht. Hartmanns Schlag hatte gesessen, mit voller Wucht hatte er die Seite der Bestie getroffen und so Maliks Klinge weiter in ihren Körper getrieben. Dann betätigte er seinen aufmontierten Sturmbolter. Geschoss um Geschoss blieben in der ledrigen Haut seines Opfers stecken, aber immerhin hatte er so die ungeteilte Aufmerksamkeit der Ratte.
Von Malik ablassend wandte sie sich dem glatzköpfigen Hartmann zu. Schritt für Schritt wich er zurück, wich Schlägen aus und feuerte immer weiter aus seinem Sturmbolter. Den letzten Schlag blockte er mit seinem gepanzerten Unterarm ab, dann schleuderte er den Griff des Monsters von sich und lachte der fletschenden Fratze lauthals ins widerliche Antlitz. Malik hatte die notwendigen Psalme beendet.Laertes atmete tief durch, es war pures Glück gewesen, dass er im letzten Moment die Verankerung eines Multilasergeschütz ergreifen konnte. Kurz über ihm feuerte die Waffe unablässig in die Angreifer und die Luft um die Rohre herum war kochend heiß. Sein Schutzanzu, um die Hand herum, begann schon Blasen zu werfen, aber noch konnte er die immense Hitze abhalten. Mit zwei gesunden Armen oder zumindest beiden Beinen wäre es ein leichtes gewesen sich den knappen meter nach oben zu schingen, aber sein Arm war vollkommen nutzlos.
Genauso fühlte er sich im Moment auch. Nutzlos. Doch er musste irgendetwas tun. Die Callidus kämpfte gerade alleine gegen diesen übermächtigen Gegner und wenn er sie besiegt hatte, würde er kommen um ihm den Gar auszumachen. Er musste sich etwas überlegen. Hochziehen konnte er sich nicht und abspringen konnte er in seinem Zustand nur vom Frachter weg, wenn er nur irgendwo einen Vorsprung hätte. Dann kam ihm eine Idee. Er blickte nach unten und entlud sein Animus Speculum in die Hitzeschilder. Da keinerlei psionische Energie um ihn herum herrschte, war es nur ein schwaches Aufblitzen und es bröckelte nur ein Wenig von der Außenwand ab, aber es reicht. Einen beherzten Tritt später hatte er sich ein kleines Loch geschaffen, welches ausreichte, um den Fuß hineinzustecken. Es würde ihm genügen um nach oben abzuspringen.Gelbe Funken fielen von der Klinge zu Boden und rote blitze tanzten um die Waffe herum, sie war bis zum Maximum aufgeladen. Langsam schritt er auf die Kreatur zu, die ihm all die Schmerzen in seiner Brust beschert hatte: "Hey du räudiges Mistvieh! Sie mir gefälligst in die Augen, wenn ich hier bin um dich zu richten.", Malik schloss diese Worte mit einem einladenden Pfeifen ab und das Ungetüm konnte gar nicht anders, als diesem Folge zu leisten.
Vor Wut schnaubend und mit Schaum vorm Mul, brüllte ihn diese Perversion einer Ratte an, dann raste die Pranke von der linken Seite auf Malik zu. Mit einem sauberen, von unten geführtem Streich schoss die Waffe auf die Faust des Feindes zu. Die Psi - Klinge tobte innerlich, als die beiden Mordwerkzeuge aufeinander trafen. Dann schnitt sie butterweich mitten durch die Faus des Monstrums. Man konnte noch kurz die einzelnen Knochen der Finger erkennen, bevor Unmengen von Blut aus der Wunde schossen.
Aber das war nicht alles, die Energie der Waffe hatte sich komplett entladen und rötliche Blitze bahnten sich ihren Weg den Arm hinauf Richtung Körper, sie peitschten das Fleisch, wo sie es trafen und Haut löste sich in Fetzen, während das Fleisch darunter verbrannte. Laut jaulend stürzte die Kreatur auf den boden und strampelte rasend vor Schmerzen hin und her, als die Blitze seine Schulter erreicht hatten, splitterten die Knochen im Arm unter dem Fleisch. Man konnte es an den unzähligen Splittern erkennen, die die nun von innen durch die Haut schossen.
Ein letztes tiefes Gröen austoßend wurde das Elend der Kreatur beendet. Malik zog gerade seine Klinge aus dem Schädel des Monsters, als Hartmann sagte: "Es ist zu spät. Wir schaffen es nicht mehr rechtzeitig nach draußen. Wir müssen den Zünder entschärfen." Der Inquisitor in goldener Rüstung drehte sich gerade in die Richtung des Kristalls herum, als die beiden schon die nächste Hiobsbotschaft ertragen mussten.Schlag um Schlag wehrte die Callidus mit ihren Unterarmklingen ab, aber sie wurde immer weiter zurückgedrängt, es gab einfach keine Pause im Angriffsmuster ihres Feindes. Die beiden Klingen an den Handgelenken, der umhertanzende Schwanz mit der giftigen Waffe und zwischendurch immer wieder Schüsse aus den Pistolen. Sie wusste, dass sie über kurz oder lang den Kürzeren ziehen würde, dann erreichte sie eine Unebenheit im Boden, sie stolperte kurz hätte sich, aber wieder fangen können, hätte sie der nächste Schlag des klingenbewehrten Schwanzes nicht an der Wade erwischt. Rücklings fiel sie zu Boden.
Der Angreifer setzte schon wieder nach, als Laertes endlich eintraf. Sein Tritt endete erneut in dem schwarzen nebel, doch er war darauf vorbereitet und fing sich ab. Die Ratte tauchte ein wenig entfernt in der Nähe des Cockpits wieder auf, sie musterte ihn, anscheinend überrascht ob seiner Zähigkeit.
Dann sprintete Laertes sofort los. Ein wenig überrascht konnte die Ratte dem Schlag nur knapp ausweichen, aber sie hatte sich anscheinend schnell wieder gefangen und begann nun ein Stakkato aus Schlägen, die allesamt auf seinen Brustkorb zielten. Schlag um Schlag konnte er mit geschickten Bewegungen seines Oberkörpers ausweichen, immer wieder duckte er sich weg oder beugte sich nach hinten. Dann endlich konnte er die Unachtsamkeit seines Gegenüber ausnutzen.
Als er sich wieder nach hinten wegdrehte, riss er urplötzlich seinen linken Arm nach oben, den er bis eben noch schlaff seinen Körper hinabhängen ließ, seine Faust krachte gegen den Unterkiefer der überraschten Ratte und er fühlte deutlich wie die Knochen unter seinem Schlag nachgaben und Zähne flogen links und rechts davon. Der Körper drehte sich auf dem Höhepunkt der Flugbahn so, dass er ihm den Rücken zuwandte. jetzt folgte der nächste Teil des Plans.
Noch bevor sich Laertes wieder aufgerichtet hatte, schoss die Callidus über ihm hinweg. Er verstärkte die Wucht ihres Flugtritts noch einmal indem er ihre Hände, im Vorbeifliegen ergriff und noch mal von sich wegschleuderte. Der Fuß der Callidus traf die Ratte etwas oberhalb der Hüfte ins Rückgrat und zusammen flogen die beiden auf die Rückwand des Cockpits, vor ihnen zu. Erst diese Wand konnte die Wucht des Trittes stoppen, doch nicht ohne spürbar die Rückenwirbel aus ihrer Position zu reißen. Die Callidus stand breitbeinig da, als die Ratte, die offensichtlich noch am Leben war, zu Boden glitt und mit dem Kopf aufschlugen würde. Es war an der Zeit die Sache zu beenden.
Er kam schon angerutscht bevor der Hrud den boden erreicht hatte, Laertes schlitterte zwischen den Beinen der Callidus hindurch und schmetterte mit ausgestrecktem Bein in das angstverzerrte Gesicht seines Feindes. Laut krachend barst die Schädeldecke seines Opfers und das Blut unter seiner Fußsohle vermengte sich mit Speichel und der Flüssigkeit der geplatzen Augen.Maliks und Hartmanns Blicke waren mehr entnervt, als entsetzt, als sie mit ansehen mussten, wie aus allen Gängen um sie herum unzählige Hrud stürmten. Sie würde es so niemals schaffen rechtzeitig an den Zünder zu kommen, das wussten sie beide. Malik, aber hatte eine verwegene Idee.
Er griff unter die Schulter des geschundenen Kadavers und winkte hartmann zu sich herüber, der ihn ungläubig fragend anblickte. "Keine Zeit für Erklärunge, hilf mir diesen Kerl hier mit in den Gang zu zerren." Hartmann, wusste zwar nicht, was der verfluchte Thorianer vorhatte und er wusste, dass man diesen Leuten nicht trauen konnte, aber es blieb ihm keine andere Wahl. Malik atmete erfreut durch, als er sah, dass er deb glatzköpfigen Greis nicht lange zu überreden brauchte und mit einem Ruck hievten beide die Kreatur nach oben. Die Schmerzen standen Malik eindeutig ins Gesicht geschrieben, als sich seine Rippe, unter den Anstrengungen, immer weiter durch die Haut bohrte.
Sie hatten gerade den Gang erreicht, durch den sie gekommen waren, als Malik sich noch mal nach der Zeit vergewisserte, die ihnen blieb. "Vielleicht vierzig Sekunden noch.", antwortete Hartmann und fuhr dann fort: "Was soll das Ganze eigentlich? Ich kann nur hoffen, dass sie nicht dem Wahnsinn anheim gefallen sind, geschätzter Kollege." Maliks Lachen endete in einem schmerzvollen Husten, aber dann antwortete er kurz: "Wenn ich 'JETZT' rufe, dann stemmen sie den Kadaver hoch und pressen sich so nah an den Brustkorb wie möglich." Hartmann nickte kurz, dann hörte er schon die Explosion: "JETZT!" Kurz darauf wurden sie von der Druckwelle und dem grünlichen Feuer erfasst.Sichtlich erschöpft hockten die beiden geschundenen Assasinen an der Rückwand des Cockpits, den Leichnam ihres Opfers zwischen sich. Tief atmete Laertes ein, als die Callidus ihn ansprach: "Das war eine verdammt gute Idee, weiterhin so zu tun, als ob das Grift wirk, obwohl der Injektor es schon geheilt hatte, aber hättest du den Kleinen hier eigentlich so verunstalten müssen? Da ist ja nichts mehr für eine anständige Trophäe übrig geblieben." Enttäuscht stochterte sie mit dem Finger in einer der leeren Augenhöhlen herum. Er konnte sich ein kurzes Lachen nicht verkneifen und verschluckte sich dann an einem bocken geronnenem Blut, dass sich in seinem Helm gesammelt hatte. Trotzdem war er überglücklich, das aalles endlich hinter sich zu haben, als ein: "Verdammt!", ihn wieder zurück auf den unliebsamen boden der Tatsachen holte. Er sah erschöpft hoch.
Drei weitere dieser kuttentragenden Hrud warteten schon auf ihre Einladung zum Tanz. Mühselig reckte er seinen Körper empor, als einer der Köpfe der Rattenmenschen Feuer fing und vor seinen Augen zu einem Haufen Schlacke schmolz. Am Notfahrstuhl stand die Principalis Sofia, mit rauchender Plasmapistole. Die zwei anderen Hrud lösten sich sofort in dem wohlbekannten, schwarzen Nebel auf und machten sich bereit die Principalis anzugreifen. Mit einer Bewegung, die so schnell war, dass Laertes sie nicht erfassen konnte, riss die Schwester ihr Schwert nach oben und die Assasinen konnten mit ansehen, wie sich einer der Hrud genau dort materialisierte, wo sich nun die Klinge befand.
Röchelnd, mit dem Schwert in der Kehle steckend rutschte der Rattenkadaver die Klinge hinab, die kleinen Pfoten um das Schwert gelegt, als die nächste Rauchwolke hinter der Sorrorita erschien wollte Laertes sie gerade warnen, als ein schwarzes Krummschwert auf ihren Kopf zuraste. Zus spät zum ausweichen, dachte er nur noch bei sich, doch dann erfüllte ein heller Blitz die Szene und als sich seine Augen an das Licht gewöhnt hatten, konnte er erkennen, wie die zerbrochene Klinge vor ihr zu Boden stürzte und hinter ihr ein verwirrter, entwaffneter Hrud zurückblieb. Mit einer schnellen Drehung riss sie ihre Waffe, aus der Kehle des einen Hrud und schlug nach dem anderen. Doch dieser verschwand in einer schwarzen Nebelwolke.
Langsam drehte sich Sofia wieder zu Laertes und sprach zu ihm: "Möget ihr auch weiterhin auf den Pfaden des Imperators wandeln." Dann erschien über ihr eine weitere Nebelwolke. Doch diesmal war sie rot. Ein Regen aus Blut ging auf sie nieder und perlte an ihrem Schutzfeld ab, ohne sie zu beschmutzen, dann klatschten die beiden Hälften des letzten Rattenmenschens links und rechts von ihr zu Boden und eine gewaltige Detonation ließ die Erde erzittern.Die Sorrorita hatten die Reihen der Angreifer von hinten aufgerieben und kümmerten sich jetzt nur noch um die letzten vereinzelten Feinde, die sich aber fast komplett auf der Flucht befanden. Niemand wusste was diese gewaltige Erschütterung ausgelöst hatte, aber in Wahrheit war es Laertes vollkommen egal, er hoffte nur, dass Malik endlich zurückkommen würde, damit sie diesen verdammten Planeten endlich verlassen konnten. Alle anderen waren schon zurück und er ließ sich gerade von Serina auf der ausgefahrenen Laderampe behandeln.
Sein bein war schon geschient und im Moment verbannt sie gerade den verletzten Oberarm, als ein goldenes Schimmern am Waldrand seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Hartmann trat laut fluchend aus dem Wald auf die Lichtung gefolgt von seinem Kreuzritter und vor ihm her schwebte Maliks Schädelsonde: "Kann vielleicht endlich jemand, meinem Gefolgsmann diesen wertlosen Thorianer abnehmen?", brüllte Hartmann über die Lichtung. Laertes wollte aufstehen, aber er konnte nicht. Serina hätte ihn auch nicht gelassen und so übernahmen, das einige der Schiffsbesatzung und trugen seinen Gebieter zur Rampe, wo ihn sich Serina bestürzt ansah. Ein großer, grüner Kristall ragte aus seinem Oberschenkel und eine einzelne Rippe war durch die Brust gebrochen, außerdem hatte er sich schwere Verbrennungen zugezogen. Serina ordnete sofort an ihn reinbringen zu lassen, aber Laertes merkte, dass der Inquisitor noch am Leben war. Mehr interessierte ihn ohnehin nicht. -
Kapitel V
Maliks Bein schmerzte, als er sich zur Kantine schleifte. Die vielen Verbände um seinen Arm und den Brustkorb juckten entsetzlich, aber immerhin wusste er so, dass es heilte. Es hätte aber seinetwegen auch weniger nervend abheilen können. Missmutig öffnete er die Tür zum Tempel der geschmacklosen Nahrung, zum Heiligtum das Pappe in Brei verwandeln konnte. Vielleicht nannten sie die Pappe auch einfach nur anders, ein weiteres Mysterium, das nur der Imperator selbst lösen konnte.
Unter dem störenden Klacken, wenn er seine Krücke auf dem kalten Boden absetzte, kam er endlich bei dem Tisch an, an dem seine Gefolgsleute saßen. Argwöhnig betrachtete Serina seine Bewegungen, das konnte er im Augenwinkel erkennen. Wahrscheinlich versuchte sie den Fortschritt der Heilung daraus abzulesen. Der Weise schob ihm untertänig seinen Stuhl zurecht, auf den sich Malik fallen ließ. Verdammte, unbequeme Metallstühle fluchte er in sich hinein, als sein Blick zu Icarael wanderte.
Zitternd versuchte der Junge den Löffel mit der rechten Hand zum Mund zu führen, aber es fiel alles wieder zurück in die Schale und platschend verteilten sich einige Spritzer des breis über dem Tisch und auch über Maliks Kleidung. Erschrocken entschuldigte sich der Akolyth mehrere Male, doch er war ihm nicht böse. Kraftvoll umgriff Malik die Schulter des Jungens und drückte fest gegen den kalten Stahl: "Es besteht kein Grund sich zu entschuldigen, mein Schüler. Investiere deine Energie lieber darin, schnellstmöglich den Umgang mit deinem neuen Arm zu erlernen." Dankbar nickte Icarael einige Male und machte sich dann sofort an den Versuch den nächsten Löffel Nahrung zu heben.
"Vielleicht sollte ich sie das nächste Mal warnen, dass es da draußen zu gefährlich ist für kleine Kinder.", schallte es verhöhnend durch den Raum, als Inquisitor Hartmann die Kantine betrat. Erbost sprang Icarael auf, aber Malik packte ihn an der Schulter und zog ihn wieder nach unten: "War es nicht einer ihrer Männer, der vor wenigen Stunden in das All entlassen wurde?", warf er Hartmann zurück, dieser hatte endlich seinen Platz erreicht und erwiderte: "Sie sagen es, sie sagen es. Einer meiner 'Männer' die bereitwillig ihr Leben für mich geben, kein kleiner Bengel." Wutentbrannt, aber mit dem Wissen, dass er nicht die Hand gegen einen Inquisitor erheben durfte, stürmte der junge Akolyth aus der Kantine.
Malik wuchtete seinen Körper nach oben und tat es ihm gleich. Nur viel langsamer. Als er an Hartmann vorbei kam, warf dieser ihm kaum hörbar zu: "Sie wissen so gut wie ich, dass der Junge einfach ein menschliches Feindbild braucht. Das macht unsere Arbeit erträglicher." Malik zog nur zustimmend seinen Hut ins Gesicht ohne dabei noch langsamer zu werden, dann verließ er den Raum.Laertes zog die langen Strähnen, seines braunen Haares, straff. Mit einem Ruck säbelte er sie in der Mitte durch. Seine breite Faustklinge war ein denkbar ungeeignetes Werkzeug für diese Aufgabe und so wurde der Schnitt mehr als nur unregelmäßig, aber es spielte keine Rolle. Außerhalb der wenigen Quadratmeter seines Quartiers würde ihn ohnehin niemand ohne seinen Helm zu Gesicht bekommen. Aufgrund seiner besonderen 'Gabe' oder vielmehr dem Fehlen einer solchen, war es auch undenkbar, dass jemand anderes ihm die Haare schnitt.
Er hatte oft mit dem Gedanken gespielt sich einfach eine Glatze zu rasieren, wie es auch die meisten anderen im Culexus - Tempel taten, aber das Gefühl den verhassten Helm direkt auf seiner Haut zu tragen schreckte ihn zu sehr ab. Die Haare fielen in das Waschbecken und nach getaner Arbeit öffnete er den Wasserhahn und schüttete sich das kalte Nass ins Gesicht, dann legte er sich auf die Pritsche. Die Haare würde das Reinigungspersonal noch beim nächsten Einsatz vorfinden und das Wasser würde auch über den Notabfluss ablaufen, sollte der Sieb verstopft werden. Das Geräusch des fließenden Wassers beruhigte ihn.Der alte Weise aus Maliks Gefolge schritt langsam durch die kahlen Gänge, des Frachtschiffes. Er hatte das Schott zum kleinen Transporter, der sie zu dem Planeten der Hrud gebracht hatte, gerade erst verlassen. In seinen Armen eine große Holzkiste mit einigen Fundsachen von dem Planeten, die sein Herr noch weiter untersuchen wollte. Die schwere Truhe wirkte leicht deplatziert in den dürren Armen, des gebrechlich wirkenden Mannes, aber seine Knochen und Gelenke, waren bereits vor weit über einhundert Jahren durch Metallstreben und Scharniere ersetzt worden.
Er war froh noch den Großteil seiner Organe sein Eigen zu nennen, aber er hätte alles bereitwillig aufgegeben, wenn es ihn dem Imperator besser hätte dienen lassen. Es erfüllte ihn mit Stolz seine Leidenschaft, die Suche nach Wissen, einem geheiligten Ziel unterordnen zu dürfen und es gab noch so vieles zu lernen auf seinen Reisen. Sein Gebieter war ein gnädiger Mann, er ließ ihm soviel Zeit zu lernen, we er es in den Jahrzehnten des Dienstes unter anderen Inquisitoren, noch nicht erlebt hatte. Nun die Gelegenheit zu haben, Anteil an einer möglichen Heiligsprechung einer lebendigen Person zu haben, war ein würdiger Abschluss seiner Arbeit.
Er wusste, dass sein Körper nach dem Dienst unter Malik gereinigt werden würde. Er hatte schon lange den Zenit seiner Leistungsfähigkeit überschritten, aber er musste seinen Datenspeicher weiter füllen, so lange es noch möglich war. Nach der Reinigung würden die Daten geprüft werden und alles was, als würdig empfunden wurde, würde einem neuen Weisen übergeben werden. Diese heilige Pflicht war eine enorme Ehre und er würde sich als würdig erweisen.
Dann war er endlich bei dem lagerraum angekomen, wo er die Truhe verstauen sollte. Zischend verzog sich das Schott in die Wand und er stellte die Truhe in eine Ecke des Zimmers. Langsam schob er die Brille wieder hinauf, die seine Nase herabgerutscht war und nahm einen tiefen Zug der müffigen Luft in seinen verbliebenden, organischen Lungenflügel auf. Es roch fast wie auf dem Planeten von dem diese Dinge stammten. Dann hörte er den Ruf: "Gregory!" Wenn Meister Malik ihn bei seinem Namen rief, hieß das, dass er etwas wirklich wichtiges für ihn herauszufinden hatte.Ein Sturm zog am nachtschwarzen Himmel auf. Kleine Steine und Schuttteile prasselten gegen Laertes Körper. Angetrieben von seiner unendlichen Wut kämpfte er sich vorwärts, mit zum bersten gespannten Muskeln trieb er jeden weiteren Schritt tiefer in den sandigen Boden. Er würde die Spitze des Berges erreichen. Mit jedem weiteren Schritt wurde der Wind stärker, der Druck auf seine Lungen kräftiger, aber er kämpfte sich vorwärts. Ein weiterer Schritt, dann schoss etwas aus dem Dunkeln auf ihn zu. Leicht wie Papier tanzte der Felsen, der die Ausmaße eines ausgewachsenen Kuhschädels hatte, durch die Luft, direkt auf ihn zu.
Er würde nicht weichen, keinen Zentimeter Preis geben. Er legte seine rechte, zur Faust geballte, Hand auf seine linke Schulter, der Felsen kam immer näher. Tief vergruben sich seine Vorderzähne in seiner Unterlippe, der metallische Geschmack von blut stachelte ihn immer weiter an, er spannte alle Muskeln seines Armes, dann riss er ihn zur Seite. Hart schlug sein Unterarm gegen den Felsen, die Muskeln wurden gegen den Knochen gepresst, bis sie schlussendlich aus ihrer angestammten Position rutschten, der raue Stein schabte über den Anzug und riss den Schutz an seinem Arm in Fetzen. Die Haut darunter löste sich kurz darauf und die harten Kanten des Steins trieben in sein Fleisch, doch er würde nicht nachgeben. Wütend schrie er seinen Schmerz heraus und zwang seinen Arm die Bewegung zu beenden, die er begonnen hatte. Aus seiner Bahn gerissen trudelte der Fels durch die Luft an ihm vorbei. Scharf schnitt der Sturm in die Wunden und ließ Fetzen aus Haut und einen steten Strom aus Blut, dem Felsen folgen und nährte die uralte Kreatur, die tief im violetten Nebel am Fuße des berges lauerte.
Schreiend schreckte er auf. Der stechende Schmerz übermannte ihn und winselnd stürzte er von seiner Pritsche. Die an den Hautfetzen freiliegenden nerven, leißen den kalten Boden wirken, als wäre er in einen See aus lava gestürzt. Keuchend unter dem Versuch seine Schmerzen zu unterdrücken zog er sich bis zu dem Stuhl, der frei im Raum stand. mit einem Ruck seines gesunden Arms riss er an dem Stuhlbein. Laut krachend stürzte der Stuhl, aber auch Laertes Helm zu Boden. Kühl starrte ihn nun die grausame Fratze seiner Knechtschaft an. Der Drogeninjektor war nur noch einen Griff entfernt.malik hatte die Informationssammlung über den zweiten Teil des Tests bereits abgeschlossen, sein gelehrter Gefolgsmann hatte dabei gute Dienste geleistet, doch jetzt wollte er die Daten über den letzten Einsatz sichten. Ein besonderes Verlangen loderte in ihm, er konnte es nicht erklären, aber die Kristalle erweckten eindeutig das größte Interesse. Er wusste, dass Gregory den Stein, der sein bein durchbohrt hatte, in einer Kiste im Lagerraum verstaut hatte.
Die Wunde juckte fürchterlich, aber Serina hatte ihm zugesichert, dass sie sich rechtzeitig schließen würde. Im Lagerraum angekommen, klopfte er mit der Krücke gegen die Kisten, die von Planen verdeckt waren. Er wusste, dass der Stein sich in einer Holztruhe befand, aber die Geräusche, die seine Tests ergaben, waren allesamt metallisch oder wie von Plaststahl. Wie konnte es anders sein, blieb natürlich nur noch eine letzte Kiste übrig, mit einem Ruck seiner Krücke riss er die Plane von der alten Truhe und stützte sich schnell wieder ab, um halt zu finden. Langsam wurde er tatsächlich alt, aber er vertrieb den deprimierenden Gedanken schnell wieder, wenn sogar ein Greis wie Hartmann seine Arbeit zur Zufriedenheit des Imperiums erledigen konnte, würde er diese Arbeit noch unzählige jahre ausüben können.
Leicht gebückt konnte er, obwohl er kurz davor war das Gleichgewicht zu verlieren, das Schloss der Truhe öffnen. Hämmernd schlug das Bronzeschloss nach oben gegen das alte Holz und wippte noch einige male, als wolle es die Federung austesten. Mit der freien Hand riss Malik den Deckel nach oben und stöhnte mühselig, als er sein Kreuz wieder in die Senkrechte zwang. Der vom Fleisch befreite Schädel, der erlegten Ratte starrte ihn an, einige Pflanzen- und Gesteinsproben lagen fein säuberlich, zusammen mit den gesammelten Informationen auf Pergament, in der Truhe, aber der Kristall fehlte.
Wo konnte er nur geblieben sein? Missmutig rief Malik, über das im Kragen eingelassene Funkgerät nach Gregory. Der Weise würde gleich bei ihm sein, um ihm bei der Suche zu helfen. Leise fluhend drehte er sich in Richtung des automatischen Schotts und bemerkte, dass sich dieses jetzt erst schloss, obwohl es sich schon direkt nach seinem Eintritt wieder hätte schließen müssen: "Der Kahn fällt auch bald auseinander.", dachte er bei sich selbst.Laertes starrte gegen die Decke, während er den Regler für den Injektor immer weiter aufdrehte. Seine verkrampften Muskeln entspannten erst, als der immer stärkere Cocktail aus unzähligen Mittelchen die Pfeiler der Realität einriss.
Die Decke über ihm begann auf seinen Helm zu tropfen. Sie waberte, wei ein sturmgepeitschtes Meer der verschiedensten Farben und die Wände kamen immer näher. Er versuchte sein buntes Spiegelbild an der Decke zu ergreifen und in schillernden Farben griff das Spiegelbild aus der Decke heraus nach seiner Hand, dann berührten sich die beiden Zeigefinger und als hätte man einen Stein in den See seines Blickfeldes geworfen, so schlug plötzlich alles um ihn herum Wellen. Dunkelgrünen Wellen und um seinen Zeigefinger bildete sich eine dunkle Wolke. Wie Fäden zog sie die Wände entlang, Fäden aus rotem Blut.
Dann erbrach er in seinen Helm. Der Injektor hatte ihm automatisch das Gegenmittel gegen seine Überdosis verabreicht. langsam zog er den Helm von seinem Kopf und Brocken seines Erbrochenem wurden gegen sein Geischt gequetscht. Von den braunen Schlieren tropfte es auf seinen zitternden Brustkorb und der Helm stürzte zu Boden. Er war in dem Moment zu schwach ihn weiterhin zu halten. Das Adrenalin und die vielen verschiedenen Drogen, hatten über extrem kurze Zeit, alle Energie aus seinem Körper gepresst, die er noch übrig hatte. Das Atmen fiel ihm schwer, mit jedem Schlucken schmerzte seine verätzte Speiseröhre und der Gestank von Schweiß und Erbrochenem stach säuerlich in der Nase.
Entkräftet blickte er seinen Arm hinab. Wenn er gekonnt hätte, hätte er sicher seinem Erstaunen stärkeren Ausdruck verliehen, als nur verwundert die Augenbraue hochzuziehen. Er konnte keine Wunde erkennen, auch sein Anzug war vollkommen intakt.Malik kündigte sich mit drei festen Schlägen gegen die wackelige Kabinentür an. Er wusste, dass er unerwartet kam, aber es interessierte ihn nicht ob er stören würde. Der Hüne von Kreuzritter öffnete ihm in voller Montur die Tür, mit einem Nicken bat er den Inquisitor herein und deutete ihm wo sich Hartmann befand.
Dieser saß zurückgelehnt auf einem Stuhl und wiederholte per Fernbedienung immer wieder eine Szene, die sein Cherubim, beim Einsatz aufgenommen hatte. Der Inquisitor war in wallenden Leinen gehüllt und so erschöpft, wie der alte Mann aussah wirkte er schon beinahe nicht mehr so bedrohlich und grimmig, aber ohne Frage würde er ihn gleich vom Gegenteil überzeugen.
Und natürlich behielt Malik damit Recht. Der Blick dem ihn der haarlose, alte Mann zuwarf funkelte geradezu vor Misstrauen. Die lange Narbe, die sich vom rechten Mundwinkel bis zum Nacken erstreckte bewies, dass dieser Mann in den Feuern des Krieges geschmiedet wurde. Kraftvoll spannten sich die nackenmuskeln unter dem leinen, als der Inquisitor aufstan um Malik zu begrüßen. Die pure Kraft des Mannes und sein breites Kreuz konnte man erst richtig erkennen, als er sich vor Malik aufbaute und ihm die breite Hand entgegenstreckte. Maliks Lederhandschuhe waren genauso voller Risse, wie die Hand von Harmann und der mehr als feste Händedruck ließ keinen Zweifel daran, dass diese Hände den Wert körperlicher Arbeit kannten.
Der fast einen Kopf kleinere Malik nahm, wie es sich gehörte, den Hut ab und die weißen, langen Haare deuteten an, dass auch er schon einen langen Weg hinter sich hatte: "Ich wollte ihnen nur mitteilen, dass wir demnächst in den Warpraum übergehen werden, um unser neues Ziel anzusteuern.", als ob es ihm unangenehm war, zog Hartmann die buschigen Augenbrauen zusammen und stellte die einzige relevante Frage: "Wo wird die Reise hingehen, wenn man fragen darf?" Malik nickte nachdenklich, er war innerlich zerrischen, ob er, nach den fehlenden Informationen des letzten Einsatzes, auf diese Frage antworten sollte, aber schlussendlich rang er sich dazu durch: "Vor wenigen Stunden wurde mir die perfekte Gelegenheit dafür übermittelt, sie haben die Nachricht sicher auch bekommen?", vergewisserte er sich noch einmal. "Kejharra.", murmelte Harmann nachdenklich.
Malik nickte zustimmend und setze dann seinen Hut wieder auf, er strich den Rand des Huts zurecht, als er sich umdrehte und zog den Schal wieder vor den Mund, ohne dem Nachsinnen Hartmanns hinter ihm Beachtung zu schenken. -
Quote
Original von Teron_G
Kapitel V
Maliks Bein schmerzte, als er sich zur Kantine schleifte. Die vielen Verbände um seinen Arm und den Brustkorb juckten entsetzlich, aber immerhin wusste er so, dass es heilte. Es hätte aber seinetwegen auch weniger nervend abheilen können. Missmutig öffnete er die Tür zum Tempel der geschmacklosen Nahrung, zum Heiligtum das Pappe in Brei verwandeln konnte. Vielleicht nannten sie die Pappe auch einfach nur anders, ein weiteres Mysterium, das nur der Imperator selbst lösen konnte.

-
hab heut alles gelesen und muss sagen echt geil!! nichtnur weill ich ein fan vn assassinen bin sondern weil die geschichte echt gut geschrieben ist! hut ab!
ps: mehr!!

-
OT: hehe thx an alle Leser^^
Panisch kauerte das zuckende Medium auf seiner Liege. Die Arme hinter dem Rücken verbunden, wippte es immer wieder mit dem Kopf auf und ab, in Gedanken Litaneien rezitierend. Der Übergang in den Warpraum bereitete ihm immer Unbehagen, zu groß waren die Gefahren für Psioniker, zu wenig vertraute es der Technik seiner Herren.
Alle schliefen ruhig, wie konnten sie nur schlafen bei den unvorstellbaren Grauen die draußen auf sie lauerten. Reflexartig versuchte es seine Zunge zu verschlucken, aber diese war ihm vor Jahren chirurgisch entfernt worden. Zur Absicherung sagte man. Mit Wucht schlug es seinen Hinterkopf gegen die Wand. Unter den Schmerzen drehte es seine Augen nach hinten und gurgelnde Laute verließen seinen Hals.
Niemand erwachte, das Säuseln in seinem Kopf wurde nicht schwächer. Im Gegenteil es wurde lauter. Es war auch nicht wie sonst. Ws rief ihn. Es zischte von den Wänden wider, es kam aus der Dunkelheit. Es formte Versprechungen von allem was wichtig war. Dann entfernte es sich zur Tür des Quartiers. Es sah sich um, alle schliefen. Dann rollte sich das Medium vom Bett und seine nackten Sohlen, landeten auf dem kalten Boden. Es war darauf bedacht jedes Geräusch zu vermeiden, aber seine Füße klebten unter dem Dreck der ungewaschenen Sohlen förmlich auf dem Boden und jeder der geräuschvollen Schritte hinterließ einen Schauer in seinem Nacken.
Das Zischen der Tür kam ihm unvorstellbar laut vor und es war über alle Maße glücklich, als es endlich das Quartier verlassen konnte. Dunkle Gänge erwarteten es. Es kannte das Flackern der Beleuchtung beim Übertritt in den Warp, aber es horchte in den Gang hinein. Da war die Stimme wieder. Von links. Konnte es die erste Chance auf Freiheit seit zweiundzwanzig Jahren einfach ignorieren?
Nein. Das letzte Mal hatte es ihn seine Zunge, die Freiheit seiner Arme und einen Großteil der Haut seines Oberkörpers gekostet. Die Lederriemen schnitten noch immer bei jeder Bewegung in das vernarbte Fleisch. Ohne Schmerzen zu sein, das konnte es sich kaum noch vorstellen und vielleicht bestand nur die allerkleinste Chance darauf wieder einen Namen zu besitzen.
"Ein Name.", säuselte es von der Decke. Mit jedem Schritt wurde es schneller, die Qual keinen Namen zu haben war die größte. Nicht einmal es selbst kannte seinen Namen, es sah sich nicht selbst als Mensch. Es war einfach es. Sonst nichts.
Es humpelte so schnell es konnte vorwärts, immer weiter, immer weiter, dann die Stimme von rechts. Es stolperte in den Raum. Doch dort war nichts. Laut zischend schloss sich das Schott hinter ihm. Hektisch sah es sich um und dann realisierte es erst wo es war.
In einer Luftschleuse. Panisch rannte es zum Schleusenfenster, das in den Gang zeigte. Ein Lachen hallte von den Wänden wider, als das Außenschott sich langsam öffnete. Panisch hin und her blickend, stolperte es durch den Raum. Violette Nebel warteten dort draußen auf es. Weinende und schmerzverzerrte Gesichter tanzten durch den Nebel, die Kreaturen des Warps streckten ihre Klauen nach ihm aus. Unerklärliche Schrecken erwarteten Psioniker im Warpraum. Es rannte zum Innenschott mit dem Kopf immer wieder gegen die Scheibe. Haut platzte von seinem kahlen Schädel, Blut lief in seine weit aufgerissenen Augen. Immer wieder. Immer wieder. Dann erreichten es die Pranken des Wahnsinn und zerrten es nach draußen. Das Schott schloss sich wieder.Die Haare hatten tatsächlich den Abfluss verstopft. Das gesamte Waschbecken war voller Wasser gelaufen und nur der Notabfluss verhinderte eine Überschwemmung des Raums. Er steckte seinen Kopf tief in das eiskalte Nass, sein Kreislauf rotierte im Dreieck und er bekam Haare ins Auge. Ein Schwall Wasser floß über den Rand und klatschte auf den Boden.
Als er den Kopf mit den triefend nassen Haaren wieder herauszog und mit dem nicht zugekniffenem Auge auf den Wecker starrte, musste er einige Sekunden fokussieren, um die verschwommenen Zahlen halbwegs klar erkennen zu können. Es war ein Uhr morgens.
Schlimmer hätte der Tag kaum beginnen können. Erst rieb er sich noch das Haar aus dem Auge, dann wusch er das Erbrochene von Gesicht und Kleidung, dann musste er den helm reinigen, um nach draußen zu können. Er war noch nicht richtig klar, als er den Flur betrat und so zollte der überstrapazierte Kreislauf seinen Tribut. Sein linkes Bein gab nach und er prallte mit der Schulter gegen die Türzarge. Er glaubte in dem flackernden Licht einen Schatten gesehen zu haben, aber nach mehrmaligen Blinzeln war dort nichts. Sein Verstand musste ihm einen Streich spielen. Kein Wunder, bei dem was gerade erst mit ihm passiert war.
Torkelnden Schrittes schaffte er es irgendwann endlich zur Krankenstation. Er hatte keine Ahnung wie lang er für den Weg gebraucht hatte. Sein Zeitgefühl wandelte im Moment auf verqueren Bahnen. Immerhin tat sein Körper jetzt wieder halbwegs, was er von ihm wollte. Die Nachtwache der Station sah ihn fast erbost an, aber Laertes war sich dem Ekel, den ihm die einfachen Leute entgegenbrachten bewusst. Sie waren nicht geschickt genug, um ihre Erkenntnis über seinen Makel zu verschleiern. Von der anderen Seite des Raumes wurde er über die Situation ausgefragt und missmutig warf man ihm eine Spritze zu, die er sich auch noch selbst verabreichen sollte. Service war nicht die große Stärke des imperialen Frachterpersonals.Es war vier Uhr morgens. Trotz ihrem bevorstehendem Einsatz, wollte Serina nicht ihre Pflichten auf der Krankenstation vernachlässigen und so betrat sie pünktlich, wie immer die Station. Das Nachtpersonal sah erschöpft aus und übergab ihr ein Klemmbrett mit den Aufzeichnungen zu den Vorkommnissen. Nur ein einziger Patient hatte sich um diese nachtschlafende Zeit gemeldet. Ein Eintrag um drei Uhr zwanzig. Drogenüberdosis.
Serina hielt den mann an der Schulter auf und fragte wer der Patient gewesen war. Sie hätte sich die Antwort denken können. Übertrieben freundlich bat sie den Mann noch eine weitere Stunde auf die Station Acht zu geben, damit sie nach dem Patienten sehen konnte. Überschwenglich bedankte sie sich, als der übermüdete Mann widerwillig nachgab. Hektisch packte sie einige Sachen zusammen und machte sich schnellen Schrittes auf den Weg.Laertes lag unbekleidet unter seiner komplett verschwitzten Decke und vergrub die Hände in seinen Haaren. Er presste sie fest gegen die Kopfhaut, pochend schlug es aus seinem Inneren immer wieder dagegen, mit immer festerem Griff versuchte er sich dagegen zu stemmen.
Erschrocken drehte er sich zur Wand, als seine geweiteten Pupillen, das gleißende Licht nicht mehr fassen konnten, das durch die aufschwenkende Tür ins Innere des Raumes fiel: "Psst. Keine Angst ich bin es nur." Hämmernd schlugen die geflüsterten Worte von innen gegen sein Trommelfell. Dann wurde er sich der Situation erst bewusst. So schnell er konnte versuchte er über das Bett zu robben. Er musste ihn erreichen. Er musste seinen helm erreichen.
Doch Serinas warme Hand hielt ihn an der Schulter zurück. Mit einem beherzten Ruck drehte sie ihn wieder auf den Rücken. Mit einer Hand hob sie seinen Kopf an und mit der anderen schüttelte sie das Kissen aus und legte es wieder zurück. Sie trug heute gar nicht ihrer Rüstung. Die weiße Schürze verdeckte ihren schlanken Körper und ihre zarten Hände zogen die verrutschte Bettdecke zurück. Ihre Züge waren weich und nicht die einer Kriegerin und sie lächelte ihm zu. Er riss den Kopf ruckartig zur Seite und starrte gegen die Wand.
Er musste abstoßend sein. Ohne seinen Helm. Ohne seinen Schutz. Wie konnte sie ihn nur ertragen? Sie musste sich verstellen. Anders konnte es nicht sein. Oder? Nein! Niemals. Sie musste in seiner Nähe leiden, wie es alle tatan. Es konnte nicht anders sein.
Er hörte wie sie das Wasser abstellte. Verstohlen blickte er zu ihr hinüber, als sie den Abfluss von den Haaren befreite und sie in eine Mülltüte warf. Dankbar registrierte er, dass sie das Licht gedimmt hatte und es vermied zu sprechen. Jedoch war es ihm furchtbar unangenehm, dass sie aufräumte, was er verursacht hatte. Sie hockte jetzt am Boden und wischte das übergelaufene Wasser auf und wrang es über dem Waschbecken wieder aus. Sie stellte den Stuhl wieder auf, hing seine Kleidung über die Lehne und stellte den Helm auf den Stuhl.
Dann betrachtete sie den Helm kurz und drehte ihn dann so, dass er zur Wand zeigte. Er sah zu, wie sie am Waschbecken ein frisches, weißes Tuch befeuchtete und, als sie sich wieder umdrehte schaute er schnell wieder weg, Richtung Wand. Er hörte wie sie auf das Bett zukam. Ein leichtes Zittern ging über seine Stirn, als sie ihn am Kinn berührte und seinen Kopf wieder Richtung Decke wandte. Fürsorglich strich sie mit beiden Händen den kalten Wickel auf der Stirn gerade, dann sah sie ihm direkt in die Augen.
Er wandte seinen blick ab, aber sie lächelte ihn an: "So schöne Augen sollten nicht immer unter einem Helm versteckt werden." Langsam blickte er sie an. Er wusste, dass seine Augen eine silbrige Farbe hatten, er wusste, dass es ein Zeichen der Leere war. Ein Zeichen für seinen Makel. Zornig blickte er ihr hinterher, als sie den Raum verließ.Laut brüllte Icarael Kommandos durch den Frachtraum. Meister Malik hatte ihm die Aufgabe gegeben für die ordnungsgemäße Verladung der Waffen, Ausrüstung und Nahrungsmittelvorräte Sorge zu tragen. Sie hatten sich auf einen längeren Aufenthalt auf dem kleinen Farmplaneten eingestellt.
Vor kurzem war zwar eine kleinere Chaosinvasion durch das beherzte Eingreifen, des zuständigen Gouverneurs verhindert worden, aber seitdem tobte ein blutiger Bürgerkrieg. Die Städte standen in Flammen und die Inquisition würde sich um die wirkliche Ursache der Unruhen kümmern: "Stopp.", rief Icarael dem jungen Lagerarbeiter zu, als er dessen Schulter fest im Griff seines neuen Armes hatte. Er konnte ihn allmählich wirklich gut einsetzen, eine wahrhafte Meisterleistung der Technik. Dieser Arm würde ihm gute Dienste leisten, auf seinen kommenden Reisen: "Die Kisten mit den Nahrungsmitteln dort hinüber.", wies er den Jungen an. Er würde Maliks Vertrauen in ihn nicht enttäuschen.Der Lagerarbeiter brachte die schwere Nahrungsmittelkiste, mit dem Hubwagen zum hinteren Bereich des Lagerraums. Unachtsam prallte er beim Einlenken gegen eine andere Kiste und sein Transportgut fiel vom Wagen. Der Junge Mann war froh, darüber, dass sich die Kiste nicht geöffnet und ihren Inhalt über den ganzen Frachtraum verteilt hatte. Schnell winkte er einen Kollegen herbei und unter Anstrengungen schafften es die beiden die Kiste wieder auf den Hubgwagen zu hieven. Kurz darauf hatte er sie dann endlich an ihrem Bestimmungsort verstaut und machte sich an die nächste.
So bemerkte er das Leise scharren nicht, als der Deckel kurz angehoben wurde und ein Paar gelber, stechender Augen die Szene betrachtete. Hämisch grinsend zischte der Hrud: "Snikket säht Träume, Snikket befreit Sklavendinge, Snikket kommt in ihren Bau-Bau."
OT: So heute werd ich mindestens noch die erste Hälfte vom nächten Kapitel veröffentlichen, hoffe aber schaffe es komplett abzuschreiebn heut
-
Kapitel VI
Laertes hatte zwar registriert, dass das Medium nicht an Bord des Transporters war, der sie vom Orbit zu ihrem Bestimmungsort brachte, aber er wusste genauso gut, wie jeder andere an Bord, dass dies eine Frage war, die man Malik nicht stellte. Vor allem jedoch, war er froh, dieses zuckende Häufchen Elend nicht ständig ertragen zu müssen.
Desinteressiert überhörte er die Informationen über den Planeten, die Malik der Gruppe vortrug und schaute stattdessen durch das Kabinenfenster hinaus auf die gewaltige Stadt unter ihnen. In einem zuckenden Spiel aus warmen Farben, fraß sich das Feuer durch Straßenzüge und ganze Stadtviertel, die Luft am Horizont flackerte bei der Hitze aufgeregt hin und her. Aus dieser Höhe und unter diesen Umständen, waren die feinen Laserstrahlen, die durch die Straßen zuckten kaum auszumachen, aber mit Hilfe seines Helms konnte er einen kleinen Ausschnitt der Straßenschluchten vergrößern. Machtlos stemmte sich die Bevölkerung mit altertümlich wirkenden Waffen und bloßer Körperkraft gegen die gut bewaffneten Soldaten. Tiefer drängte man, die panisch auseinander tobenden Massen in die brennenden Bezirke. Immer weiter zurück.
Es war beinahe belustigend, diesen schwächlichen Aufstand, als Bürgerkrieg zu bezeichnen. Würden dem Planeten mehr Streitkräfte zur Verfügung stehen, wäre diese ganze Rebellion an einem Tag niedergeschlagen worden, aber so wurden sie alle in diesen verlassenen Teil der Galaxis bemüht. Gelangweilt schritt er vom Fenster und hockte sich rücklings gegen eine Wand.Malik setzte den ersten Schritt auf den bequem gepflasterten Steinboden des Palasthangars. Die Luft war klar und rein, zahlreiche Springbrunnen säumten den elegant geschwungenen Weg. Vögel zwitscherten und sausten spielend über die ausufernden Rasenflächen hinweg. Die Ausmaße des Geländes waren unvorstellbar.
Im Augenwinkel bemerkte er, wie sein Schüler staunend seine Blicke kreisen ließ, als sie den fast vierzig meter hohen Prunkbogen passierten, der vom Hangar zum Palastgarten führte. Dies rief ihm wieder ins Gedächtnis, dass der Junge niemals zu einer Audienz bei einem so hohen Würdenträger gewesen war. Niedrig geschnittene Hecken begrenzten den Weg aus feinem Kies, der durch den Garten leitete. Der Weg führte an einem gewaltigen See vorbei, dessen Wasser so klar war, dass man ohne weiteres den mehrere Meter tiefen Grund erkennen konnte. Als sie endlich den Hauptweg zur Residenz erreichten, der von gigantischen Heldenstatuen aus Marmor gesäumt war, und man die ganzen Ausmaße des Anwesens überblicken konnte, kannte Icaraels Erstaunen keine Grenzen mehr: "Beim Imperator.", murmelte, der ansonsten sprachlose Junge.
Hartmann schloss zu Malik auf: "Das Kind sollte nicht so unbedacht mit dem Namen des Göttlichen umgehen.", der Inquisitor war sichtlich unerfreut. Malik erwiderte achselzuckend: "Naja, ein wenig Dekadenz kann man dem Gouverneur nicht absprechen." Hartmann sah zum Abbild des imperialen Adlers hinauf, dass über dem Eingang prangte und eine Spannweite von gut einhundert Metern hatte: "Die Dekadenz, die in der Armut nur noch unerträglich ist, ist in Zeiten des Wohlstandes nur überflüssig.", lächelnd betrat Hartmann vor ihm die erste Marmorstufe.Gut hörbare, sich immer wiederholende Pfeiftöne ausstoßend hüpfte der kleine Singvogel vergnügt über die perfekt getrimmte hecke. Die hellen Sonnenstrahlen wurden vom Rumpf des Raumschiffes auf ein kleines Stück der hecke vor dem Vogel reflektiert. Den Kopf hin und herwippend betrachtete die braungesprenkelte, kleine Meise den hellen Schein, dann verdeckte plötzlich ein Schatten das Licht und der Vogel legte überrascht den Kopf zur Seite.
"Zu spät-spät!", dachte sich Snikket, als seine Pfoten das kleine Tier umschlossen und er raschelnd durch die Hecke stürzte. Mit einer Rolle fing sich der Hrud ab und landete zufrieden nickend, hinter den Sträuchern, die ihn vor neugierigen blicken verbargen. Mit einem lauten Niesen prustete er etliche Federn auf den sauberen Rasen: "Flugdinge lecker."Icarael wäre zu gerne bei der Audienz dabei gewesen, aber er musste, wie alle anderen im Vorzimmer warten. Hin und her schritt er über das glänzende Parkett, nachdenklich den Kopf gesenkt. Was die beiden Inquisitoren wohl dort drin erfahren würden?
"Setzt dich endlich.", schallte die tiefe, blecherne Stimme des Kreuzritters durch den Saal. Er schreckte aus seinen Gedanken gerissen hoch. Sah schnell hin und her und hatte dann einen Platz ausgemacht. Ein weich gepolsterter Stuhl mit geschwungenen Beinen aus edlem Holz. Die Arme auf den Knien und das Kinn auf den Händen abgestützt, starrte er ungeduldig ins Leere. Der Kreuzritter, saß ihm gegenüber, die Arme auf den Griff des breiten Schwertes abgelegt, das eine tiefe Furche in den zuvor perfekten Holzboden trieb. Missmutig starrte ihn der riesige Mann durch die Schlitze seines Visiers an. Ungewollt unterwürfig blickte er zur Seite und ließ seine Blicke kreisen.
Laertes hockte auf einem Fensterbrett, weit entfernt im offenem Gang, der zum Vorzimmer führte. Sein Blick fuhr weiter zu der Callidus, die auf einem großen Ledersessel mit breiten Armlehne saß. Tief zurückgelehnt. Als sie merkte, wie seine Blicke über ihren Körper wanderten, überschlug sie gekonnt die beine und beugte sich nach vorn, seinen überraschten Blick erwidernd, formte sie mit den Lippen einen Kuss. Er sah nicht, wie sie zufrieden lächelte, als er verlegen seinen Blick schnell weiterwandern ließ.
Gregory wirkte müde, als hätte er keinen Schlaf bekommen, aber natürlich hatte der Greis seine Nase wieder in ein Buch vertieft. Der alte Wälzer mit den großen Seiten, die in einem hölzernen Umschlag gefasst waren, musste Jahrzehnte oder gar noch älter sein und einige tausende Seiten fassen. Auf der selben Couch, die mit rotem Samt überzogen war, saß auch Serina, die demütig nach unten blickte. Er hatte schon vor einigen Tagen bemerkt, dass sie nicht mehr die Rüstung einer Sorrorita trug und er wollte schon oft fragen, was der Grund dafür war, aber es hatte sich keine Gelegenheit dafür ergeben. Ihr langes blondes Haar, war zusammengebunden und hing eine Schulter hinab, über ihre Schürze. Sie hielt sich perfekt gerade, die Hände zusammengefaltet und zwischen die Knie gepresst, saß sie da, als würde sie beten. Das Warten kam ihm unerträglich lang vor.Der fette mann hinter dem wuchtigen Eichentisch krakeelte, angetrunken nach mehr Wein. Ein Diener stürzte durch den Nebenraum herbei und füllte das goldbesetzte Glas aus einer alten Amphore: "Wollen sie auch etwas Wein, meine Herren?", fragte der Gastgeber dieses Treffens, den blick kaum genug erhoben, um deutlich zu machen, dass er die beiden Inquisitoren meinte. Nach einem kollektiven nein, scheuchte der Mann, der kaum in die Uniform passte, den Bediensteten nach draußen. Es war schwer zu glauben, dass dieses Abbild von körperlicher Schwäche, sich all der Orden und Auszeichnungen auf seiner Brust verdient gemacht hatte, aber Malik wusste, dass sich die Führungsetage der imperialen Armee bisweilen faul auf dem Erreichten ausruhte, um ihre letzten Tage auf Erden auszukosten oder um die Schrecken des Erlebten zu vertreiben. Man erwartete von einem Gouverneur, auch nicht die geistige Stärke eines heiligen. Nur den Respekt der Truppen, damit er den administrativen Aufgaben des Postens gerecht werden konnte.
Aber, als der Mann den halben Wein über die aus allen Nähten platzende Uniform verschüttete, begann Malik Zweifel daran zu hegen, dass es selbst für diese Aufgabe ausreichen würde. Das Glas in eine Ecke des Raumes werfend, setzte der Mann an, aber er musste aufstoßen und Malik und Hartmann mussten sich bemühen ihrem Ekel keinen Ausdruck zu verleihen. Dann endlich nach einem Hustenanfall und dem beiseite Streichen der fettigen Reste seiner Haare, welche die Halbglatze nur spärlich verdeckten, begann die eigentliche Unterredung.Knarrend öffneten zwei Diener die schweren Flügel des Eichentors und machten Malik und Hartmann Platz, die gleichauf in das Vorzimmer schritten. Die beiden standen eindeutig im Zentrum der Aufmerksamkeit, nur Laertes interessierte das wenig. Er wusste eh schon, was passieren würde, stattdessen hätte er lieber weiter den Vögeln, durch das angekippte Fenster zugehört, aber Icaraels aufgeregtes Fragen, störte zu sehr dabei.
Langsam ließ er sich vom Fensterbrett sinken und wartete auf Malik der ohne langsamer zu werden, seinen Schüler passierte und den Gang hinunterlief in dem Laertes stand. An die Wand gelehnt starrte er gegen die Decke, als sich alle daran machten dem Inquisitorgespann zu folgen. Nachdem ihn alle passiert hatten, presste er seinen Hinterkopf gegen die Wand und wuchtete so seinen Oberkörper nach vorne, auf den Boden starrend folgte er ihnen, als genau die Worte bedrohlich durch die Gänge hallten, die er von Malik erwartet hatte: "Heute noch beginnt das Gericht."Malik wippte immer wieder mit seinem noch heilendem bein gegen die Karte, die er über seine Knie ausgebreitet hatte. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er meinen er wäre nervös, aber bei dem wackeligen Fahrstil des Chimärenführers, merkte es ohnehin niemand. Allerdings machte es das alles nicht wirklich einfacher die Karte zu lesen und einen geeigneten Richtplatz zu finden.
Der breite, goldene Zeigefinger von Hartmanns Handschuh tippte plötzlich auf einen Ort, im Zentrum der Stadt: "Ich würde diesen Platz hier vorschlagen." Malik sah sich das kleine Fleckchen genauer an. Es war der ehemalige Rathausplatz, zu dem nur eine breite Straße einen Hang hinauf führte. Der Ort wäre gut einzusehen und leicht zu verteidigen: "Man könnte meinen, sie würden das kahle Ding zwischen ihren Schultern, noch für etwas anderes benutzen, als die Schädel von Häretikern zu zertrümmern." Hartmanns breite Narbe dehnte sich weiter als er seinen Mundwinkel gelangweilt anhob: "Ich hoffe sie sind nicht zu enttäuscht, dass manche von uns keine Gelehrten für die einfachen Dinge des Lebens mit sich herum schleppen müssen." Lächelnd nickte Malik nachdenklich. Diese kleinen Reibereien würden ihm später wohl fehlen.Die Krallen seiner vier Pfoten bohrten sich in die Palastmauer, als er landete. Die Krieger zogen aus in einem blechernem Ungetüm. So langsam wie es war, fragte er sich wozu sie die Strecke fuhren, obwohl sie zu Fuß doch viel schneller seien konnten. Dann sprang er ab.
Der dünnen, geruchslosen Luft auf dem Hügel, auf dem sich das Anwesen befand, überdrüssig, war er froh endlich tiefer en Berg hinabzusteigen und in die dunklen Wolken einzutauchen. Der Geruch von brennendem Holz und Fleisch drang in seine Nüstern. Obwohl der beißende Geruch durch seine feinen sinne enorm verstärkt wurde, war er froh. Allemal besser, als das Fehlen von Geruch. Trotzdem zog er sich ein grünliches Tuch vor die Nase, um sich zu schützen, das beste daran war ohnehin nicht der Geruch, sondern dass sich die dicke Luft gegen seinen Körper presste und ihn wohlig eindeckte. Jede Veränderung konnte er so spüren und zusätzlich schützte es ihn natürlich vor ungewollten Blicken.Jaulend zogen die alten Motoren der drei gebrechlichen Chimären ihre Passagiere die steile Straße hinauf. Laertes sah wie sie von unzähligen blicken aus den Schatten heraus angestarrt wurden, aber die Anwohner hatten noch nicht eingegriffen, wahrscheinlich hielt sie die Furcht fest in ihren Löchern.
Dann ging ein Ruck durch die Maschine. Sie waren angekommen. Nach dem Lösen der Verankerungen, schlugen die Transportluken, ohne Gegenwehr der Pneumatik auf die rußigen Pflastersteine. In dem Wissen, dass die folgende Prozedur wahrscheinlich Tage beanspruchen würde, spähte er nach einem erhöhten Plätzchen, von dem aus er alles überblicken konnte, aber vor allem auch, um sich zurückziehen zu können, vor der Gesellschaft der anderen. Ein Balkon im zweiten Stock des Backsteinrathauses würde dem Zweck vollkommen genügen. Behände nutzte er Fensterbrett, Balkon und Abflussrinne, um sich nach oben zu arbeiten, dann ließ er seine beine durch die Gitter des Geländers hängen und schatue den Vorbereitungen zu.Snikket roch, dass sich menschendinge in diesem bau befanden. Wenige, aber der Geruch der Schlacht lag in der Luft. Vor Vorfreude zitternd sträubten sich die grauen Haare, die das Rückgrat entlang liefen. Der Rest seines dichten, braunen Fells blieb davon unbeeindruckt. Langsam schlich er die steinerne Treppe hinab, auf der letzten Stufe hockte er sich hin. Er war jetzt unter der Erde, er musste jetzt in ihrem Wohnbereich sein, der Boden vor der Treppe, war mit breiten Dielen bespannt. Morsch lag das dunkelbraune, fast schwarze Holz vor ihm, er vertraute seiner Intuition und ließ sich nicht auf den geräuschvollen Untergrund ein. Kaum hörbar versenkte er seine Krallen in dem porösen beton der Seitenwand. Geräuschlos schlich er so den Flur entlang, an dessem Ende eines der kreischende Ungetüme lag, dass sie Türdinge nannten.
Er hatte viele auf dem Raumschiff gesehen, aber dieses war aus Holz. Verdruss stieg in ihm hoch, ob der kommenden Geräusche, die er gezwungener Maße verursachen musste. Ohne die Krallen auszufahren umschloss er mit seinen Pfoten die Zarge und stellte die Ohren auf, die zuckend in die Stille horchten. Er konnte es atmen hören. Nur ein Menschending befand sich hier. Ein wenig betrübt ließ er sich langsam zu Boden. Er wollte gerade herausfinden, wie sich diese Tür öffnen ließ, als sich der verrostete Metallknauf drehte. Interessiert legte Snikket den kopf zur Seite und betrachtete, das Ding aus Metall, dann schlug die Tür in seine Richtung auf.
Fauchend machte er einen Satz nach hinten, als schon der erste Schlag auf ihn zusauste. Der Spaten schlug hart auf den knarrenden Untergrund, als Snikket ohne Probleme auswich. Die Bewegungen des großen Menschendings waren ungelenk und fast langweilig langsam. Belustigt durch die lauten Schreie und die unnutzen Versuche kicherte er, als er den Schlägen in alle Richtungen auswich. Irgendwann machte es aber keinen Spaß mehr und er sprang von der Wand gegen die Decke, wo er die Klinge an seinem Schwanz in einen Deckenbalken stieß und kopfüber in das panische Gesicht des Mannes grinste. Dann raste einer seiner Dolche, die aus den Zähnen eines besiegten Rattenogers gefertigt waren, hinab durch die Stirn des Mannes in das weiche Innere. Als der Leichnam zu Boden stürzte ließ sich Snikket hinab und landete auf dem Brustkorb des getöten Mannes. Mit knurrendem Magen bohrte er seine Zähne in den Hals seines Opfers.Zwei Abteilungen zu je zehn Soldaten verließen im Marschschritt die Chimären. Der zugehörige Leutnant ließ der Principalis Sofia demütig den Vortritt. Sie würde bei diesem Einsatz von keinem Kontigent Sorrorita begleitet werden. Malik registrierte, wie die angehende Heilige hinter ihm wortlos Stellung bezog, der Leutnant hingegen brüllte gut vernehmbar seinen Truppen Befehle zu.
Die Soldaten würden die Angeklagten aus den umliegenden Häusern zusammentreiben, während Malik und Hartmann, den Abhang hinabstarrten und sich auf das Kommende vorbereiteten. Der Kreuzritter und Icarael würden sich derweil um die Ausrüstung kümmern. Hartmann, neben ihm, wurde geradde ein großer, mit Goldbeschlägen verzierter Hammer gereicht und Icarael trat neben Malik. Es war soweit. Wortlos nahm Malik von seinem Schüler das kleine Funkgerät und hielt es vor den Mund. Mit gesenktem haupt ging sein Schüler einige Schritte zurück, als Maliks Stimme klar und deutlich, verstärkt durch die Megaphone auf den Chimären, durch die Gassen hallte: "Wer von euch ohne Zweifel in seinem Glauben ist. Wer frei von aller Schuld ist, möge vortreten und sich der Prüfung stellen. Denn HEUTE tagt das hohe Gericht. An diesem und an allen folgenden Tagen, bis alle Schuld gesühnt ist." Die schallende Stimme war kilometerweit zu vernehmen. Malik sah wie Icarael förmlich erschauderte, als er ihm das Funkgerät zurückgab. Malik war zufrieden. Er rammte sein Schwert in den boden und beide Inquisitoren starrten mit kaltem Blick und auf ihre Waffen gelehnt die Straße hinunter. Die Soldaten würden alle Angeklagten zusammentreiben.Laertes blickte die Hauptstraße hinab. Niemand schien der Aufforderung Folge leisten zu wollen. Wie es zu erwarten gewesen war. Man würde sie schon zusammentreiben. Er hatte schon zig solcher Gerichte miterlebt. Zugegebener Maßen in einem kleinerem Maßstab, aber wenn die Leute dort unten nur von einem einzigen dieser Gerichte gehört hatten, so war es nicht verwunderlich, dass niemand freiwillig kam.
In den nächsten Tagen würde Blut fließen, viel Blut. Es spielte keine Rolle, wer schuldig, wer stark, wer schwach oder gar wer unschuldig war, alle würden gerichtet werden. Niemand würde entkommen. Die Menschen taten gut daran, dem erzürnten Gouverneur zu geben, was er wollte, aber wie immer würden die Menschen erst durch Schmerzen lernen, was gut für sie war."Rückt aus und kommt erst wieder, wenn ihr Erfolg hattet." Mit diesen Worten entließ der Leutnant seine Soldaten, damit sie die Bürger zum Gericht führen konnten. Malik hörte wie die Stiefel hinter ihm über den rauen Stein wetzten und dann stürmten die Soldaten auch schon an ihm vorbei, die Straße hinab.
Der Leutnant hinter ihm sprach ihn an: "Herr, zu meinem Leidwesen, muss ich gestehen, dass wir nicht genügend Quartiere in dem alten Rathaus vorgefunden haben, die noch bewohnbar sind. Nachdem meine Männer in der Eingangshalle untergebracht wurden und ich mein Quartier bezogen habe, bleiben nur noch zwei Räume mit vier beziehungsweise drei Betten. Wie sollen diese aufgeteilt werden, Herr?" "Zu aller erst geben sie der Principalis ihr Quartier und schlafen bei ihren Truppen. Jemand muss ohnehin Wache halten und so wird immer ein bett frei sein." "Und die anderen?", erwiderte der Befehlshaber zähneknirschend. "Geben sie den Frauen, das kleine zimmer."
Serina neben ihm nickte kurz und so bemerkte sie die Callidus, die neben sie tänzelte, erst, als diese den Kopf auf Serinas Schulter legte: "Aber dann ist ja noch ein Bett übrig, wir wären so einsam. Vielleicht schicken sie noch den Culexus oder den kleinen Burschen da zu uns.", der aufgesetzt bittende Blick, wich einem Lächeln, als die Callidus erkannte, dass Malik ablehnen würde: "Laertes brauch keinen Schlafplatz im Gebäude und Icarael ist in einem Alter, wo ich ihn nicht bei euch beiden nächtigen lassen kann." "Vielleicht wäre es ganz gut, wenn er endlich mal zu einem Mann gemacht werden würde.", lachte Hartmann lauthals über den Hof. Icarael blickte beschämt zu Boden und Malik sah wie Serina vollkommen überrascht, von der Situation überrollt wurde. Schmunzelnd erwiderte Malik: "Gregory wird bei euch nächtigen. Er hat ohnehin keine Verwendung für Frauen."Er hasste es, dass die Menschendinge ihre Behausungen aus Steinen machten, die sie in den Himmel türmten, wo sie doch soviel gute Erde unter ihren Füßen hatten. Überall konnte man hinein, unvorsichtig bauten diese Wesen. Snikket schnupperte in die Dunkelheit, die ihm das offene Fenster im ersten Stock bot, nur ganz schwach roch er das Leben in diesem Haus. Er hatte sich ein Haus in der Nähe der großen Straße gesucht, in der Nähe der Krieger. Er hoffte auf einen guten Kampf.
Wieder wurde der Geruch stärker, als er die Treppen hinabstieg. Wieso bauten die Menschendinge hohe Häuser, wenn sie doch unter der Erde hausten? Diesen Kreaturen mangelte es an Verstand, das war offensichtlich. Am Ende der Kellertreppe stand die Tür offen und Licht flackerte. Er hoffte nur, dass sie diesmal nicht wieder so erbärmlich schwach waren. Leise schlich er an einem Stapel Kisten vorbei, den Blick nach oben gerichtet, um die großen Kreaturen rechtzeitig zu erkennen. Dann packte etwas seinen Knöchel.Es war dunkel gewoder. Laertes wusste, dass es eigentlich erst in einigen Stunden dämmern würde, aber die riesigen schwarzen Rauchschwaden über ihm verdunkelten schon jetzt die Sonne. Gespenstisch tobte, das große, aber weit entfernte Feuer, von dem die Schwaden ausgingen, durch die Dunkelheit. Ein Wunder, dass es nicht auf den Rest der Stadt übergriff und alles verschlang.
Eine bedrohliche Schlange aus Feuer bahnte sich seinen Weg durch die Straßen, bald würden sie hier sein, dachte er sich. Die Menge der Fackeln zeugte von einer gewaltigen Anzahl Angeklagter.OT: Hmmm vielleicht teil ich das Kapitel in 3 Posts, aber einer kommt heut noch ziemlich sicher

wer noch bissl was über den Gouverneur und den Planeten lesen will, bekommt noch miniinformationen im "Warhammer in Augenblicken" Kurzgeschichten Thread unter http://dow.4players.de:1046/forum/thread.p…htuser=0&page=2 -
Erschrocken sprang Snikket zurück. Er hatte es nicht kommen sehen. Heimtückisch hatte sich dieses kleine Menschending angeschlichen und seine Klauen nach ihm ausgestreckt. Das Felllose kleine Ding krabbelte über den Boden auf ihn zu und lachte, als wolle es ihn verhöhnen. Es sah ungefährlich aus. Keine Waffen, keine Krallen und es war langsam. Wie hatte er es nur übersehen können? Vorsichtig stieß er es mit dem Fuß in die Seite. Blitzschnell zuckte er zurück und hob seine Klinge, als das Ding plump zur Seite fiel und anfing bestialisch zu Kreischen. Ungläubig fauchte er es an. Ein Jungtier.
Dann zuckte etwas durch die Schatten. Er sprang zurück zum Eingang und spannte die Beine an, bereit zum Sprung, bereit zum Kampf. Ein weiteres Menschending kam aus der Dunkelheit hervor, kleiner als das vor kurzem erlegte, aber größer, als das am Boden, packte die kleine Kreatur und rannte wieder in die Dunkelheit. Snikket stürmte los. Hacken schlagend raste er durch den engen Gang des Kellers, zu einem Stapel Kisten hinter dem die Menschendinge verschwanden. Das Größere hielt das kleinere Ding in den Armen und presste sich gegen die Wand. Snikkets Klingen schossen nach vorne.Durch den Hieb des Gewehrkolbens im Rücken, torkelte die alte Frau die letzten Schritte und stürzte, zu Maliks Füßen auf die Knie. Mit einem Griff an der Schulter stürzte er die runzelige Greisin, die kaum kräfitg genug war den nächsten Atemzug zu nehmen.
Er rief Icarael herbei der, der Frau behilflich sein sollte. Der Junge legte ihren Arm um seine Schulter und half der Frau aufzustehen. Malik starrte an ihr vorbei, auf die Schlange der kommenden Angeklagten und reichte ihr beiläufig das Zeichen der geheiligten Inquisition, dass an einer Kette hing, die aus seinem Handschuh baumelte. Die Frau hob das Zeichen zitternd an und küsste die Insignie, dann sah sie bittend zu ihm hinauf. Malik erwiderte den Blick, die Angst der Frau in ihren Augen lesend, sagte er: "Sie sind angeklagt, des Verrats am Imperium und am heiligen Imperator selbst, des weiteren trifft sie die Schuld der Aufwiegelung der Bevölkerung und der Missachtung der Befehle der geheiligten Inquisition." Schluchzend ergriff die Frau Maliks Handschuh und starrte flehend zu Boden: "Bitte Herr, wir verhungern, wir sterben...", weiter ließ er sie nicht kommen: "Ganz recht."
Langsam bohrte sich seine Klinge in den weichen, alten Hals. Die Frau starrte nun glucksend mit leerem Blick gen Himmel, dann riss er die Klinge heraus. Der erschrockene Icarael, war von der Blutfontäne vollkommen überrascht worden und so schoss dem Jungen das warme Blut ins Gesicht und beschmutzte seinen gesamten Körper. Malik konnte erkennen wie der Ekel in seinem Blick, dem Mitleid wich, als der Körper gebrochen zusammenklappte. Dieses Gefühl würde am heutigen Tag für immer aus den Gedanken seines Schülers verschwinden, dessen war er sich sicher.Snikket ließ alle drei Klingen nach vorne rasen. Das Messer in seiner Linken, mit der stumpfen Seite gegen seinen Unterarm gepresst, zielte auf den Hals des größeren Menschendinges, die Klinge in seiner Rechten raste auf den Oberkörper zu und die Klinge an seinem Schwanzende war bereit sich durch das Jungtier zu bohren.
Dann hielt er inne. Langsam öffnete das große Menschending die Augen: "Warum kämpft Menschending nicht-nicht? Kein Ausweg, keine Falle. Warum beschützt es Jungtier nicht, warum kämpft es nicht?" Seine zuckende Nase über das Gesich des Menschendinges kreisen lassend, versuchte er eine Antwort darauf zu bekommen. Dann umschlang die kleine Pfote des Jungtieres seine Nasenspitze. Voller Ekel schüttelte er sich wild umher und konnte das Ding endlich dazu bringen abzulassen. Laut niesend rannte er vo den beiden einige Male im Kreis, da fragte ihn das Größere plötzlich: "Willst du uns fressen, Monster?" Snikket sah das Wesen beleidigt an: "Snikket kein Monster-Monstere. Snikket großer Krieger. Snikket isst nie wieder Menschendinge. Menschendinge schmecken widerlich-lich. Und Menschendinge stinken ganz fürchterlich." "Du stinkst!", warf es ihm mit erbostem Blick zurück.
Schnell im Kreis drehend, an seinem Fell schnuppernd und nach der Quelle für Gestank suchend tanzte er förmlich durch den Raum, dann hockte er sich verwundert hin und starrte die beiden an. Das größere hielt immer noch das Jungtier umklammert, das lachend seine Pfoten nach ihm ausstreckte. "Snikket stinkt nicht.", erwiderte er beleidigt: "Snikket riecht nach guter Erde, Snikket würde viele Weibchen mit seinem Geruch anlocken." Dabei kam ihm eine Idee: "Du musst Weibchen sein. Du kleiner als Krieger, warum kämpfst du nicht für Jungtier?" "Ich bin doch noch viel zu klein.", antwortete es. Schockiert sprang er auf: "Zu klein-klein? Du groß, wie starker Krieger Snikket." "Ich bin aber kein Krieger. Ich bin ein Mädchen.", erwiderte es ängstlich, das Jungtier an sich pressend.
Er wandte seinen Kopf zur Seite, als er die Schreie durch die Straßen toben hörte und ging zu dem kleinen Kellerfenster, um nachzusehen was da draußen los war. Er sah einen wahren Strom aus Menschendingen, die den Hügel hinaufkletterte, aber er sah auch den Fluss aus Blut, der vom Hügel den Rinnstein hinab floss. Snikket hockte sich wieder hin und überlegte laut: "Menschendinge kämpfen gegen Menschendinge. Klankrieg muss sein. Während Klankrieg stehlen Männchen die Weibchen und fressen Jungtiere. Wenn sie, sie wittern kommen sie, sie zu holen. Snikket nur warten für Kampf." Das Mädchen in der zerrissenen Kleidung hockte sich weiter in die Ecke und fragte dann zitternd: "H-Hilfst du uns, wenn die bösen Männer kommen?" Snikket schaute absichtlich, abwertend weg gegen die Decke des Raumes: "Snikket beschützt niemanden, Snikket nur kämpfen."Die brennenden Scheiterhaufen erhellten den Nachthimmel. Endlich schien der Strom an Angeklagten ein Ende zu nehmen. Für heute würde es genügen. Laertes sah mit an, wie Malik seinem Schüler ein letztes Mal für heute auftrug das Urteil zu vollstrecken. Schmerzerfüllte Schreie hallten durch die Nacht, als das Schwert in den Händen des Jungen, unter all dem Blut, abrutschte und den Mann nur in den Bauch traf. Laertes wusste, dass das göttliche Urteil nur mit einem Streich geführt werden durfte, aber Icarael war das anscheinend nicht bekannt. Der Junge wollte mit einem zweiten Stich ins Herz, die Leiden des Mannes beenden, aber Malik packte ihn bei den Handgelenken.
Unter den Schreien konnte er nicht verstehen, was Malik nun zu seinem Schützling sagte, aber er schien nicht erfreut zu sein. Hartmann, dessen Rüstung unter all dem Ruß nicht mehr ganz so golden glänzte, trat den jammernden Häretiker beiseite und ließ ihn schreiend den Hang hinunterrollen. Es würde eine Lehre für die Menschen sein, die am Abgrund standen. Im Imperium wartete für jeden immer noch ein schrecklicheres Schicksal.Malik trug Icarael auf eine Schale mit Wasser und ein frisches Tuch zu holen. Sein heiliges Schwert steckte, blutbesudelt zwischen den Pflastersteinen im Boden. Der Junge war gut geschult im Umgang mit dem Schwert, aber es fehlte ihm an Ausdauer und den Feinheiten des Kampfes. Er wusste noch nicht einmal, wie er das Ziel treffen musste, um nicht von dem ketzerischen Blut getroffen zu werden. Maliks Kleidung war vollkommen unbefleckt, nur der Ruß der in der Luft lag, hatte sich auf ihr zur Ruhe gebettet. Der Junge war ein guter Schüler, er brachte die mentale Stärke mit, die nötig war, aber es war noch eine lange Zeit des Trainings nötig, bis er endlich aus dem Rang des Akolythen heraustreten konnte. Er würde ihn wohl bei Serina einige Lehrstunden in Anatomie machen lassen, um ihm nach dem Richten die Kunst der Folter beibringen zu können.
Dann kam Icarael zurück und bot ihm die Schale mit Wasser an. Malik tauchte den frischen Stofffetzen in das klare Wasser und packte seinen Schüler dann am Unterkiefer. Fest strich er den nassen Fetzen über die Haut und befreite ihn vom Blut. Erst sträubte sich der Junge überrascht, doch dann ließ er es über sich ergehen. "Behalte nur deinen Sturkopf, dann wirst du es weit bringen.", dachte Malik bei sich und lächelte unerkannt unter seinem breiten Hut.Laertes Beine wurden schwach. Er musste weiter, mühsam trieb er seinen geschundenen Körper weiter den berg hinauf, der Boden unter seinen Füßen rutschte plötzlich weg. Nur mit Müh und Not konnte er die Finger in den Kies treiben und sich so halten. Dreck und Wind malträtierten die offenen Wunden, des taub herabhängenden Armes. Seine Eckzähne knirschten, so hart stemmte er Ober- und Unterkiefer gegeneinander, als der Schmerz zu groß wurde.
Der obere linke Eckzahn gab nach. Die Splitter stürzten seine Kehle hinunter, als er sich nach oben zog, sie schnürrten ihm die Luft ab. Die kleinen Steine unter ihm stachen immer wieder in Brust und Bauch, als er sich über den Boden schob. Schreiend hatte er sich wieder nach oben gehievt. Schlaff hingen seine Arme hinab und wurden von dem Wind nach hinten getrieben. Blut und Zahnreste spuckend stemmte er seinen behelmten Kopf gegen den Wind. Der violette Schatten folgte ihm. Nur noch wenige Schritte bis zur Spitze. Das Leuchten wurde immer stärker. Der grelle Schimmer erhellte dort oben die Nacht.
Ein letzter Schritt noch dann hatte er es geschafft. Erschöpft stürzte er auf die Knie und starrte auf den Rücken, der in rotem Samt gehüllten Person, von der das Licht ausging. Endlich hatte er den Berg bezwungen. Dann ohne sich umzudrehen, lüftete sich der Umhang und die goldene Klinge schnellte auf seinen schmerzenden Arm zu. Ohnmächtig musste er mit ansehen, wie sein Arm zu Boden stürzte. Dann kam das Blut.
Weit riss er die Augen auf. Den Schrei unterdrücken, rollte er unter Schmerzen über das Dach des Rathauses. Dann fiel er. Blut schoss aus seiner Schulter, und er stürzte in die Tiefe. Der Balkon raste an ihm vorbei. Er würde nicht wieder so dumm sein. Obwohl sein rechter Arm noch auf dem Dach lag, versuchte er mit der rechten Hand das Geländer zu greifen. Der folgende Ruck traf ihn nicht unvorbereitet. Lächelnd schaute er nach oben, wie er ohne jeden Grund in der Luft hing. Allmählich kam sein Bewusstsein, seinem Verstand auf die Schliche. Verschwommen kam das Bild seines Armes wieder. Leise musste er lachen, dann schwang er sich nach oben.Durch das laute Poltern auf der Treppe schreckte das kleine Mädchen auf. Sie kamen, um sie zu holen. Das Baby begann zu weinen und die Kleine versuchte es vergeblich zu beruhigen. Die große Ratte war nicht mehr da. Sie waren ganz allein.
Dann tobten die Maschinengewehrsalven durchs Treppenhaus. Verängstigt lugte das Mädchen über die Kisten, ihren kleinen Bruder ganz fest an sich gedrückt. Flackernde Schatten wurden durch das Mündungsfeuer auf die Wand geworfen. Schreie hallten durch den Keller und sie zog sich schnell wieder hinter die Pappkartons zurück. Dann war alles ganz still. Plötzlich die Schritte. Langsam kamen sie auf sie zu, gleich waren sie bei ihnen. Das Mädchen starrte voller Furcht auf das was kommen würde.
Dann sprang er um die Ecke. Erschrocken zuckten sie zusammen. "Hier Snikket hat Geschenk-schenk für Jungtier." Sie war erleichtert, bis die Ratte ihrem kleinen bruder einen abgenagten Finger entgegenstreckte. Bevor er ihn freudig glucksend ergreifen konnte, schlug sie Snikket den Knochen aus der Pfote: "Das ist ja widerlich!", schrie sie ihn an. Böse funkelten sie die kleinen gelben Augen an, die Zähne des Rattenmenschen gebleckt, fauchte er zurück: "Bah! Snikket stinkt! Snikket bringt eklige Dinge!" Beleidigt trottete die Ratte in die gegenüberliegende Ecke: "Snikket hat genug von Träume sähen. Snikket geht schlafen." Möglichst klein rollte sich der Rattenmensch zusammen und die Angst fiel wieder von ihr ab.
OT: hmmm der letzte Teil des Kapitels wird nochmal länger hoffe das schaff ich noch, aber ich hab das mal hier abgetrennt, weils sich sonst blöd lesen würde. -
wieso blöd lesen ich komm ohne mühe nach mit lesen
posten los!der snikket is ja süss haste die idee mit den ratten eigentlich aus warhammer mark of chaos? egal is wie immer gut geschrieben!
-
Laertes stammte sich das Geländer hoch und landete auf dem kleinen Balkon. Überrascht stellte er fest, dass es das Zimmer der Frauen war, welches zu dem Balkon gehörte. Er überlegte kurz ob es sich ziemte, doch dann siegte schlussendlich die Neugier. Ein Bett war nicht belegt, von einem anderen ging ein lautes Schnarchen aus. Der Weise Mann machte keinen Hehl aus seinem Alter. In dem dritten Bett lag Serina.
Es stand quer zum Fenster und sie lag auf dem Rücken. Ihre langen Haare formten ein goldenes Nest für ihr zartes Gesicht. Sein Blick glitt ihren Körper hinab. Unter dem ruhigen Atem erbebte die Decke über ihrer Brust. Am Fußende, war sie verrutscht und legte die makellose, zarte Haut ihres unbekleideten Beines frei. Langsam hob sich ihr Knie und das Laken glitt langsam ihren Schenkel hinab, dann drehte sie sich plötzlich leise schluchzend zur Seite. Die Decke zwischen ihre Beine geklemmt, die sie ganz nah an den Körper zog. Mit den Armen presste sie das Laken ganz fest an sich.
Instinktiv erschrak er, es war als würde sie ihn anstarren, aber ihre Augen blieben verschlossen. Er zuckte erneut zusammen, als etwas über seine Schulter strich. Ruckartig riss er den Kopf zur Seite, aber links von ihm war nichts, dann entspannte er seine Muskeln, als die Callidus ihm sanft ins Ohr pustete und ihn ansprach: "Was machen wir denn hier um diese nachtschlafende Zeit?" Er wollte gerade, nach einer Ausrede suchen, als sie ihm ihren Zeigefinger auf die Lippen legte: "Pssst. Das bleibt unser kleines Geheimnis.", lächelnd drehte sie sich um und lehnte sich auf das Geländer. Er zwang sich nicht noch einen Blick in das Zimmer zu werfen und hockte sich dann neben sie, die beine über den Rand des Balkons hängen lassend.
Die Sterne über dieser trostlosen Stadt wurden von den schwarzen Wolken verdeckt und das allgegenwärtige Feuer ließ keine Dunkelheit zu. Die Callidus brach, als erste das unangenehme Schweigen: "Ich frage mich, was sie getan hat, um von ihrem Orden verstoßen worden zu sein." Ruckartig riss Laertes seinen Kopf zur Seite und starrte sie an: "Was?", fing er laut hörbar an, senkte aber gegen Ende seine Stimme. Ohne den Blick zu erwidern fuhr sie fort: "Ja. Ich habe ein Gespräch deines Meisters mit der Principalis belauscht, als wir diesen stinkenden Haufen Erde verlassen hatten. Er hat sie gekauft. Sie wäre wohl gerichtet worden, hätte er sich nicht so eilig entschieden. Und nun ist sie auf diesem stinkenden Haufen Asche gelandet. Unser aller Weg wird nicht bequemer, wie es scheint.""Wo, verdammt sind Miguel und Friedrich!", brüllte der Leutnant seine Truppen an, die zum Morgenapell angetreten waren. "Sir, die beiden sind seit heute Nacht verschwunden, Sir.", meldete sich einer seiner Soldaten. "Diese verdammten Schwuchteln!", brüllte er erzürnt durch die Eingangshalle des Rathauses: "Was zur Hölle, bilden die sich ein, nachts umherziehen!", er lief vor den verbliebenen achtzehn Mann auf und ab: "Was ist, wenn wir mit der Sammlung in Verzug geraten? Was ist mit der teuren Ausrüstung? Was ist wenn meine Leute Rückendeckung brauchen? WAS verdammt!", schrie er gegen die Decke.
Einer der Soldaten meldete sich zu Wort: "Ich glaube keiner hier, hätte die beiden gerne als Rückendeckung, wenn sie verstehen was ich meine." Gelächter ging durch die Truppe, bis der Leutnant wütend seinen Stiefel auf die Bodenfliese krachen ließ: "Finden sie das lustig Soldat? Finden sie das?", mit ausgestrecktem Zeigefinger, tippte der einen Kopf kleinere Leutnant, dem Soldaten immer wieder auf die Brust: "Das ist NICHT lustig Soldat. In der Armee ist kein Platz für Humor und was ist das überhaupt für eine Art Meldung zu machen?" Der erboste Mann drehte seinem Soldaten den Rücken zu und fuhr fort: "Sie werden einen Suchtrupp leiten und die beiden zurückbringen. Quentin und Rodriguez werden sie begleiten und achja...", lächelnd drehte er sich wieder um, "...sie werden Rodriguez Marschgepäck tragen." "Aber, Sir.", stammelte der fassungslose Soldat. "Ja genau und nehmen sie Quentins auch gleich noch.", zufrieden lächelnd sah der Leutnant zu, wie sich der Mann mit dem dreifachen Marschgepäck auf den Weg machte, dann drehte er sich wieder um und rief den verbliebenden Soldaten zu: "Bereitmachen zur Sammlung!" "Sir, ja, Sir.", schallte es durch die Halle.Es war bereits sechs Uhr morgens. Das Gericht hätte schon vor zwei Stunden beginnen sollen. Malik rümpfte die Nase, als ihn nun erst die ersten Soldaten passierten. "Disziplinloses Pack.", warf ihm Hartmann zu, er konnte nur zustimmend nicken. Dieser Planet stank förmlich vor Schwäche und Ungehorsam. Wenn sich alle auf dem Planeten, so sehr um Recht und Ordnung scherten, würde das Gericht noch Wochen tagen, aber wenigstens hatte ein Späher, am gestrigen Tag einen Ort entdeckt, wo sich viele Aufständigen zusammenrotteten. Das Waisenhaus würde einen guten Ertrag liefern.
Flehend kniete die Lehrerin vor ihm: "Bitte junger Herr, haben sie ein Herz. Retten sie die Kinder, beenden sie das Grauen." Als Malik neben ihm die Litaneien beendet hatte, senkte die Frau ihr tränenüberströmtes Gesicht in ihre Hände, dann ließ Icarael das Schwert nach unten sausen. Hart brach die Klinge durch das Schlüsselbein.
Unberührt starrte er in das vor Qualen verzerrte Gesicht, als sich die Klinge immer weiter fraß. Die Augen traten aus den Höhlen, als er das Rückgrat erreichte, dann klappte der Körper zusammen und wurde von Hartmanns Kreuzritter zum Scheiterhaufen gezerrt. Der Tod hielt keine Überraschungen mehr für ihn bereit. Eine von vielen die heute durch seine Klinge fielen. Emotionslos winkte er das kleine Mädchen vor ihm herbei. Es war als nächstes an der Reihe.Laertes sah vom Dach mit an, wie der kleine Kinderkopf mit einem Klatschen in die Pfütze aus Blut fiel, die unzählige Opfer hinterlassen hatten. Es gab nur zwei Möglichkeiten. Entweder glaubte der Junge, der unten auf dem Hof sein blutiges Handwerk so gewissenhaft ausführte, fest an das, was er tat oder er würde irgendwann daran zerbrechen, wie Laertes es bei so vielen vor ihm schon miterlebt hatte.
Alles was er mit Bestimmtheit wusste, war dass Malik viel von seinem Schüler hielt. Vielleicht würde sich der Knabe irgendwann durchsetzen können, in der harten Welt der Inquisition, wo kein Platz war für Menschlichkeit. Mehr Kinder starben dort unten, ihr Blut füllte den Rinnstein, die Schreie der übrigen hallten von den Wänden der Häuser wider. Diese Straßen würden Geschichten von unendlichen Grauen erzählen können, wenn sie wieder abreisen würden. Noch ein Kind fiel.Malik sah zufrieden mit an, wie sein Schüler den Kadaver des kleinen Jungen vom Schwert trat, als sich dieses in den kleinen Knochen verhakt hatte. Icaraels Blick zeigte weder Wut, noch Hass, noch Trauer, endlich war er an dem Punkt angelangt, wo es dem Jungen schlichtweg egal war. Es hatte lange gebraucht, den Jungen vom Wert ihrer Pflicht zu überzeugen. Lange hatte sein Schüler an Mitleid und Schwäche festgehalten, aber nun war er endlich so weit.
Laut krachend versank der nächste Streich von oben in den Brustkorb des nächsten Kindes. Zufrieden stellte Malik fest, dass das Blut des Häretikers nur bis wenige Zentimeter vor Icaraels Schuhe floss. Allmählich lernte der Junge die Feinheiten ihrer Arbeit.Hartmann sah mit an, wie der letzten Angeklagte für heute vor Maliks Bengel trat. Der zufrieden wirkende Thorianer neben ihm rezitierte wieder die heiligen Worte und sprach dann den Richtspruch. Hartmann war in keiner Weise mit den Fortschritten des Gerichts zufrieden. Es verkam allmählich zum Selbstzweck. Maliks Junge holte zum Schlag aus. Hartmann schritt auf ihn zu. Ohne ihn eines Blickes zu würdigen ließ das Gör die Klinge nach unten sausen.
Dann packte Hartmanns Griff den Arm Icaraels: "Halt." Malik sah ihn verwundert an, als er fortfuhr: "Wir sind nicht hier, um das längste Gericht aller Zeiten abzuhalten. Wir müssen Erfolge liefern. Nutzen wir das Kind, um eine Botschaft, an den eigentlichen Grund unserer Ankunft, zu richten."
Zitternd stand das kleine schwarzhaarige Mädchen zwischen den Männern, die sich wie Hünen, um sie herum auftürmten und umschlag fest ihr Stofftier. Ihr Schluchzen blieb nicht ungehört und als würde der Himmel es ihrem Geflenne gleichtun, schlugen die ersten Regentropfen gegen Hartmanns kahlen Schädel: "Verdammt. Pass auf das Feuer auf.", brüllte er seinem Gefolgsmann zu, der sich wieder an den Scheiterhaufen machte.
Dann drehte er sich wieder zu Malik, der schon geistesgegenwärtig eine Nachricht auf einen Zettel geschrieben hatte und sich jetzt vor die Kleine hockte. Hartmann sah, wie der Thorianer dem Mädchen die Tränen von der Wange strich und den zusammengefalteten Zettel in ihre Brusttasche stopfte. "Wie rührend. Vielleicht baut sie ihnen irgendwann eine Statue aus den Körpern ihrer getöteten Mitbürger.", stichelte er Malik an. Der jedoch schickte das Mädchen nur die Straße hinunter.
Stolpernd rannte das Mädchen über die Straße, deren Kopfsteinpflaster unter all dem Regen und nicht zu vergessen, unter all dem Blut der letzten Tage, rutschig geworden war. Immer wieder fiel das Mädchen hin und schlug auf die Knie oder rutschte auf ihrem Gesicht durch den Dreck. "Wenn sie ihr Stofftier nicht so umklammern würde, könnte sie sich wenigstens abstützen.", witzelte er, als das Mädchen schon fast das Ende des Hangs erreicht hatte: "Sie wissen schon, dass sie schon den Richtspruch für das Kind gesprochen haben?", vergewisserte er sich noch einmal bei Malik: "Ja, ja.", erwiderte dieser und legte die bereits gespannte Armbrust an. Zischend schoss der silberne Bolzen durch die Luft und schlussendlich durch die Kehle des Mädchens. Kurz vor der rettenden Ecke schlug das kind ungebremst auf den boden. Ihr zuckender Kadaver wurde von einer nicht zu erkennenden Gestalt aus dem Sichtfeld der beiden Inquisitoren gezogen. Hartmann war zufrieden. So würde alles viel schneller gehen.Missmutig fauchend, vertrieb er den Schlaf aus seinen Gedanken. Niemand hatte Snikket tagsüber aufgeschreckt, niemand hatte ihn zum Kampf gefordert. Seine Glieder streckend bemerkte er erst jetzt den leichten Druck auf seinem Bauch. Nah an sein weiches Bauchfell gekuschelt, kauerte das Jungtier des Menschendinges und schlief. Genervt, versuchte er es von seinem Schwanz abzuschütteln, den das kleine Ding mit beiden Pfoten und dem zahnlosen Maul umschlungen hatte. Darauf bedacht es nicht zu wecken, vergingen unzählige nutzlose Versuche, bis ihm ein widerwärtiger Gestank in die Nase kroch.
Ohne Rücksicht riss er sich jetzt los und sprang fauchend auf eine der umstehenden Kisten. Das Jungtier wachte schreiend auf und wand sich hin und her. Das Geschrei weckte das Weibchen neben ihm, das ihn anschrie: "Was hast du ihm angetan?" Snikket war wütend: "Schreien. Immer schreien. Menschendinge furchtbar laut-laut. Snikket hat nichts getan, aber Snikket nun ganz sicher, dass Menschendinge fürchterlich stinken." Angeekelt, zog er sein Tuch schützend vor seine Nase: "Snikket geht jetzt. Snikket Träume sähen."Seinen Helm zur Seite gelegt, war Laertes auf dem Kies, der das flache Dach bedeckte, eingeschlafen. Nicht fest genug, um zu träumen und doch kam ihm alles so unwirklich vor. Als er durch die Augenlider hindurch bemerkte, dass es dunkler über ihm geworden war, schlug er sie langsam auf.
Noch verwirrt vom Schlaf und mit verschwommenem Blick, sah er in das fröhlich lachende Gesicht Serinas. Sie hatte eine Decke über sie gezogen und ihre roten Lippen formten einen Satz. Als wäre alles ganz weit weg vernahm er die Worte: "Psst. Keine Angst ich bin es nur." Erschrocken und verwirrt, reagierte er wie er konditioniert war. Er packte sie an den Schultern und riss sie herum. Die Decke war nun unter ihnen und Serina sttreckte ihre Finger nach seiner Wange aus. Ohne es zu wollen zuckte er unbewusst zurück, doch ihre zarte Hand fuhr weiter hinauf und strahlte eine wunderbare Wärme aus. Das Streicheln führte wieder hinunter, über seine Lippen das Kinn hinab. Er spürte, wie sie ihr Bein anhob und sanft die Innenseite seiner Schenkel hinauffuhr, die andere Hand fuhr langsam seine Brust hinauf. Immer noch verwundert, fast anteilnahmslos starrte er in ihre tiefen blauen Augen. Beinahe hätte er sich in ihnen verloren, als sie ihn mit einem Ruck an die Schultern griff und ihn wieder herumriss. Auf dem Rücken liegend, beugte sie sich über ihn, ihre Schenkel pressten fest gegen die Außenseite seiner Beine, als ihre goldenen Haare um ihn herum den Boden berührten. Immer tiefer sank ihr Gesicht auf ihn zu, während seine Hände ihre Arme hinauf zu den Trägern ihres weißen Nachthemdes glitten. Kurz vor dem Moment, nach dem er schon seit Ewigkeiten verlangte, schloss er die Augen und hörte, wie aus der Ferne ihre Stimme: "Es geht los. Sie kommen." Wie in Trance hörte er die Stimme immer wieder, als sich ihre geschmeidigen Brüste gegen seinen Öberkörper pressten, dann berührten sich ihre Lippen, ewig hatte er darauf gewartet, wenn dies ein Traum sein sollte, sollte er nie enden.
Immer wieder diese Stimme, ganz leise von weit weg, dann schlug die Tür auf, die zum Dach hinauf führte. "Es ist...", was aufgeregt begonnen hatte, endete ganz langsam, verlegen in einer überraschten, beschämten Entschuldigung: "...soweit. Oh, ähm entschuldigt vielmals, ich wollte nicht stören." Die Stimme nun eindeutig erkennend riss er verwirrt den Kopf zur Seite und sah Serina gerade noch in der offenen Tür verschwinden. Sein Blick wanderte wieder langsam nach oben zu der Callidus, die unschuldig schauend auf seinem Bauch saß. "Verdammt, wie konnte ich nur darauf hereinfallen." Mit diesen Worten stieß er die Assasine über ihm zur Seite und machte sich daran Serina zu folgen. Als er die Tür erreichte, rief ihm die Callidus hinterher: "Finde dich mit deinem Schicksal ab. Es gibt keine Zukunft für euch. Es gibt so wenige Momente in denen wir Spaß haben können." Sie erntete nur einen hasserfüllten Blick von ihm und er hörte ihre letzten Worte kaum noch, als er die Treppe hinabeilte: "Ich kann für dich sein, wer du willst, mein liebling." Das folgende Lachen, was allerdings noch klar und deutlich zu vernehmen.
OT: >-< ach fuck ... ich hör auf und geh pennen is halt nochmal ein teil von dem kapitel übrig der erst morgen kommt, meine finger tun weh
-
Haha, falls der Teil schlechter is als die anderen. Asmo und ich haben uns Mühe gegeben, Teron so gut wie möglich abzulenken.

-
teron, du machst noch zuviele kommata

und vllt benutzt du das wort "feinheiten" etwas oftalso das is klasse geschrieben und von den ideen auch gut, aber mir macht es keinen spaß, das zu lesen, weil es praktisch nur grausamkeiten schildert..wo bleibt der helden- und edelmut, die göttlichkeit des Imperators etc ?
naja, jedem das seine... -
hmmm feinheit/en etc. hab ich jetzt genau 2mal benutzt so weit ich das seh hmmm. ansonsten ist das natürlich auch geschmackssache, aber imo ist inquisition nicht grad der ort für helden und edelmut, bzw. versuche ich die "brutalität" nicht zum selbstzweck verkommen zu lassen, sondern ist die in dem moment ein wichtiger Teil der Charackterentwicklung der Beteiligten Personen. In gewisser Weise kommen auch sachen wie heldenmut etc. später noch vor, aber im allgemeinen gehts halt wie gesagt mehr um die Charackterentwicklung als um irgendwas sonst.
aber ich hab ganz viele andere sachen die ich viel zu oft verwende
ich versuchs schon beim abschreiben abzustellen, aber is nich so einfach
ich boon >-<edit: die waisenkinderszene war nur so lang, weil ich sie aus 4 sichtweisen zeigen wollte, um den charakteren mehr tiefe zu geben und sie ein wenig von ihrer klassischen, bisherigen definition abzubringen (Laertes besorgt, Malik wieder weg vom kumpeltyp, hartmann rettet unzählige leben ( aus wahrscheinlich noch menschenverachtenderen motiven aber immerhin
) ) , najoa kA geschmack is halt iimmer noch ne frage, obwohl ich mir schon bei vielen sachen explizitere beschreibungen spare, um nich zu sehr abzudriften 
-
Participate now!
Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!