So ihr habt ja alle rumgequengelt wer nich schreibt is blöd , ich will aber nich blöd sein
also hab ich mal wieder was altes ausgekramt und hoff dass mich das hier dazu anspornt mal wieder weiter dran zu schreiben ![]()
Prolog
Er wartete bis zur letzten Sekunde, bevor er sich hinter die Sandsackbarriere duckte. Dass der einzige Schutz den ihm dieser provisorische Wall bieten konnte, der vor Blicken des Feindes war, wurde ihm noch einmal ins Gedächtnis gerufen als die scheibenförmigen Geschosse ungebremst durch die Säcke schlugen. Ein Nebel aus Sand und Stofffetzen ging auf ihn nieder. Das war sein Zeichen die Position zu wechseln. Er war wütend. Nicht über die Situation. Nicht über die gewaltige Übermacht der Außerirdischen auf der anderen Seite des Schlachtfeldes. Das einzige worüber er wütend sein konnte, war die schlampige Arbeit des Geheimdienstes. Lautlos hatte er seine Position, in wenigen Momenten um einhundert Meter nach rechts verlagert. Die Meister seines Tempels hatten ihm beigebracht, dass er in solchen Momenten schnell zuschlagen musste um Verwirrung und Angst in den Reihen seiner Feinde zu säen. Der Hexer würde sich aus seinem Versteck herauswagen müssen, um die Ordnung in seinen Reihen wiederherzustellen. Dann würde er sich seiner Mission stellen.
Mit einem Satz hechtete er aus der Hocke über die Barriere. Nur zwei Finger streiften kurz die Sandsäcke, bevor seine Schritte Schlamm und Wasser aufwühlten, doch er war schon einige Meter entfernt als sich der Untergrund wieder beruhigte. Regen prasselte gegen seine hautenge Körperpanzerung und seine Füße versanken tief im Schlamm und trotzdem legte er die Distanz zu seinen Feinden in einem kaum vorstellbaren Tempo zurück. Die Gardisten waren nur noch wenige Schritte entfernt, als sie ihn bemerkten. Sie legten ihre Gewehre auf ihn an. Einige Geschosse schlugen dicht neben ihm in den Erdboden. Er reagierte wie aus dem Lehrbuch. Geschickt brachte er einen einzelnen Feind zwischen sich und den Rest des Trupps, ein Satz genügte um in Reichweite zu gelangen und mit einer geschickten Handbewegung brach er dem Eldar das Genick. Mit dieser Hinrichtung unterstützte er seine bloße Präsenz und säte Furcht unter den schwachen Außerirdischen. Er ließ noch kurz sein Animus Speculum an seinem Helm aufblitzen und zerschmetterte so den Körper eines weiteren Gardisten. Dieses arkane Gerät verlief teleskopartig seine Schläfe entlang und mündete in einem grotesk wirkenden, überdimensionalem Auge, das eine direkte Verbindung zum Warp darstellte. Diese Demonstration reichte aus um den Gardistentrupp über das Schlachtfeld zu versprengen. Doch er wandte ihnen bereits den Rücken zu. Es war keine Zeit zu verlieren Den Beschuss auf offenem Feld konnte er nicht riskieren. Man sollte die Schwächen des Feindes ausnutzen und seine Stärken unterwandern. Dies waren die Lehren seines Tempels.
Neue Deckung.
Er fand Schutz hinter einer der eingefallenen Wände eines ehemaligen imperialen Wohnsilos. Der Schmutz fiel in Brocken von ihm herunter. Er hatte in diese Position kriechen müssen, um der Elite des Feindes auszuweichen. Ein Blick durch eines der Fenster offenbarte sie ihm. Ein kleiner Trupp Phantomdoiden stapfte unaufhaltsam durch Schlamm und Pfützen. Sie wirkten kühl und leblos, aber selbst diese Maschinen waren ihm überlegen. Sie besaßen etwas was der heilige Imperator ihm vorenthalten hatte. Eine Seele. Wut stieg in ihm auf, aber er durfte sich nicht übermannen lassen, es war wichtig diese Feinde zu umgehen. Wenn der falsche Prophet, seine besten Truppen aufbot konnte das nur heißen, dass auch er zu seinem Auftritt kommen würde.
