Das Schicksal der Seelenlosen

  • Malik trank mit Hartmann und Icarael einen hochprozentigen, selbst Gebrannten des Leutnants. Zumindest dafür, war das faule Gesocks auf diesem gottverfluchtem Planeten zu gebrauchen. Es fühlte sich gut an auf die erfolgreiche Arbeit anzustoßen, es erinnerte ihn daran, als er noch ein kleiner Akolyth unter seinem Lehrer war. Brennend lief der Klare die Kehle hnab, als sie die blecherne Stimme von Hartmanns Gefolgsmann hörten: "Es ist soweit."
    Sein Glas auf dem Radkasten einer Chimäre abstellend blickte er die Straße hinab. Der Donner über ihm grollte bedrohlich, als er versuchte in der Dunkelheit etwas auszumachen. Dann zeriss der Blitz das Pflaster unterhalb des Hangs. Ein unheilvoller Schatten zog sich von dort unten bis zu ihnen herauf und verschwand so schnell wie der Blitz. Ohne Donnern schlugen zwei weitere Blitze in den Boden, diesmal etwas weiter den Hang hinauf. Wieder tanzten die Schatten bis vor ihre Füße. Sein Griff glitt unter den Mantel, an den Knauf seines Schwertes, dann hallte eine unwirkliche Stimme von den Wänden aller Häuser wider:
    "Ich bin nicht hier um zu kämpfen. Niemand hier wollte den Krieg, nur der Gouverneur. Die Flammen der Geheimnisse brannten erst seine Seele nieder, dann unsere Felder, dann unsere Städte. Niemand wollte den Krieg. Er hat ihn gebracht." Wutentbrannt stampfte Hartmann bis zum Hang: "Schweig, elende Hexe!" Malik sah wie er seinen Dämonenhammer schulterte und er deutete das als ein Zeichen für den baldigen Kampf. Mit einem Schnippen seines Daumens ließ er seine Klinge aus der Scheide schnellen. Doch als er gerade sein Schwert ziehen wollte hörte er die Schritte hinter sich.

    Die dicken Regentropfen hämmerten immer wieder auf seinen Kopf, seine Haare hingen klatschnass hinunter und Icaraels Augenbrauen sogen sich allmählich mit dem Nass voll. Er kniff die Augen zusammen, als der Regen immer stärker wurde. Die Principalis hatte sich auf den Weg zur zweiten Prüfung gemacht. Sie passierte erst Malik, dann Hartmann und ging gemächlich den Hang hinab. Die Stimme kam wieder: "Ich bin nicht hier um zu kämpfen, aber...", weiter kam die Stimme nicht, da Sofia ihre Plasmapistole erhoben hatte und feuerte. Er rannte zum Rand des Hanges, um einen besseren Überblick zu haben. Hatte sie getroffen?
    Dann schlug der Blitz genau vor ihm ein. Die Pflastersteine wurden zur Seite gerissen und Geröll schoss auf ihn zu. Den kalten Metallarm zum Schutz erhoben, öffnete er die Augen erst nach einigen Sekunden und sein fragender Blick traf auf den gewaltigen Rücken des Kreuzritters: "Sei vorsichtiger, wenn der Arm der letzte Teil sein soll von dem du dich trennen willst." Dankbar nickend sprang er auf und lugte vorsichtig hinter dem Rücken seines Beschützers hervor.

    "Verdammt!", brüllte Hartmann über den Hof des Rathauses, als er mit ansehen musste wie die Plasmaentladung nur in eine schwebende Wand aus Pflastersteiinen traf, die sofort wieder zusammenstürzte. Unbeirrt schritt die Principalis vor ihm, weiter den Hang hinab, die Pistole eingesteckt. Ein Blitz schoss auf sie herab und hüllte die stolze Kriegerin in ein Meer aus Licht, als der Blitz kreischend von dem Schutzfeld gegen die nächste Häuserwand geschleudert wurde, wo er einen großen Teil des ersten Stocks herausriss. Er war dankbar für den Regen, da sich so der Staub schneller wieder legte. Endlich hatte das faule Soldatenpack die Scheinwerfer der Chimären auf die Straße gerichtet. Endlich konnte er den Angreifer sehen.
    Wie der Gouverneur es gesagt hatte. Die magere, kahle Hexe schwebte über den Boden hinweg. Plötzlich hob sich die Brust der Frau in die Luft und ihr Kopf sank nach hinten, um ihren Körper zuckten kleine Blitze, die Furchen in den steinernen Untergrund trieben. Dann sammelten sich langsam kleine bläuliche Partikel vor ihrer Brust und schmolzen zusammen zu einer großen Kugel aus purer Energie, dann schoss sie auf sie zu. Hartmann sprang gerade noch rechtzeitig zur Seite.

    Serina stürmte vor ihm aus dem Rathaus. Sie wandte sich nach links und kurz darauf betrat Laertes den Hof. Der Tumult um ihn herum spielte in diesem Moment keine Rolle, sein Blick suchte und fand sie schlussendlich. Verwirrt saß sie mit dem Rücken zur Wand an der Front des Rathauses, der Regen durchweichte ihre Kleidung, die Hände waren in ihren Haaren vergraben, langsam ging er hinüber. Er wollte ihr alles erklären, sie beruhigen.
    Dann sah er im Augenwinkel die Explosion. Der Druck und die Flammen rissen die nahstehende Chimäre in die Luft, als wäre sie nur ein Spielzeug. Stöhnend verbog sich das Metall, als das Fahrzeug über den glatten Boden schlitterte. Er sprintete los, nur noch ein Wenig. Dann sprang er ab.
    Sein Herz zersprang fömlich, als er sie so unter sich hocken sah. Sein Blick wurde glasig und er spürte nur noch, wie die Schmerzen seinen Brustkorb zusammenschnürten. Dann schlug das Metall gegen ihn. Keuchend spürte er, wie der Druck gegen seinen Rücken nachließ, als er und die Wand die Maschine stoppen konnten. Nach Luft schnappend hockte er über ihr. Die Arme ausgestreckt gegen die Wand gepresst. Schluchzend sah sie zu ihm hoch, dann schlug sie mit der flachen Hand gegen seine Brust und lehnte sich weinend an ihn. "Lass uns von hier verschwinden.", sagte er leise. Sie sah zu ihm auf: "Was?", fragte sie zögerlich. "Wir brauchen keinen Meister, wir brauchen das alles hier nicht. Lass uns einfach fliehen und leben. Gemeinsam." Aus traurigen Augen starrte sie ihn an: "Du liebst mich nicht von ganzem Herzen, du willst nur die Veränderung.", schluchzend kletterte sie unter dem Wrack hervor und lief davon.
    Sie würde das Blut auf ihrer Schulter erst später bemerken. Das verbogene Stahlrohr ragte zu seiner Linken aus seinem Bauch, doch am meisten schmerzte es, dass er ihr nicht folgen und alles erklären konnte.

    Malik scherte sich nicht um die Unruhen hinter ihm. Fasziniert blickte er die Straße hinab. Die Principalis schritt immer weiter auf die ketzerische Psionikerin zu. Blitze tobten um sie herum und die Energieentladungen schlugen gegen das Kraftfeld.
    Kurz darauf war sie bei ihr. Die ausgestreckte Hand Sofias reckte sich langsam durch die energiegeladene Luft. Immer langsamer wurde ihr Griff. Malik eilte den hang hinab und hörte wie Hartmann ihm folgte. Mit einem letzten Aufflackern, verweigerte das arkane Schutzfeld seinen Dienst und ein unnatürliches Feuer ergriff die beiden, bis sie vollkommen in Flammen standen. Malik erhöhte hektisch sein Schritttempo und musste sein Schwert in den Boden rammen, um auf dem nassen Untergrund neben ihnen anhalten zu können. Dann endete das Feuer abrupt. Ihr Griff hatte die Kehle der Hexe erreicht und drückte fest zu. Malik sah mit an wie die Principalis die Hexe zu sich zog. Das Feuer hatte tiefe, blasenwerfende Risse in die feinen Züge Sofias getrieben, aber es war kein abebben ihrer königlich wirkenden Ruhe zu erkennen. Sie blickte kurz in die, unter Schmerzen hin und her zuckenden, Augen ihres Gegenübers. Gleich würde sie die Hexe richten, davon war Malik überzeugt.
    Stattdessen ließ sie die Psionikerin fallen: "Sie ist unschuldig." Malik war schockiert und Hartmann fuhr dazwischen: "Wir können aber keine Hexe frei herumlaufen lassen.", schrie er der Principalis hinterher. "Sie ist registriert.", antwortete diese nur trocken. Hartmann riss der Frau die Bekleidung von der Schulter und legte so die Tätowierung auf ihrer linken Brust frei, die bewies, dass sie imperiales Eigentum war: "Dieser verdammte Mistkerl.", fluchte Hartmann noch über der sich sammelnden, erschöpften Frau hockend, als Malik sich schon daran machte Sofia zu folgen. Diese sprach ihren ersten Befehl aus, seitdem sie die Leitung über die Inquisitoren erhalten hatte: "Bringt mich zum Gouverneur."

    OT: endlich das Kapitel geschafft >-<

  • Kapitel VII


    Frustriert sprang Snikket vom Dach ab. Er war umsonst ausgezogen. Wütend landete er hart auf den Dachschindeln, des nächsten Gebäudes. Der Krach den die Schindeln verursachten, als sie die Straßenschluchten hinabstürzten und aufschlugen, interessierte ihn nicht. Er würde seinen Plan später weiterverfolgen müssen, jetzt hatte er erst einmal ein unnatürliches Leuchten in einem abseits stehendem Haus entdeckt. Vielleicht würde er heute Nacht, wenigstens einen Kampf bekommen.

    Wutentbrannt hallten Hartmanns schweren Schritte durch die Gänge des dekadenten Anwesens. Malik sah ihm an, dass er viel wütender auf die eigene Menschenkenntnis, als auf die wirkliche Situation war. Er verstand nur zu gut, warum sein Kollege so schnell wie irgend möglich vorwärts wollte, aber die Principalis gab das Tempo vor. Zu beider Zufriedenheit beschleunigte die Schwester ihren Schritt, als sie ins wohlbekannte Vorzimmer traten.
    Ohne langsamer zu werden stemmte sie mit beiden Armen das große Tor, zum Zimmer des Gouverneurs auf. Vollkommen gleichmäßig schwangen die Flügel nach innen, um dann laut krachend gegen die Wand zu prallen und dort aus ihren Scharnieren gerissen zu werden. Wild gestikulierend sprang der fette Mann hinter seinem Schreibtisch auf: "Was erlauben sie sich!", aber Malik konnte mit ansehen, wie Sofia keine Zeit für eine höfliche Antwort übrig hatte.
    Laut krachend schlugen die Finger ihrer Servorüstung durch die Zähne des Gouverneurs. Noch bevor diese auf den alten Eichentisch stürzen konnten, packte sie seine Zunge. Sie riss mit solcher Wucht daran, dass der Gouverneur mit dem Kinn auf die Tischplatte schlug. Immer weiter dehnte sich die Zunge, bis sie dann ruckartig nachgab.
    Anstatt, dass die Sorrorita nun die Zunge herausgerissen hätte, folgte dem glitschigen Organ, nun eine sich über den Tisch schlängelnde Abartigkeit. Überall auf dem Tentakel öffneten sich nun, unter dem Schmerz zufrieden aufstöhnende Mäuler, deren Klagelied einem hypnotischen Singsang ähnelte. Die hell leuchtende Insignie der Inquisition auf Hartmanns Dämonenhammer, riss Malik aus seiner Faszination. Mit einem lauten Klatschen zerplatzte der Schädel des Gouverneurs unter Hartmanns Waffe. Dann fing der Rest des Körpers an zu vertrocknen und fiel in sich zusammen. Nun war es an der Zeit, den Rest des dekadenten Adels zu säubern.

    "Verdammt! Kann man dir irgendwie helfen, Mann?" Der Soldat der sich an der Chimäre vorbeibeugte, war Laertes nicht einmal eine Antwort wert. Schnell verschwand der Soldat wieder unter seinem wütenden Blick. Dann konzentrierte er sich darauf sich zu befreien. Langsam zog er seinen Oberkörper ein Stück nach vorne. Seine Faust raste unter dem aufsteigendem Schmerz gegen die Backsteinmauer. Haut platzte von seinen Knöcheln. Tief atmete er durch, dann das nächste Stück. Wieder raste seine Faust gegen die Wand. Blut lief zwischen seinen Fingern entlang. Langsam schnitt das angespitzte Ende der Metallstange durch sein Fleich. Die Wunde presste sich um die Stange wieder zusammen. Laut krachend brach der Ringfinger seiner linken Hand. Mit einem letzten Ruck prallte sein Oberkörper gegen die Wand. Bei jedem Atemzug floss ein Schwall Blut auf den regennassen Boden. Die Schmerzen jedoch waren verschwunden.
    Seine Faust raste wieder gegen die Wand. Seine Finger wurden taub. Immer weiter versuchte er seine Faust gegen die Wand zu pressen, als wolle er sie so niederringen. Seine Muskeln spannten sich immer weiter an, das Blut floss aus seiner Wunde auf den Boden. Dann öffnete sich seine Hand. Langsam rutschte sie die Wand entlang, bis sein Arm schlaff an ihm herunterhing. Seine Stirn sank langsam gegen den festen Stein. Seine silbrigen Augen wurden glasig. Er konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. Warm liefen sie die kalten Bahnen entlang die, die Regentropfen vorgezeichnet hatten. Bei jedem Ausatmen schossen sie aus seinen Augen. Jedes Mal mehr. Immer mehr. Sein Brustkorb bebte unter den Schmerzen, die sein Injektor nicht beheben konnte.

    Verwirrt rannte sie durch die leeren Gassen. Serina verstand nicht einmal, warum sie so fühlte, Ihr Herz schlug immer schneller. Hitze stieg ihren Brustkorb herauf und stemmte sich, mit unbändigem Siegeswillen gegen den kalten Regen. Das Feuer in ihr fraß sich ihren Hals hinauf, dann verlor sie den Halt auf dem glitschigen Untergrund. Wuchtig schlug ihr Ellenbogen auf den harten Stein, als sie ihren Arm zum Schutz erhob. Ihre Beine lagen auf dem Pflaster und nahmen die eisige Kälte der Nacht auf. Auf ihre Arme gestützt, sah sie auf den kleinen blutigen Rinnsal, der ihr Gelenk verließ.
    Die Hitze stieg weiter ihre Wangen hinauf. Wie Feuer brannten sich ihre Gefühle hinter ihren Augen ein. Salzig drang die Wärme nach draußen und lief ihr Gesicht hinab. Als gäbe es nichts, um sie herum hallten die aufschlagenden Tropfen, die von ihrem Kinn und ihrer Nase auf das Pflaster stürzten, in ihrem Kopf wieder. Müde versuchte sie die Hitze abzukühlen, indem sie ihren Oberkörper auf den regengetränkten Boden sinken ließ.
    Kalt klebte ihr dünnes Hemd an der Haut. Schluchzend bettete sie ihre Stirn auf ihre verschränkten Unterarme. Wie die salzigen Tränen, wie die Wärme, so verließ auch ihr Bewusstsein ihren Körper. Alles wurde kalt.

    Laut zersprang der runzelige Schädel, des alten Mannes, der die Tür zum Kommunikationszentrum sicherte. Laut kreischende Tentakel schossen unter der zarten Seide des Opfers hervor und vergingen in den reinigenden Flammen von Hartmanns Dämonenhammer.
    Maliks Tritt sprengte das Schloss fömlich aus der Tür und sie schlug nach innen auf. An der gegenüberliegenden Wand prangten gewaltige Monitore und am boden hockten sechs der feigen häretiker und beendeten ihre unreinen Formeln mit einem hellen Gelächter. Einer der Männer drehte sich zu Malik um: "Ihr kommt zu spät. Die Portale sind bereits geöffnet."
    Zuckend stürzte der widerwärtig entstellte Körper zu Boden, als der Kopf des Mannes unter Maliks Streich in eine Ecke des Raumes rollte. Er würde diese abartigen Dienern der dunklen Götter nicht die Freuden der Schmerzen erleben lassen. Hartmann und er zogen mordend durch die langsam mutierenden Männer. Unzählige rosafarbene Tentakel schossen aus den Ärmeln, des letzten Mannes und umklammerten Maliks Arme. Mit einem Ruck riss Malik ihn zu sich und ließ seinen Kopf in die nunmehr weiche Masse krachen, die früher ein menschlicher Schädel war. Fast vergnügt quiekend wurde die rosafarbene Fleischmasse zurückgeworfen und seine Klinge fuhr hinab. Er wusste nicht, wo diese unförmige Kreatur ihre Organe hatte und so stieß er sein Schwert immer wieder hinein. Unter dem freudigen Stöhnen des Monsters spritzte das breiige, schwarze Blut des Ungetüms, um ihn herum gegen die Wand. Immer weiter raste sein Schwert hinab, immer wieder. Immer wieder, die Kreatur war nun bereits nicht mehr, als ein toter Haufen Fleisch, aber er konnte nicht aufhören.
    Dann packte ihn Hartmann bei der Schulter: "Lassen sie es gut sein für heute. Ich glaube nicht, dass es noch am Leben ist." Heimlich zog er den hut ins Gesicht, damit Hartmann nicht sehen konnte, wie der stechende Blick und das hämische Grinsen aus seinem Gesicht verschwand und der ungewohnten Scham wich. Der Geist wurde schwach auf seine alten Tage. Schwer hob sich sein Brustkorb, als er tief einatmete und beobachtete, wie Hartmann die Kameras für die Innenstadt aktivierte und auf die Bildschirme legte.
    "Beim Imperator.", ließ Hartmann seinem Erstaunen freien Lauf. Maliks Blick wanderte über die Bildschirme, die das immergleiche Bild offenbarten. Überall in der Stadt öffneten sich die violetten Wirbel, die den Dämonen auf ihren scheußlichen Reittieren Einlass in die reale Welt gewährten.

    Snikket schlich sich über das eingefallene Dach an die Quelle des tanzenden Lichts heran. Die Stimmen wurden immer lauter. Sie wirkten fröhlich. Er streckte seine Nasenspitze in die Luft. Drei der Krieger Menschendinge mussten dort sein. Er zog sich das Tuch über, um den fürchterlichen Gestank nicht ertragen zu müssen. Lachend hockten sie dort unter ihm um das unnatürliche Feuer herum, dass sie in Stäben gefangen hielten und tranken "Hey Quentin, rauch nicht das ganze Zeug allein weg." Rauchwolken verließen den mund eines Menschendinges und die anderen lachten über das nachfolgende Husten.
    Snikket ließ sich an seinem Schwanz den Abgrund hinab. Hinunter hinter einen der Männer der gerade eine Flasche anhob. Sie hatten ihn nicht bemerkt, dann raste seine Klinge nach vorn. Nah am Rückgrat bohrte sich die Waffe durch das weiche Fleisch und schoss auf der anderen Seite der Kehle heraus. Dann riss er die Waffe hinaus und ließ sich fallen. Behände landete er auf seinen Pfoten, während das Blut, dass aus der Kehle schoss die geschockten Gesichter der anderen traf und auch gegen die Leuchtstäbe klatschte.
    In nun rotes Licht getaucht rannte er auf den nächsten zu, sprang von der Stirn des Menschendinges ab und ohne Gegenwehr schoss die Klinge in das Auge des dritten Mannes hinab. Gelangweilt drehte sich Snikket zu dem letzten Opfer um. Dieses nahm noch einmal einen Zug und hustete ihm kichernd Rauch ins Gesicht, angewidert schüttelte er sich und sah den Mann erbost an. Wie schwach waren all diese Dinge? Er hatte den Kampf des schwarzen Kriegers gesehen und deswegen war er mit ihnen gegangen. Um starke Gegner zu treffen, aber alles was hier auf ihn wartete war Schwäche und Gestank.
    Er drehte sich um. Die Klnge an senem Schwanz schnitt durch die Kehle des Mannes, ohne dass er hinsehen musste. Dann stand er am Rand der eingestürzten Wand und blickte die Straße hinab. Dort unten lag eines der Kriegerdinge, die er begleitet hatte.

    Laertes hockte auf dem Dach des Rathauses und sah die Straße hinab. Notdürftig hatte er seine Wunden von einem Sanitäter flicken lassen. Sein Ringfinger stand schräg von den anderen ab und knackte bedrohlich bei jeder Bewegung.
    Sein Helm schützte, die Welt dort draußen wieder vor seinem Innersten und er war wieder frei von all dem. Sein Herz war leer. Nur noch dieses eine Gefühl, dass ihn seit er denken kann begleitete. Trostlos starrte er hinab, auf die wenigen nutzlosen Kreaturen die geblieben waren.

    OT: man ich bin sicher ich bin wirklich voll der Kommanoob ;( da sind bestimmt 100 fehler drin argh ;(

  • Icarael ließ die Klinge auf sein Gegenüber zurasen. Wuchtig prallte das alte Übungsschwert auf den Unterarm des Kreuzritter. Ohne Regung seines Gegenüber hielt er inne. Dann raste die Faust von unten auf seine Brust zu. Nur mit Mühe konnte er sich wegdrehen, doch er sah im Augenwinkel, wie sich der Arm des Kreuzritters drehte, welcher zuvor den Streich abgewehrt hatte. Eisige Klauen umgriffen sein Handgelenk. Er war in der Falle. Die andere Faust raste auf ihn zu.
    Dann ergriff er seine Chance. Den Motor seines Metallarms bis aufs Äußerste fordernd, stemmte er seine hand gegen die sich nähernde Faust. Dann riss ihn der Tritt von den Beinen und der Kopf des Kreuzritters schoss auf ihn zu. Er konnte nicht mehr weg, der Mann hatte ihn jetzt an beiden Armen fest in seinem Griff. Er riss seinen Schädel nach hinten ins Genick, dann holte er aus und versuchte seine Stirn gegen die Nase des Mannes krachen zu lassen. Ruckartig zog sich der Kreuzritter zurück.
    "Idiot.", schallte es in Icaraels Ohren wieder, als ihn der Mann von sich weg zu Boden warf. Sein Rücken schmerzte unter dem harten Aufschlag und er versuchte sich abzustützen rutschte aber unter dem kühlen Nass weg. Wo war sein Schwert? Diese Frage wurde beantwortet, als der Kreuzritter ihm seine eigene Klinge gegen die Kehle presste: "Führe dein Schwert mit Bedacht, Junge. Die ersten Schläge sollen den Feind nicht niederstrecken. Stärke deine Verteidigung, finde die Schwäche."
    Icaraels metallene hand hatte sich unbemerkt in den Boden gegraben und nun einen der Pflastersteine umschlossen. Mit einem Ruck schleuderte er ihn nach dem Kopf des Kreuzritters. Ohne Mühe wich dieser aus indem er den Kopf zur Seite legte und verstärkte den Druck der Klinge an seiner Kehle: "Jetzt wärst du tot Junge. Rette erst dich selbst, dann vernichte deinen Feind. Wenn du tot bist nutzt du niemandem."
    Ein lautes Kreischen, hallte plötzlich vom anderen Ende des Hangs zu ihnen hinauf. beide drehten langsam ihren Kopf in die Richtung der Schreie. Verwundert starrte er auf die eingetroffenen Dämonen. Als Icarael sich wieder zurückdrehte, war die Klinge von seinem Hals verschwunden und der Griff seines Schwertes war zu ihm gestreckt. Der Hüne über ihm zog sein gewaltiges Schwert aus der Scheide auf seinem Rücken: "Zeit zu zeigen, was du gelernt hast, Bursche." Nickend ergriff er den Knauf seines Schwertes.

    "Genügend gute Möglichkeiten uns ihren Anspruch auf die Heiligsprechung zu beweisen.", warf ihm Hartmann zu. Malik schüttelte nur müde den Kopf: "Sie wissen so gut wie ich, dass wir das was dort auf uns zukommt nicht mit den wenigen Truppen aufhalten können, zumal ich starke Zweifel an der Loyalität der restlichen Männer hege.", Hartmann machte eine abwertende Handbewegung: "Bah. Als, ob ich das nicht selbst wüsste." "Wenn wir nicht unverzüglich fliehen wollen, brauchen wir Truppen um Zeit zu schinden bis wir beide Portale wieder schließen können.", ein Blick in Hartmanns, starr auf die Monitore gerichteten Augen, verriet ihm das Offensichtliche und er fuhr fort: "Und ich bin überzeugt, dass sie eine Flucht nicht in Erwägung ziehen." Hartmann lachte laut auf: "Wie wahr, wie wahr. Aber keine Sorge geschätzter Kollege. Ich habe bereits die Lösung für dieses kleine Problem gefunden."
    Maliks Blick fiel auf den nunmehr flackernden Hauptmonitor. Dann zeichnete sich langsam das kriegsgestählte Gesicht eines erwürdig ergraten Space Marine Kommandanten ab: "Was wollen sie Hartmann.", erklang die verzerrte Stimme durch den Raum. Die Rüstung des Kommandanten trug die Ordensfarben der Relictors. Hartmann grinste: "Ein Glück, dass sie zufällig in der Nähe sind.", Malik bemerkte, wie das Grinsen auf Hartmanns Gesicht immer breiter wurde: "Sie erinnern sich vielleicht, an diese ein Sache. Sie wissen schon, was ich meine. Ich wäre erfreut, wenn sie jetzt ihren Teil der Rechnung begleichen würden." Die beiden Inquisitoren ernteten einen wütenden Blick: "Es ist nicht so, als dass die Inquisition viele Freunde auf meinen Schiffen hätte."
    Malik trat vor und meldete sich nun auch zu Wort: "Die Inquisition hat nirgends Freunde. Eines der Übel die wir bereit sind zu zahlen. Worum wir sie bitten, ist nichts weiter, als ihre geheiligte Pflicht gegenüber dem Imperator zu erfüllen." Missmutig antwortete der Kommandant: "Ich wurde schon vor geraumer Zeit über die Vorgänge auf dem Planeten informiert." Malik und Hartmann waren nicht verwundert darüber, dass sie nichts davon wussten, solche Informationen unterlagen der absoluten Geheimhaltung. Der Mann auf dem Monitor fuhr fort: "Ich habe bereits einen Transporter mit schwerem Gerät im Orbit. Er wird bald im Hangar landen. Ich werde die Truppen ihrem Kommando unterstellen Hartmann. Sie werden für jeden einzelnen meiner Männer verantwortlich sein, vergessen sie das nicht. Mehr Männer kann ich nicht entbehren. Lösen sie das Problem unverzüglich." Dann verschwand die Übertragung wieder.

    "Keine unbedachten Aktionen!", die blecherne Stimme übertönte die kreischenden Kreaturen am Hang, die nun auf Icarael zuritten. "Ich werde die äußeren Reihen niederstrecken, du wartest bis sie ganz nah sind Junge, dann springst du zur Seite. Schütze deinen Rücken. Der Rest folgt später." Der Hüne neben ihm schritt langsamen, aber bestimmten Schrittes zum Straßenrand, das breite Schwert geschultert, den auf dem Arm montierten Sturmbolter erhoben. Unablässig schoss das heiße Blei auf die Feinde zu. Die großkalibrige Waffe riss gewaltige Wunden, die schienen, als würde das Fleisch um sie herum förmlich explodieren.
    Icaraels Körper zitterte unter dem Unbehagen, mitten auf der Straße warten zu müssen, bis sie kamen. Wäre nicht dieses furchtbare Kreischen und das was er über diese Dämonenbrut gelernt hatte in seinem Kopf, würde er wahrscheinlich nicht die wahre Bedrohung abschätzen können, die von diesen jungen frauenähnlichen Wesen, mit ihrer zarten weißen Haut ausging. Die lila und rosafarbenen Muster auf ihrer Haut, wirkten auf diese Entfernung wie, die ruchlos knappe Bekleidung der Frauen mit denen sich sein herr manchmal in Bars traf. Die dunklen, violetten, hornartigen Auswüchse, die über ihre Stirn den Hinterkopf entlang liefen, wirkten fast wie nach hinten gekämmte Haare.
    Man könnte meinen, sie würden ihn rufen mit ihren hellen Schreien. Es war, als würden sie ihn anflehen zu ihnen zu kommen. Er machte einen schweren Schritt nach vorn. Seitlich saßen sie in den Satteln ihrer reptilienähnlichen Reittiere und fuhren mit den Händen über ihre Körper. Sie riefen seinen Namen. Einen weiteren Schritt machte er. Sie waren nur noch ein Klein wenig entfernt.
    "Idiot!", hallte es durch die Straßen, als er wieder zu sich kam. Gerade rechtzeitig, um der peitschenden Zunge eines Reittieres mit einem Sprung zur Seite auszuweichen. Er rollte sich ab und tat, was man ihm aufgetragen hatte. Die Klinge über seinen Rücken gelegt, blockte er den ersten Schlag ab. Dann packte etwas seinen metallenen Arm.

    Sichtlich enttäuscht überblickte Malik die Handvoll Truppen, die ihnen geschickt worden waren. Mehr, als einen Trupp Marines in einem Rhino Truppentransporter, einem Predator Destruktor und zwei Land Speeder, konnte der Kommandant also nicht entbehren. Es würde reichen, wenn alles gut gehen würde, aber auch nur dann. Malik drehte sich zu Hartmann um: "Ihr Gefallen kann nicht gerade von großer Bedeutung gewesen sein.", abwiegelnd antwortete dieser: "Sagen wir es so. Ich bin nicht der beliebteste Mann des Ordens.", zufrieden über die Truppen blickend fuhr er fort: "Immerhin sind sie hier nicht wahr?" Ich denke das alles wird vollkommen ausreichend sein." Malik konnte seinen Optimismus nicht teilen.

    Regungslos lag das Ding dort unten im Regen. Ein dünner Strom, roten Blutes verließ den durchnässten Leib. Snikket fragte sich, ob es vielleicht schon tot sei, aber es schien nicht nur seine Aufmerksamkeit zu wecken. Helle, bunt gefärbte menschendinge schwankten auf das Kriegerding zu. Sie wirkten anders, als die, die er bisher gesehen hatte. Waren das wirklich Menschendinge? Aufgeregt streckte er seine spitze Nase über den Rand des Gebäudes und schnupperte in die Tiefen der Gassen hinein. Es roch süßlich. Es wirkte nicht so widerlich, wie die anderen Dinge hier. Es erinnerte ihn an irgend etwas, aber er vermochte es nicht einzuordnen. Waren sie gekommen, um dem Ding dort unten zu helfen?
    Lächelnd registrierte er das offensichtliche Gegenteil, die auf und zuschnappende Klaue eines der Dinge, zeugte von ihrem Kampfeswillen. "Gut-gut. Snikket bekommt doch noch Kampf."

    Unter den abwertenden Blicken der Marines, hockten die beiden Inquisitoren in dem, über die Straßen der Stadt rumpelnden, Rhino und machten sich bereit. Es galt sechs Portale zu schließen. Malik war nicht gerade ein Bewunderer der vielen Space Marine Orden. Es konnte nicht im Interesse des heiligen Imperators sein, wenn seine Söhne eigenbrötlerisch ihr eigenees Süppchen kochten. Zu oft scheiterte eine erfolgreiche Zusammenarbeit, schon an der Verschlossenheit der zweifellos, großartigen Krieger.
    Jeder Orden war angefüllt mit Geheimnissen und verdrängten Taten. Malik selbst hatte viele schreckliche Dinge getan, aber wer sein Tun verschleierte, betrog den heiligen Imperator. Und diese Truppen um ihn herum hatten definitiv etwas zu verbergen. Dies behagte ihm keineswegs, wenn sie nicht als Mittel zum Zweck nötig wären, hätte er gerne auf die Mithilfe, dieser versteinert wirkenden Krieger verzichtet.

    Mit einem Ruck riss Icarael die Kreatur aus dem Sattel. Sein neuer Arm war unempfindlich gegenüber den scharfen Klauen der Angreifer. Kreischend schleuderte die Dämonette über ihn hinweg auf das Pflaster. Nach einigen Drehungen kam sie zum Liegen und starrte fröhlich in sein Gesicht. Mit erhobenem Schwert stand er über ihr, während sie genüsslich mit ihrer unnatürlich langen Zunge über ihre Lippen fuhr. Sein Fuß ruhte schwer auf der widerwärtigen, krebsartigen Klaue, die eben noch seinen Arm umklammert hielt. Er zögerte. Mit ihrer zarten, menschlich wirkenden hand fuhr sie unter ihm über ihren Hals. Einladend zischend fuhr sie hinab zu ihren spitzen brüsten und stöhnte genüsslich auf, als der Fingernagel ihres Daumens in ihr eigenes Fleisch schnitt. Weiter glitt ihre blutverschmierte Hand ihren Körper hinab und ihre Lippen formten ein Bitten.
    Dann raste die breite Klinge hinab und trennte das Gesicht vom Rest des Schädels. In einem feurigen Ascheregen verging der Dämon und der Kreuzritter packte ihn am Kragen und zog ihn zu sich hoch: "Töte das Ding. Verbrenne das Ding, aber niemals sehe das Ding." Schnell nickend wurde er wieder zu Boden gelassen, als er sah wie die Klaue einer der Kreaturen auf die beiden zuraste. Er hob sein Schwert um den Schlag abzublocken. Der Mann vor ihm blieb regungslos. Hart schlug die widerliche Klaue gegen seine Klinge und wurde gestoppt. Die zischende Fratze, mit ihren spitzen Zähnen kam allerdings weiter auf ihn zu.
    Dann explodierte der Schädel unter dem Einschlag des Boltgeschosses. "Sehr gut, Bursche. Erst die Verteidigung, dann die Vernichtung." Icaarael drehte sich nickend um und die beiden starrten nun den Hang hinauf zu den drei verbliebenden Dämonetten, die von ihren Reittieren stiegen. Hinter den frevlerischen Kreaturen erschien ein unheimlicher Schatten, der durch das Feuer der Scheiterhaufen über die Straßen zuckte.

    Gelangweilten Schrittes stieg Laertes die Straße hinab. Die letzten Kreaturen, waren normalerweise nicht einmal seine Aufmerksamkeit wert, aber er eine Pflicht zu tilgen. Sein linker Ringfinger stand immer noch unnatürlich von seiner zur Faust geballten Hand ab. Ohne sich die Mühe zu machen seine Anwesenheit zu verbergen, hallten seine Schritte durch die Nacht.
    Die Kreaturen hatten sich bereits umgedreht und zischten ihn einladend an. Verführerisch rieben sie ihre Körper aneinander bis er vor sie trat. Er hatte keinen blick für sie übrig, zucken schnellte sein rechter Arm nach vorn und umklammerte den Hals der äußersten Kreatur. Immer fester drückte er zu. Gurgelnd und mit umhertanzender Zunge blickte die Dämonette verzückt in den Himmel, dann drückte er noch einmal zu. Laut krachend brach das Genick. Unwürdig auf den Boden zu stürzen, verflog die Asche des Dämons bevor der Sturz beendet war.
    Die Klauen der anderen beiden, schnellten auf ihn zu. Ein fester Tritt in den Magen ließ eines der Wesen über den Boden schlittern, während er die Schere der anderen abblockte indem er von unten den Ellenbogen gegen die Außenseite der körpereigenen Waffe krachen ließ. So aus dem Gleichgewicht gebracht flog der Körper förmlich an ihm vorbei. Sein Knie schnellte nach oben und bohrte sich in den Brustkorb de Opfers, dann raste sein Ellenbogen von oben auf das Rückgrat zu. Unter dem festen Druck gaben die Wirbel schlussendlih nach. Mehr Asche wurde vom Wind durch die Straßen getragen. Er schritt zur letzten Kreatur die vor ihm auf dem Boden lag. Seine rechte Hand schoss förmlich nach vorne und umschloss das Handgelenk der krebsartigen Klaue. Hoch hob er die Gestalt in die Luft und die kühlen, leblosen Augen seines Helmes starrten in die kleinen zu Schlitzen verzerrten, gelben Pupillen. Dann krachte sein Helm gegen den Schädel.Jaulend versuchte sich das Ding aus seinem Griff zu befreien und schlug mit der freien, menschlichen Hand immer wieder gegen seinen Brustkorb. Unberührt schlug sein Helm wieder ein. Und wieder. Die Augen unter seinem Helm geschlossen, merkte er erst, dass es vorbei war, als sein nächster Angriff ins Leere ging.
    Er sah sich kurz. Die Reittiere vergingen mit ihren Herrinnen in einer beiigen Schlacke. Gelangweilt ging er an Icarael und dem Kreuzritter vorbei, weiter in die Stadt hinein. Während der Junge vor ihm kaum aus dem Staunen kam, ergriff der große Mann seine Schulter: "Er hat deine Bewunderung nicht verdient, Junge. Er ist nur hier in dieser Welt um zu töten."
    Der riesige Krieger wusste nichts. Als er die beiden passierte, richtete sich sein leises Flüstern mehr an sich selbst, als an die beiden: "Ich nicht hier um zu töten. Ich bin nur hier um zu sterben."


    OT: OooooooooKkkkkkkk :P ich glaub in dem Tempo gehts nich mehr weiter werde das auf ein halbes Kapitel pro tag runterfahren ich bin ja voll im eimer und die pösen pösen m8s ausm clan zwingen mich immer zu dow ;(

  • Sehr gut geschrieben,und für Fantasy triffts sogar meinen Geschmack ^^. Sehr Nice.

    ( Btw. wenn man den Link in deiner Sig sieht,denkt man erstmal es sei irgendein Hentai download Link,nicht an eine Fantasy Story :34: )

    Edited once, last by Khain (July 18, 2007 at 9:56 PM).

  • Kapitel VIII


    Der Regen hatte aufgehört. Die Luft strömte durch sein gesamtes Fell, als er sich fallen ließ. Angenehm kühlte sie seine Haut, in dieser feuergeschwängerten Nacht. Sein Umhang flatterte hinter ihm, als wolle er den Sturz vermeiden indem er seinen Griff nach dem Dachvorsprung ausstreckte, von dem Snikket kam. Der Boden kam immer näher, die Steine des Pflasters wurden immer größer.
    Dann spürte er den nassen Boden und rollte sich geschickt ab, um dann vor dem erschlafften Körper des Kriegerdinges Halt zu machen. Er wollte seine Ankunft nicht verbergen, er wollte so viele der bunten Dinge wie möglich im direkten Kampf stellen. Laut fauchend begrüßte er seine Opfer, die ihn wenig überrascht einkreisten. Sein Blick fokussierte das nächste Ding, seine Ohren zuckten aufgeregt aufgestellt in alle Richtungen. Er vernahm ihren Geruch so eindringlich, dass er sich kaum vergewissern musste, von wo welche Kreatur attackieren würde. Ungerührt schwankten sie langsam und siegessicher um ihn herum und zogen ihre Kreise enger und enger.
    Er würde sie lehren den größten Hrudassasinen seines Klans, nein aller Klans nicht zu unterschätzen. Das Scharren auf den Steinen hinter ihm deutete ihm, dass der Tanz begann. Sofort betätigte er seinen Warpakkumulator. Seine Feinde, die aufgewirbelte Erde, die Luft, alles blieb stehen. Als er in die Schatten tauchte erkannte er endlich den Geruch der Gegner wieder. Sie rochen nach den Nebeln des Warp.

    Malik ergriff den seitlichen Rand der hinteren Ladeluke des Rhinos. Kraftlos glitten seine Finger hinab, als die letzten Relictors an ihm vorbei nach draußen strömten. Die Land Speeder hatten den kleinen Konvoi schon vor einiger Zeit verlassen, um die Straßen mit ihren Sturmkanonen zu säubern.
    Das laute Hämmern der Bolter bat ihn in einem ungemütlichen Ton nach draußen und missmutig folgte er der Einladung. Das Ziel der Marines war eine Gruppe von Dämonetten, die den großkalibrigen Geschossen nichts entgegen zu setzen hatten. Die eigentliche Stärke dieser Widerwärtigkeiten, hatte keine Wirkung auf die Marines, die den Verzicht dieser Dinge gewohnt waren.
    Der Predator bezog hinter ihnen Stellung und richtete seine Hauptkanone auf das Portal aus, dass sich unweit die Straße hinab befand. Viele der häretischen Kreaturen zerfielen vor seinen Augen zu Asche, aber wie er es erwartet hatte, würden all diese Anstrengungen nichts bezwecken. Er befahl das Feuer einzustellen.
    Es handelte sich um kleine Portale, die Kreaturen konnten nicht unaufhörlich hindurch strömen, nur eine geringe Anzahl, vielleicht ein Dutzend konnten gleichzeitig in dieser Welt Fuß fassen, die es wieder zu reinigen galt. Aber es schien, als würde am anderen Ende der Wirbel ein gewaltiges Heer auf seinen Einlass pochen und so kam für jeden getöteten Dämon ein Neuer nach. Sie alle zu vernichten würde ihre Kapazitäten bei Weitem überfordern und er und Hartmann konnten nicht nah genug an die Portale heran, wenn jeden Moment ein neuer Diener der Geheimnisse herauskam um nach ihrem Blut zu verlangen.

    Icarael schritt allein über die knarrenden Dielen des Rathausflures. Ihm war unwohl dabei sich bei der Suche aufzuteilen, aber noch viel schlimmer war es, dass Laertes sie verlassen hatte und ohne sich umzudrehen an ihnen vorbei in die Nacht verschwunden war.
    Leise quietschend öffnete er die Tür zu dem Quartier der Frauen. Sie mussten schnell alle wieder vereinen, um der neuen Situation begegnen zu können. Das laute Schnarchen zeugte von dem Erfolg seiner Suche. Wie konnte der alte Gregory nur so seelenruhig schlafen, wenn draußen ein Kampf getobt hatte? Als er das Zimmer betrat hoffte er einfach, dass der alte Herr schon immer einen festen Schlaf hatte und nicht, dass das Alter seine Sinne bereits eingeholt hatte.
    Die anderen beiden Betten waren leer. Er konnte nur hoffen, dass Hartmanns Gefolgsmann mehr Glück hatte und so weckte er den Weisen mit einem beherzten Schütteln aus, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, wunderschönen Träumen. Mit einem grunzenden Geräusch, das entstand, als der Alte die Luft durch die Nase einzog, schreckte er hoch. Icarael lächelte den entäuscht blickenden Gregory an, als dieser fragte: "Was ist denn los? habe ich schon wieder alles verschlafen?" "Nicht alles.", grinste ihn der Junge an und fuhr fort: "Aber jetzt müssen wir uns erst mal auf die Suche nach den anderen machen. Zieh dich schnell an und pack deine Sachen zusammen, es geht gleich los."
    Gregory schlürfte hinter ihm durch die Gänge, als sie gerade die Treppe passieren wollten, die zum Dach führte. So angespannt wie er war, musste er einfach zusammenzucken, als die schweren Stiefel neben ihm auf den boden schlugen. Schnell atmend sah er zu dem großen Kreuzritter auf: "Wie um alles in der Welt kommt es, dass man sich mit solch einer Rüstung so an jemanden heranschleichen kann?", fragte er, als er sich langsam von dem Schreck erholte. Der Riese nickte ihm nur kurz zu ihm zu folgen und ging dann voran. Erst nach einigen Schritten, war er wohl so gnädig ihm eine unbefriedigende Antwort zu schenken: "Oben war auch niemand. Lasst uns die Soldaten in der Eingangshalle fragen, ob sie etwas über den Verbleib der anderen wissen."
    Gesagt, getan, kamen sie unten in der geräumigen, aber mit Feldbetten zugestellten Halle an, in der nur noch einige wenige Soldaten warteten. Icarael wollte einen der Männer ansprechen, der ihn jedoch gekonnt ignorierte und als er gerade energischer werden wollte, erschallte die Stimme des Kreuzritters durch die Halle, die jedwede Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Frage nach dem Verbleib der zwei übrigen Frauen erntete zumeist nur ein kollektives Achselzucken, bis einer der Männer seinen Zigarettenstummel durch den Raum schnippte und von seinem Bett aufstand: "Vorhin bei dem Kampf wurde dieser komische Kauz von eurer Truppe bei der Explosion verwundet. Ich glaube ich habe das eine Weib gesehn, wie sie danach irgendwo in die Gassen hineingerannt ist. Wo genau hin, weiß ich auch nicht mehr, ist mir ehrlich gesagt auch vollkommen egal." Der Kreuzritter war schon bei ihm und packte ihn am Kragen und hob ihn hoch in die Luft, um ihm tief in die Augen blicken zu können: "Dann erinnere dich."

    Malik nickte Hartmann zu und dieser befahl sogleich den Marines ihre Bolter in die Halterung ihrer Rüstung zu stecken. Es war an der Zeit für einen Kampf von Angesicht zu Angesicht.
    Vielleicht zehn Meter trennte die wagemutige Truppe von dem Wirbel, aber mindestens genauso viele Dämonen würden sie zwingen sich jeden Zentimeter Boden hart zu erkämpfen. Malik und Hartmann banden die Rosenkränze mit dem Inquisitionszeichen um die Handgelenke und Unterarme. Nur wenn sie auf eine ganz bestimmte Art, welche den allmächtigen Griff des geheiligten Imperators um die gesamte Galaxis symbolisierte, gekreuzt wurden, nur dann konnte das folgende Ritual Erfolg haben.
    Unaufhaltsam schritten die stolzen Krieger vorwärts. Was auch passieren würde, sie würden ihre Schlachtlinie niemals aufbrechen. Die Kreaturen schritten verunsichert zurück und zischten gegen das Kommende an, aber ihr tiefstes Inneres zwang sie dann doch zu handeln. Einzelne Dämonetten stürzten sich mit ihren Klauen in den Kampf. Laut hörte Malik die Arme der Monster brechen, als die meterhohen Hünen, die vor ihm Schritten ihren Feinden den stählernen Griff des Imperiums entgegensetzten.
    Malik aber musste sich konzentrieren, die altertümlichen Formeln, aus den vergessenen Tagen, aus den Zeiten, als Niemand es gewagt hätte die Allmacht des Imperiums in Zweifel zu stellen, brauchten seine volle Konzentration. Weit trug der Wind die säuselnden Worte der im Einklang betenden Inquisitoren, bis sie immer lauter wurden. Nur noch ein paar Meter. Alle Marines, bis auf der letzte waren zurückgeblieben, um ihr zugewiesenes Ziel zurückzuhalten. Die zwei letzten Kreaturen schnellten auf den großen Krieger, vor ihnen zu. Jaulend schlitterte eine der Dämonetten unter dem Tritt über das Pflaster, die andere kam allerdings zu schnell. Mit einem satz warf sie den Hünen um und hockte nun über ihm. Es wäre ein Leichtes für Malik, als auch für Hartmann gewesen ihm zu helfen, aber die Konzentration durfte nicht gebrochen werden. Langsam schritten sie den letzten Meter auf das Portal zu. Der Marine am Boden hatte genug damit zu tun die Schläge des Monsters über ihm abzufangen, aber er hatte wohl auch erkannt was Malik im Augenwinkel sah. Der Krieger brüllte den beiden zu: "Beeilung!", aber mit unbändiger Ruhe gingen beide den letzten Schritt, die heilige Energie um ihre Fäuste knisterte förmlich und die Luft um sie waberte bedrohlich.
    Die Dämonette die wieder aufgestanden war und zum Angriff ansetzte würde zu spät kommen. Die beiden Fäuste rasten zeitgleich in den Wirbel. Ein grelles Licht zeriss das Portal und die Dämonette wurde geblendet. Dann erhellte zeitgleich das Mündungsfeuer aller Marines die Straße. Noch fünf.

    Vorsichtig lugte das kleine Mädchen die Kellertreppe hinauf. Ihren Bruder fest im Arm machte sie die ersten Schritte die Treppe hinauf. Der Kampflärm hatte sich schon vor einer Weile gelegt und vielleicht war nun alles vorbei?
    Dann hörte sie das Scharren. Als würde etwas schweres über den boden geschleift werden. Sie wusste nicht ob sie ihren nächsten Schritt zuende führen sollte oder gleich wieder zurückrennen sollte, so hing ihr Fuß kurz über der nächsten Stufe in der Luft, bis sie gerufen wurde: "Menschending! Hol Jungtier und komm hoch-hoch. Wir müssen auf Dach-Dach." Sie wusste nicht, warum sie so glücklich darüber war seine Stimme zu hören, aber irgendwie vertrieb das gebrochene Altgotisch die Angst aus ihren Muskeln.
    Schnellen Schrittes eilte sie das Treppenhaus hinauf und als sie um die Ecke kam, wo die nächste Treppe in den ersten Stock führte, sah sie an deren Ende Snikket, wie er eine blutende Frau die Treppe hinauf zog. Ihre Augen wurden groß vor Furcht. Hatte die Ratte die arme Frau getötet? Dann rief er sie: "Komm-komm. Menschding schwer. Menschending verletzt, wird viele Warpdinge anlocken-locken." Das vorfreudige Kichern, ließ sie einen Schritt zurückweichen, aber dann hörte sie wie die Eingangstür im Nebenraum zur Seite gerissen wurde. Sie fasste sich ein Herz und rannte hinauf.

    Sie hatten den Weisen bei den Soldaten gelassen. Er würde sie nur behindern, wenn es zum Kampf kommen würde. Icarael starrte den großen Mann neben ihm von oben bis unten an. Der unbehagliche Blick den ihm dieser nun zuwarf, störte ihn schon gar nicht mehr. Ihm fiel auf, dass er ihn nie ohne seine Rüstung gesehen hatte, nicht einmal ohne Helm. "Was starrst du mich so an, Bengel?", es klang mehr nach einer Aufforderung es zu unterlassen, als nach einer wirklichen Frage, aber Icarael nutzt die Gelegenheit um ein wenig mehr über seinen Begleiter herauszufinden: "Ich habe mir überlegt, dass wir jetzt schon solange unterwegs sind, aber ich kenne nicht einmal deinen Namen." "Lombard. Erik Lombard.", ertönte es widerwillig unter dem Helm.
    Fröhlich grinste der Junge ihn an und fuhr fort mit seinen nervenden Fragen: "Woher kommst du? Und wie hast du überhaupt zu Hartmann gefunden? Und...", der Kreuzritter riss den Oberkörper herum und packte Icarael mit eisigem Griff an der Schulter: "Es ist genug, Kind.", als der Mann seine Hand wieder zurückzog, um die Reise fotzusetzen, sah Icarael zum ersten Mal die Unterseite des Handschuhs, der linken Hand. Mechanische Gelenke bewegten sich in der Hand hin und her um die metallenen Finger in ihre Position zu bringen. Nur einer der Finger war noch aus narbenübersätem Fleisch und Blut und so konnte er das erste Mal sehn, dass Erik schwarz war.

    Und erneut schloss sich eines der Portale unter dem Ritual. Alle stiegen wieder in das Rhino. Noch hatten sie keine Verluste zu beklagen. Nur einer der Marines war verletzt, aber der Verlust von rund zwei Kilo Muskelmasse am Oberarm, schien den Krieger keineswegs davon abzuhalten seine Pflicht zu erfüllen. Regungslos saß er wie die anderen auch auf seinem Platz und starrte in die Leere.
    Die Söhne des Imperators waren ohne Zweifel perfekte Krieger und körperlich jedem anderen Wesen im gesamten Imperium überlegen, aber trotzdem zweifelte er an ihrem Geist. Diese sturen Gesellen sollten mit Sicherheit nicht ohne Überwachung gelassen werden. Seid dem Bruderkrieg war die geistige Schwäche, des Hauptpfeilers der imperialen Verteidigung, das größte Problem für die Behörden der imperialen Inquisition. Durch die unzähligen Sonderrechte war es immer wieder schwierig, die Wahrheit über die Beweggründe der Orden zu erfahren. Wenn es nach ihm gehen würde, wären diese Rechte schon vor Ewigkeiten abgeschafft worden und der freie Zugang zu allen Informationen, für die Inquisition geöffnet worden.
    Aber zu seinem Leidwesen ging es nicht nach ihm. Genervt zog er seinen Hut ins Gesicht und lehnte sich zurück. Das nächste Portal war in der Nähe des Rathauses. Er konnte nur hoffen, dass seine Gefolgsleute es bisher ohne ihn überlebt hatten.

    Laertes hockte gelangweilt auf einem Dach und starrte in die Tiefen des großen Feuers am Horizont. Der Regen hatte bisher alle seine Hoffnungen zunichte gemacht, aber jetzt hätte er vielleicht doch noch Glück, dass das Feuer irgendwann die ganze Stadt und ihre armseligen Einwohner verschlingen würde. Dann bemerkte er eine Ansammlung der Dämonen auf einem Dach unweit von ihm.

    OT: so ich geh jetzt erstmal duschen, dann poste ich den Rest des Kapitels.

  • Snikket hatte das Ding in eine Ecke des Flachdaches gezogen und dem Weibchen befohlen darauf aufzupassen. Das Blut würde viele Kämpfer zu ihm bringen. Gute Kämpfer. Nicht wie diese Menschendinge dort draußen. Die Warpdinge waren viel geschickter im Kampf und in der Masse hoffentlich auch eine Herausforderung. Die bunten Wesen schritten bereits Welle um Welle durch die kleine Tür, die hinauf zu dem von ihm auserkorenen Kampfring führte.
    Er wusste, dass er den Rest an Warpstein, der ihm verblieben war nicht für unnötige Sprünge verschwenden durfte, also hielt er sich nah am Rand des Daches um den Rücken frei zu haben. Der Halbkreis an Feinden vor ihm wurde immer dichter, dann schossen die ersten Dinge nach vorn. Mit einem Satz sprang er nach oben, landete auf dem Hinterkopf des Dämons, sprang von dort weiter ab, aber nicht ohne die Klinge an seinem Schwanz in die Stirn des Warpdinges krachen zu lassen. Ein Regen aus Asche stürzte auf das ängstliche Weibchen hinter ihm herab.

    Unbemerkt landete Laertes im Rücken der widerwärtigen Kreaturen. Immer mehr Dämonen strömten über die Tür, rechts von ihm, aufs Dach. Früh hatte er das Knäuel aus Stoff und Fell bemerkt, das über die Köpfe der Dämonen hinwegtanzte und Streich um Streich ihre Reihen lichtete. Doch dann zerfiel eine weitere der Kreaturen zu Asche und machte die Sicht auf sie frei.
    Alles was ihm geblieben war starb in diesem Moment. Serina lag in ihrem eigenen Blut am Boden, getötet von dem Hrud. Langsam stieg er vom Sims des Dachs und betrat den Kies. Sein linker Arm zuckte unkontrolliert unter der Anspanung hin und her, bis dann sein Ringfinger laut knackend in seine ursprüngliche Position zurückgezwungen wurde. Langsam ging er los, schritt auf die erste Dämonette zu. Von hinten packte sein Griff, die überraschte Abscheulichkeit, an einem der Hörner und er riss mit solcher Macht daran, dass das schwarze Blut gegen seinen Oberkörper klatschte und er das Horn nun in Händen hielt. Mit einem Tritt stieß er das jaulende Ungetüm vom Dach. Der nächste Feind hatte ihn bereits bemerkt und drehte sich um. Schnell zuckend schoss seine Hand durch die zuschnappende Klaue hindurch und bohrte das Horn in das Auge des Dämons. Noch bevor sein Arm abgetrennt werden konnte, zerfiel das Monster zu Staub. Kurz darauf zerbröselte das Horn in seiner Hand zu Asche. Die Dämonette musste auf die Straße geschlagen sein.

    Snikket sprang von Kopf zu Kopf der Ungetüme und seine Klinge wirbelte in immer wieder neuen Bahnen durch die luft. Er war ganz in seinem Element. Es waren nur viel zu wenige der Warpdinge, um ihm ernsthaft gefährlich zu werden. Er musste seinen Warpakkumulator so nicht ein einziges Mal einsetzen. Immer weniger wurden es um ihn herum, aber er hörte sie schon die Treppe hinaufkommen.
    Als er alle in unmittelbarer Nähe niedergestreckt hatte, landete er zum ersten Mal seit einer schier unendlichen Zeit auf dem Kies des Bodens. Sein Blick hellte sich auf und seine Schnurrhaare zitterten vor Vorfreude, als er sah was dort auf ihn zukam. Das schwarze Kriegerding war aufgetaucht um ihn zu stellen. Der Tag hätte nicht besser enden können.
    Hämisch grinsend beobachtete Snikket wie die Warpdinge eines nach dem anderen, den bloßen Schlägen und Tritten seines Gegenüber zum Opfer fielen. Jetzt hieß es nur noch er oder das Kriegerding.

    Laertes schleuderte die letzte Dämonette vom Dach. Die verfluchte Ratte wartete auf ihn. Das Kind war ihm vollkommen egal, aber er konnte Serinas Leichnam nicht hier oben von den Dämonen schänden lassen. Sein Griff ging zu seinem Gürtel. Ohne seinen Blick von der Ratte abzuwenden, schleuderte er die Granate den Gang hinab. Er beschleunigte noch einmal, dann explodierte der Eingang und verschüttete alles und jeden. Niemand würde ihr etwas antun.

    Snikket sah wie sein Gegenüber unbeirrt auf ihn zuraste. Die Geschwindigkeit war beeindruckend und er wollte jetzt noch keinen Warpstein vergeuden. Seine Ausweichmöglichkeiten waren stark eingeschränkt, da hörte er das laute Surren. Dem schwarzen Krieger zugrinsend sprang er in die Tiefe.

    Die Ratte würde nicht so einfach davonkommen. Er rannte los, trat sich vom Sims weg und raste in die ungewisse Zukungt. Die Häuserfront vor ihm schnellte an ihm vorbei, dann sah er woe die Ratte geblieben war. Voller Hohn wartete sie auf der Front eines vorbeiziehenden Land Speeders. Er hörte das Surren von links und hoffte nur noch, dass sein Glück ihn nicht verlassen würde.

    Snikket hatte sich gerade noch halten können indem er seine Klinge in die Außenhaut des fliegenden Metallungeheuers vergraben hatte. jetzt versuchten ihn die Pranken des Metalldinges zu vertreiben, welches auch auf dem Flieger war. Er sprang kurz hoch drehte sich in der Luft und trat dem Ding seitlich gegen den Kopf, so dass es hinab in die Tiefe stürzte. Das zweite Metallding schien zu beschäftigt zu sein, um ihn zu attackieren, aber durch diese Ablenkung hatte er den schwarzen Krieger aus den Augen verloren.

    Ein schmerzhafter Ruck ging durch seinen Arm, als sein Sturz gestoppt wurde. Seine Finger umschlossen, die unter dem Rumpf des zweiten Land Speeders, montierte Sturmkaonen. Bei dem Tempo würde er sich kaum nach oben ziehen können, also tat er das einzige was ihm übrig blieb und schrie: "Feuer!" Die Rohre rotierten schnell und zerrten ihn nach oben, auf ihrem Höhepunkt, nur Sekundenbruchteile bevor sie zu heiß wurden ließ er los und sich so nach oben tragen, bis hinüber zum anderen Speeder.

    Das laute Hämmern der Geschosse erweckte Snikkets Aufmerksamkeit und er sah, wie das andere Gefährt gleichauf neben seinem schwebte. Gerade noch rechtzeitig bemerkte er den Schatten über sich und sprang nach hinten. Nur um knapp der niederkrachenden Faust seines Gegners zu entkommen. Die Vorwärtsbewegung des Untergrunds trieb ihn nach hinten und er musste nun schnell reagieren. Seine Hinterpfote erreichte noch knapp die Cockpitkanzel und er konnte sich so Richtung Zentrum des Fahrzeuges abstoßen. Sein Arm packte die Heckflosse, während sein Schwanz die kleine Granate an deinem Gürtel ergriff. Die Flugrichtung zwang ihn in einem Halbkreis über das Fahrzeugheck hinweg und sein Schwanz entzündete die Zündschnur seiner Granate an den Flammen, die aus den Triebwerken traten. Dann ließ er los, schleuderte die Granate Richtung Feind und wurde hinüber zum anderen Speeder getragen. Als er merkte, dass er es nicht bis zum anderen Gefährt schaffen würde, aktivierte er seinen Warpakkumulator.

    Laertes Faust schlug hart gegen die Metallplatten. Wutentbrannt schrie er auf und sah nach links. Etwas schoss durch die Luft auf ihn zu. Seine Arme auf den Boden stemmend überschlug er sich und trat die Granate mit der Unterseite seiner Füße, wieder zurück zu der Ratte, doch er verfehlte sie, als der Hrud in einer schwarzen Nebelwolke entkam. Rückwärts sprang Laertes auf den anderen Land Speeder zu.

    Snikkets krallen umschlossen das Cockpit des neubetretenden Speeders und seine eigene Granate flog an ihm vorbei. Zufrieden mit dem Verlauf des Kampfes registrierte er kaum, wie die Explosion hinter ihm, eines der Triebwerke zerfetzte. Erst als er unter dem Schlingern kaum Halt finden konnte wurde ihm bewusst, dass sich das Gefährt gefährlich nah der Häuserwand näherte. Dann raste der Tritt seines, aus den Augen verlorenem Gegenübers auf ihn zu.

    Der Kreuzritter hatte den ganzen Weg über kein weiteres Wort mit Icarael gesprochen. Die Geschichte seiner größten Niederlage und des Verlusts von fast 70% seines Körpers, war nichts, was er dem Jungen zumuten wollte. Mühselig räumte der große Mann die Treppe, die zum Dach führte von den großen Schuttteilen frei, während der Junge neben ihm den Rest erledigte.
    Wehmütig erinnerte er sich an die schrecklichen Momente, als die Granate neben ihm einschlug. Man konnte sich nicht vorstellen, wie es war wenn der eigene Arm abgetrennt wurde, wenn man es nicht selbst erlebt hatte. Es tat nicht annähernd so weh, wie man es erwarten würde. Hätte er nicht hingesehen, sondern wäre einfach aufgestanden und hätte weitergekämpft, hätte er vermutlich nicht einmal schreien müssen. Der Schock verhinderte die Schmerzen.
    Aber er hatte seinen Arm hinabgestarrt und sein Verstand hatte ihn gezwungen den Verlust zu betrauern, indem er fürchterlich schrie. Obwohl er nichts fühlte. Nur die Angst zwang ihn zu den Schreien, die seinen Peiniger über das Schlachtfeld zu ihm führten.
    Er konnte sich noch genau an das glückliche Gesicht des Chaos Space Marines erinnern, als dieser die Gliedmaßen von seinem Körper trennte. In seiner Panik hatte er nichts unternehmen können und als ihm dann der Unterleib von den unzähligen Einschlägen der Boltgeschosse zerrissen wurde, war er immer noch nicht bereit gewesen zu sterben. Lächelnd erinnerte er sich an den erbosten Ausdruck in der Fratze des Chaoten, als er noch immer da war. Er hatte erst das Bewusstsein verloren, als er sah, wie der riesige Hammer den Schädel seines Peinigers zertrümmert hatte.
    Dies war wahrlich keine Geschichte, die dem jungen Mann gut tun würde, dachte er bei sich, als er endlich das letzte große Stück beiseite räumte. Sie hatten Glück gehabt. Er konnte Serina sehen, wie sie an den Sims des Dachs geleht saß und ein kleines Mädchen umarmte, das einen Säugling trug.

    Snikket aktivierte erneut seinen Warpakkumulator und die Zeit um ihn herum stand still. Nur noch ein klein wenig war der Fuß des Kriegers entfernt. Er sprang auf den Oberkörper seines Feindes und von dort ab in Richtung des Gefährts, auf dem er zuerst gelandet war. Er wollte ihn nicht so einfach besiegen, er wollte einen guten Kampf.
    Dann endete die Wirkung seines Gerätes und er flog durch die Luft. Doch dann plötzlich ging ein Ruck durch seinen Körper. Er hatte ihn am Bein gepackt und zog ihn mit hinunter auf das, an Wand zerschellende Gefährt.

    Malik, Hartmann und die Marines bezogen neben dem Rhino Stellung, um wie die beiden anderen Male zuvor das nächste Portal zu schließen. Die männer um ihn herum legten an, um die erste Welle niederzustrecken, doch dann zuckte vor ihnen ein rötlicher Blitz aus dem Portal in die Reihen der Dämonen. Die meisten verbrannten und die, die übrig blieben wurden langsam in das Portal zurückgezogen. Verwundert sah Malik mit an wie sich der Wirbel unter dem Kreischen der Dämonen schloss. Dann erhielten die beiden Inquisitoren die verwunderliche Nachricht. "Die Portale überall in der Stadt schließen sich. Die Dämonen werden allesamt in die Wirbel gesogen oder verbrennen auf der Stelle. Was geht dort vor Hartmann?", die Frage kam von der Callidus, die im Kontrollzentrum zurückgelassen wurde, um gegebenenfalls Berichte über die Lage zu senden.
    Wie in diesem Fall. Aber es konnte nicht sein. Es gab nur einen möglichen Grund für solche Vorkommnisse, aber das durfte einfach nicht sein. Hartmann hatte weniger Zweifel daran: "Es gibt nur die Möglichkeit, dass sich Warprisse von allein schließen, wenn sich in unmittelbarer Nähe ein gewaltiger Riss formiert, der mindestens die Ausmaße eines großen Mondes hat." "Nicht gerade die Nachricht die ich hören wollte.", nach einem kurzen Einatmen fuhr die Callidus fort: "Soll ich dann noch fragen, ob sie sich um die paar Verräter kümmern, die mit einem kleinen Transporter entkommen konnten, der jeden Moment ihre Position passieren wird?", fragte die Callidus, dann flog der Transporter auch schon gemächlich über ihre Köpfe hinweg, dann explodierte das Rhino neben ihnen.

    Laertes konnte sich nur schwerlich abrollen, al er von dem Wrack weggeschleudert wurde und über den Boden rutschte. Er konnte nur hoffen, dass seine Wunde nicht wieder aufgegangen war. Sein Magen spielte verrückt. Mühsam zwang er sich nach oben. Torkelnden Schrittes sah er sich um. Wo war der elende Hrud geblieben?
    Plötzlich glitt über seinem kopf ein kleiner Transporter hinweg. Sein Blick fiel auf die offene Laderampe. Diese verdammte Ratte winkte ihm zu. Nein. Er würde ihn nicht entkommen lassen. Heute würde es enden. Er sprintete los.
    Erst jetzt sah er die Gruppe von Marines vor ihm und was viel wichtiger war, auch das Rhino. Es war seine Chance. Sein Griff ging an den Gürtel, wo er seine letzte Granate fand. Mit klackenden Geräuschen rollte sie über das Pflaster unter das Rhino.Laertes sprang ab und landete auf dem Gefährt. Der unglaublichen Wucht zu Folge, mit der das Fahrzeug in die Luft gerissen wurde, hatte die Explosion wohl den Treibstoff entzündet. Gut. Auf dem Höhepunkt des Fluges, sprang Laertes noch einmal ab und streckte seinen Griff nach der Heckluke des Transporters über ihm aus.

    Snikket ging gerade weiter in das Innere des Schiffes, als er das ächzende Aufstöhnen hinter ihm hörte. Verwundert riss er sich herum und sah wie der schwarze Krieger die Heckluke hinaufkletterte, die dabei war sich zu schließen. "Snikket froh, dass du es hierher geschafft.", grinste er ihn an. Es war der beste Kampf seines Lebens. Dann sprinteten beide Feinde aufeinander zu.
    Bei all dem Ausweichen und den niederprasselnden Schlägen bemerkten die beiden Kontrahenten den lila Nebel nicht der sie umschloss. Dann plötzlich schossen vor und hinter ihnen schwarze, rußige Gesteinsformationen durch den Boden.



    OT: Oooooookkkk, meine armen finger ;( hoffe gefällt euch ;)
    PS: würd mich sehr über comments freuen ;)

  • OT: boah ;( ich komm nur langsam voran ;( ob mans glaubt oder nich das hier hat 6 stunden gedauert und is nur nen halbes kapitel ;( ich versuch mich bissl zu beeilen


    Kapitel IX


    Die ohrenbetäubende Explosion neben ihm, riss Malik aus seinen unheilgeschwängerten Vorahnungen. Doch sie konnte seine Aufmerksamkeit nur für den Bruchteil einer Sekunde von dem ablenken, was dort oben am Himmel bereitstand, um all ihre Befürchtungen noch zu übertreffen. Ein gewaltiger, sich spiralförmig ausdehnender Wirbel zerriss den Sternenhimmel und der Natur zum Trotz schälte sich aus dieser Anomalie eine Festung aus Stein und Metall. Als hielte der Planet den Atem an, als würde er es nicht wagen sich gegen den Neuankömmling zu widersetzen so schwebte dieses krude Konstrukt an dem Planeten vorbei und erfüllte den gesamten Nachthimmel mit seiner unansehlichen Fratze. Dort wo es in die Atmosphäre hineinreichte entzündete es den Horizont und verband alle Wesen dieses Planeten indem es sie alle zum Himmel hinaufstarren ließ.
    Dann schlug die Tragfläche eines kleinen Transporters vor Malik in den Boden, aber nicht ohne vorher den Kopf eines Marines vom Rumpf zu trennen.
    Schweißgebadet schreckte Malik in seinem Bett auf. Bei dem Versuch tief durchzuatmen und sich seiner Umgebung bewusst zu werden, schossen die hämmernden Schmerzen seine Schläfen hinauf. Stöhnend ließ er sich wieder in sein Bett fallen. Das weiche Kopfkissen kam ihm wie ein Meer aus Glasspittern vor und ohne seinem malträtiertem Schädel weitere Bewegungen zuzumuten, fiel sein Arm unmotiviert nach rechts und sein Handrücken stürzte ungebremst auf die Ecke seines Nachttisches. Er bemerkte es kaum. Sein Körper war zu sehr damit beschäftigt seinen Schädel zu martern.
    Langsam glitten seine Finger über die Nachttischlampe, doch Licht war jetzt das Letzte, was er gebrauchen konnte. Vorsichtig tastete er sich weiter bis seine Finger endlich die gewünschte Kälte des Glases spürten. Zitternd streckte er seinen Griff nach dem Flaschenhals des hochprozentigen Erlösers aus.

    Die Beleuchtung in der Kantine des Schiffes flackerte unstetig vor sich hin. Icarael verspürte kein Unbehagen, keinen Funken Angst bei dem Übertritt in den Warp. Er hatte sich weiter von dem jungen Mann entfernt, der er einst gewesen war, weiter hin zu einem Mann, von dem er sich fragte, ob er sein Ziel war oder ob er, gegen seinen Willen zu ihm hin gezerrt wurde. Zu diesem Mann der so war, wie sein ewiges Vorbild.
    Die Zweifel in ihm wurden jeden Moment nur stärker, als er dem kleinen Mädchen zusah, wie es gierig den widerwärtigen Brei hinunterschlang, als hätte sie noch nie in ihrem Leben etwas so köstliches zu sich nehmen dürfen. Serina saß mit am Tisch und fütterte den kleinen Säugling, den sie in ihren Armen hielt. Auf ihr Drängen hatte Malik eingewilligt, dass die beiden Waisen mit ihnen allen auf die Reise gehen konnten.
    Zumindest mit fast allen. Laertes befand sich nicht an Bord des Schiffes. Malik hatte gesagt, dass er nicht mehr am Leben sei. Der Meister hatte ihm verraten, dass jeder Assasine ein arkanes Ortungssystem unter die Haut eingepflanzt bekam, über dass der zurständige Inquisitor immer feststellen konnte, ob sein Untergebener noch am Leben war oder nicht. Icarael hoffte immer noch, dass sich dieses System irrte, aber die Chancen waren laut Malik gleich Null.
    Das Klirren des Löffels in der leeren Schale, ließ ihn seinen Blick wieder nach vorn wenden. Beschämt blickte das kleine Mädchen nach unten und das Aufschlagen, einzelner Tränen hämmerte in seinem Kopf wieder, als wollten sie die vergangenen Nächte heraufbeschwören. Innerlich zitterte Icarael, als Serina die unausweichliche Frage, nach dem Warum, an das kleine Mädchen stellte.
    "Ich vermisse Mami und Papi.", schluchzte die Kleine. Immer wieder hallten die Worte in seinem Kopf wieder. Wurden immer lauter, schrieen ihn förmlich an, wurden immer anklagender in ihrem Tonfall. Mit beiden Handflächen schlug er auf die Tischplatte, dann stand er auf und drehte sich ohne ein Wort um und eilte zur Tür. Er hörte noch wie Serina den fragenden Blick des Mädchens beantwortete: "Er gibt sich die Schuld am Tod eurer Eltern." Die Tür öffnete sich vor ihm, als das Kind ungläubig antwortete: "Aber er kann doch gar nichts dafür." Dieser eine Gedanke würde ihn noch lange verfolgen. Wer sonst?

    Den kleinen Jungen in den Armen wiegend, schritt Serina durch die Korridore. Das Mädchen wich nicht von ihrer Seite und versteckte sich jedes Mal aufs Neue hinter ihr, wenn sie jemanden passierten. Argwöhnig lugte das Mädchen hinter ihrem Rücken hervor und ließß die Leute um sie herum nicht aus den Augen, bis sie weit genug fort ware.
    Die Frage war nur: Weit genug wofür? Serina hatte sich schon lange gefragt was in dem kleinen Kopf unter den verfransten Haaren vor sich ging. Sie vermutete, dass die kleine auch weiterhin versuchte ihren jungen Bruder zu beschützen. Es war, aber wahrscheinlich besser sie nicht noch mit weiteren Veränderungen zu konfrontieren. Die Kinder hatten genug durchgemacht.
    Bald darauf betraten sie die neue Kabine, die ihnen von Malik zugeteilt wurde, damit genug Platz für die Neuankömmlinge war. Als sie das Baby in sein Bettchen legen wollte, umschlang dieses so fest ihre Schulter, dass es ein mühseeliges Unterfangen war, die kleinen Finger von dem weichen Stoff ihrer Kleidung zu trennen. Doch dann konnte sie endlich das fröhlich lachende Kind ins bett legen.
    Vorsichtig zog sie noch das kleine Deckchen über den Bauch des Jungen und setzte sich dann mit dem Mädchen aufs Bett. Zusammen sahen sie zu wie der Kleine fröhlich nach irgendetwas griff. Irgendetwas in der Luft, was nicht da war. Verwundert fragte die Kleine sie: "Was macht er da?" Wehmütig erinnerte sich Serina an eine Geschichte, die ihre Mutter ihr einst erzählt hatte und blickte dann tief in die fragenden Augen: "Er spielt mit den Engeln." Verwirrt antwortete das Mädchen: "Was sind denn Engel?" "Das sind die, die uns alle beschützen, aber nur die vollkommen Unschuldigen können sie sehen, so wie dein kleiner Bruder." Nachdenklich blickte die Kleine auf ihre Schuhe mit denen sie auf und ab wippte: "So wie Snikket?"

    Malik wankte hinüber zum Spiegel und starrte in sein verschwommenes Antlitz. Langsam, darauf bedacht keine ruckartige Bewegung zu machen, die nur in Schmerzen resultieren würde, bewegte er seinen Kopf von links nach rechts, um zu prüfen, ob er noch im Stande war seinen Blick zu fokussieren. Mehr schlecht als Recht, wie er feststellen musste. Mit beiden Händen stützte er sich auf dem Waschbecken auf, als ein Würgen seine Kehle hinaufstieg. Mit Müh und Not konnte er sich beherrschen, aber den widerlichen Geschmack im Mund konnte er so nicht unter Kontrolle bringen.
    Erschöpft atmete er aus und sein Atem ließ den Spiegel beschlagen. Mit dem Zeigefinger schrieb er ein krakeliges Inquisitionszeichen auf die Oberfläche, bevor er alles wieder mit dem Handrücken fort wischte. Er hob die Oberlippe an und ertastete langsam seine Backenzähne. Es kam ihm vor, als würden sie zu wackeln beginnen, wenn er mit der Fingerkuppe hinüberstrich. Ohnehin kam es ihm vor, als würde sein Kiefer nicht mehr genug Kraft aufbringen, um die Zähne zu halten und als würden sie jeden Moment seine Kehle hinabstürzen.
    Trotzdem war es an der Zeit seine Zähne zu putzen, wie es für ihn üblich war. Schnell stürzte er einen Schluck des Alkohols die Kehle hinunter und spülte dann seinen Rachen mit einem zweiten Schluck aus. Er spuckte den Schnaps in das Waschbecken und sah wehmütig mit an, wie der kostbare Alkohol, versetzt mit Fäden seines Blutes den Abfluss hinabrann.
    Sein Körper war wie eh und je ein Wrack und er tauchte Zeige- und Mittelfinger seiner linken hand in das Whiskeyglas, um sie dann unter die Augenklappe zu führen, die wie ein Warnhinweis für seinen gebrochenen Körper in seinem Gesicht prangte. Er tauchte hinein in die matschige Flüssigkeit. Die Wunde war wieder aufgegangen.
    Mit geübten Fingern wischte er den Eiter aus der Höhle und wusch ihn von sich. Doch irgendetwas stimmte nicht. Das Brennen in seinem Auge war ganz normal, aber warum brannten seine Fingerkuppen wie Feuer? Sein Blick offenbarte ihm die tiefen, pechschwarzen Furchen, die sich durch seine Fingerspitzen fraßen. Als hätte die Wunde seine Haut verbrannt. Mit einem lauten Zischen wusch er die Schmerzen davon. Dann klopfte es an der Tür.


    OT: ok da kommt heut noch nen bissl mehr, aber nich das ganze Kapitel leider, mir tun aber grad meine Finger weh und ich bin vollkommen übermüdet >-<

  • Selbst ohne die Handschuhe seiner Rüstung wirkten Hartmanns breiten Finger, wie Pranken, die den eigenen Hinterkopf zu umschließen versuchten. Nachdenklich blickte der Inquisitor auf den kahlen Boden zwischen seinen Füßen und ließ sich dann unzufrieden stöhnend in die weichen Laken seines Bettes zurückfallen. Warum hatte sich das unheilverkündende Monstrum gezeigt? Warum war es genauso schnell wieder im Warp verschwunden, wie es erschienen war?
    Wütend über seine Unschlüssigkeit brüllte er in den Raum hinein: "Lombard. Mit was glaubst du haben wir es hier zu tun?" Der Kreuzritter machte zwei Schritte ins Zentrum des spärlich erhellten Raumes und begann auszuholen: "Da wir es mit einem Space Hulk zu tun hatten, kommen natürlich diverse Variationen der Unreinen in Betracht. Wenn wir Glück haben, handelt es sich um einen der führerlos umherirrenden Giganten, wenn wir Pech haben, könnte es sich um Orks handeln oder eventuell um einen Symbionten- oder Chaoskult, wobei ich letzteres ausschließe, da der Austritt in meinen Augen ungeplant..." Hartmann fuhr dazwischen: "Als ob ich das alles nicht selbst wüsste. Ich will von dir wissen, was du glaubst, was das zu bedeuten hat." Der Kreuzritter blickte betroffen zu Boden: "Ich glaube das Alles ist nur ein Omen für eine viel größere Gefahr die das Imperium heimsuchen wird."

    Benommen irrte Icarael durch die kühlen Gänge, die Laken seines Bettes um sich geschlungen, presste er sich bei jedem Schritt fester gegen die Wand. Wie in Trance setzte er einen Fuß vor den anderen und immer suchten ihn die Schreie heim. Das Wehklagen seiner Opfer lähmte seine Gelenke und er kam nur langsam vorwärts, für ihn jedoch schien es, als würde er auf der Stelle treten. Getrocknete Rinnsaale von Speichel und Tränen bedeckten sein Gesicht und die weit aufgerissenen Augen waren leer und wirkten müde. Er wusste nicht wo er war, bis er dann endlich an seinem Ziel ankam.
    Fest schlug er gegen die Tür, als ihm nicht sofort geöffnet wurde, sah er sich panisch um und schlug nur noch fester gegen die Tür. Malik packte ihn am Handgelenk, als er sich ein weiteres Mal umsah, er hatte nicht bemerkt, wie sich die Tür geöffnet hatte. Er umklammerte noch immer fest das Bettlaken, als Malik ihn hereinbat. Ihm wurde ein Stuhl angeboten und er nahm bereitwillig Platz. "Was ist los mit dir, mein Junge?", fragte der Inquisitor seinen Schützling und Icarael sah sich noch einmal prüfend um bevor er zitternd berichtete: "Sie verfolgen mich." "Wer verfolgt dich?", fragte Malik obwohl er sich der folgenden Antwort bereits bewusst war. "Die Toten. Sie lassen mir keine ruhige Minute. Sie fragen mich warum. Sie geben keine Ruhe." Malik schüttelte den Kopf: "Aber wir haben schon so oft Menschen gerichtet, warum ist es diesmal etwas anderes?" Icarael sprang auf und schlug Malik mit der flachen Hand ins Gesicht, während er ihn anbrüllte: "Weil wir kein Recht dazu hatten."
    Ungerührt stand Malik vor ihm auf und Icarael blickte beschämt zu Boden: "Jedes Mal konnte ich die Tode rechtfertigen, jedes Mal konnte ich ihnen antworten, dass die Geister selbst Schuld an ihrem Untergang trugen. Doch diesmal...", leise begann er zu schluchzen: "Doch diesmal ist alles anders. Wir hatten kein Recht dazu. Diese Menschen sind ohne Grund gestorben, ich habe sie getötet." Er spürte wie Malik ihn in den Arm nahm: "Sie sind nicht umsonst gestorben, ohne ihren Tod hätten wir nie die wahren Schuldigen finden können." Icarael stieß den Inquisitor von sich: "Ich habe sie ermordet verdammt!" Dann rannte er aus dem Zimmer.

    Langsam mühte sich Erik durch die einsamen Gänge. Schwerfällig musste er jeden seiner Schritte hochhieven. Stechende Schmerzen bahnten sich den Weg in das Innere seiner Beine, als wären sie eingeschlafen und das Blut würde allmählich wieder seine Adern hinaufkriechen. Der rostige Geschmack auf der Zunge erinnerte ihn an seine mechanischen Gliedmaße.
    Den Kopf gesenkt, lachte er in sich hinein. Es war das letzte, was ihm von seinem Fleisch geblieben war. Eine schwache Erinnerung eines Gefühls, die ihm heimsuchte, wenn er in Gedanken versunken war. Aber er konnte einfach nicht dankbar dafür sein. Er würde am Liebsten alles hinter sich lassen und jene Stunden in dem schlammigen boden vergessen, aber sie würden ihn bis zu seinem Tod heimsuchen. Dann hob er wieder den Kopf.
    Zu spät um Icarael abzufangen, der ungebremst in ihn hineinrannte und zu Boden fiel. Schweigend streckte er dem Jungen die Hand entgegen, aber Icarael nahm die freundlich gemeinte Geste nicht an und wischte sich stattdessen die Tränen aus dem Gesicht und versuchte erkennbar gezwungen eine Miene der Gleichgültigkeit aufzusetzen. Dann setzte er sich auf und starrte gegen den Boden: "Ich habe das nicht verdient." Erik lächelte ihm entgegen und bot ihm erneut die Hand: "Wir alle haben das hier nicht verdient."

    Malik saß auf einem kleinen hocker und umklammerte mit beiden Händen seinen Oberschenkel. Die alte Wunde, die der grünliche Gesteinsbrocken gerissen hatte, verbrannte ihn förmlich von innen heraus. Der pulsierende Druck wurde immer stärker, er konnte kaum mehr einen klaren Gedanken fassen. Sein Körper durfte ihn nicht verlassen. Nicht so kurz vorm Ziel.
    Sein Griff ging zur Flasche, die auf dem Nachttisch stand. Nach einem kräftigen Schluck, fasste er sich ein Herz und holte aus. Laut krachend zerschlug er die Flasche an dem alten Holz des Tisches. Dann führte er den zerbrochenen Flaschenhals zitternd über das vernarbte Gewebe seines Beines. Der kalte alkohol lief zu beiden Seiten seine Wangen und sein sein bein hinab. Nach bangen Sekunden schloss er endlich die Augen und befreite sich von dem ungeheurem Druck.
    Blut lief sein Kinn hinab, als er seine Zähne wieder aus seiner Unterlippe befreite. Ohne nach unten zu sehen schleuderte er die Überreste der Flasche in eine Ecke des Raumes und legte den Kopf in den Nacken. Warm umspielte der Fluss seinen Oberschenkel und ließ einen vollkommen entspannten Malik zurück, der einige Minuten nur grinsend gegen die Decke starrte bevor er sich nach oben riss und dann seinem Körper Rechnung tat, indem er nach links wegknickte. Glücklicherweise landete er auf seinem weichen Bett und drehte sich auf den Rücken. Als er sein Bein hinabsah konnte er es sich nicht verkneifen lauthals loszulachen. Der winzige Schnitt war kaum der Rede wert, dann wandelte sich sein Lachen in ein leises Wimmern, ob seiner Schwäche und Feigheit.
    Gut eine Viertelstunde später hatte er sich die Wunde notdürftig verbunden und wartete darauf, dass es an der Tür klopfte. Die Wucht mit der dies Sekunden später geschah lies keinen Zweifel daran, dass Hartmann seinem Ruf gefolgt war. In voller Montur schritt der großgewachsene Inquisitor in den verwahrlosten Raum, um dem noch verwahrlosterem Malik einen abwertenden Blick zuzuwerfe: "Sie wissen genauso gut, dass wir nicht über den Fall sprechen dürfen, bis wir dem hohen Senat Rechenschaft geleistet haben, Malik." Der boshafte blick wich reinem Unverständnis, als Malik ihm sein eigentliches Anliegen offenbarte: "Es geht um den Jungen."

    Serina saß an der Bettkante des kleinen Mädchens und streichelte über ihren kleinen Kopf durch die trockenen, spröden Haare. Mit dem Daumen der anderen Hand strich sie langsam über das warme Plastik der Fernbedienung und umkreiste langsam den merklich kälteren, gummierten Knopf in der Mitte. Dann richtete sie die Fernbedienung auf die gegenüberliegende Wand und drückte fest zu und starrte auf den sich ausfahrenden Monitor ohne den Druck ihres Daumens ermüden zu lassen.
    Vor ihr tat sich die Navigationskarte des ihnen bekannten Universums auf. Nur zu gern hätte sie sich die Außenkameras anzeigen lassen, um die vorbeiziehenden Sterne, ob ihrer Einsamkeit zu betrauern und sich ihnen anzuschließen. Sber während der Reise durch den Warp war ihr das leider nicht vergönnt.
    Spontan verkrampfte sich ihre Augen- und Wangenpartie und ihr Blick glitt in eine dunkle Ecke des Raumes. Hatte sich dort etwas bewegt? Zitternd starrte sie in den Schatten, der sich langsam zu winden begann und dann trat er hervor. Seine braunen Haare fielen kraftlos über die fahle Haut, sein Schritt war langsam und ungleichmäßig, den Blick auf den Boden gerichtet. Seine Brust hob und senkte sich unter den schweren Atemzügen, dann noch ein Schritt. Er wollte gerade zum Gespräch ansetzen, als sich ihr Blick verdunkelte: "Verlass auf der Stelle meine Kabine! Du hast hier nichts zu suchen."
    Langsam lachte er während seine Silhouette verschwamm und die Person offenbarte, die Serina im Moment am wenigsten in ihrer Nähe haben wollte. Grinsend ging die Callidus an dem Monitor vorbei und strich langsam mit ihrem Zeigefinger über die Stelle, wo der Planet war von dem sie gerade abgereist waren: "Wenn deine Gebete hier nach ihm suchen, werden sie ihn wohl kaum erreichen meine Schöne." Hasserfüllt starrte sie ihr hinterher und wartete mit ihren Tränen bis die Assasine den Raum verlassen hatte.


    OT: Ich bin schon fleißig am schreiben, aber bevor ich wieder zuviel verspreche, kann ich nur sagen, dass ich diese woche wohl nur das nächste und vorletzte Kapitel vorlegen kann, das finale werd ich bis dahin kaum fertig haben ;(

  • Quote

    Original von Teron_G
    Nur zu gern hätte sie sich die Außenkameras anzeigen lassen, um die vorbeiziehenden Sterne, ob ihrer Einsamkeit zu betrauern und sich ihnen anzuschließen. Sber während der Reise durch den Warp war ihr das leider nicht vergönnt.

    glaube nicht das ihr das nicht vergönnt war
    entweder wars ihr nicht gegönnt oder es war ihr vergönnt
    das andere ist sone dumme doppelte verneinung ;)

    ich lese jetzt schon die ganze zeit immer fleißig mit also MACH MA FERTICH!!! :D

  • Quote

    Original von calfCut

    glaube nicht das ihr das nicht vergönnt war
    entweder wars ihr nicht gegönnt oder es war ihr vergönnt
    das andere ist sone dumme doppelte verneinung ;)

    ich lese jetzt schon die ganze zeit immer fleißig mit also MACH MA FERTICH!!! :D

    falsch...etwas nicht vergönnt geht

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