Naja wie ihr alle wisst hab ichs schonmal probert... und irgendwie ist die story hängengeblieben^^
aber ich versür immer den drang zu schreiben - also versuch nummer 2. diesmal will ich aber nicht so einfach abbrechen.
ich weiß zwar dass es schon genug geschichtenschreiber gibt: deva ronin tok etc....
aber naja ich versuchs einfach nochmal. ich hab schon ein paar seiten fertig, muss sie nur noch überarbeiten. bitte um kommentare.
No Escape
(Arbeitstitel)
Prolog
Der Himmel war schwarz. Das war er immer auf Carreya. Auf dieser Welt gab es keine Tage - nur eine Nacht, die niemals endet. Denn Carreya war eine imperiale Fabrikwelt, verborgen unter tiefschwarzen Wolken , die niemals das Licht der Sonne durch sie ließen. Ständig quollen die Abgase, die giftigen Dämpfe und Rauchwolken aus den Hunderten von Metern hohen Schornsteinen der Fabriken.
Einzig das matte Licht, das aus den unzähligen Fenstern der Manufakturen viel, erhellte den Planeten genug, damit man sich außerhalb der Gebäude bewegen konnte.
Wenn man es denn überlebte sich nach draußen zu begeben. Das Officio Medicae hatte Carreya aufgrund des großen Anteils an Kohlenmonoxid und anderen giftigen Gasen schon vor langer Zeit als einen Planeten eingestuft, auf dem es tödlich ist ohne Schutzmaske an die Atmosphäre zu treten.
Niemandem hier gefiel sein Leben. Der Großteil der Bevölkerung arbeitete in eben jenen Fabriken, die die Welt verseuchten. Sie stellten in erster Linie Rüstungsgüter her, für die Tausenden Kriege des Imperiums. Panzer, Munition, Waffen und Raumkreuzer - Carreya war nur dafür da, den Nachschub an die Fronten zu gewährleisten. Niemand führte hier ein angenehmes Dasein, die Menschen lebten - egal ob sie gerade in den gedrängten Habitatskomplexen ruhten oder an den Laufbändern schufteten - unter schlechten Bedingungen und gesundheitlichen Gefahren, sie hatten niedrige Vergütung und keine Perspektiven. Vielleicht aus diesem Grund, oder weil Carreya den Krieg noch nie persönlich gesehen hatte, wurden außerordentlich viele junge Männer für die Imperiale Armee und die Imperiale Flotte rekrutiert. Viele sahen darin ihre einzige Chance auf ein sinnvolleres, interessanteres und vielleicht besseres Leben. So auch der zwanzigjährige Fabrikarbeiter Arrius.
Kapitel I
Zwischen vielen Anderen erstieg Arrius die Rampe des Transportschiffes. Eines der Hunderten von Transportschiffen, die auf dem Planeten gelandet waren, um Mann und Material von der Oberfläche in den Orbit zu bringen, zu den Fregatten, Kreuzern und Zerstörern der Imperialen Flotte. Denn wieder einmal wurde Besatzung für die neugebauten Kriegsschiffe benötigt. Unter dem ohrenbetäubendem Dröhnen der Maschinen, Antriebe und Lastfahrzeuge, die die Transportschiffe mit Waffen, Versorgungsgütern und Proviant belieferten, war deutlich eine Stimme zu hören die aus den Lautsprechern an den Schiffen schallte: “Männer Carreyas, der Imperator hat euch einberufen ihm zu dienen! Für ihn zu Kämpfen! Für ihn zu sterben! Haltet eure Gedanken klar, und frei von Zweifel! Erwerbt durch euren Mut des Imperators Gunst!
Fürchtet nicht die Schrecken seiner Feinde, der Häretiker und Xenos! Denn durch des Imperiums tapfere Soldaten wird der Imperator sie lehren ihn zu fürchten!” Alle, die dem lauschten, wurden nachdenklich und ehrfürchtig, und bestiegen ruhig und entschlossen ihre Schiffe. Arrius schossen in diesem Moment Tausende von Fragen durch den Kopf: Welchen Gräueln würde er begegnen müssen? Würde er standhaft bleiben? Würde er den Imperator zufrieden stellen? Würde er... Für ihn sterben müssen?
Schon früh als Kind hatte man Arrius, wie und alle Bürger des Imperiums, gelernt, den Imperator zu lieben du ehrfürchtig zu ihm aufzublicken, in seinem goldenen Trohn im heiligen Terra. Die fanatische Propaganda des Imperiums hatte aus ihm ein blindes Schaf werden lassen, das in allen Belangen auf den Göttlichen Imperator vertraute und in seinem Namen Alles tun würde.
Arrius war ein Rekrut des 13. Carreya Infanterieregiments, im 347. Zug. Er hatte sich freiwillig zur Rekrutierung gemeldet.
Als sich alle Mann in Arrius´ Transporter befanden, schloss sich langsam die Eingangsluke. Es warenkleine Schiffe, die auf je etwa einhundert Mann ausgelegt waren. Durch eines der Fenster blickte Arrius auf seinen Heimatplaneten - das letzte Mal? Tief in Gedanken versunken verspürte er fast so etwas wie - Heimweh.
“Hey du, was schaust du so traurig nach da draußen? Was kann uns diese Welt schon bieten!”,
riss ihn ein Soldat, der sich neben ihn gesetzt hatte, aus seinen Träumereien.
Er war wohl schon älter, um die vierzig schätzte Arrius. Er trug einen kurzen Bart, eine etwas zerschlissene Uniform und eine alte Mütze mit dem Symbol des geflügelten Totenkopfs. Wohl ein Sergeant dachte Arrius.
“Natürlich Sir! Ihr habt Recht Sir!”
Der Mann lachte laut auf.
“Wozu die Förmlichkeiten, ich bin nur ein alter Sergeant, nicht der Imperator persönlich! Und nenn mich nicht dauernd Sir, Skipper tut´s auch.”
Arrius, der aufgrund strenger Ausbildung sehr diszipliniert war, hatte es nie im Leben für möglich gehalten, dass ein Vorgesetzter ihn einmal so ansprechen würde. Nachdem er seinen ersten kleinen Schock überwunden antwortete er:
“Oh - natürlich Sir, ähm Skipper mein ich.”
“Dich hat man wohl ganz schön hart gedrillt, was? Naja aber orientier dich lieber nicht an mir. Normalerweise wären dein Floskeln durchaus nötig. Ein alter Mann wie ich jedoch kann auch drauf verzichten, Junge! Übrigens, wie ist dein Name?”
“Arrius.”
Das Schiff setzte sich in Bewegung. Irgendwie froh darüber, einen derart komischen Sergeanten getroffen zu haben, fiel es Arrius bald doch leicht, von seiner Heimat Abschied zu halten. Vor ihm konnte nur Besseres liegen. Man konnte die Türme, Dächer, Kuppeln und Schornsteine gerade noch erblicken, da fragte Arrius Skipper:
“Was machen sie auf diesem Planeten, sie sehen nicht wie ein frisch einbezogener Carreyaner aus.”
“Ach, ich bin schon lange Soldat. Mal bin ich hier, mal dort, mal ganz wo anders... Und lass endlich das “Sie“!”
Schon wieder begann Skipper zu lachen, und auch Arrius lächelte. Er hatte in seinem Leben nicht viele Gelegenheiten zum Lachen gehabt.
“Was... Macht sie... dich so... sicher? Hast du keine Angst vor dem Krieg, der vor uns liegt?”
“Hm, der Imperator steht mir schon mehr als vierzig Jahre bei, also wird er es in der nächsten Schlacht auch tun.”
Arrius war immer mehr von diesem Mann beeindruckt - so Jemanden hatte er noch nie getroffen.
Als sie sich bereits weit im Orbit befanden, erblickte Arrius das Größte, Schönste und Beeindruckendste was er jemals gesehen hatte: Eine Imperiale Kriegsflotte! Vom gigantischen Schlachtschiff der Vergelter-Klasse, der “Erlösung”, über die Dutzenden Kreuzer und Fregatten, bis hin zu den Hunderten Transportschiffen, in einem von denen er selbst saß, und den pattroulierenden Abfangjägern war es ein überwältigender Anblick. Die mit prachtvollen Fassaden ausgestatteten Kriegsschiffe überstrahlten mit ihrem Glanz beinahe die Sonne selbst. Ob der schieren Größe der Flotte hielt Arrius die perfekte Koordination und Ordnung für abnormal - denn jedes Schiff war an seinem Platz, gerade und geordnet. Arrius, noch immer mit offenem Mund, sah sich der “Erlöser” immer näher kommen. Ob er wohl auf mit ihr fahren würde?
“Ja, die Erlöser. Ein ruhmreiches Schiff, ich hatte schon oft die Ehre mit ihr zu fahren.
Du kannst dich glücklich schätzen Junge, dass du dieses Wunderwerk der Technik bestaunen darfst!”, sagte Skipper. Und wahrhaftig - das Schiff war bestückt mit Zahllosen Waffensystemen, der riesige Bug war Scharlachrot, und das gesamte Schiff schimmerte im Glanz der Sonne, die sich an den goldenen Wänden spiegelte und reflektierte. Dies war kein Schiff in Arrius´ Augen, es war eine Stadt! Kilometer lang zog sich das Schlachtschiff an ihnen vorbei. Hoch wie Berge ragten die Türme in die Schwärze hinauf, und sogar die Kanonen war derart reichlich verziert als ob dieses Schiff aus dem Himmel selbst stammte. Zwar hatte Arrius einige Male Schiffsteile in den Fabrikanlagen seiner Heimat gesehen, sich jedoch nie eine Vorstellung davon machen könne, wie gigantisch und schön die aus ihnen konstruierten Schiffe einmal sein mögen! Absolut hingerissen von dieser überwältigenden Pracht näherten er sich mit seinen Kameraden einem der Hangars, und es hatten bereits viele andere Transporter angedockt.
“Ach, endlich wieder zurück! Es ist beinahe wie... mein Zuhause”,
sagte Skipper leise. Zusammen mit Arrius verließ er durch die Rampe den Transporter und betrat die Erlöser.
“Folg mir, ich glaube du bist ab heute in meinem Trupp, oder?”, schmunzelte er zu Arrius, “Willkommen in der Imperialen Armee, Soldat! Von nun an bist du dem Imperator auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, also sorg dafür dass er dich mag!”
Ein überaus heiterer Vorgesetzter dachte Arrius immer wieder, überaus ungewöhnlich.