Götterstein *sehr brutal*

  • off.topic:,, Headbanger hat mich mal angesprochen, ob ich nicht meine Geschichten auf http://www.dow-fanart.com austellen könnte. Ich habe mir gedacht, warum nicht. Eine neue Geschichte, die wirklich zu meinen persönliche Domäne des Chaos werden soll. Headbanger hat mir ja bestätigt, sie ist ziemlich brutal und naja, jetzt wollte ich einmal eure Meinung hören .Passt die Geschichte in das Universum von wh40k oder ist sie eurer Meinung nach zu blutig für dieses Genre. Schreibt mir eure Meinungen bitte. Natürlich könnt ihr auch Kritik und Feedback äußern ;)



    Einleitung


    Der Planet Braxis. Diese einst ruhige Kolonie des Imperiums in den äußeren Bezirken des Ultima Segmentum versinkt im Sturm des Chaos, doch mutig und mit den Glauben an den heiligen Gott-Imperator trotzt die imperiale Armee den Heerscharen aus Verrätern.
    Auf den einzigen gewaltigen Kontinent Pangea werden zu dieser Stunde blutige Kämpfe um jeden Zentimeter Land geführt.
    Doch durch die endlosen Massaker hat sich ein uraltes Artefakt in den Eingeweiden von Braxis aktiviert. Es sendet eine konstante, aber schwache Warpsignatur aus. Diesem Signal folgend, kamen zwei weitere Parteien auf diesen Planeten, um sich diesen Schatz zu holen.
    Noch ahnt niemand etwas von der Macht unter ihren Füßen, doch bald wird es kein Kampf mehr um das Überleben geführt, sondern ein Krieg um diese Galaxie........


    Das momentane Geschehen


    Seit Monaten versucht die Alpha Legion unter den Kommando des raffinierten Chaos-Generals Setrius die Brücke über den hiesigen Fluss Triorr zu gewinnen. Die einzig stabile Brücke würde ihm einen direkten Vorstoß in das Feindesland erlauben, doch die imperiale Armee wehrt sich verbissen. Sie weichten keinen Zentimeter, egal, wie viele Männer ihr Leben ließen. Das riesige Bauwerk wurde auch dementsprechend umbenannt.,, Brücke der Helden.“ ein heroischer Begriff, um jene zu ehren, die gefallen waren.
    Doch das Chaos hat keinen Respekt vor den Toten. In der Hoffnung den imperialen Widerstand zu brechen, ließ Setrius mehrere Standarten mit den aufgespießten, blutigen Leichen seiner Feinde aufstellen.
    Der Triorr war ihm ein Groll, er konnte ihn nicht überwinden. Würde er ihn stürmen, wäre seine Truppen Futter für die Kanonen der imperialen Armee und den Fluss zu überqueren war auch unmöglich. Riesige Kreaturen von unvorstellbarer Kraft und Größe tümmelten sich in den reißenden Wasser. Eine Todesfalle, wie sie schlimmer nicht hätte sein können. Und über die nahen Berge zu ziehen, würde viel zu lange dauern und den Imperialen die Möglichkeit geben, direkt seine Außenposten anzugreifen und zu zerstören. Er musste diese Brücke besitzen, koste es,was es wolle.......


    Schlacht über den Triorr


    ,,VORWÄRTS! Erschießt SIE!“ brüllte Drenor und ballte seine stählerne Hand zu einer Faust. Drohend schwang er sein Energieschwert und versuchte die imperialen Soldaten, die keine 200 Meter von ihm entfernt, hinter Sandsäcken verbarrikadiert hatten, zu verängstigen. Lasergewehre stachen aus jeder freien Ritze in der Befestigung. Diese erbärmlichen Feiglinge zeigten sich nicht einmal,zürnte Drenor und feuerte mehrmals seine Boltpistole ab. Nur widerwillig drangen die faustgroßen Geschosse in die Sandsäcke ein und blieben drin stecken.

    ,,MACHT SIE NIEDER!“ trampelnd bewegte er sich auf seine Feinde zu und ignorierte das Laserfeuer, daß seine Rüstung traf und nur ein paar schwarze Brandflecken auf den blauen Metall hinterließ. Hinter ihm rannten einige Männer, ebenfalls imperiale Soldaten, doch sie hatten sich dem Chaos angeschlossen. Ihre Regimentszugehörigkeit auf den Schulterpanzern der schwarzen Armplastweste hatten sie durch eine grüne Hydra ersetzt, dem Zeichen der Alpha-Legion, und auch den goldenen Adler auf ihren Helmen hatten sie schwarz übermalt.

    Im Gegensatz zu ihm waren sie nur sie ein nichts. Der beinahe 2,60 Meter große Hüne wirkte durch seine dunkelblaue Rüstung mit den weiß-grauen Verzierungen beeindruckend und furchterregend zugleich. Es gab kaum Wesen, die es wirklich mit einem korrumpierten Diener des Chaos aufnehmen konnten. Ein Mensch wirkte hoffnungslos unterlegen. Nur die Masse machte die imperiale Armee stark, sonst nichts.

    ,,ACHTUNG!“ schrie ein imperialer Gardist und wollte seine Kameraden vor den unheimlichen Champion des Chaos warnen, doch es war zu spät. Mit brachialer Gewalt schlug er mehrfach auf die Barrikade ein und zerstörte sie vollkommen. Seine purpur-schimmernde Klinge vibrierte vor reiner Warpenergie und schnitt wie die Sense durch das reife Korn.

    Dabei wurden auch vereinzelte Soldaten des Imperiums getroffen, die gegen diese Waffe keine Chance hatten. Ihre Armaplastwesten wurden buchstäblich zerfetzt, ebenso wie ihre Eingeweide, die sich durch die Wunde am Bauch auf den kalten, blutigen Asphalt schoben. Manche waren noch nicht einmal in der Lage gewesen ,einen letzten Schmerzenschrei von sich zu geben. Gnadenlos erschlug Drenor einen Mann nach den anderen, von den entsetzten, angstverzerrten Gesichtern seiner Feinde immer weiter in den Blutrausch getrieben.

    Kochend heißer Schweiß lief über sein Narbengezeichnetes Gesicht und ergoss sich über seine Servorüstung und spülte etwas Blut von seiner Rüstung. In seinen rotglühenden Augen pulsierte der Hass.
    ,,VORWÄRTS! Wir müssen ihren Brückenkopf zerstören!“ kreischend warf er einen weiteren imperialen Gardisten zu Boden und hob seinen schweren gepanzerten Stiefel. Ein einziger Tritt auf den Brustkorb des armen Mannes genügte, um ihn zu töten. Unsichtbar für das menschliche Auge hatten sich die Rippen des Soldaten in seine Organe gebohrt und damit sein Ende besiegelt. Innerhalb von Sekunden war er an seinem eigenen Blut ertrunken. Ein schrecklicher Tod, aber das kümmerte den brutalen Krieger des Chaos nicht.

    Je mehr Leid er säte, desto näher brachte es ihm den Chaos.
    ,,WEITER,IHR MADEN!“ trieb er seine Leute an. Seine dunkle Stimme war wie eine Peitsche für die Kämpfer unter seinem Kommando. Sie bedeutete Schmerz oder Wohlklang.

    Niemand wagte es sich seinen Befehlen zu widersetzen. Wie Lemminge gleich rannten die Häretiker in das feindliche Feuer der Maschinenkanonen und wurden buchstäblich zerfetzt. Zwischen ihnen rannte Drenor, der sie als Schutzschild nutzte. Gewissensbisse kannte er nicht, nein, töte oder werde getötet, es dient letztendlich alles dem Chaos, dachte er und hörte plötzlich ein irre Kreischen in der Luft.

    ,,Artillerie.“ murmelnd sprang er zur Seite. Diese Taktik wendete diese Speichellecker des Imperiums immer wieder an. Ein paar Männer stellten sie auf der Brücke auf und warfen sie buchstäblich den Rachen der wutgesteuerten Alpha-Legion, nur um sie dann unter einen Teppich aus Explosionen zu begraben. Doch heute NICHT! HEUTE würde er nicht mehr weichen, nicht mehr sich wie ein verängstigtes Hündchen zurückkehren. Heute würde er den Ansturm vollenden, auf Gedeih und Verderb, schwor er und peitschte die Masse an Verrätern weiter nach vorne, während zwischen ihnen die Basiliskengeschosse einschlugen und Dutzende von Männern in einer feurigen Explosion zur Asche verbrannten und die verkohlten, zerfetzten Körper durch die Luft schleuderten. Kaum einer würde bei diesem grausamen Bild noch seinen Mut halten können, doch wen kümmerte es, der keine Moral besaß? Drenor nicht, er wollte siegen.
    Auf der riesigen Brücke, die beinahe einen Kilometer lang und ca. 200 Meter breit war, konnte man sich leicht verstecken, ja sogar wahre Schlachten austragen. Den stählernen Titanen störte es nicht. Diese Brücke war viele hunderttausend Tonnen schwer und war dafür gebaut worden, den ständigen Erdbeben auf Pangea standzuhalten. Getragen wurde dieses Bauwerk von 8 gewaltigen Stahlträgern,geschmiedet aus menschlicher Handwerkskunst, die bis tief in den Fluss reichten. Kaum etwas konnte diese Brücke zerstören oder gar gefährden. Ganze Armeen konnten sie gleichzeitig überqueren, ohne dabei ihre Stabilität zu gefährden. Wer diese Brücke kontrollierte, kontrollierte somit auch Pangea.

    Aber das Imperium war nicht so dumm, wie es Drenor gern gehabt hätte. Hinter dieser Konstruktion über den Trior, befanden sich mehrere ausgebaute Festungen, die sich allesamt gegenseitig unterstützten. Dies würde erst die wahre Hürde werden.

    Wieder vernahm er ein ohrenbetäubendes Pfeifen in der Luft, doch dieses Mal waren es die Geisseln, die am anderen Ufer Stellung bezogen hatten und ihr Feuer auf die Basilisken richtete.

    Sein General war darauf versessen diese Brücke zu besitzen und heute riskierte er alles. Jeden Mann und jede Granate.
    Hinter sich konnte er viele andere Alpha-Legionäre ausmachen, die nun ebenfalls in den Kampf mit eingriffen.

    Drenor war mit den niederen Kultanhängern nur Kanonenfutter. Material das dem Feind entgegen geschleudert wurde, um seine Stärke zu testen. Setrius war ein genialer, wie tückischer General. Er wusste, daß Drenor ihn vielleicht eines Tages den Posten streitig machen würde, deshalb schickte er ihn immer an die vorderste Front und hoffte auf seinen Tod.

    Der Basiliskenbeschuss endete schlagartig, nur noch einige große Krater im Asphalt wie aufsteigender Rauch blieben zurück. Ein Großteil seiner Leute lag Tod in den Krater und drum verstreut. Die Verletzten stützten sich auf ihre Lasergewehre oder an nahen Trümmer. Manchen fehlte ein Bein oder ein Arm, mitunter auch der gesamte Unterleib. Ein widerlich Geruch von Schwarzpulver und verbrannten Fleisch drang in seine Nase. Er schmeckte den Hauch der Vernichtung und es gefiel ihm. Es machte ihn stark.
    Scheinbar mussten die Imperialen auf ihre wenigen Fahrzeuge aufpassen. Schließlich erhielten sie keine Verstärkung mehr von außen. Keiner wusste von ihrer prekären Lage.

    ,,Weiter. Sie lösen ihre Stellung auf. Hörst du mich, Drenor? Greif an!“ hörte er die verschlagende Stimme seines Generals in seinem Kopf.
    ,,JA!“ brüllend erhob er sich aus seiner Deckung, die nur aus ein paar Sandsäcken bestand und stürmte nach vorne.
    Er schob sich zwischen seinen Leuten vorbei und konnte das Ende der Brücke erkennen.

    ,,LÄCHERLICH!“ schnaubend erkannte er den kümmerlichen Widerstand.
    Ein paar Dutzend verletzte Soldaten, wie er an den weißen Bandagen mit den roten Flecken sah.

    Sie zogen sich zurück und opfert die Verletzten. Diese gaben ihnen trotz dieses Verrates Feuerschutz. Diese schwächliche Truppe würde fallen, ja, er würde einen nach den anderen töten.

    In den Laserstrahlen starben viele seiner Leute, nur er blieb unverschont. Seine Servorüstung mochte viele Jahrtausende alt sein, doch war sie nach wie vor ein Wunder des menschlichen Geistes.

    Nur einige oberflächliche Beschädigungen hatte er zu befürchten, aber das war für die Techpriester der Alpha-Legion kein Problem. Sie würden sie reparieren, ohne auch nur einen Kratzer zurück zulassen.
    Während in seinen Sinnen die Dämonen nach Blut schrien und im Hintergrund seiner Gegner die Geschosse der Geisseln detonierten, brütete er schon einem Szenario, wie er seine Gegner zertrampeln würde. Tausende von unterschiedlichen Tötungsarten tanzten durch seinen malträtierten Verstand. Eine grausame, als die andere. Es würde ihm Vergnügen bereiten, entschloss er sich, als er beinahe das Ende der Brücke erreicht hatte.

    Er stieg über die Leiber der Gestorbenen und würdigte sie keines Blickes. Die imperialen Soldaten wollten wegrennen, als sie den riesigen Chaos-Space-Marine sahen, der sich wie eine Säule aus der Masse von Gottlosen abhob.

    Mit einer gewissen Genugtuung sah er, wie einige imperiale Soldaten des Braxis-Regiments die Flucht ergriffen. Meist humpelnd schlichen sie sich aus den Reihen ihrer Kameraden.

    Mit einem letzten Hoffnungsschimmer im Herzen tragend, hielten sie ihre Stellung und beteten ein letztes Mal zum Imperator.
    Jedoch zerbrach ihre Hoffnung wie Glas, als der Champion des Chaos, Drenor, sein Schwert in den Brustkorb seines Gegners versenkte und seine Qualen in sich aufnahm.

    Auch die Verräter der imperialen Armee verwickelten ihre einstigen Brüder und Schwestern in blutige Nahkämpfe. Mit den Bajonetts an den Lasergewehren stachen nach ihnen und verzogen jedesmal das Gesicht zur einer grausamen Grimasse, wenn sie ihrem Gegenüber Schmerz bereiteten. Das Chaos hatte sich ihre Seelen gefressen und würde sie auch nie wieder freigeben. Schmerz,Leid und Tod waren die Katalysatoren für ihre Wut. Sie kämpften schneller, besser. Der Sieg war nahe und ihr Hass hatte den Zenit erreichten.

    Mit einem Schuss aus seiner Boltpistole richtete Drenor den Letzten der Verteidiger und ließ seinen Leichnam in den matschigen Boden fallen.
    Damit war die Brücke erobert, doch für was für einen Preis? Hunderte von Anhänger der Alpha-Legion waren tot und lagen zwischen den gepanzerten Beinen der rasch näherkommenden Nachhut.

    Der heutige Tag war mit viel Blut erkauft worden, auf beiden Seiten waren die Verluste hoch gewesen. Sentius war der Sieger, aber auch etwas befleckte seinen Sieg. Und zwar das Überleben von Drenor, ohne den wahrscheinlich dieser Angriff sich in Luft aufgelöst hätte. Ohne seine antreibende Art, hätten sich die korrumpierten Gardisten zurückgezogen und die Brücke würde immer noch von ihren Feinden gehalten.
    Drenor starrte in die blutrote Sonne und in das Abendrot des Himmels. Ein glorreicher Tag neigte sich dem Ende und heute würde keiner seinen Sieg beschmutzen. Doch in seinem Innern spürte er, daß dies nur der Anfang war........


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited 2 times, last by Deva (January 11, 2007 at 10:42 PM).

  • Danke. Ich wollte mal was neues Anfangen und Headbanger hat mich ja gebeten, mal das Chaos reinzubringen. Natürlich wollte ich ihn nicht enttäuschen und habe dementsprechend auch seinen Wunsch umgesetzt.
    Ich hoffe, daß ich das Chaos (Alpha-Legion) gut getroffen habe. Habe mich besonders durch die Geschichte der Alpha-Legion ( letzte der gegründeten Legionen und deshalb sehr enthusiastisch) konzentriert und sie versucht dementsprechend umzusetzen. Sie setzen auch oft Kulte ein bzw. können Menschen von ihrer gerechten Sache überzeugen, ähnlich wie die World-Bearers, daher waren Verräter Pflicht.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • off.topic:,, Danke, hier ein neuer Teil."


    Einleitung


    Das Massaker an der Brücke der Helden sollte nicht ungeschehen bleiben. Tief innerhalb der modrigen Erde von Pangea, am östlichen Rand des Kontinents regte sich etwas. Etwas altes von ungeahnter Kraft.
    Ein Stein, nicht größer als eine Faust, grub sich aus dem Inneren der Erde und trat in der Hand einer gewaltigen Statue des Kriegsgottes Khaine zu Tage.
    Bewusst das seine Zeit bald kommen würde, glühte der kantige, rote Stein auf.....


    Das momentane Geschehen

    Zwar war die Brücke verloren, doch der wahre Amboss der imperialen Armee war noch immer ungebrochen, trotz der Erdbeben und des schwankenden Wetters dieses Planeten, hatten sie drei gewaltige Festungen errichtet, die synchron zu einander standen.
    Jede davon war ein Meisterwerk an imperialer Baukunst und jede war mit unzähligen Kanonen bewaffnet.
    Um ihren größten Helden Taldean Claymore, einen imperialen General, zu ehren, wurde diese mächtigen Festungen nach ihm benannt. Die Claymore-Kette.
    Schon früher hatte das Chaos versucht diese Welt zu erobern, doch waren sie immer an den Festungen gescheitert. Der letzte Versuch war von den World-Eater unternommen worden, aber sie wurden vernichtend geschlagen. Ein berühmtes Zitat von Claymore wurde in die Mauern der ersten Festung eingebrannt.
    ,, Lasst die Verräter, Häretiker und Ketzer kommen. Sie werden auf diese Mauern branden wie Wasser auf Stein!“
    Ein Spruch der fest in der Ausbildung des Pangea-Regiments verankert ist, jedoch bei allen Heldenmut sollte doch eine Frage gestellt.
    ,,Wie viel sind wir bereit zu opfern......“


    Wir werden standhaft sein


    ,,NICHT ZURÜCKWEICHEN!“ brüllte Sergeant Daminus in sein Funkgerät, daß er um sein Ohr befestigt hatte.
    Nach der kürzlichen Niederlage hatte die imperiale Armee von Braxis beschlossen, nicht zu weichen. Sie würden keinen Zentimeter mehr aufgeben. Um den furchterregenden Mächten des Warpraums etwas entgegen zu setzen, wurde Sergeant Daminus für diesen Einsatz abkommandiert. Dieser Mann war trotz seines jugendlichen Gesichtes ein erfahrender Veteran des Cadian-Regiments. Den berühmtesten aller Regimenter der imperialen Armee und den leuchtenden Vorbild aller Soldaten des Imperiums.

    In dem Waldgebiet, knapp 100 Kilometern von der Claymore-Kette entfernt, stellten sie sich dem Feind.
    ,,Haltet die Stellung und konzentriert das Feuer auf die Nahkämpfer. Sie dürfen keinesfalls unsere Stellung erreichen.“ erteilte Daminus einen Befehl und strich sich über seine glatte Stirn. Er schwitzte vor Erschöpfung. Seit Stunden war er auf den Beinen und beinahe bar jeder Kräfte.
    Er war an der letzten Schlacht beteiligt gewesen, doch nur als Soldat und nicht in seiner eigentlichen Funktion als Sergeant.
    Vielleicht mochte es arrogant wirken, doch vermutete er, daß er nicht solche Fehler gemacht hätte bei der Verteidigung der Brücke der Helden.
    ,,RUNTER!“ warf er sich auf zwei seiner Soldaten und drückte auf den schlammigen Boden der Barrikade. Gerade noch rechtzeitig, denn mehrere Boltergeschosse durchbrachen die Sandsäcke und hätten jeden getötet, der dort noch gestanden hätte.

    ,,Danke,Sire.“ sagte einer der jungen Geretteten, der noch nicht mal das siebzehnte Lebensjahr erreicht hatte.
    Auf Braxis wurde man schon im Alter von 14 Jahren zum Militärdienst verpflichtet. Nach dem Angriff des Chaos vor 5 Monaten, wurden sogar Kinder eingesetzt. Alles was ein Gewehr halten und betätigen konnte, wurde an die Front zum Kämpfen gebracht.
    ,,Seid achtsam und fürchtete nicht die Verräter!“ gab er den jungen Männern einen Rat und richtete sich langsam wieder auf.
    Vorsichtig später er über die Sandsäcke und erkannte keine 100 Meter einen riesigen Chaos-Space-Marine, der mit einem antiken schweren Bolter ihre Stellung beschoss.

    Einige seiner Leute waren bereits im Inferno der Geschosse ums Leben gekommen. In geduckter Haltung schlich er sich vorwärts und versuchte zu einem fest stationierten Maschinengewehr zu kommen, das man an die Sandsäcke angebracht hatte.

    Ein kopfloser Soldat hielt die zwei Griffe in seinen Händen. Eine blutige Pfütze mit schwammigen, weiß-rötlichen Brocken hatte sich um den bedauerlichen Kämpfer gebildet.,, Hirnmasse...“ sagte Daminus mit tiefer Trauer in der Stimme und schob den Leichnam zur Seite. Mit festen Griff packte er die beiden blutverschmierten Griffe des Maschinengewehres und tauchte aus seiner Deckung auf, ohne das ihm der korrumpierte Space-Marine entdeckte. Dieser lachte wahnsinnige und deckte immer noch sämtliche Stellungen mit Feuer ein, damit die niederen Kultisten und Verräter der imperialen Armee sich ihnen gefahrlos nähern konnten.
    ,,Nicht mit mir!“ knurrte Daminus und drückte den eisernen Abzug des Maschinengewehres. Laut donnernd spie die Waffe hunderte von kleinen Stahlmantelgeschossen auf seinen Gegner aus.

    Die ersten Geschossen prallten klirrend von der massiven Rüstung des riesigen Alpha-Legionärs ab, ohne auch nur die geringste Wirkung zu zeigen. Das verwunderte ihn wenig, schließlich war eine Servorüstung unglaublich hart und widerstandsfähig.

    Wütend und mit einem Schrei,, TOD DEN FEIND!“ wandte er sich zu Daminus. Er hatte keine Angst oder dergleichen, nein, er unternahm nicht einmal den Versuch seinen konstanten Feuer auszuweichen.
    ,,VERDAMMT! NUN STIRB ENDLICH!“ richtete der Sergeant ein Stoßgebet zum Himmel und konzentrierte seine gesamte Feuerkraft auf den Kopf des Ketzers.
    Gerade als dieser seinen schweren Bolter betätigen wollte, zeigte Daminus Angriff Erfolg.

    Dutzende von kleinen Löchern waren im Helm des Heiden zu erkennen und aus ihnen ergoss sich Blut. Die rötliche Flüssigkeit floss über das dunkelblaue Metall bis es die roten Servoaugen erreichte.
    Zu keiner weiteren Handlung mehr bereit, ging der Chaos-Space-Marine in die Knie seinen schweren Bolter fallend lassen.
    Mit einem letzten Blick auf seinen Mörder stürzte er in den Dreck und blieb dort regungslos liegen.

    ,,JETZT!“ brüllte Daminus und seine Leute schnellten aus ihren Verstecken hervor. Blitzschnell legten sie ihre langläufigen Lasergewehre auf die Sandsäcke vor ihnen und eröffneten das Feuer auf die anstürmenden Verräter. Diese entsannen sich ihrer langen Ausbildung beim Pangea-Regiment und gingen in die Knie. Dadurch konnten sie wesentlich besser ihre Ziele anvisieren und boten ein kleineres Schussfeld. Zwar waren sie so noch unterlegen, aber sie vertrauten noch auf den Schutz ihrer pechschwarzen Armaplastwesten.
    ,,Verflucht seid ihr und zur Hölle werdet ihr in Stücken fahren!“ schrie Daminus, der durch die Doktrin des Imperiums kaum klar denken konnte. Aber so war das Schicksal eines aufstrebenden Soldaten. Man wurde immer mehr zu einem Monster. Gefühle wurden durch die Fassade des Glaubens übermalt, bis nur noch ein kaltes Wesen von ebenso eiskalter Logik zurückblieb.

    Es war ein entsetzliches Bild. Bruder gegen Bruder. Keine Gnade wurde gewährt, keine Ehre gezollt.
    Nur der Tod strich mit seinen gierigen Klauen über das Schlachtfeld und griff nach den Seelen der Toten.
    Daminus feuerte weiter mit den schweren Maschinengewehr und wurde durch das Mündungsfeuer geblendet. Er wusste nicht, ob er jemanden tötete, nur das er auf jemanden schoss und zwar auf einen Menschen, nein, einen Heiden.

    Für einen Augenblick nahm er den Finger vom Abzug und sah nach vorne. Dort lagen sie. Dutzende von Verräters von den Stahlmantelgeschossen durchschlagen, in einer Blutlache liegend. Das Schicksal aller Häretiker. Grinsend richtete er den Lauf seines Gewehres auf den nächsten Feind, doch musste er schneller erkennen, daß kaum jemand noch lebte. Die verbliebenen Ketzer rannten schreiend davon, begleitet von Lasersalven.
    Jubelnd rannten die imperialen Soldaten aus ihren Schützengräben, ohne die Gefahr zu erkennen. Daminus begriff mit einem Mal den finsteren Plan der wahnsinnigen Ketzer.

    ,,ZURÜCK AUF EURE POSTEN!“ schrie er in sein Funkgerät und richtete sein Gewehr auf die Verräter, die plötzlich von ihrer Flucht abließen und wieder auf die Stellungen zu liefen.

    Die jungen Soldaten des Pangea-Regiments sahen kaum eine Gefahr in ihnen, da sie ihnen weit unterlegen waren.
    Kreischend und einen kleinen, runden Gegenstand in ihren Händen haltend, rannten die Gottlosen in das Laserfeuer ihrer Feinde und kümmerten sich nicht um ihre Verletzungen.

    Den größten Schaden fingen die Armaplatwesten ab und der restlichen Schaden war ihnen egal, sie wollten sterben.
    Fluchend bemerkte Daminus das der Munitionsstreifen seiner Waffe aufgebraucht war. Schnell packte er einen Neuen und führte ihn in die Öffnung am Gewehr ein. Gerade wollte er wieder das Feuer eröffnen, aber er hatte versagt.

    Zwischen den imperialen Soldaten zogen die Verräter den Stift ihrer Granaten in ihren Händen und klammerten sich an ihre Feinde. Sie warfen sie zu Boden und kämpfen noch einige Momente, bis die feurige Explosion der Granaten sie zeriss.

    ,,NEIN.“ stöhnte er und eilte zu den Überlebenden, doch es gab keine. Alle waren sie gestorben. Vernichtet durch einen Kamikazeangriff des Chaos.
    ,,Ihr Narren.“ murmelnd stolperte er zwischen den kleinen Krater und den zerfetzten Leichen seiner Kameraden.
    ,,Möge der Imperator euren Verfehlungen vergeben.....“ kniete er sich in einer Gebetspose nieder und rammte sein griffbereites Kettenschwert, daß sich in seiner Scheide am Gürtel befand, in den Boden.
    Eine letzte Ehre die er den Soldaten unter seinen Kommando erwies. In störrischer Disziplin salutierte er vorn ihnen und wandte sich von diesem Schlachtfeld ab......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (November 26, 2006 at 10:51 PM).

  • sehr geile Geschichte!!
    Chaos sind immernoch die geilsten!! :D
    Mehr Mehr Mehr!!!!!!!!

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • off.topic:,, Danke. Ich habe schon einen neuen Teil geschrieben. Er ist leider nur knapp zwei Seiten lang, war heute die ganze woche im Stress. Ich hoffe das er doch auf Anklang stösst. Also bitte. Viel Spaß beim Lesen."


    Das Lachen des Chaos


    Wenige Minuten später


    Setrius saß auf seinen prunkvollen Thorn, dessen Lehnen aus Knochen bestanden und dem zwei nackte Schädel als Halterung dienten.
    Auf den stählernen Tisch vor ihm waren drei Schädel auf jeweils 3 spitzen Dornen aufgespießt. Der Kopf eines Tau, der eines Eldar und der Kopf von General Claymore. Er betrachtete die halb verwesten Schädel nichts als Trophäen, nein, sie dienten ihm als Mahnmal. Dies waren die Köpfe seiner größten Feinde, seiner größten Gegner. Alle hatten sie ihm schwer zugesetzt und gedemütigt.

    Jeden Tag führte er sich seine Schande vor Augen, damit er aus ihr lernte.
    Versagen war ein unerträgliches Gefühl für ihn.
    ,,Ihr habt die Brücke solange gehalten, General...“ zog er den Kopf von Taldean Claymore aus seiner Verankerung und führte ihn sich vor Augen. Noch immer hatte der tote Helden, daß selbe selbstgerechte Grinsen aufgesetzt, wie bei seinem Tod. Wie er diese menschliche Fratze verachtete.

    ,,Nun ist sie aber gefallen. Scheinbar ist ihre Tochter nicht in der Lage gewesen, sie zu halten. Ist dies nicht ein jämmerliches Ergebnis für eine Claymore.“spottete er, obwohl er sich bewusst war, daß man ihn nicht hören konnte. Taldean Claymore war durch seine Klinge gestorben, doch seine Seele entwich schnell. Zu schnell, als daß Setrius sie hätten fangen können und ein Spielzeug zu seiner Belustigung hatte.
    ,,Ich habe euch immer respektiert, mein Freund. Aber da ihr mich um mein Vergnügen gebracht habt, werde ich dies an der Seele eurer Tochter nachholen. Wie gefällt euch das.“ setzte er lachend den Kopf auf seine Halterung.

    Mit einem fleischigen, schmierigen Geräusch bohrte sich der Stachel in den Schädel des einstigen imperialen Generals.
    Seinen ,vom gehörten Helm geschützten, Kopf auf seine gepanzerte Hand stützend, überlegte er seine nächsten Schritte. Hier in seiner Kammer konnte er ungestört nachdenken, ohne durch die wilden Schreie seiner rachsüchtigen Soldaten und den wahnsinnigen Gebrüll von niederen Kultanhänger gestört zu werden.

    Der ganze Raum war dunkel und selbst mit Licht besehen, befand sich hier nichts. Bis auf den Tisch und den Thron war alles leer. Nur kalte, eiserne Wände, teilweise verrostet, waren hier zu erkennen.
    Setrius hasste die Ablenkung, deshalb hatte er seine Gemächer sehr trist eingerichtet.

    Hier konnte er schalten und walten, wie es ihm beliebte.
    Keine Seele wagte hier in den Eintritt, aus Angst vor dem mächtigen General. Nur seinen Champions und den perfiden Hexern war der Eintritt gewährt, für alle anderen wartete hier der Tod.
    Um seinen Ruf auch gerecht zu werden, befanden sich links und recht vom Eingangsschot zwei Leichen, die man brachialer Gewalt an die Wände befestigt hatte.

    Das Klirren von Ketten war jedes Mal zu hören, wenn sich das Schot zu seinen Räumen öffnete und schloss. So auch jetzt, als Drenor plötzlich in die Kammern des Chaos-Generals eintrat.
    ,,Unsere Truppen rücken weiter vor, mein Gebieter. Der imperiale Widerstand ist stark, aber wir können sie langsam zurückdrängen.“ kniete er sich vor seinen Herren und presste seine Faust gegen die Stirn.
    ,,Wie nicht anders zu erwarten war.....“ sagte Setrius und sah auf seinen Champion hinab.,, Doch wie sieht unsere Truppenverlegung aus? Die Lager sind untätig und die Sklaven faul. Ich dulde solche Schlampereien nicht unter meinen Kommando und das weißt du......“ drohte er, während Drenor sich wieder erhob.

    ,,Keine Sorge. Ich habe den Befehl gegeben dies nachzuholen. Die Sklaven werden nun von Männern meines Vertrauens angetrieben. Die ersten stationären Geschützstellungen werden in der nächsten Stunde aufgestellt.“ erklärte er seinen Herren. Nicht einmal ließ er es an Respekt mangeln, denn darauf hätte sein verhasster Meister nur gewartet. Setrius war durchtrieben wie kein anderer. Er konnte einen buchstäblichen das Wort im Munde umdrehen, ohne das es dabei an Gültigkeit verlor. Jedoch setzte er meist auf die Fehler seiner Feinde. Und obwohl Drenor sein Champion war, waren die Beiden verfeindet. Drenor wollte aufsteigen und Setrius wollte seinen Platz behalten und nach eigenem Ruhm streben. Nur wenn einer der Konkurrenten starb, waren diese Ziele ohne ein Hindernis zu erreichen.

    ,, In der nächsten Stunde? Kann es sein, daß du möglicherweise nachlässt, Drenor Blutkrähe.“ sprach ihn Setrius mit einer gewissen Verachtung an. Ein weiteren Versuch ihn in blinde Raserei zu treiben. Einen Zweikampf konnte er nicht gewinnen, dafür war sein Gebieter zu mächtig. Daher zügelte er sich und ließ die Beleidigungen von sich abprallen, im stetigen Bewusstsein, seine Willensstärke würde den Chaos-General aus der Fassung bringen.
    ,,Eurer Plan hat einige unserer Fahrzeuge beschädigt. Ich ging von der Annahme aus, ihr wolltet nur über einsatzbereites Equipment verfügen. Schließlich sind unsere Feinde noch nicht besiegt.“ gab Drenor bissig zurück.
    ,,Damit hast gut getan. Vielleicht habe ich mich geirrt........Entferne dich....“ sagte er mit nachdenklicher Stimme und Drenor salutierte gehorsam.

    Gerade als er sich umdreht hatte und an der kleinen, blinkenden Konsole am Schot einen Code eingegeben hatte, um diesen Raum wieder zu lassen, und sich die beiden Metallplatten seitlich beiseite schoben, sagte Setrius.,, Ach Drenor.......“

    Ordnungsgemäß reagierte er und drehte sich zu seinen Herren um, als knapp an seinen Kopf eine mächtige Schlachtaxt vorbeizog und sich sirrend in der Wand verkeilte.

    Für einen Augenblick war Drenor's Herz stehengeblieben, doch nun schlug es wie wild auf den plötzlichen Schock.

    ,,.....wage es nicht mehr in diesem Ton mit mir zu reden, verstanden? Es täte mir wirklich leid, deinen Kopf von den Schulter zu reißen.“ stachen die purpur-leuchtenden Augen des Chaos-Generals aus den einzigen Sehschlitz des gehörntes, dunkelblauen Helmes hervor.

    ,,Verzeiht, mein Gebieter.“ senkte Drenor den Kopf und verließ den Raum, während ein irres Lachen aus den Kammer des Generals hinter ihm hallte. Wie ein geprügelter Hund ging er langsam den Korridor der riesigen Kommandozentrale der Alpha-Legion entlang, immer darauf hoffend, daß seine Rache bald kommen möge.......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Muhahahaha.... Wie grausam chaos doch ist ^^
    Wollte grad pennen gehen und da sehe ich das. Geil.
    Stiftest mich richtig zum lesen an.
    Bei dir kann man sich immer alles so gut vorstellen. Echt klasse.

  • hrhr, auf einen Kampfen zwischen den beiden freu ich mich jetzt schon!
    Da spritzt bestimmt so einiges!!! ^^

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • off.topic:,, Danke sehr, vielen Dank. Ich habe nun auch mal weitergeschrieben, kontne leider gestern nicht, aber dafür ist es auch heute mehr ;)
    Also viel Spaß beim Lesen."


    Freund oder Feind?


    Im gleichen Augenblick bei der Claymorekette, auf den höchsten Turm der ersten Festung


    Lange bevor das Chaos diese Welt betrat, wurden die Festung, die heutige Claymorekette, erbaut. Jede davon ein Bollwerk und nur schwer zu überwinden. Eine kleine Besatzung war durch die enorme Bewaffnung der Bauwerke in der Lage ganze Armee aufzureiben. Selbst die Belagerungsmeister der Iron-Warrior wären an diesen Mauern sinnlos aufgelaufen.

    Dies war wenig verwunderlich, schließlich waren diese auch von ihnen errichtet worden, allerdings noch vor den großen Bruderkrieg, der das Imperium vor 10.000 Jahren erschütterte.
    Allerdings sollten sämtliche Einrichtungen der Häretiker und Verräter niedergebrannt werden, damit die aufkeimende Saat des Chaos keinen Nährboden fand, jedoch erreichte ein solcher Befehl nie den Planeten Braxis. Es wird vermutet, daß dies auch der Eingriff des Imperators war, der sich der wahren Macht und den unermesslichen Schutz der Bastionen bewusst war. Ohne diese Meisterwerke der menschlichen Baukunst wäre Braxis gefallen und alle Menschen auf Pangea bestimmt gefallen oder zum Chaos übergelaufen.

    ,,Danke....“ sagend kniete Lilien Claymore mit den Ellenbogen auf die Mauern stützend und sah hinab auf den Wald, der wie Unkraut um die Festung wuchert und drohte sie zu verschlingen.
    Ohne die Flammenwerfer und Schneidegeräte würde die Claymorekette innerhalb von zwei Monaten vollkommen unter der grünen Hölle verschwunden sein.

    ,,Das wird wohl auch passieren, wenn wir scheitern.“ seufzte sie und eine Träne lief ihr über das Gesicht. Sie spürte es kaum, da ihre Haut eine gewisse Ähnlichkeit mit getrockneten Leder hatte. Ein Zeichen für ein hartes, unerbittliches Leben unter der ständigen Fittiche ihres strengen Vaters.

    Der letzte Versuch eines liebenden Vaters, seine letzte Tochter zu retten. Zwei waren bereits gefallen, es war ihr klar warum. Ihre beiden Schwester waren gestorben. Ermordet von den korrumpierten Monstern des Pangea-Regiments.

    Nur noch sie war übrig geblieben. Die Letzte der Claymore und die einzige Hoffnung für die Menschen. Das waren die Worte ihres Vater, kurz bevor er den durchtriebenen Chaos-General Setrius Schattenherz mit seinem Schlachtschiff rammte und einen planetaren Beschuss dieser Welt vereitelte. Dabei verlor der mutige Held von Braxis sein Leben.
    Es donnerte. Die dunklen Regenwolken waren wie ein Schleier aufgezogen und tauchten alles in Dunkelheit. Der Regen prasselte auf sie hinab. Ihre schwarze Uniform mit den goldenen Orden und Abzeichen wurde schnell nass und schwerer. Sie weinte. Im Glauben auf den Planeten Braxis wird Regen nach einer Schlacht, als Tränen der Verstorbenen ausgelegt. Viele ihrer Männer fanden den Tod und nicht wenige waren verletzt. Warum hatte sie nur diesen Stümper das Kommando übergeben und nicht ihrer ersten Wahl. Dieses Versagen war unverzeihlich, dachte sie und schlug sie selber, mit der blanken Faust ins Gesicht.

    Diese Selbstbestrafung hatte sie von ihrem Vater gelernt. Ein letztes Zeichen seiner Person, seine Lehren.
    Aus ihrer kleinen, blassen Stupsnase floss Blut, welches allerdings durch den stetigen Regen sofort weg gespült wurde.
    ,,Ich hasse dieses Mistwetter....“ sagte sie knurrend und drehte sich um, dabei wehte ihr langer schwarzer Umhang im Wind.
    Der plötzliche Sturm blies ihr die Mütze vom Kopf und legte ihr seidiges, langes, rotes Haar frei, welches ebenfalls eine Gespielin der harschen Böe wurde.

    Vor ihren smaragdgrünen Augen öffnete sich ein bläulich-leuchtendes Portal und eine vergleichsweise große, gepanzerte Gestalt trat daraus hervor.
    Die glühenden purpurfarbenen Augen stachen durch die Dunkelheit und erfassten sie, während eine eiskalte Stimme sie begrüßte.
    ,,Ah Miss Claymore. Hoch erfreut.“

    Lilien war völlig außer Fassung und konnte ihrem Gegenüber nicht erkennen, erst die Blitze des rasch aufgezogenen Gewitters gaben den Blick auf einen Chaos-Hexer preis. Der lange, blaue Gehrock, der unter der dunkelblauen Rüstung erkennbar war und das vor Warpenergiepulsierende Rückenmodul, welches die Form eines Drachen hatte, waren unverkennbar.
    ,,KETZER!“ spuckte sie, als der gepanzerte Verräter langsam auf sie zukam. Seine schweren Schritte waren deutlich zu spüren. Ihr gesamter Körper zitterte, als würde eine unheimliche Kälte ihre Seele berühren, doch mutig trotzte sie ihrem Gegner, obwohl sie ihm sichtlich unterlegen war.
    ,,STIRB!“ zischend griff sie nach ihrer Laserpistole, die sie in einem Halfter um die Hüfte trug.

    Gerade richtete sie den Lauf der reichlich verzierten Waffe mit den wehenden Bänder auf den Kopf des Hexers, als plötzlich ihr die Pistole aus der Hand gerissen wurde und im Nichts verschwand.
    ,,Wie unhöflich.“ lachte der Verräter, der sie durch einen hinterhältigen Zauber entwaffnet hatte.
    Sich bewusst, wie unterlegen sie ihrem Gegner war, grinste Lilien den Hexer an.

    ,,Also hat sich euer feiger Herr entschlossen, mich zu töten. Nicht wahr?“ bellte sie ihren Feind an, doch der namenlose Häretiker erwiderte.
    ,,Im Gegenteil, meine Liebe. Ich bin nicht einer von Sentius Speichelleckern. Ich höre gehöre einer größeren Macht an.“präsentierte der Hexer stolz seinen Schulterpanzer und das darauf gemalte Zeichen.
    Ein riesiges Auge war zu erkennen. Kein Zeichen der Alpha-Legion, sondern der Thousand Sons.

    ,,Was bei allen Dämonen......“ stellte sie entsetzt fest und erkannte langsam die Tragweite dieses Krieges.
    Auch wenn das Wissen über die Verräterlegionen streng gehütet wurde, wurde das Wissen nie auf Braxis verboten. Eine Nachlässigkeit der sonst so eifrigen Inquisition.

    ,,Wisst ihr, Miss Claymore.“ begann der Heide.,, Ich habe euren Vater immer geschätzt. Zu Schade das er dahinscheiden musste. Es ist wirklich tragisch, daß ein Mann seiner Größe......“
    ,,ES REICHT!“ unterbrach Lilien den schwadronierenden Gottlosen mit lautem Geschrei.

    ,,Mein Vater war ein Held und jedes eurer Worte vergiftet seinen Ruf!“ kreischte sie wütend, mehr als sie sagte.
    Der skurrile Hexer lachte, wie von einem Wahn überfallen und schwang dabei seinen Stab durch die Luft. Dieser schien allerdings seinen eigenen Willen zu besitzen und versuchte sich aus den Griff des Verräters zu befreien. Ein grotesken Bild, doch nicht ungewöhnlich. Das Chaos konnte man nicht kontrollieren und alle Hexer waren auf seine Gnade angewiesen.
    ,,Ihr solltet doch wissen:,, Die Bewunderung seiner Feinde ist für einen Krieger die größte Ehre.“

    erklärte der Thousand Son sein Lob und ging weiter auf sie zu.
    Er schien keine Scheu zu kennen oder ansatzweise so etwas wie Angst zu kennen. Entweder er wusste, daß Lilien Claymore unbewaffnet war oder er war ein Narr.

    ,,Wie dem auch sei....“ stoppte er plötzlich und rammte seinen Stab in das steinerne Dach der Festung.
    ,,Verzeihung, ich habe vergessen mich vorzustellen. Ich bin Calis, genannt der Wanderer. Sie werden sicherlich schon von mir gehört haben. Zumal ich ihren Eifer kenne.....“
    Wieder unterbrach ihm die schöne Generälin, diesmal mit einen spöttischen Unteron.

    ,,Ihr seid doch nicht gekommen, um mir zu schmeicheln. Habe ich nicht recht, Verräter!“
    ,,Wie der Vater so die Tochter. Ich erkenne gewisse Charakterzüge wieder. Doch muss ich euch Recht geben. Ich bin gekommen, um euch zu warnen...“

    Liliens Augen weiteten sich. Zum Einen aus Verwunderung und zum anderen aus Zorn. Ein Hexer konnte man nicht trauen, niemals, man durfte ihnen nicht trauen.

    Vielleicht war es die unheimliche Aura des Zauberers oder möglicherweise auch die Anstrengungen der letzten Stunden, die sie ihre nächsten Frage stellen ließen.
    ,,Und das wäre?“ hob sie skeptisch ihre Augenbraue und blickte den Hexer finster an.

    ,,Wirklich. Er werdet eure Vater immer ähnlicher, was für ein Jammer......“
    ,,KOMMT ZUR SACHE......!“ kreischte sie und suchte verzweifelt nach einer Waffe in ihrer Uniform. Ein Messer, vielleicht auch eine eingenähte Schusswaffe. Irgendetwas, womit sie den Heiden töten konnte. Sie war dieses Spieles überdrüssig.

    ,, Nun, wenn ihr mich so höflich bittet. Es werden weitere Streitkräfte nach Braxis kommen. Aber wer sie sind, werde ich euch nicht sagen. Schließlich will ich mich an euren vergeblichen Versuchen verlustieren. Nur ein Rätsel soll euch dienlich:,, Zwei Armeen werden es sein, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jene, die ihr nicht versteht und jene die nur noch die Schlacht kennen.“

    Um euch einen kleinen Vorteil zu geben. Sie werden in den nächsten 48 Stunden eintreffen, nur wo, daß bleibt ihnen überlassen. Ich rate euch, eure Bevölkerung zu verlegen. Andernfalls wird das kommende Massaker im Angesicht des Krieges verblassen. Ich verabschiede mich...“ beendete der Hexer seine langatmige, herablassende Erklärung und zog seinen Stab mit einer einfachen Handbewegung aus den Boden. Kaum befand sich der Speer mit den augespießten Schädel an der Spitze in seinen kalten Klauen begannen die leeren Augenhöhlen ein grünliches Feuer zu speien.
    Lilien Claymore hatte den Erzählungen des Hexers aufmerksam gelauscht, aber nicht die Suche nach der Waffe aufgegeben.
    Ein bunt schimmerndes Portal öffnete sich plötzlich, doch kurz bevor der unheimliche Thousand Son es betrat, drehte er sich zu seiner geschätzten Feindin und sagte.

    ,, Auf der linken Brustseite der Uniform hatte ihr Vater stehts ein Messer in alle seine Kleidungen einarbeiten lassen. Vielleicht solltet ihr da suchen. Denn das nächste Mal werdet ihr keine Zeit für eine Suche haben.“
    Damit betrat der Hexer langsam das Portal. Mit dem Gedanken:,, Er hatte Recht.“ riss Lilien ein kleines Klappmesser aus den Stoff und wollte es gerade nach dem Heiden werfen, als das Portal verschwand.
    Sie war wieder allein. Niemand dufte erfahren, was vorgefallen war. Man würde es als Ketzerei auslegen und ihr Tod wäre damit sicher, ganz gleich, was sie für ihr Volk errungen hatte. Im Angesicht des Chaos verblasste jede heldenhafte Tat.

    ,,Das nächste Mal, Hexer, werde ich euch töten......“ legte sie das Klappmesser in eine kleine Gürteltasche am Gürtel.
    Langsam ging sie in den Eingang des kuppelartigen Turmes und stieg eine in Stein gehauene Wendeltreppe hinab. Immer daran denkend, was der Verräter ihr erzählt hatte.

    ,,Jene, die ihr nicht versteht und jene, die nur noch die Schlacht kennen.“ murmelte sie und versuchte daraus einen Schluss zu ziehen. Die Lösung war unmöglich. Diese Beschreibung passte auf so viele Feinde der Menschheit. Vielleicht war es nur eine Lüge, aber was wäre, wenn er Recht hatte? Die Städte westlich der Claymorekette waren nur von wenigen Soldaten besetzt. Schließlich musste man die Front halten. Aber wenn er Recht hätte, würde diese Feinde sicherlich die Bevölkerung angreifen.
    Die einzige Rettung wäre für sie ,die unterirdische Stadt Subterra. Doch noch war es zu früh für Spekulationen......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • hab bisher zwar nur Teil 1 gelesen aber es ist wirklich klasse. Trotz oder gerade wegen der Brutalität finde ich es sehr spannend und mitreißend.

    MEHR!

    "Religionskriege sind Konflikte zwischen erwachsenen Menschen, die sich darum streiten, wer den besseren imaginären Freund hat."

  • sehr geile Idee mit den 1kSons ...
    nur mach lieber nich zu viele Handlungsstränge sonst
    gerät des alles durcheinander : )

    Quote

    Original von Gbk: Und ich finde es gibt nichts schöneres als einen rassierten sack der schön duftet. :omg: .

  • off.topic:,, Kommt noch ;) Die Intrige wird geschmiedet, also hier bitte sehr, viel Spaß beim Lesen."


    Zweifelhafte Verbündete


    ,,VERNICHTEN! ZERSTÖREN! VERBRENNEN!“ brüllten die Chaos-Space-Marines der Alpha-Legion, als sie der dichten Dschungelwand vor ihnen mit Flammenwerfern zur Leibe rückten.
    Die grünlichen Flammen waren vernichtend. Dieses Feuer wurde vom Warpraum gespeist und konnte jede Materie verbrennen, selbst Steine. Einfach alles. Es gab kein Entrinnen und keine Möglichkeit es zu löschen.
    Von den Bild entzückt klatsche Setrius in seine Hände. Der stählerne Klang wenn Metall auf Metall traf war unüberhörbar.

    Nur die niederen Ketzer, die durch stählerne Ebenbilder des Chaossterns verunstaltet waren, zuckten zusammen. Sie kannten die Geräusche ihrer Herren und fürchteten ihren Zorn. Mit blanken Händen mussten sie das heiße, verkohlte Holz des Waldes auflesen und es fortschaffen. Wer jammerte und gar wagte zu schreien, wurde schnell durch einen Messerstich in die Brust getötet. Gnade kannte das Chaos nicht, besonders nicht vor vegetierenden Sklaven. Sie waren wertloses Geschmeiß, daß die Arbeit vollrichtete, die keiner wollte. Dafür wurden sie am Leben erhalten. Wie Ratten wurden sie mit madigen Brot gefüttert und abgestandenen Wasser. In alten Lumpen mussten sie leben und auf den kalten Böden der riesigen Raumschiffe durften sie schlafen, falls die korrumpierten Space-Marines nicht einen Sklaven wie ein Vieh durch die Gänge hetzten und ihn anschließend, nach der kleinen Verfolgungsjagd, ermordeten.
    ,,Der Wald weicht zurück.“ sagte Drenor, der eines Schoßhundes gleich an der Seite des gefährlichen Chaos-Generals stand.

    ,,Das sehe ich selbst. Eine Schneise genügt. Ich glaube nicht, daß der Widerstand hier groß sein wird.......“ verkündete er einen Befehl, den Drenor widersprach. Dies war nicht das erste Mal gewesen. Beide waren schon öfter aneinander geraten. Die Vorherrschaft um die Führung war umkämpft und Drenor wollte sie übernehmen.

    ,,Die imperialen Speichellecker werden warten. Sie sind feige und greifen uns von hinten an. Das wisst ihr...“ seine Stimme war ungewohnt von einer Hinterhältigkeit durchdrungen. Nicht wie sonst markant und laut.
    ,,Mein lieber Freund..“ begann Serius seinen Satz.,,Habe ich nicht vor weiteren Zwischenfällen dieser Art gewarnt?“ Mit diesen Worten packte er Drenor am Hals und hob ihn hoch, als würde der Tonnenschwere Koloss eine Feder. Das Rückenmodul des Generals brüllte laut vor Überlastung, doch im Notfall hätte er es auch ohne technische Unterstützung geschafft. Setrius Schattenherz war unglaublich stark, auch wenn man es ihm nicht ansah.

    Keuchend und nahe dem Erstickungstod versuchte sich Drenor aus seinem Griff zu befreien, doch seine Hand war wie ein Schraubstock.
    ,,DU BIST JÄMMERLICH!“ brüllte ihn die blechern, bösartige Stimme des Generals an.,, Aber ich weiß, wie man mit Ungehorsam umgeht.“ entließ er Drenor aus seiner Hand und sah zu, wie der Koloss zu Boden stürzte.
    Laut krachend schlug der Champion auf den harten Stein auf und blieb für Sekunden regungslos liegen. Doch schnell wurden er von zwei weiteren Alpha-Legionären gepackt und aufgerichtet.

    ,,Bringt ihn in das Loch. Ich möchte doch gerne seinen Überlebenswillen testen.“ lachte Setrius. Nun endlich konnte er sich seines Feindes entledigen, ohne dabei seine sichere Deckung zu verlassen. Die Grube war ein riesiger Krater, den das Flaggschiff von Setrius in den Planeten gerissen hatte. Viele Menschen hatte er dort eingesperrt und alle waren sie an der radioaktiven Strahlung des zerstörten Reaktor gestorben. Doch das war nicht das gefährlichste. Die tödliche Strahlung könnte Drenor überleben, ein Champion des Chaos war sehr widerstandsfähig. Aber nun tummelten sich dort Kreaturen der schlimmsten Alpträume. Die Explosion war dermaßen stark gewesen, daß sie ein Loch in die Dimensionen schlug und somit den Dämonen freien Zugang in die Realität gewährte. Da dieser Dimensionsriss relativ klein war, konnte sich diese Wesenheiten des Warp nicht weit weg von dem Wrack bewegen. Setrius hatte bei seinen Feldzug nie den Segen aller Götter eingeholt, nur von einem. Den Herren des Verfalls, Nurgle. Durch diese Arroganz gekränkt, zog der Chaos-General den Zorn der anderen Chaosgötter auf sich. Ihre Dämonen waren es, die das „Loch“ besetzten.

    Sie würden keine Gnade mit einem Champion der Alpha-Legion kennen, besonders wenn er unter den Kommando von Setrius Schattenherz stand.
    Erst wenn er diese Welt im Namen des Chaos erobert hatte und alle Menschen an die dunklen Götter geopfert hatte, konnte er mit ihrer Vergebung rechnen. Eine Aufgabe, die er gerne erfüllte.
    Grinsend sah er seinen verhassten Konkurrenten nach und war sich nicht sicher, ob Drenor nicht doch überleben könnte.
    ,,Wie ich sehe, kümmert ihr euch um das Problem.“ trat der schemenhafte Hexer Sepsis an seine Seite. Der bucklige Mann versteckte sein Gesicht unter einer weiten Kutte. Nur seine Hände waren zu erkennen. Diese waren voller Beulen und eitriger Pusteln. Nicht selten tropfte eine durchsichtige, zähflüssige Flüssigkeit unter seiner Kutte und traf zischend auf den kalten Stein.

    Der Hexer musste sich auf einen lang Stab stützen und wirkte durch diesem nicht sonderlich beeindruckend. Doch das täuschte. Auch wenn die Krieger des Nurgle oft schwächlich wirkten mochten, waren sie sehr gefährlich. Oftmals spielten sie diese Schwäche nur, um dann im entscheidenden Moment ihre Scharade abzulegen und mit blitzschnellen Aktionen ihre Gegner zu besiegen.

    ,,Ich frage mich noch immer, was Nurgle von unserer kleinen Abmachung hat. Schließlich erhält er nichts dafür.“ sagte Setrius relativ offen, da er sich für unantastbar hielt.

    Hustend sagte der ekelhafte Hexer.,, Ihr täuscht euch. Nurgle hat doch schon seinen Preis erhalten. Alle eure Massaker waren ein Opfer an den Seuchengott. In diesem Pakt seid ihr der Benachteiligte, nicht umgekehrt, mein Freund. Seht ihr, ein paar Waffen und Ausrüstung sind ein geringer Preis für euren doch recht zahlreichen Beitrag. Doch warne ich euch. Sobald die erste Festung des Imperiums fällt, müsst ihr euer Versprechen einhalten. Erbaut Nurgle einen Schrein, dann wird seine Unterstützung gewiss sein.“ erklärte der kranke Mann und ging ein paar Schritte im Kreis.
    ,,Ich pflege immer meine Versprechen zu halten. Es dauert noch etwas. Dieser Urwald macht uns das vorankommen schwer.“ erwiderte Setrius leicht gekränkt, aber dennoch respektvoll.

    ,,Das ist mit Verlaub, eure Angelegenheit, General. Ich bin nur Beobachter und soll nur auf eure Aktionen ein Auge haben. Der Rest kümmert mich nicht. Dennoch rate ich eure Pläne ein wenig vorzulegen. Ich spüre eine Präsenz, die ich....“ brach der Zauberer seinen Satz ab und wandte sich dann eilig von seinem Gesprächspartner ab.
    Als er hinter eine kleinen Erhöhung verschwunden war, überlegte Setrius seinen nächsten Schritt.

    Der Hexer hatte sich zu schnell von ihm abgewandt. Seine psionische Verbundenheit zum Warpraum musste ihn etwas gezeigt haben, vielleicht etwas von Wert.

    Sein Misstrauen war berechtigt und möglicherweise lebte deshalb so lange. Vertrauen war ein Luxus, den er sich nicht leisten konnte.
    Jeder unter seinem Kommando war ein eiskalter Mörder, ein Verräter. Keiner würde zögern , ihn zu töten und seinen Platz einzunehmen.
    Daher musste er mit eiserner Faust herrschen und einer Grausamkeit, die man mit nicht weniger als teuflisch umschreiben könnte.
    Nur Angst sicherte seine Herrschaft würde Gnade zeigen, wäre dies ein Zeichen von Schwäche.

    ,,Ich werde euch auch im Auge behalten.....“ ging er langsam auf seine Soldaten zu, die noch immer mit der Rodung des Waldes beschäftigt waren........


    Einige Meter entfernt


    Vorsichtig sah sich der Hexenmeister des Nurgle um. Er war merkwürdig vorsichtig. Dann begann er zu Lachen. Es war ein Lachen, daß selbst die Hölle hätte gefrieren lassen. Plötzlich fing seine Kleidung Feuer und rutschte ihn von den Körper. Als der Rauch sehr verzog, war nur ein gepanzerter Hexer der Thousand Sons zu erkennen.
    Langsam fasste er sich an die Stirn.
    ,, Sie kommen. Ich habe ihre Anwesenheit gespürt. Wir müssen unsere Aktionen jetzt starten.“ sendete er eine telephatische Nachricht in das unheimliche Geflecht des Warpraumes.
    In seinem behelmtes Schädel war deutlich ein Herzschlag zu hören, nur war es nicht seiner, da er längst zu Staub zerfallen war.
    ,,Bist du dir sicher?“ hörte er groteske Stimme in seinem Kopf und er erwiderte:,,Ja.“
    Für eine kurze Zeit war ein leises, undeutliches Flüstern zu hören. Wie ein Nebelschleier legte er sich über das nahe Waldstück und der Boden unter den Füßen des Hexers verdarb.
    ,,Wir werden kommen, doch solltest du uns angelogen haben, werden wir dich vernichten. Ich hoffe, du bist dir der Tragweite deiner Handlungen bewusst.“
    ,,Sicher.“ antwortete der Hexer schnell und die psionische Unterhaltung endete schlagartig.
    Die verbrannte Kleidung des Thousand Sons um ihn herum, richtete sich plötzlich auf und verschlag ihn, bis er wieder der bucklige Advokat des Nurgle war.
    Ein doppeltes Spiel wurde gespielt, doch warum wusste niemand. Noch nicht.......


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

    Edited once, last by Deva (December 9, 2006 at 12:03 PM).

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!