OT: So, es ist soweit: Nach meiner seltsamen Kurzgeschichte kommt jetzt auch ein längeres Werk mit Hintergrund usw. Da es über zur Hälfte über die Eldar geht, bin ich mir nicht sicher, alles richtig zu machen. Also wenn ihr inhaltliche Fehler entdeckt, bitte sagt mir das. Kritik ist erwünscht.
Teil 1: Die Säuberung Arianas
Gedanken und Pläne
„Planet Ariana – Basis Itari
Meditation Tasis über die Philosophie der Orks.
Was haben Orks denn mit der hohen Kunst der Philosophie und die Wege durch das Schicksal gemein?, wird man sich fragen. Nicht viel, aber ein Bisschen. Und damit ein Bisschen mehr, als viele glauben. Ich will nicht das barbarische Verhalten dieses Volkes abstreiten, aber bewusst machen, dass es auch ein Hauch von Philosophie und rationalen Denkens beinhaltet. Ich beginne, indem ich ihren Staat als Beispiel nehme.
Die Orks haben drei Klassen. Die kleinen Orkiden, bei ihnen `Grots` genannt, sind ängstlich veranlagt. Sie nehmen lieber harte Arbeit auf sich, als kämpfen zu müssen und an Rebellion würden sie nicht einmal denken. Sie bilden somit eine solide Arbeiterbasis.
Die zweite Klasse beherbergt die Soldaten und die Techniker. Alle von ihnen tun – jedenfalls von ihrem Standard aus betrachtet – gute Arbeit.
Zu letzt gibt es die Truppführer und den `Boss` Die zweite Klasse kann und will in die dritte aufsteigen. Da deshalb ständig Zweikämpfe um die Positionen stattfinden, sind meistens die stärksten Orks, also die mit dem besten Genmaterial, an der Spitze. Dazu kommt noch, dass das ganze so einfach strukturiert ist, sodass sie keine Gedanken an Politik verschwenden müssen.
Wenn wir es aber einmal bei uns Eldar anschauen: Wir führen etliche Diskussionen über die Rechte, Gebote, Lebensweisen und Verbote der einzelnen Wege, Pfade und Aspekte.
Und unsere Runenleser, -seher, -propheten und Prophetinnen könnten so dumm, faul, schwach und unerfahren sein, wie es ihnen beliebt, ohne dass jemand eingreifen dürfte...
Dennoch verdanken wir diesem Staat unsere Zivilisiertheit, unsere technologische Überlegenheit und unsere taktische Raffinesse. So etwas werden die Orks wahrscheinlich nie haben, doch wer weiß?
Was ich damit sagen will ist, dass der einfache Lebensweg der Orks, die nie einen Funken ihres Verstandes an das Schicksal verwenden, in gewisser Weise Philosophie enthält. Die Philosophie der Einfachkeit. Man könnte...“
Die Tür des Meditationsraumes öffnete sich. Herein trat ein Ranger, in Rüstung, aber unbewaffnet. Er fing an zu sprechen, mit einer etwas nachdenklichen Stimme:
„Tasi, ein Bote ist angekommen – geschickt von der Runenprophetin Taowir... eurer Mutter...“
Zur selben Zeit, aber an einem anderen Ort – dem Sumpfland Arianas – liefen zwei muskulöse Orks im Sternenlicht einen matschigen Trampelpfad entlang. Der Kleinere fragte mit quengelnder Stimme:
„Wat such`n wir hier, Boss?“
„Halt die Klappe, wir sin` gleich da!“
Die beiden liefen noch ein paar Schritte, bis der größere Ork stehen blieb.
„So, schau` mal hinta dich!“
Mit diesen Worten drehte der Boss Bogutz den anderen Ork gewaltsam um.
„He!“
„Klappe, du Made! Was siehst du?“
„Nix, nur Grünzeugz, Boss!“
„Schau` nach unten!“
Bogutz drückte dabei den Kopf seines Untergebenen runter, dass diesem fast das Rückrad brach.
„Da Boden?“, fragte der kleine Ork, namens Zak, verwirrt.
Etwa eine halbe Minute später (Bogutz schaute ihn dabei erwartungsvoll an) kam ihm ein wahrer Geistesblitz, denn er antwortete richtig:
„Uns`re Fußspur`n?“
„Jaa! Un` wat meinst du, wat los is`?“
„Ähm, du hast die Fußspur`n von jemanden entdeckt?“
„ Ja, dat hab` ich!“
Bogutz lief einige Meter weiter und deutete auf den Boden, auf dem ein Abdruck – nur einen Zentimeter tief – war.
„Dat hab` ich entdeckt. Dat war ein Schleicha von den Eldaz!“
„Echt? Boa...“
„Jaa! Und weißt du, wat Gonaz g`sacht hat?“
Gonaz war mit 46 Jahren der älteste Ork im Clan und der erfahrenste Mek.
„Nee! Wat hat` er g`sacht?“
„Hat g`sacht, dat alle Bosse vor mir von den Eldaz ihren Schleichaz platt g`macht wurden!“
„Machst DU die Schleichaz platt?“
„Ne, du Made!“
„Ich bin vawirrt!“
Nicht kämpfen überstieg Zaks Intellekt...
„Hab` ich erwa`tet! Hör` also zu: Auf dies`n Planeten gibt`s kaum Rohstoffä, keine guten Boyz un` bis auf da mickrige Eldaz-Schleichaz keine Feindä! Aba ich hab` eine Idee! Darum bin ich ja auch da Boss!“
Ohne auf Zaks Reaktion zu warten, lief er eilig den Waldweg entlang: Nach hundert Metern drückte er ein Gebüsch beiseite und befreite so die Sicht auf eine Waldlichtung.
Auf der Lichtung lag oder besser steckte ein Raumschiff im Schlamm. Es war ein vollkommen veraltetes, imperiales, zweisitziges Aufklärungsshuttle...
„Damit hau`n wir von dies`n Planeten ab.“
„Aba, Boss, da pass`n doch nur zwei rein!“
„Jaa. Ich und du. Du bist zwar net der stärkste von den Boyz aber du kannst Befehlen gehorch`n und vawendest deinen Kopf nicht nur für Kopnüsse. So und jetz` hol` Gonaz! Dat Teil muss repariert werden!“
„Mach` ich, Boss!“
Zak rannte unverzüglich los., denn die Aussicht auf Feinde (er hatte in seinen Leben nur gegen andere Wildorks kämpfen können) hatte sein Interesse geweckt...