• OT: So, es ist soweit: Nach meiner seltsamen Kurzgeschichte kommt jetzt auch ein längeres Werk mit Hintergrund usw. Da es über zur Hälfte über die Eldar geht, bin ich mir nicht sicher, alles richtig zu machen. Also wenn ihr inhaltliche Fehler entdeckt, bitte sagt mir das. Kritik ist erwünscht.

    Teil 1: Die Säuberung Arianas

    Gedanken und Pläne

    „Planet Ariana – Basis Itari
    Meditation Tasis über die Philosophie der Orks.
    Was haben Orks denn mit der hohen Kunst der Philosophie und die Wege durch das Schicksal gemein?, wird man sich fragen. Nicht viel, aber ein Bisschen. Und damit ein Bisschen mehr, als viele glauben. Ich will nicht das barbarische Verhalten dieses Volkes abstreiten, aber bewusst machen, dass es auch ein Hauch von Philosophie und rationalen Denkens beinhaltet. Ich beginne, indem ich ihren Staat als Beispiel nehme.
    Die Orks haben drei Klassen. Die kleinen Orkiden, bei ihnen `Grots` genannt, sind ängstlich veranlagt. Sie nehmen lieber harte Arbeit auf sich, als kämpfen zu müssen und an Rebellion würden sie nicht einmal denken. Sie bilden somit eine solide Arbeiterbasis.
    Die zweite Klasse beherbergt die Soldaten und die Techniker. Alle von ihnen tun – jedenfalls von ihrem Standard aus betrachtet – gute Arbeit.
    Zu letzt gibt es die Truppführer und den `Boss` Die zweite Klasse kann und will in die dritte aufsteigen. Da deshalb ständig Zweikämpfe um die Positionen stattfinden, sind meistens die stärksten Orks, also die mit dem besten Genmaterial, an der Spitze. Dazu kommt noch, dass das ganze so einfach strukturiert ist, sodass sie keine Gedanken an Politik verschwenden müssen.
    Wenn wir es aber einmal bei uns Eldar anschauen: Wir führen etliche Diskussionen über die Rechte, Gebote, Lebensweisen und Verbote der einzelnen Wege, Pfade und Aspekte.
    Und unsere Runenleser, -seher, -propheten und Prophetinnen könnten so dumm, faul, schwach und unerfahren sein, wie es ihnen beliebt, ohne dass jemand eingreifen dürfte...
    Dennoch verdanken wir diesem Staat unsere Zivilisiertheit, unsere technologische Überlegenheit und unsere taktische Raffinesse. So etwas werden die Orks wahrscheinlich nie haben, doch wer weiß?
    Was ich damit sagen will ist, dass der einfache Lebensweg der Orks, die nie einen Funken ihres Verstandes an das Schicksal verwenden, in gewisser Weise Philosophie enthält. Die Philosophie der Einfachkeit. Man könnte...“
    Die Tür des Meditationsraumes öffnete sich. Herein trat ein Ranger, in Rüstung, aber unbewaffnet. Er fing an zu sprechen, mit einer etwas nachdenklichen Stimme:
    „Tasi, ein Bote ist angekommen – geschickt von der Runenprophetin Taowir... eurer Mutter...“


    Zur selben Zeit, aber an einem anderen Ort – dem Sumpfland Arianas – liefen zwei muskulöse Orks im Sternenlicht einen matschigen Trampelpfad entlang. Der Kleinere fragte mit quengelnder Stimme:
    „Wat such`n wir hier, Boss?“
    „Halt die Klappe, wir sin` gleich da!“
    Die beiden liefen noch ein paar Schritte, bis der größere Ork stehen blieb.
    „So, schau` mal hinta dich!“
    Mit diesen Worten drehte der Boss Bogutz den anderen Ork gewaltsam um.
    „He!“
    „Klappe, du Made! Was siehst du?“
    „Nix, nur Grünzeugz, Boss!“
    „Schau` nach unten!“
    Bogutz drückte dabei den Kopf seines Untergebenen runter, dass diesem fast das Rückrad brach.
    „Da Boden?“, fragte der kleine Ork, namens Zak, verwirrt.
    Etwa eine halbe Minute später (Bogutz schaute ihn dabei erwartungsvoll an) kam ihm ein wahrer Geistesblitz, denn er antwortete richtig:
    „Uns`re Fußspur`n?“
    „Jaa! Un` wat meinst du, wat los is`?“
    „Ähm, du hast die Fußspur`n von jemanden entdeckt?“
    „ Ja, dat hab` ich!“
    Bogutz lief einige Meter weiter und deutete auf den Boden, auf dem ein Abdruck – nur einen Zentimeter tief – war.
    „Dat hab` ich entdeckt. Dat war ein Schleicha von den Eldaz!“
    „Echt? Boa...“
    „Jaa! Und weißt du, wat Gonaz g`sacht hat?“
    Gonaz war mit 46 Jahren der älteste Ork im Clan und der erfahrenste Mek.
    „Nee! Wat hat` er g`sacht?“
    „Hat g`sacht, dat alle Bosse vor mir von den Eldaz ihren Schleichaz platt g`macht wurden!“
    „Machst DU die Schleichaz platt?“
    „Ne, du Made!“
    „Ich bin vawirrt!“
    Nicht kämpfen überstieg Zaks Intellekt...
    „Hab` ich erwa`tet! Hör` also zu: Auf dies`n Planeten gibt`s kaum Rohstoffä, keine guten Boyz un` bis auf da mickrige Eldaz-Schleichaz keine Feindä! Aba ich hab` eine Idee! Darum bin ich ja auch da Boss!“
    Ohne auf Zaks Reaktion zu warten, lief er eilig den Waldweg entlang: Nach hundert Metern drückte er ein Gebüsch beiseite und befreite so die Sicht auf eine Waldlichtung.
    Auf der Lichtung lag oder besser steckte ein Raumschiff im Schlamm. Es war ein vollkommen veraltetes, imperiales, zweisitziges Aufklärungsshuttle...
    „Damit hau`n wir von dies`n Planeten ab.“
    „Aba, Boss, da pass`n doch nur zwei rein!“
    „Jaa. Ich und du. Du bist zwar net der stärkste von den Boyz aber du kannst Befehlen gehorch`n und vawendest deinen Kopf nicht nur für Kopnüsse. So und jetz` hol` Gonaz! Dat Teil muss repariert werden!“
    „Mach` ich, Boss!“
    Zak rannte unverzüglich los., denn die Aussicht auf Feinde (er hatte in seinen Leben nur gegen andere Wildorks kämpfen können) hatte sein Interesse geweckt...

  • nice, klasse sache...
    vor allem "ich bin vawirrt" ROFLMAO
    mal abgesehen vom satz

    Quote

    jedenfalls aus ihren Standart betrachtet

    , indem fast alles falsch is was falsch sein kann, ( von etwas aus, nicht einfach aus | ihreM | StandarD ) eine seeeehr schöne geschichte, und vor allem die orks sind derbst symphatisch :D

    was ich allerdings nicht glaube ist dass runenleser der eldar dumm faul schwach etc sein könnten...

  • Danke für die Kritik. Den Satz werde ich einmal verbessern...
    Bei den Runenlesern war es mir nicht so gut gelungen, rüberzubringen, dass das alles rein theoretisch (wegen dem Konjunktiv) ist...

  • Also ich finde die Geschichte auch gut, ein paar kleine Fehler, die wirklich nicht auffallen, sind drin, aber die stören glücklicherweise nicht.
    Also du solltest weniger Klammern setzen, sonst unterbrichst du den Lesefluss.

    z.B. dieser Satz

    Etwa eine halbe Minute später (Bogutz schaute ihn dabei erwartungsvoll an) kam ihm ein wahrer Geistesblitz, denn er antwortete richtig:

    Verbesserung:

    Etwa eine halbe Minute schaute Zak unter den erwartungsvollen Blick von Bogutz auf Boden, bis ihm ein wahrer Geistesblitz durchzuckte und er anschließend antwortete:


    Ich will dich damit nicht runtermachen oder so etwas, nein, im Gegenteil, deine Geschichte gefällt mir richtig gut, nur diese Klammern stören ein bissel, deshalb auch diese Alternative ;)

    Ich hoffe du schreibst schnell weiter, denn ich bin richtig gespannt wie es weitergeht.


    In der Finsternis glimmt ein Licht, welches Hoffnung verspricht.

  • Ich hab grad auch eine Vision: Von einer langen, entbehrungsreichen Queste zweier Orks auf der Suche nach "ächt'n Feindän!"

    Werden unsere zwei grünen Helden eine Gruftwelt der Necrons erwecken?
    Wird ihr Raumschiff durch die "Hülle auf Deck 4" eines Eldarweltenschiffes brechen und sie so als erste Nichteldar seit gedenken ein Weltenschiff betreten?
    Werden sie ihre stahlbeschlagenen Sohlen in die Brutkammern eines Schwarmflotte stellen?
    Springen sie über Terra ab, um dem Imperator aufs Dach zu segeln?
    Fliegen sie direkt zum Cadian Gate, um den Schwächling Khorne auf ein Koppnussduell herauszufordern?
    Machen sie sich auf die suche nach Commoragh, um dort die schwächlch'n Spargelz aus der Arena zu moschn?
    Landen sie irgendwo im Friedlichen Tauimperium, um den Batz... Paz... Weicheiern zu zeigen "wat dat höhärä wohl richtich is?"

    Das liebe kinder werden wir nächste Woche erfahren!

    Das Niveau?
    Hat sich unter einem flachen, moosbewachsenen Stein in den schottischen Highlands versteckt.
    Wie tief es diesen Stein zuvor vergraben hat ist nicht bekannt.

  • Tja, mir wäre es lieber gewesen, wenn du eine sinnvolle Kritik abgegeben hättest, anstatt so einen lustigen, aber unpassenden Spass. ;)

    Allen, die mehr wollen kann ich versichern, sie werden wahrscheinlich morgen mehr bekommen.

  • Recht hast Du, sorry. Asche auf mein grünes Haupt. :(

    Zur sinnvollen Kritik:

    "Meditation Tasis ...." Hier verwendest Du einen SciFi-Eigennamen, ohne ihn vorher eingeführt zu haben. Das liest sich ein bisschen holperig, weil der Leser drüber nachdenken muss, wer, was oder wo oder wie "Tasis" ist. (Hieße der "Robert" oder "Paul" wäre das kein Problem.) Noch dazu ist das ein Genitiv, also auch noch ein gebeugter Eigenname. Ohne Vorkenntnis schwer zu deuten.
    Wahlweise den Eigennamen vorher einführen:
    Der Eldarkrieger Tasi saß mit gekreuzten Beinen auf der Matte des Meditationsraumes.
    Oder ihn an der Stelle einfach weglassen. Der Charakter ist dem Leser noch unbekannt (sonst bestünde das Problem ja nicht) braucht also nicht gleich einen Namen. Die erwähnung des Namens durch den Ranger reicht völlig aus und ist mmn. sogar stilistisch wertvoll.

    Die zweite Sache ist nur ein einfacher Tippfehler
    mit einer etwas nachdenklicher Stimme:

    Das Niveau?
    Hat sich unter einem flachen, moosbewachsenen Stein in den schottischen Highlands versteckt.
    Wie tief es diesen Stein zuvor vergraben hat ist nicht bekannt.

  • OT: Tja, den Rechtschreibfehler verbessere ich, aber das andere lasse ich jetzt so.
    Der zweite Teil ist nun fertig. Etwa genauso lang wie der erste, aber ein bisschen gewagter (siehe unteres OT)

    Folge mir

    „Meister, ihr scheint nicht sehr überrascht...“
    Der Ranger lief neben Tasi durch den Gang.
    Die Eldarbasis Itari war unterirdisch und war in vier Räume eingeteilt:
    Ein Raum zum Schlafen und Aufenthalt, ein Trainingsraum, ein Meditationsraum und ein Raum, der die Warpverbindung zum Weltenschiff Manwe besaß. Die beiden liefen zum letztbenannten.
    „Ich sah im Traum Runen; Sie bedeuteten, ich würde jemandem begegnen...“
    , meinte Tasi mit seiner typischen Tonlage, die keinerlei Emotion durchließ.
    Der Ranger schwieg: Als Sohn der Runenprophetin Taowir hatte Tasi trotz seines geringen Alters von gerade einmal 51 Jahren schon gewisse seherische Fertigkeiten...
    Schließlich gelangten sie an das Ende des Ganges und durch die Tür.
    Im Raum wartete ein Gardist – wie der Ranger zwar in Rüstung, aber ohne Waffe. So war Tasi der einzige ohne Rüstung.
    Der Ankömmling hielt sich knapp: „Die Runenprophetin erwünscht euch. Folge mir.“
    Im selben Moment öffnete das Warpportal einen Zugang zum Netz der tausend Tore, wie ein Riss in Papier entstand es mitten in der Luft. Der Gardist trat einfach hindurch, während Tasi zögerte, aber trotzdem folgte...

    Der Weg durch den Warp bestand aus Kristall und war so groß, dass immer nur ein Eldar hindurchpasste, also ein vergleichsweise kleiner Gang. Von den Wänden, dem Boden und der Decke strahlte ein extensives, hellblaues Schimmern.
    Die ersten wenigen Sekunden waren bedrückend – nein, besser eigentlich erdrückend. Zeit und Raum waren im Warpraum anders als im Realraum; Tasis innere Uhr war den Reisen durch diese Welt ungewohnt; Er erlitt Hunger, obwohl er eigentlich keinen Hunger hatte, war müde und hellwach zugleich.
    Doch schließlich trudelte es sich wieder ein.
    Wenn man öfters durch das Netz der tausend Tore reiste, war die innere Uhr so etwas gewöhnt, aber auch etwas mutiert dadurch. Warpspinnenexarchen, die schon seit Jahrtausenden durch den Warp reisten, erlebten manchmal das Leben in einer Zeitlupe...
    Das schlimmste war also vorbei, aber ein latentes Schwindelgefühl blieb, als Tasi dem Gardisten verfolgte – der Ranger blieb in Itari. Nach 10 (20? 30? Was ist schon Zeit hier?) Minuten erreichten sie das Ende, an dem sie schon den Übergang in dem sie die Normalwelt – im Weltenschiff Manwe sahen.

    Beim Verlassen des Netzes kamen die selben verwirrenden Zustände wie beim Eintritt, doch das unbarmherzige Tempo des Gardisten ließ ihm keine Zeit zum Erholen. Er musste fast sprinten, um den Anschluss zu finden. Würden die Eldar nicht auf jegliche Gefühle verzichten, wäre Tasi wütend darauf, aber so war es eben nicht. Er wurde durch die Gänge des Raumschiffes geführt, wobei ihm eine ungewohnte Hektik auffiel: Überall eilten Runenleser und –seher, Gardisten und Aspektkrieger.
    Irgendetwas ist im Gange, das wusste Tasi ganz genau...
    Sie schritten noch ein paar Gänge entlang und standen dann vor einer geschlossenen Türe,
    „Sie wartet hier auf euch.“
    , sprach der Gardist, wahrhaft kein Mann vieler Worte.
    Tasi zögerte: Er hatte seine Mutter das letzte Mal vor 31 Jahren gesehen, also vor mehr als die Hälfte seines Lebens.
    Letztendlich trat er ein.


    Der Weltenwandler Sitain beobachtet die beiden Orks. Die Fußspur zu hinterlassen war ein Fehler, den er seit fast 200 Jahren nicht mehr gemacht hatte. So etwas durfte vielleicht ein einfacher Ranger machen, aber doch kein Weltenwandler!
    Doch das, weswegen er sich an die Stirn geklatscht hatte, belustigte ihn nun.
    Gefühle – ein Grund für den Pfad des Ausgestoßenen...
    Es bereitete keine Probleme, die Orks zu belauschen, sogar jemandem ohne so ein geschärftes Gehör wäre das möglich; Orks verstanden unter leise, dass sie eben nicht ganz so laut schreiten wie sonst. Sitain vermutete, dass alle Orks schwerhörig sein mussten...
    Der kleiner Ork lief dann davon, nur noch der Boss blieb da.
    Eigentlich die ideale Gelegenheit, den Boss zu töten.
    In Gedanken malte er sich schon bestialische Tötungsmethoden aus. Ihm erst die Augen auszuschießen und dann mit Streifschüssen zu quälen, das gehörte nicht einmal zu den Grausamsten. In dieser Beziehung glich er einem aufstrebenden Champion des Chaos – ein weiterer Grund für den Pfad des Ausgestoßenen...
    Jedenfalls durfte er den Ork nicht töten, denn sein Auftrag lautete, nur einzugreifen, wenn der Sohn Taowirs in direkter Lebensgefahr ist. Tasi und die 5 Ranger waren schon seit 31 Jahren auf dem Planeten, angeblich um ihn zu kartographieren und die Wildorks zu dezimieren. Aber eigentlich war es nur, um Tasi eine praktische Kampfausbildung zu bieten, was aber dieser selbst nicht wusste.
    Bei vielen anderen Eldar hätte er den Sinn arg angezweifelt, doch bei Tasi... dieser hatte im Laufe der Zeit eine unzweifelhafte Genialität entwickelt...
    Durch ständige Attentate auf die Bosse der Wildorks hatte er besonders in den letzten 5 Jahren enormes Zwietracht gesät und einen blutigen Konflikt vom Zaun gebrochen, der alle Clans ausrottete; nur etwas 150 des Clans im Sumpf hatten überlebt...


    Zak lief durch das Orklager. Das Heben seiner Beine erzeugte wegen den matschigen Boden immer ein Sauggeräusch. Schließlich erreichter er das Zelt des Meks und trat ein. Dass seine Schuhe auf dem Boden Unmengen an Schlamm hinterließen interessierte ihn einen im wahrsten Sinne des Wortes einen feuchten Dreck.
    Es standen einige Kisten voller technischer Hilfsmittel herum – Schraubenschlüssel, Schweißgeräte und, was wohl am wichtigsten war, eine Menge Hämmer.
    Zak erblickte Gonaz, wie er an einer Werkbank arbeitete. Im Schraubstock war eine Pistole geklemmt und Gonaz haute mehrmals mit einem Hammer darauf, bis er sie schließlich herausnahm. Er richtete sie auf den Boden und feuerte sie mit einem ohrenbetäubenden Knall ab. Dann meinte er zufrieden:
    „Dat Teil is` jetz` repariert!“
    Zak trat von hinten heran und erhob seine raue Stimme:
    „Da Boss braucht dich!“
    „Bogutz kann sich gädulden! Ich hab hier `n Haufen...“
    „Sofort oder du kriegst `ne Kop`nuss!“
    Vor ein paar Jahren hätte Gonaz den Ork gezeigt, was eine richtige Kopfnuss ist, aber jetzt antwortete er nur demütig:
    „Wo soll ich hin?“
    „Folg` mir einfach!“

    OT: Ich habe noch nie Beschreibungen vom Netz der tausend Tore gelesen, also bin ich mir nicht sicher, ob das so richtig ist....

  • gefällt mir auch richtig gut =)
    aber eine sache ist mir beim lesen aufgefallen:

    Die Eldarbasis Itari war unterirdisch und war in vier Räume eingeteilt:
    2 mal war in einem satz hört sich weniger gut an.
    andere formulierung:
    Die Eldarbasis Itari lag unterirdisch und war in vier Räume eingeteilt:

    Die Wahrheit wird oft in einer Sprache gesprochen, die wir nicht verstehen können. Daran zu scheitern sie zu verstehen ist noch lang keine Entschuldigung sie als falsch anzusehen.

    Edited once, last by StarRaptor (March 6, 2007 at 7:48 PM).

  • OT: Leider habe ich nicht so viel Zeit und Lust, für jede kleine Formulierungshilfe einen Beitrag zu verändern, trotzdem danke ich für jedes Kommentar.
    Hier ist der etwas verspätete Nachschub für euch Lesebegeisterte.

    Vorbereitung

    Tasi trat über die Schwelle, die Tür schloss sich automatisch hinter ihm.
    Der Raum war vollkommen weiß; Die Wände, der Boden, die Decke – alles war weiß. Wahrscheinlich ein Trainingsraum für psionische Kräfte.
    In der Mitte stand seine Mutter. Sie hatte sich wenig geändert: Ihre makellosen, weichen Gesichtszüge waren die selben, der fürsorgliche Blick in ihren Augen auch.
    Der Sohn konnte nur eine Veränderung feststellen, die ihn nichtsdestotrotz sehr beunruhigte: In ihre langen, goldblonden Haare hatten sich vereinzelte graue Strähnen eingeschlichen.
    Eldar altern nicht! Graue Haare sind bei diesen Volk Folgen von Stress und Schlaflosigkeit...
    Trotzdem entschied er sich dagegen, es anzusprechen.
    „Mutter...“
    „Sohn...“
    Beide liefen aufeinander zu und umarmten sich herzlich. Auch wenn die Eldar strikt Emotionen vermieden, blieb die Liebe zwischen Mutter und Kind unantastbar...
    Danach traten beide ein paar Schritte zurück. Taowir ergriff das Wort:
    „Mein Sohn, weißt du, weshalb ich dich hierher rufen lassen habe?“
    „Nein.“ , antwortete Tasi mit einem Kopfschütteln.
    „Ich hatte Visionen ... Sie sagten mir, ich solle so viele Truppen wie möglich wieder auf das Weltenschiff führen. Ich würde später weitere Instruktionen erhalten. Es muss in gewisser Weise sehr wichtig sein, denn die Runen waren klar wie Schriftzeichen.“
    Ihr Gesichtsausdruck wurde noch ernster.
    „Irgendetwas wird passieren – etwas, bei dem wir vielleicht alle unsere Kräfte einsetzen werden müssen, um das Schicksal zu beeinflussen... Wahrscheinlich wird es sehr gefährlich sein.“
    Dann schwiegen sie eine, zwei und schließlich ganze drei Minuten, sodass Tasi alles wenigstens vorläufig verdauen konnte. Dieser wusste nicht, was ihn mehr beunruhigen sollte: Die Aufforderung, möglichst viele Kräfte zu mobilisieren oder eher, dass die Runen für seine Mutter so klar waren.
    Man sollte sich Runenlesen nicht wie bei normaler Schrift vorstellen, es war viel komplexer. Zu komplex, als dass man es in Worte fassen könnte...
    Tasi hatte fast drei Stunden nachdenken müssen, um zu entschlüsseln, dass er jemanden begegnen würde...
    Endlich ergriff die Runenprophetin das Wort erneut: „Es wird wahrscheinlich etwas gefährliches geschehen, also müssen wir uns vorbereiten.“
    Sie hob ihre Hand und urplötzlich erschien ein Hagun Zar in der Luft. Zweifelsohne mit ihrer psionischen Kraft her teleportiert. Nicht umsonst ist Taowir die potenteste und wichtigste Runenprophetin auf dem Weltenschiff. Sie ergriff die Waffe und überreichte sie ihren Sohn.
    Dessen Gesicht zeugte von einer enormen Verwirrung.
    „Bin ich jetzt ein Runenleser?“, fragte er zögerlich.
    „Nein, ich habe zwar erfahren, dass du Runen sehen und deuteten kannst und dass du auch im Kampf begabt bist, aber du kannst deine psionischen Kräfte nicht aktiv einsetzen. Aber genau deshalb bist du hier. Damit ich dich trainieren kann!“
    Und das tat sie dann auch und sie tat es 48 Stunden am Stück...


    Während Zak fort war, um Gonaz zu holen, blieb Bogutz keines Falls untätig:
    Mit der Hilfe seiner Axt hatte er es geschafft, das Cockpit des Shuttles aufzuhebeln. Die Leichen des Piloten und des Copiloten, die arge Ähnlichkeit mit Mumien besaßen, hatte er herausgehoben und ein paar Meter weggetragen.
    Jetzt war er mit einem Flughandbuch für diesen Schiffstypus, das er im Cockpit gefunden hatte, beschäftigt. Im Vorwort war scherzhaft erwähnt worden, dass ein solches Shuttle sogar von einem Ork geflogen werden konnte.
    Zwar konnte Bogutz nicht lesen, aber das Handbuch war voller Illustrationen der Knöpfe, Schalter und Hebel und kleinen gezeichnete Shuttles, bei denen man die Auswirkungen der besagten Knöpfe, Hebel und Schalter durch Pfeile ausgedrückt sehen konnte.
    Alles was der Boss wichtig fand, riss er raus und steckte es ein.
    Schließlich betraten Zak und Gonaz die Lichtung. Gonaz humpelte ein Bisschen, vor Jahren verlor er aufgrund einer Verletzung ein ordentliches Stück Beinfleisch.
    „Dat muss räpariert wärden!“, befahl Bogutz dem Mek. Dieser stellte den Werkzeugkasten ab und begutachtete das Aufklärungsshuttle von allen Seiten und warf einen Blick in das Cockpit. Dann öffnete er die Klappe zum Antrieb. Womit wohl?
    Mit einem Hammer natürlich! Was wäre die orkische Technik wohl ohne dieses hilfreiche, vielfältig einsetzbares Werkzeug?
    Hinter der klappe befand sich ein Wasserstoffantrieb, wie sie schon im 21. Jahrhundert verwendet wurden.
    „Dat is` hohteknologüsch...“, gab der Ork zu bedenken.
    Imperiale Techniker hätten es eher als reif fürs Museumbezeichnet...
    Gonaz blieb einige Minuten mit fest fixierten Blick darauf stehen.
    Der Boss wollte sich schon abwenden, da meinte der Mek: „Dat Dingens hat ächt Glüg gähabt! Zum Räparier`n brauch ich nua vier Tage...“
    „Zwei Tache!“, befahl Bogutz – je weniger Zeit es brauchte, desto unwahrscheinlicher war es, dass irgendein andere Ork davon erfuhr.
    „Schnälla als drei Tache geht`s wirklich net...“
    „Dann eben in drei! Aba kein` Tag mehr!“
    Nachdem das geklärt war, machte sich der Gonaz an das Shuttle ran. Die beiden anderen Orks sahen keinen Nutzen, weiterhin zu bleiben, also machten sie sich auf den Weg zurück zu ihrem Lager.

    Im Lager gab Bogutz Zak ein paar Anweisungen: „Besorg` dia `ne starkä Wumme und lass dein` Spalta schleifän. Danach kümmer` dich noch um g`räuchertäs Squigflaisch und Wassa!“
    Die beiden gingen ihrer Wege...
    Zak wusste, wo er eine gute Waffe bekommen konnte. Er betrat eines der Zelte und erblickte im matten Sternenlicht, was er suchte – eine Wumme.
    Der Inhaber lag seelenruhig schnarchend daneben. In wenigen Sekunden würde er zwar nicht mehr der Besitzer der Waffe sein, aber dafür der Besitzer etwas völlig anderes sein.
    Nämlich der einer dicken Beule...

  • OT: So ihr Lieben, keine Kommentare? Ich werde euch nicht den Kopf abreisen, wenn auch einmal negative Kritik kommt (naja, vielleicht :D)

    Tja, zur Feier des Tages - gute Deutschnote - ist das Kapitel länger als sonst und auch blutiger. Hoffentlich gefällt es euch, ich bin mir nämlich nicht sicher, ob es gut ist...

    Uruz

    Tasi wischte sich einen Viertel Liter Schweiß von der Stirn. Seine Mutter hatte ihm in den letzten zwei Tagen keine Minute Pause gelassen.
    Er hatte weder schlafen dürfen, noch überhaupt essen oder trinken...
    Doch das Resultat ließ sich sehen: Er hatte eine Reihe Runenbeschwörungen gelehrt bekommen ,die ihm sicher nutzen werden.
    „Mein Sohn, du hast nun die nötigen Fähigkeiten, um ein Runenleser zu werden. Aber vielleicht noch wichtiger ist, dass du jetzt bereit bis, eine wichtige Lektion zu lernen.
    Höre gut zu, mein Sohn, ich werde es nicht wiederholen und auch nicht aufschreiben.
    Du hast heute bemerkt, wie dein Körper, deine Sinne und dein Verstand behaupteten, du könntest nicht weitermachen, doch du konntest es; dein Körper, deiner Sinne und dein Verstand hatten Unrecht und haben dich betrügt. Die Welt wird subjektiv und unklar erfassen, aber wir Eldar sind im Gegensatz zu den anderen Völkern fähig, hinter die Fassade zu sehen; wir haben angefangen, die Trugbilder zu durchschauen, wir haben aufgehört zu denken und fingen an, zu begreifen.
    So erlangen wir eine höhere Ebene der Logik. Wir führen keine unnötigen Kriege, alle unsere Handlungen dienen nur den wichtigsten Zwecken.
    Andere Lebensformen halte uns für Wesen, die ohne irgendwelche Vernunft handeln – das aber ist nur das Resultat ihres engen, getrübten Blickfelds und ihrer niederen Denkensweise.
    Das ist es, was uns von den anderen unterscheidet... Vergesse das nie!
    Du bist müde, ich weis. Und du MUSST nun schlafen. Morgen wird ein wichtiger Tag sein. Du Prüfung zum Runenleser...“
    Tasi hatte sich jedes Wort dieser kurzen Rede eingeprägt, würde aber erst später darüber nachdenken. Jetzt wollte er erst einmal schlafen...

    „Runenprophetin Taowir, ich habe Informationen für euch.“
    „Dann sagt sie schnell, Weltenwandler Sitain – ich bin müde vom Training mit meinem Sohn Tasi...“
    „Diese widerlichen Kreaturen von Orks haben ein Schiff von den Menschen gefunden. Ein kleines, in das nur zwei Menschen bzw. Orks hineinpassen. Sie versuchen, es zu reparieren...“
    „Aha, aber das ist unwichtig. Tasis Prüfung zum Runenleser wird sein, dass er die letzten Orks auf den Planeten auslöscht. Wir müssen uns nicht unnötig da einmischen. Haltet eure Augen auf Tasi und achtet, dass ihm nichts geschieht.
    Wenn es der Wille des Schicksal ist, ob ein, zwei Orks entkommen oder nicht, dann lassen wir das Schicksal in Ruhe....“
    So hatte die Runenprophetin die Zukunf vieler Eldar beeinflusst, ob nun zum schlechten oder zum guten...


    Am ersten Tag war es noch ruhig im Orklager. Zak befolgte alle Befehle gewissenhaft und Gonaz kam hin und wieder, um Werkzeuge oder Ersatzteile zu holen, sonst passierte nichts. Aber am zweiten Tag war es anders...

    “Ik mach` dich färtik un` wird` sälbst da Boss!“
    Der törichte Ork – mit dem Namen Uruz – stand vor Bogutz und dessen Speichellecker Zak.
    „Dat will ich mal bäzweif`ln!“
    Bogutz wusste, dass keiner der anderen Orks ihm das Wasser reichen konnte, also blieb er ruhig. Nach alten Ritual gingen sie zu einem Ort außerhalb des Lagers, an dem sich „die Arena“ befand. Aber eigentlich war es nur eine Felsplatte....
    Eine Menge Orks sahen den Herausforderer, Bogutz und Zak dorthin gehen, also folgten sie ihnen – in der Absicht, einen spektakulären Kampf sehen zu können.
    Die Gruppe, die immer größer wurde, erreichte „die Arena“ und die beiden Kontrahenten stellten sich gegenüber, während der Rest sie umringte und anfingen, mit ihren Äxten und Hämmern auf den Boden zu schlagen.
    Die dabei entstehenden Geräusche dienten den Kämpfern eine Art Rhythmus zu geben.
    In der Arena hatte man als einzige Bewaffnung eine Axt, was aber nicht heißen soll, dass man nicht auch boxen, treten oder rammen durfte.
    Der Kampf startete...

    Die beiden liefen aufeinander zu, mit jedem Stampfton ein Schritt. Bogutz hob als erster die Waffe und schlug sie mit enormer Kraft auf Uruz. Eine unnötige Verausgabung seine Kraft, denn sein Gegenüber schlug mit seiner eignen Axt die von Bogutz beiseite, worauf dieser ungeschützt dastand.
    Sofort nutze Uruz die Gunst der Stunde und haute mit geballte Faust auf den Kopf des Bosses.
    „Vollträffa!“, jubelte der Ork, als Bogutz durch die Wucht nach hinten strauchelte. Jetzt brauchte er nur noch nachzusetzen und...
    „Päch gähabt!“ Bogutz hatte die heransausende Axt am Stiel gepackt und holte sofort mit der eigenen aus.
    Da der Körper von Uruz voller Adrenalin gepumpt war, sah er die tödliche Waffe fast schon in Zeitlupe herannahen; Es war wie ohne Kontrolle über seinen eigenen Körper, denn er konnte nicht ausweichen, sondern nur zusehen, wie das Axtblatt in seinen Oberarm glitt und erst im Knochen stecken blieb.
    Der Boss zog sie problemlos heraus und wurde dabei mit Blut vollgespritzt – scheinbar hatte er eine Arterie erwischt. Bogutz fing an einen Hagel von kräftigen Schlägen auf seinen Gegner prasseln zu lassen, wobei er die Kampfeswut eines Khornebeserkeres erwies.
    Immer wieder hackte der kalte Stahl in das warme Fleisch. Uruz war unfähig zu reagieren; Seine Welt wurde von einem roten Nebel verschleiert, der mit jeder Verletzung dichter wurde.
    Bei seinem enormen Blutverlust spürte er nicht einmal die stechenden Schmerzen, er war wie unter Drogen...
    Bogutz fand die Zeit für den Todesstoß reif. Deshalb stellte er sich breitbeinig hin und ließ die Axt waagrecht gleiten und setzte darin all seine Kraft, um genügend Energie zu bekommen.
    Der Stahl flog geradezu durch die Haut, das Fleisch und die Sehnen, ohne Widerstand. Nicht einmal die Wirbelsäule vermochte, die Axt aufzuhalten.
    Als diese durchtrennt wurde, entschwand der rote Nebel für Uruz und die letzten Sekunden erlebte er mit einer erschreckenden Klarheit.
    Ein abgetrennter Kopf lebte noch sehr kurze Zeit weiter, Uruz Mund formte einen stillen Schrei – die benötigten Körperteile dafür hatte er nicht mehr.
    Bevor der Kopf den Boden erreichte, erlitt der Besitzer doch noch die gütige Gnade des Todes.
    Der Kopflose Körper lief noch wenige Augenblicke herum, wie ein kopfloses Huhn, wobei die offene Halsarterie das Blut wie ein grotesker Springbrunnen in die Höhe spritzte und einem blutigen Regen auf die Steinplatte fallen ließ.

    Zak beobachtete das geistlos; Er wusste, dass er irgendwann selbst Bogutz gegenüber treten würde...

  • Auf jeden Fall ne geile Geschichte! Gut, finde ich, dass in der Geschichte Eldar und Orks die Hauptrolle spielen, Menschen sind doch langweilig.

    Wenn ich den Armen zu essen gebe, nennen sie mich einen Heiligen. Wenn ich frage, warum die Armen kein Essen haben, nennen sie mich einen Kommunisten. - Câmara

    Edited once, last by HerrHorst (March 13, 2007 at 5:42 PM).

  • Die Geschichte gefällt mir richtig, endlich mal wieder jemand, der auf Rechtsschreibung und Zeichensetzung achtet :)

    Kritik: Weniger. Ich warte eher auf die Story. Drum kleine Fehler.

    „Ich sah im Traum Runen; Sie bedeuteten, ich würde jemanden begegnen...“

    Dativ? xD

    Im Raum wartete ein Gardist – wie der Ranger in Rüstung, aber unbewaffnet.

    Könnte man evtl besser ausdrücken. Klingt genau so wie du den Ranger beschrieben hast. Is mir halt nur aufgefallen.

    Bei der Formatierung (du schreibst doch in Word, oder so?) vllt beim Übernehmen ins Forum guggen, dass nicht irgendwo sinnlose Absätze gemacht werden (v.a. nach " und , sind die drin), vllt das äußere Erscheinungsbild noch ein wenig anpassen um Lesefluss zu fördern :)

    Ansonsten find ich die Geschichte spitze, besonders gefällt mir der Wechsel Eldar <=> Ork!



    xD xD xD :rofl:
    Du hast gerade Phantasien in mir geweckt... xD


    Mistletoe, friend of foe, so black upon the moor
    Fallen leaves coloured red, blood of all the dead
    Into mist they'll take your soul, they'll take your heart
    And none of flames shall burn with the ravens dark

  • Wenn am Ende eines Absatzes ein Komma ist, dann habe ich mich wahrscheinlich nur verschrieben (Komma statt Punkt).
    Fehler sind auch schon verbessert.
    Ich persönlich finde es anschaulicher - insbesondere bei den Orkdialogen - immer ein Absatz bei Sprecherwechseln zu machen (ist so auch in vielen Büchern)

    Schön, dass euch die Geschichte gefällt. Eigentlich war der Anfang der Geschichte impulsiv und ungeplant, somit auch die Völkerwahl. Aber jetzt finde ich es interessant, die beiden Völker, die von den anderen als ohne Vernunft bezeichnet werden, so anschaubar darzustellen - indem ich ihre Taten auch begründe usw.
    Und das Verhältnis Orks zu Eldar finde ich selbst auch sehr amüsant...

    Teil 5 kommt wahrscheinlich am Wochenende...

  • OT: Wie versprochen hier der nächste Teil. Ich hoffe, es gefällt euch.
    Und als Sahnehaube habe ich noch das Kommentar eines Orks zu dem Kapitel unten angegeben.

    Der dritte Tag

    Tasi beobachtete die Truppe. Es waren 30 Gardisten, allesamt bewaffnet mit Shurikenkatapulten und Granaten. Neben den Gardisten stand seine alte, vertraute Rangereinheit – bestehend aus 5 Mann.
    Eine lächerliches Aufgebot im Vergleich dazu, dass im Sumpfgebiet 150 Orks lebten. Er musste taktisch vorgehen, denn das bezweckte die Prüfung ja eigentlich. Und Tasi hatte schon einen Plan.
    Im Sumpf gab es zwar ein Hauptlager der Orks, aber zwei der Haushalte hatten ihr eigenes Lager, etwa 10 Kilometer entfernt vom Hauptlager. Das kleinere Lager hatte ungefähr 40 Bewohner an normalen Orks, die anderen Orkoiden nicht mitgezählt.
    Es gab schon die Abenddämmerung, in der Nacht würden sie auf das kleine Lager im Schutze der Dunkelheit zuschlagen. Die Gardisten teilte er jetzt schon in 6 Gruppen von je 5 Soldaten. Er und jeder der Ranger leitete einen Trupp durch den Sumpf über Trampelpfade und Schleichwege zum zweiten Orklager.
    Es vergingen ein paar Stunden, bis sie schließlich ihre jeweiligen Positionen erreicht hatten und so das feindliche Lager umringten. Alle Eldar schalteten ihre Zielgeräte auf Nachtsicht und näherten sich dem Lager so nahe, dass sie alle Sichtkontakt zueinander bekamen.
    Tasi konzentrierte sich, denn er wollte in die Gedanken seiner Gefährten sprechen – Eine Fähigkeit, die seine Mutter ihn gelehrt hatte...
    Macht eure Waffen bereit, ihr wisst, was zu tun ist. Ausgestoßene, schaltet eure Chamäolin-Mäntel ein. Wir müssen tun, was unsere Pflicht ist...
    Tasi wusste nicht genau, ob das ankam, aber trotzdem aktivierte er seine eigene Tarnung und schritt los ins Feindeslager. Etwa in der Mitte der Zeltgruppe wartete er, bis die anderen eintrafen. Durch die Maske konnte er wegen eines trägerdefinierten Chips die Eintreffenden trotz deren Tarnung sehen. Die Ranger wussten, was zu tun war, denn sie verstauten ihre Jagdgewehre auf ihre Rücken und zogen ihre Messer...
    Einen Schlafenden zu meucheln gehörte zu den Kenntnissen eines Attentäters. Selbst die paar Orks, die Wache schoben, hinderten sie nicht, 11 Orks die Kehlen aufzuschlitzen und qualvoll verbluten zu lassen...
    Plötzlich aber rief eine Wache einen Warnschrei durch das ganze Lager, der sicherlich alle aufweckte – scheinbar hatte man die Vergehen doch entdeckt.
    Schnell, forderte der angehende Runenleser sowohl die Ranger, als auch die Gardisten über Gedanken auf.
    Die Ranger und Tasi sprinteten in Windeseile aus dem Lager heraus und fünf der Gardistentrupps näherten sich diesem. Einer blieb zurück – die fliehenden Orks sollten die Richtung als Fluchtweg benutzen und dann von dem verborgenen Trupp niedergeschossen werden.
    Ein ahnungsloser Ork geriet als erster in Reichweite einer Gardistentruppe, die sofort das Feuer eröffnete. Einige Salven Kristallscheiben rasten durch die Dunkelheit auf den Kopf des Orks zu. Die ersten Rissen die Haut ab, die folgenden ließen den Schädel splittern und schließlich zerbersten. Das nun ungeschützte Gehirn kam zum Vorschein und wurde von den Kristallen zerfetzt, der Feind war tot...
    Auch die anderen Trupps fanden Ziele. Die zerstreuten Orks hatten keine Chance, sich zu organisieren und wurden einzeln vom konzentrierten Feuer der Gardisten niedergemacht.
    Währendessen beobachtete Tasi alles mit den Ausgestoßenen von einer kleinen Anhöre, sein Zielgerät auf Zoom gestellt. Plötzlich sah er, wie einer der Feinde andere Orks hinter eine Deckung zerrte und so schon vier von diesen Geschöpfen versammelt hatte.
    „Feuert auf sie...“, sprach er zu den Scharfschützen, die neben ihm standen und legte auch seine eigenes Jagdgewehr an.
    Die Geschosse trafen ein, wirkten aber nur bedingt, denn nur ein Ork fiel tot um, der Rest war nur leicht verletzt.
    Doch einer der Gardisten bemerkte nun die kleine Ansammlung und reagierte richtig, indem er eine Granate entsicherte und warf. Die Explosion zerfetzte die Orks und ließ Blut und Fleischreste herumfliegen; Zweifelsohne waren die Ziele nun tot.
    Die Gardisten standen schon innerhalb des feindlichen Lagers und die letzten überlebenden Orkoiden – drei Grotze und zwei normale Orks – rannten wie erwartet auf die Position des Trupps zu, der bis jetzt im Verborgenen geblieben war.
    Wenige Sekunden später fanden auch diese ihren Tod, von der Kristallmunition der versteckten Gardisten förmlich zerrissen.
    Bis auf einen Leichtverletzten wurde keinem Eldar ein Haar gekrümmt; Die Feinde waren tot.
    Sie hatten gewonnen.

    Tasi wanderte durch das leere Lager der Orks. Auch wenn er zu Khain für Erfolg gebetet hatte, erfüllte ihn der Sieg mit einem nüchternen Stolz.
    Urplötzlich ertönte ein Kampfschrei von der Seite und ehe er sich versah, wurde Tasi schon von der Seite gerammt und zu Boden gestoßen. Von dort schaute er nach oben und erblickte einen Ork, der seine Axt gehoben hatte, um sie dann mit voller Wucht auf ihn einzuhacken... Irgendwie musste sich diese Bestie versteckt haben!
    Er trug keine Aramidrüstung, sondern nur seinen Chamäolin-Tarnmantel, also würde es schmerzhaft enden. Doch Tasi hatte noch Hoffnung, denn in seiner Hand klammerte sich immer noch um den Hagun Zar, den er als angehender Runenleser erhalten hatte. Ohne groß nachzudenken stieß er ihn in die Magengegend des Orks, bevor dieser seine Axt runter gleiten lassen konnte. Zusätzlich kanalisierte Tasi seine psionischen Energien durch die Waffe und als sie mühelos durch das muskulöse Bauchfleisch des Gegners eindrang, zerfetzte die Energie alle Eingeweide des Feindes. Er fiel um und durch die geschaffene Öffnung des Bauches quoll eine blutige Masse, die vorher seine Gedärme bildete...

    Sitain beobachtete das von einem Baum aus, ohne einzugreifen...
    Er wusste nicht, was ihn daran gehindert hatte...


    Am nächsten Morgen hatten die übrigen Orks noch keine Anzeichen des Blutbades in der Nacht entdeckt. Nur einige Squigs konnten es riechen und waren äußerst unruhig, doch keiner nahm Notiz davon.
    Im Lager herrschte ein Hochgefühl. Der Bosskampf am Vortag war gut und heute fiel die Jagd brillant aus. Die meisten Orks taten nicht anderes, als zu faulenzen, sich hin und wieder zu prügeln und zu fressen...

    „Dat Ding is` jetz` räpariat!“
    Zak und Bogutz betrachteten die Arbeit des Meks. Überall waren „Auswüchse“ orkischer Technik am Shuttle und genau das war beruhigend. Orkische Technik war robuster als das, was die Menschen bauten, auch wenn es auf den ersten Blick anders aussah.
    Zak hatte schon einen großen Wasserkanister und eine Menge Squigfleisch im Cockpit verstaut. Sie konnten also unverzüglich loslegen. Beide Orks kletterten in das Schiff, Bogutz auf den Platz des Piloten, Zak auf den des Copiloten.
    Der Boss kramte die herausgerissenen Seiten des Flughandbuchs hervor, während Zak hinausschaute und sich innerlich vom Planeten Ariana verabschiedete. In dieser Beziehung war er in gewisser Weise etwas – aber nur ein kleines etwas – sentimental.
    Nach der Betätigen eines Knopfes und dem Ziehen eines Hebels, schloss sich das Cockpit und die seitlich angebrachten rostigen Starttriebwerke stellten sich quietschend und knarrend nach unten.
    Bogutz zog einen Hebel und eine bläuliche Flamme kam aus den Starttriebwerken.
    Das Shuttle hob sich langsam – ein Meter, zwei, drei.

    Bei fünf gab es einen lauten Knall...


    OT2: (Kommentar eines Orks dazu)
    Dat is` zwar tolla Lesekram, aba dat Zeug is` wirklich unräa...unräa...unrea... blöd! Da Äldaboyz könnt`n nie uns Orks platt mach`n, DENN WIR SIN` DA ORKS UND DA ORKS SIN` DA GRÖSSTEN UND DA BESTEN!!

  • oha wie krass gehst du ab das geht ja richtig schnell finde ich gut ich drucke mir das jetz aus un lese mir das ganz gemütlich heute abend im bett durch :D

    Wer nichts word, word Word!

  • Misstrauen

    Was wohl die mächtigste Waffe der Psioniker ist? Ich wage es, zu bezweifeln, dass es ihre aggressiven Fertigkeiten sind. Ich behaupte eher, dass es ihre Gedankenbeeinflussung ist; Sie sind fähig, Zweifel, Verwirrung, Angst und insbesondere Misstrauen zu legen. Eine Gesellschaft bricht zeitgleich mit dem Vertrauen zusammen. Misstrauen zu legen ist die beste Waffe, ohne, dass man wirklich angreifen muss.
    - General Ihro der imperialen Armee


    Tasi saß im Schneidersitz im Meditationsraum der Basis Itari. Er war beschäftigt, sehr beschäftigt...
    Die Gardisten waren wieder auf das Weltenschiff zurückgekehrt; in der jetzigen Phase des Plans waren sie nicht notwendig.
    Sie würden zurückkommen, wenn sie benötigt werden, aber jetzt waren nur die fünf Ranger und Tasi in der Basis.
    Schon stundenlang war der angehende Runenleser dagesessen. Er sendete Signale aus. Viele Signale. Seine Mutter brachte es ihm bei – sie hatte gesagt, es wäre sehr praktisch, die Gedanken des Feindes zu beeinflussen. Eldar verwendeten diese Fähigkeit erstaunlich häufig bei dümmeren, willenschwächeren Wesen.
    Es war zwar schwer, aber das Ergebnis ließ sich sehen:
    Die Eldar konnten feindliche Armeen in gewisser Weise lenken und für eigene Zwecke verwenden. Die Signale, die Tasi sendete, sollten nicht den Wildorkclan lenken sondern eher zusammenbrechen lassen:

    Du weißt, dass DU der stärkste und der größte bist. Du bist der mutigste, der geschickteste, der schlauste Ork von allen. DIR steht eigentlich die Leitung über den Clan zu, du weißt es; Alle anderen sind unwürdig dafür.
    Schau dir nur die anderen an. Es ist doch offensichtlich, dass sie Verschwörungen gegen dich aushecken! Alle wissen, dass du, wenn du es nur willst, der neue Boss werden kannst.
    Sie haben Angst vor dir – denn in einem Kampf würden sie allesamt keine Chance haben. Deshalb vereinen sie sich, um DICH hinterhältig zu ermorden! Entgegne ihnen! Bringe diese hinterhältigen Geschöpfe zur Strecke, am besten noch heute!
    Es ist doch offenkundig: Allein schaffen sie es nicht, dich zu übertreffen, aber deshalb verbünden sie sich feige und hinterhältig miteinander. Aber das wird ihnen wenig nützen, denn du bist der stärkste und der beste!

    Tasi erhob sich; er wusste, dass jemand kam. Die Runen hatten es ihm verraten.
    Wenige Sekunden später trat auch schon ein Ranger in den Meditationsraum ein.
    „Tasi, eure Mutter hat mehrere Boten gesendet. Die Runenprophetin habe gesagt, sie wisse von euren weiteren Plänen...“
    Das überraschte ihn sehr. Er hatte weder jemanden sein Vorhaben verraten, noch es irgendwie aufgeschrieben. Doch dann lächelte Tasi, denn er hatte eine Vorahnung. Er folgte dem Ranger in den Raum mit dem Warpportal.
    Im Raum waren die drei Gesandten der Prophetin. Sie hatten Masken auf und trugen Rüstungen. Es waren Aspektkrieger, vom Schrein des Feuerfalken. Es waren Feuerdrachenaspektkrieger. Tasis Vorahnung hatte sich erfüllt; sie würden dem Sumpf das Feuer bringen.


    Im Orklager verhielten sich die Orks in der Nacht auf den vierten Tag sehr seltsam.
    Etwa die Hälfte hatte die Signale erhalten, aber von diesen ignorierten die wiederum die Hälfte die Gedanken.
    Nur ein Viertel war also von allen überzeugt. Jene schienen es möglichst zu vermeiden, ihre Zelte zu verlassen und beäugten jeden anderen Ork misstrauisch.
    Dies wiederum sorgte für eine Reaktion: Die Orks, welche die Signale bekamen, aber ignorierten, sahen, wie viele andere Orks sich seltsam verhielten. Als ob sie etwas zu verbergen hätten...
    Sie mussten wohl oder übel doch der Stimme in ihren Köpfen Recht geben.

    So geschah es, dass bis Mitternacht vom dritten zum vierten Tag etwa die Hälfte aller Orks unter einem chronischen Verfolgungswahn litten.
    Am nächsten Morgen würde schon der erste Mord geschehen...


    „DU VADAMMTEÄ MADE! DU KLEINES STÜCK SQUIGKOT! DU GROT! ICH ZÄRREIS` DICH IN DA LUFT!!“
    Bogutz holte Luft nach diesen Beschimpfungen. Er hielt den Mek Gonaz am Hals einen Meter über dem Boden.
    Das gestürzte Shuttle steckte wieder im Schlamm, nur wenige Meter vom Startpunkt entfernt.
    Aus den seitlichen Starttriebwerken qualmte schwarzer Rauch – Sie waren kaputt. Der Mek hatte einfach nur Mist gebaut. Zak und Bogutz hatten Glück im Unglück, denn, wenn die Triebwerke wenige Minuten später kaputt gegangen wären, wären sie beiden tot!
    Der Boss legte seine andere Hand um die Schulter des Meks. Allein vom Körperlichen wäre er fähig, Gonaz Körper der Länge nach zu zerreißen.

    Zak kletterte aus dem Shuttle, Er war ungünstig mit dem Kopf aufgeschlagen und deshalb einige Sekunden bewusstlos. Jetzt floss leicht Blut aus seiner Nase, aber sonst war er unverletzt. Er sah, was Bogutz vorhatte.
    „Boss, tu` dat bässa nicht! Er is` da einzigä, der dat Dingens räparier`n kann!“
    Der Boss zögerte und kämpfte innerlich. Lieber seinen Gefühlen nachgeben oder der Vernunft gehorchen? Schließlich setzte er den Mek entgegen der eigentlichen Natur der Orks ab. Er knurrte unzufrieden und ließ seine Wut an einem Baum aus, den er mit reiner Muskelkraft entwurzelte.
    „Na gut, Ich geb` dia einen Tag; Dat nächste Mal wiarst du nicht värschont!“

    OT: Kommentare und Kritik sind erwünscht, bei diesem Teil sogar besonders.

  • gefällt mir immer noch sehr gut =)
    nur eines bin ich mir nicht ganz sicher, und zwar: haben eldar fragmentgranaten? heißen die bei denen nicht plasmagranaten?
    fragmentgranaten sind für mich waffen des imperiums

    Die Wahrheit wird oft in einer Sprache gesprochen, die wir nicht verstehen können. Daran zu scheitern sie zu verstehen ist noch lang keine Entschuldigung sie als falsch anzusehen.

  • Habe leider seit einiger Zeit keine Möglichkeit DoW zu spielen, kann also nicht aus erster Hand erzählen, im Lexicanum stand zwar, dass Fragmentgranaten bei allen Armeen verwendet werden...
    Naja, besser ich schreibe den allgemeinen Begriff Granate, damit keine weiteren Missverständnisse aufkommen.

    Hat jemand auch noch Kritik vom Schreibstil her? Manchmal erscheint er mir leider irgendwie steril(nüchtern, fast schon langweilig), wie seht ihr das?

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!