"Syrienkrieg: Lasst Euch nicht immer wieder von Massenmördern verarschen "

  • Naja die Notwendigkeit die Kämpfe zu beenden bestünde schon finde ich (wenn man den Syrern zutraut danach einen Rechtsstaat aufzubauen, was für mich das große Fragezeichen ist, siehe Lybien). Man muss ja nicht für eine Seite Partei ergreifen, eine Beedigung der Kämpfe wäre einmal das erste Ziel um weitere Opfer zu verhindern. Das ist etwas anderes als die Rebellen zu unterstützen.

    Der Krieg muss von allein ausbrennen - da jetzt ne Wand zwischen zu schieben verlängert den Konflikt nur. Die müssen sich solange gegenseitig abschlachten, bis die hiesigen Gruppen merken, dass Frieden die bessere Lösung darstellt - anders hat es bisher nie funktioniert. Die Aggressionspotentiale müssen abgebaut werden. Ja, es werden noch mehr Soldaten und Zivilisten sterben, aber wenn wir diesen Konflikt durch einen Waffenstillstand künstlich "befrieden", bilden sich die Aggressionspotentiale neu aus und die kämpfenden Parteien sammeln ihre Kräfte für den nächsten Kampf, was den Bürgerkrieg lediglich künstlich verlängert, was wiederum die Opferzahlen unnötig nach oben treibt.

  • genauso wenig hat es mit den Rebellen zu tuen. Da wurde das Chaos einfach genutzt um religiöse Streitigkeiten auszutragen


    Wenn ich dem glauben schenke, was ich von einem Israel-Reporter gehört habe, dann sind die "Rebellen" Söldner und radikale Islamisten, denen es nicht gefällt, dass das Regime nicht islamistisch genug ist.

    Aber wie es schon von den anderen gesagt wurde: da Deutschland nicht in der Lage ist, ohne viel Geheimdienstarbeit die Lage einzuschätzen (welche auch viel Zeit braucht und wieder umstritten ist), ist an einen militärischen Einstatz nicht zu denken.
    Unabhängig davon ist es keine gute Idee, militärisch in einem muslimischen Land Einsätze zu führen. Die Radikalen und weniger radikalen Islamisten mögen so etwas gar nicht und würden uns nicht danken, sondern grundsätzlich dafür hassen.
    Das ist so eine Mischung aus Stolz und religiösen Gesetz: Moslems lösen Moslem Probleme.
    (natürlich ist keine dieser Aussagen für alle Moslems zutreffend sondern es soll immer nur eine Sicht auf die entscheidenten Gruppierungen gegeben werden)

  • es heißt Libyen, nicht Lybien! :D
    Syrien ist ja nun auf der "Liste der Schande", man sieht immer öfter Fotos von weinenden Kindern in den Wirren des Krieges und unser BP Gauck versucht das Volk für mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr zu begeistern

    eine Farce sondersgleichen, ich denke die Gelegenheit lassen sich die Konzerne nicht nehmen

  • Quote

    Der Krieg muss von allein ausbrennen - da jetzt ne Wand zwischen zu schieben verlängert den Konflikt nur. Die müssen sich solange gegenseitig abschlachten, bis die hiesigen Gruppen merken, dass Frieden die bessere Lösung darstellt

    Wenn man aber diesem System folgen würde, dürfte die Polizei bei Hooligan Schlägerein (außerhalb des Stadions) oder bei Schlägereien von Rechten und Linken bei Demos auch nicht eingreifen sondern abwarten und nachher die Toten wegbringen. Ich bin mir da nicht ganz so sicher wie du, dass man den Krieg dadurch nicht beenden könnte und ein stabiles System errichten, dass dann selbst für Waffenruhe in Zukunft sorgt (sofern die Syrer dies auch wollen).

    Wobei Befreiung zum Selbstzweck wie in Libyen auch nicht der Sinn der Sache ist. Wenn sie dann wieder bei den nächsten Wahlen die radikalen Moslems wählen und dann die Minderheiten massakrieren ist den Leuten langfristig auch nicht geholfen.


  • Wenn ich dem glauben schenke, was ich von einem Israel-Reporter gehört habe, dann sind die "Rebellen" Söldner und radikale Islamisten, denen es nicht gefällt, dass das Regime nicht islamistisch genug ist.

    mag sein, aber die Streitigkeiten zwischen Alawiten und Sunnis sind schon Jahrhunderte alt. Für viele orthodoxe sunnis sind alawiten keine Moslems und deswegen sollte man das auch relativ sehen, wenn dort ein sunni sagt, dass Syrien nicht islamisch genug ist.
    Das Problem ist am ehesten, dass Assad selber ein Alawit ist aber die Alawiten sind nur eine kleine Minderheit in Syrien und dann kommt es immer zu Problemen, wenn eine Minderheit an der Macht ist.
    Israelische Quellen würde ich im Moment eh mit Vorsicht genießen. Sie sind zwar näher am Geschehen dran, aber neigen wohl sehr schnell zur Angstmache.

  • Wenn man aber diesem System folgen würde, dürfte die Polizei bei Hooligan Schlägerein (außerhalb des Stadions) oder bei Schlägereien von Rechten und Linken bei Demos auch nicht eingreifen sondern abwarten und nachher die Toten wegbringen. Ich bin mir da nicht ganz so sicher wie du, dass man den Krieg dadurch nicht beenden könnte und ein stabiles System errichten, dass dann selbst für Waffenruhe in Zukunft sorgt (sofern die Syrer dies auch wollen).

    Wobei Befreiung zum Selbstzweck wie in Libyen auch nicht der Sinn der Sache ist. Wenn sie dann wieder bei den nächsten Wahlen die radikalen Moslems wählen und dann die Minderheiten massakrieren ist den Leuten langfristig auch nicht geholfen.

    Ein Bürgerkrieg ist etwas komplexer als eine Schlägerei von einem Haufen besoffener Hooligans... Dort wird im Moment ein Machtvakuum gefüllt - wir haben uns dort nicht einzumischen. Das ist übrigens auch Teil der UN-Konvention zur Achtung innerstaatlicher Vorgänge und Souveränität einer Nation.

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  • Also die ganzen naiven Gutmenschen, die einem glauben die (ihre) Wahrheit vermitteln zu können und deren unkritisches schwarz (Regime)-weiß (Rebellen) Denken, drängen einen ja schon beinahe in SachsenTeufels Ecke.

  • Ich will sagen, dass wenn mir Leute erzählen, sie wüssten genau, dass Herr Assad der Böse und die Rebellen die Guten sind, sie trotz Gegenteiliger Zeugenaussagen einfach stur weiterbehaupten durch die Rebellen geschähen keine Verbrechen und es doch im Namen der Menschlichkeit (mein Lieblingswort btw) einfach geboten ist dort einzugreifen und die Rebellen an die Macht zu bringe,n ich mittlerweile fast schon dazu tendiere nicht einzugreifen, weil ich mit solchen Idioten nicht auf einer Seite stehen will.

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