sooooooo - hab mir gedacht ich stell auch mal eine von meinen Geschichten rein. (wenn ich denn darf ^^) Da gibts natürlich auch ne Fortsetzung zu, aber ich hab jetzt mal mit ner abgschlossenen Geschichte angefangen, wenn sie gefällt gibts natürlich noch mehr ![]()
Ktor stürmte den Hügel hinauf. Endlich gelang es ihm das neue Magazin in seine Boltpistole zu schieben. Er hörte das hohe Sirren der Granate, aber er rannte weiter. Die Granate detonierte wenige Meter neben ihm. Eine Fontäne aus Schlamm und Metallsplittern ergoß sich über ihn, aber keiner der Splitter durchschlug seine Servorüstung. Die dunklen Götter schienen heute ihre Hand über ihn zu halten.
Auf dem Hügel konnte sich höchstens ein dutzend Jünger des falschen Imperators verschanzt haben, aber dennoch setzten sie mit ihren Granatwerfern der Schlachtlinie der dritten Kompanie der Alpha Legion zu; als ob das nicht genug wäre, hatte das imperatortreue Geschmeiß auch noch eine oder mehrere Laserkanonen in Stellung gebracht und bereits zwei Rhinos und ihre Besatzung vernichtet und einen Predator schwer beschädigt. Die Wut über den Tod seiner Brüder trieb Ktor noch schneller voran. Die Schlacht war gewonnen, aber keiner der Feinde des Chaos durfte verschont werden. Er blickte sich um. Der Champion und die weiteren Brüder seiner Einheit waren zurückgefallen. Sei's drum.
Er ließ sein Kettenschwert aufheulen und stürmte weiter, auf die mit Sandsäcken befestigte Stellung zu. Das Donnern der imperialen Artillerie, das bereits verstummt war durch seine Brüder, die dem imperialen Abschaum die Gnade eines schmerzvollen Todes zu Teil werden ließen, wurde wieder aufgenommen durch das herannahende Donnern eines Gewitters, das den grünen Phosphor-Säure-Regen dieser Welt mit sich bringen würde. Bis zum Beginn des Regens musste die letzte Stellung eingenommen sein; außer im Inneren eines Gebäudes war der Regen tödlich.
Mit einem letzten Sprung setzte Ktor über die Sandsäcke hinweg und sah sich vier imperialen Soldaten und einem Oberst gegenüber; dahinter sah er die verhasste Laserkanone stehen. Seine Gegner schienen ihn erwartet zu haben, denn zwei der Soldaten hatten ihre Lasergewehre im Anschlag. Er hörte das Knacken mit dem die Gewehre feuerten und spürte einen der Strahlen auf der Brustplatte seiner Rüstung detonieren. Er stürmte, ungeachtet der Ablativpanzerung, die von seiner Rüstung tropfte, mit kreischendem Kettenschwert weiter und richtete seine immer noch auf Semiautomatik stehende Boltpistole auf die imperialen Soldaten. Mit einem Grinsen zog er denn Abzug durch, aber es folgte nur ein hohles Klicken.
Ladehemmung. Fluchend warf er die Pistole nach den überraschten Soldaten und rammte dem Vordersten sein Kettenschwert in die Schulter, während er einem anderen seinen Ellenbogen in den Schädel rammte. Befriedigt vernahm er das knackende Geräusch. Er zerrte sein Kettenschwert aus dem röchelden Soldaten und fasste mit seiner linken Hand an den Gürtel. Er rannte an den imperialen Soldaten, die ihre Lasergewehre erneut auf ihn richteten, vorbei auf den Oberst zu. Die Sprenggranate zeriss die beiden bevor sie abdrücken konnten. Ktor lies sich von der Druckwelle der Explosion noch schneller auf den Oberst zutragen. Noch zehn Meter trennten ihn von ihm.
In dessen Augen sah er Entschlossenheit, der Mund hatte sich zu einem Strich zusammengezogen und er wich keinen Schritt zurück vor dem heranstürmenden Chaosspacemarine. Ktor freute sich – endlich ein Gegner, der es verdiente auf dem Altar der Chaosgötter dargeboten zu werden. Der Oberst ziehlte auf Ktor und dieser erkannte das Summen des sich aufbauenden Magnetfeldes. Die Plasmapistole schleuderte eine Ladung gegen Ktors rechten Arm. Die Schmerzen waren unvorstellbar, als der Großteil seines Armes verdampfte. Ktor fiel auf die Knie und hielt den Stumpf seines rechten Armes. Er hob den Kopf und sah erneut in die Mündung der Plasmapistole und in das Gesicht des Oberst, in dem immer noch reine Entschlossenheit stand. Ktor dankte auf seinen Knien den Chaosgöttern für diesen schmerzvollen Tod im Kampf.
Erneut zog der Oberst den Abzug durch, aber die Folge war kein weiteres Plasmageschoss, sondern mehrere tausend Grad heißer Dampf, der aus den Kühlventilen schoss. Der Oberst brach unter Schreien zusammen und wälzte sich auf dem Boden. Grinsend richtete Ktor sich auf; die Chaosgötter schienen heute gnädig zu sein. Er stolperte auf den zuckenden Kadaver zu, griff nach der immer noch glühenden Plasmapistole und schlug damit auf die Überreste des Oberst ein. Immer und immer wieder. Und sein Lachen scholl über den Hügel bis Ktor bewusstlos über dem Fleischhaufen zusammenbrach.
Die Brüder seiner Einheit trugen ihn zu ihrem Rhino zurück, noch immer hielt er die blutige Plasmapistole in der Hand.
Die Chaosgötter hatten einen neuen Favoriten.
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PiC|Taiyou
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