Naj, da hier alle so schoen schreiben, woltle ich auch mal was machen... ;). Kenn mich zwar net so mit dem Warhammer Universum aus, aber das mach ich durch Fantasie wieder wett ;). Wenns genugend wollen, schreibe ich weiter..
Hoffe euch gefaellts....
Prolog
Er hechtete den Gang entlang. Seine Schritte hallten von den Wänden wieder. Rote Alarmsirenen schweiften langsam hin und her, nur die Notbeleuchtung erhellte den Gang. Die Schatten schienen nach ihm zu greifen. Er blickte sich gehetzt um. Niemand war hinter ihm, der Gang war leer. Er beschleunigte seinen Schritt, der Wiederhall verkam zu einem Trommeln, das ihn dazu anspornte, noch schneller zu laufen. Er fing an zu keuchen, der Atem schlug heiss auf seinen Schutzhelm. Seine Hände fingen an zu schwitzen und eisige Kälte breitete sich von seinen Füßen aus in seinem Körper aus. Der Gang schien endlos zu sein.
Er hatte das Gefühl, dass die eisige Kälte seine Beine lähmte, so dass er immer langsamer wurde. Verschiedene Abzweigungen führten in schwarze Dunkelheit, er traute sich nicht, diesen Gang, der noch von der Notbeleuchtung erhellt wurde, zu verlassen. Endlich erblickten seine Augen das Ende des Ganges, er wusste, dass das, was passieren musste (was muss passieren?) jetzt passieren wird. Seine Schritten wurden langsamer, er blickte sich noch einmal nervös um, bevor er stillstand. Er fummelte eine halbautomatische Pistole aus seinem Halfter. Sein Herz raste. Danach drückte er sich an die Wand, er schloss kurz die Augen, um all seinen Mut zu sammeln. Am Ende des Ganges war eine Abzweigung und er wusste, dass da hinter etwas (was?) auf ihn wartete. Er wusste das so sicher, wie er wusste, dass er ein Findelkind war, von seinen Eltern ausgesetzt und verlassen. Er wusste das so sicher, wie er wusste, dass er niemals eine Position in dem Imperium bekommen würde, die mit auch nur etwas Verantwortung zusammenhing. Er öffnete seine Augen, betrachtete nachdenklich seine Pistole. Er liess das Magazin herausfallen, sah das es voll war und schob es zurück in die Waffe. Er zog den Schlitten zurück. Mit einem metallischen Geräusch, dass im gesamten Gang wiederhallte, wurde eine Kugel in den Lauf geschoben. Der Rhythmus seines Herzens wurde regelmäßiger, sein Training gewann langsam, aber sicher, Oberhand über seine Gefühle. Er zog sich den Helm von dem Kopf, er wusste, dass es ihn nicht schützen würde (vor was?). Schwarzes, verschwitztes Haar fiel auf seine Schultern. Für eine Sekunde jagte ihm der Gedanke an Selbstmord durch den Kopf. Er müsste nicht mehr diese Angst ausstehen, immer und immer wieder (wieso?). Schritt um Schritt näherte er sich der Abzweigung. Er hatte keine Kontrolle mehr über sich, selbst wenn er jetzt umdrehen wollen würde, er könnte es nicht. Die Grenze zum Wahnsinn war nahe, aber noch nicht überschritten. Als er um die Ecke bog, befand er sich einer Dunkelheit gegenüber, die dunkler war als alles was er je gesehen hatte. Er holte seine Taschenlampe hervor und schaltete sie ein. Sie flackerte kurz, so als ob sie sich weigern wollte, der Dunkelheit ihre Geheimnisse zu entreissen. Doch nach gerade zwei Meter verlor sich der Taschenlampenstrahl in der Finsterniss. Er machte einen Schritt nach vorne, die Waffe auf den Boden richtend. Schweiss rann ihm in die Augen, doch er wusste, dass er jetzt nicht den Fehler machen durfte, seine Augen zu säubern. Denn dann würde ihn etwas (was?) angreifen. Er hörte ein Knurren hinter sich, ganz nahe an seinem Ohr. Sein Rücken versteifte sich, als ob er sich auf einen Aufprall vorbereiten wollen würde. Langsam drehte er sich um. Der Tashenlampenstrahl zitterte sich in die Dunkelheit auf dem Boden vor und enthüllte nackte, kleine Füße. Die Zähennägel waren schwarz lackiert. Langsam wanderte das Licht die schmalen Beine hoch. Auf Kniehöhe fing ein schwarzes Kleid an. Er wollte seine Augen schliessen, doch er konnte es nicht. Er wollte weglaufen, doch seine Beine waren am Boden festgewachsen. Seine Hand zitterte immer stärker. Kleine Hände schälte die Taschnelampe aus der Dunkelheit, die in ebenso kurze Arme übergingen. Mit aufgerissen Augen musste er den Strahl der Taschenlampe weiter verfolgen. Er wollte das Gesicht nicht sehen, doch seine linke Hand mit der Taschenlampe gehorchte ihm nicht mehr. Seine Rechte verkrampfte sich um den Pistolengriff. Sie hob sich langsam. Endlich konnte er die Augen von der Gestalt lösen und sie wanderten zu der Pistole, die sich immer weiter seinem Kopf näherte. Der Lauf senkte sich langsam auf seine Schläfe. Er blickte die Gestalt an, hoffte auf Mitleid, hoffte nur auf ein Wort. Die Stimme schien aus Dunkelheit gemacht zu sein, doch sie war nicht grausam. Nein, sie schien vielmehr traurig zu sein, unendlich traurig, als wäre es die Trauer selbst.
„Du verdienst es, zu sterben. Ihr alle verdient es, zu sterben.“
Ein einzelner Schuss erklang und hallte in dem Gang wieder.
Kapitel 1
Artarius, imperialer Soldat, wachte auf. Schwarze, kurzgeschnittene Haare fielen in seine hohe Stirn. Seine Augen waren hellblau und wurden von dichten Augenbrauen gekrönt. Er hatte sich eigentlich immer lange Haare gewünscht. Die grelle Sonne blendete ihn. Langsam drangen die Geräusche des Schlachtfeldes an sein Ohr. Er rieb sich seine Augen, die sich langsam an die helle Umgebung gewöhnten. Artelleriefeuer hallte in der Ferne, ab und zu hörte man auch ein Pistolenschuss in der Nähe. Er kam gerade frisch aus der Ausbildung, es war also sein erster Einsatz, auf einem Planet, dessen Namen er vergessen hatte. Vor einer Woche wurde er zu dieser Stellung abkommandiert und hat seitdem noch nichts von dem Krieg gesehen. Nicht dass er darum traurig wäre. Er war eher ein ruhiger Charakter, fand sich mit seinem Schicksal ab. Er wusste, er war Kanonenfutter und als Findelkind würde niemand seinen Tod betrauern. Er wollte nur so lange wie möglich überleben.
„Endlich bist du wach! Wird auch Zeit, deine Wache wär vor 15 Minuten angefangen.“
Sein einziger Freund und direkter Vorgesetzter Belarius grinste ihn an.
„Jaja, ich komm ja schon.“ Artarius war genervt. Seit drei Tagen hat er immer denselben Traum und er fühlte sich nach dem Aufwachen immer so, als wäre er wirklich durch diesen Gang gelaufen.
„Gut, dann kann ich ja endlich schlafen. Pass auf, ich hab so etwas seltsames im Gefühl. Alles klar?“ Er blickte Artarius ernst in die Augen. Artarius sah wirklich nicht gut aus, er brachte seine Augen kaum auf, so müde war er noch.
„Ja, geht schon.“ Unwirsch schob er die Hand seines Vorgesetzten zur Seite und setzte sich hinter die Sandsäcke, die vor ihrer Position aufgebaut waren. Vorsichtig spähte er durch eine kleine Ritze zwischen den Sandsäcken. Hinter ihrer Stellung erstreckte sich eine tote Stadt. Zerstörte und brennende Häuser reihten sich bis an den Horizont. Der Horizont selbst schien in Flammen zu stehen. Ab und zu sah man eine Raketenschweif aufsteigen, die sich langsam in Richtung der Warpportalknoten der Eldar bewegte. Doch jedesmal schienen sie von selbst zu explodieren, bevor sie ihr Ziel erreichten. Er nahm den schweren Bolter, den er vor zwei Tagen bei einem toten Space Marine gefunden hatte und fing an, ihn zu säubern. Er war für ihn eigentlich viel zu schwer, und konnte ihn nur im Liegen abfeuern. Trotzdem verlieh ihm diese grosse Waffe eine Gefühl von Sicherheit. Es war der einzige Art von Zeitvertreib, die ihm geblieben ist.
„Du verdienst es, zu sterben. Ihr alle verdient es, zu sterben.“
Er blickte auf. Hatte er das gerade wirklich gehört?
Artarius flüsterte vor sich hin: „Hier werde ich noch wahnisnnig.“
Er rieb sich seine kalte, vom Schweiss nasse Stirn. Die Sonne brannte auf ihn herunter. Er hatte das Gefühl, bei lebendigem Leib geröstet zu werden.
„Die Galaxie wird mit all seinem Leben und Unleben in Flammen untergehen und du wirst mein Sklave und Diener dabei sein. Du wirst deine Freunde verraten und der meisgesuchte Mann des Universums sein. Du wirst mehr Elend erfahren, als ein Mensch ertragen kann. Und doch wirst du sie alle retten.“
Die Stimme schien direkt in seinem Kopf zu sprechen. Artarius stand auf. Dass er somit nicht mehr in Deckung war, bemerkte er nicht. Auch einige Eldar, die sich mit Scharfschützenwaffen in einem der Gebäude etwas die Strasse hinunter veschanzt hatte, bemerkte er nicht. Die Eldar wunderten sich nicht über das seltsame Verhalten des Menschen, sie standen sowieso in dem Ruf, irrational zu handeln. Sie legten auf ihn an und schossen. Die Energiestrahlen zogen an den Häusern vorbei und näherten sich dem Kopf von Artarius, der wie versteinert noch immer zu einem Haus etwas abseits der Strasse starrte. Doch plötzlich verliessen die Strahlen ihren vorbestimmten Weg und zogen eine Kurve. Entgegen allen physikalischen Gesetzen drehten sie in der Luft um und rasten zurück zu ihren Ursprungsort. Die Eldar waren verwirrt, sie hatten so etwas noch nie gesehen. Einige versuchten noch, die Flucht zu ergreifen, doch alle Schüsse fanden ihr Ziel. Der gesamte Vorhut der Eldar war auf einen Schlag vernichtet worden.
Doch von diesen Vorgängen bemerkte weder Artarius, noch die mit ihm dort stationierten Soldaten etwas. Artarius setzt sich langsam in Richtung Eingangs des Hauses in Bewegung. Der Schatten des fünf Stockwerke hohen Gebäudes umfing ihn und er verschwand schliesslich. Eine seltsame Kraft zog ihn immer weiter, er stieg schliesslich in den zweiten Stock hoch zu einem Fenster, von dem aus er seine Kameraden sah. Er verstand nicht, was hier vor sich ging und was mit ihm los war. Wenn er mit der Inquisition sprach, würde er bestimmt als Ketzer und dem Wahnsinn verfallenen Chaosjünger hingerichtet werden. Und wen sollte er sonst um Hilfe bitten bei den seltsamen Vorfällen, die er in letzter zeit erlebte? Doch bevor er sich darüber weitere Gedanken machen konnte, registrierten seine Augen etwas, was sein Verstand nicht wahr haben wollte.
Eine riesige Anzahl an Gardisten näherte sich der Stellung imperialer Soldaten, die zu ihrer Verteidigung nichts als ein paar Laser und Plasmagewehre hatten. Die Eldar, im Glauben, dass ihre Vorhut entdeckt und somit der Angriff bereits entdeckt worden war, wollten nun die Imperialen angreifen, bevor diese ihre Verteidigung organisieren konnten. Doch weder stand die Verteidung der Menschen, noch wurden sie gewarnt. Leise und tödlich überfielen die Eldar die Soldaten. Erst als die Hälfte der Menschen gefallen war, bermerkten die anderen, was vorgefallen war. Sie mussten die Verteidigungsstellungen den Eldar überlassen und reorganisierten sich einen Strassenzug weiter. Zum Glück der Menschen waren die Verteidigungstellungen nur zur Front hin ausgerichtet und somit hatten die Eldar keinerlei Deckung. Die Soldaten, die sich hingegen in die Häuser zurückgezogen hatten, griffen ohne zu zögern an. Die Eldar hatten schwere Verluste, doch ihre Zahl war einfach überwältigend. Nach kurzem Zögern strömten sie einfach die Strasse entlang und töteten jeden noch lebenden Soldaten, denen sie trafen. Die Menschen hatten nicht die geringste Chance. Wäre er da unten gewesen, wäre Artarius jetzt auch tot. Doch jemand hatte ihn gerettet. Er starrte entsetzt zu den Leichen runter. Er kannte jeden von ihnen, sie waren zwar nicht seine Freunde gewesen, trotzdem brannten in seinen Augen die Tränen. Er war wie betäubt und konnte keinen Muskeln mehr rühren. Seine Tränen tropften auf seine graue Rüstung. Sie bot nicht viel Schutz, sie war eher dazu gedacht, den Soldaten etwas Mut zu verleihen. Er machte einige Schritte rückwärts, bevor er über einen Stein stolperte und auf den Boden fiel. Staub wirbelte auf. Das Bild seiner dahingemetzelten Mitsoldaten hatte sich in sein Gehirn eingebrannt. Er rannte auf die Strasse zurück. Sein Blick war verschwommen und Artarius fiel immer wieder hin. An jedem Stein, auf jedem Fleck, den er berührte, schien blut zu kleben. Die Augen seiner Kameraden schienen ihn anklagend anzustarren. Er rannte an die Stelle wo er eigentlich Wache hätten halten sollen. Zwei Meter daneben lag sein Freund Belarius. Ein Eldarmesser stak in seinem Buch. Seine Rüstung war über und über mit Blut befleckt. Belarius röchelte noch. Er starrte Artarius an.
Belarius versuchte zu reden, doch er bekam nur ein Röcheln hervor.
„Ich.....ich...“
Artarius stammelte. Er wusste nicht, was er sagen sollte. Die rechte Hand von Belarius legte sich um Artarius Kopf und zog ihn zu Belarius Mund.
„Du...Verräter“
Arkarius Augen weiteten sich.
„Nein, nein, du verstehst nicht. Ich war das nicht!“
Belarius weinte, doch Arkarius merkte das nicht. Er starrte auf die Waffe, die sein Vorgestzter in der Hand hielt und langsam auf ihn richtete.
„Nein, ich war das nicht!“
Arkarius schrie fast. Er hielt die Hand seines Freundes fest. Die Pistole zeigte zitternd auf Arkarius Kopf. Ein Schuss löste sich und schlug hinter den beiden in die Wand ein.
„Hör auf! Ich war das nicht!“
Er dachte nicht an die Eldar, die noch in der Nähe waren.
Noch ein Schuss löste sich aus der Waffe und traf Arkarius an der Schulter. Die Kugel durchbohrte sein Fleisch und kam auf der Rückseite wieder raus. Er schrie vor Schmerz auf. Blut spritzte auf die Sandsäcke hinter ihnen. Langsam drehte Arkarius die Waffe in der Hand seines Freundes bis sie auf seine Brust zeigte. Arkarius rannen Tränen über seine Wangen.
„Bitte, hör auf, ich will das nicht.“
Plötzlich erhielt er einen Schlag auf den Kopf und sackte vornüber. Er fiel auf seinen Vorgesetzten. Ein weiterer Schuss löste sich und durchschlug Belarius Brustkorb. Dieser röchelte noch ein paar mal, bevor er aufhörte zu atmen.
Arkarius wurde noch klar, was er getan hatte, bevor er in die Ohnmacht fiel und von den Eldar weggeschleift wurde.